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Kennen Sie Kibeho?

9. Juni 2017 in Buchtipp, keine Lesermeinung
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Die Erscheinungen in Kibeho/Afrika sind kirchlich anerkannt. Buchtipp zu „Die Erscheinungen von Kibeho. Maria spricht zur Welt aus dem Herzen Afrikas“. Von Hans Jakob Bürger


Illertissen (kath.net) Kennen Sie Kibeho? Es ist die Namensbezeichnung für ein Dorf in Ruanda im tiefsten Afrika; dort soll die Muttergottes erschienen sein. Von diesem Ereignis wird berichtet in dem äußerst spannend zu lesenden Buch „Die Erscheinungen von Kibeho“. Und gerade in diesen Tagen, da die Kirche zurückblickt auf „100 Jahre Erscheinung der Gottesmutter in Fatima“, ist dieses Buch aktueller denn je. Denn, wie es aus dem Untertitel des im Verlag Media Maria erschienenen Buches hervorgeht, „Maria spricht zur Welt aus dem Herzen Afrikas“, erscheint Maria auch heute noch (oder wieder). Ist dies an uns vorübergegangen? Haben wir davon nichts mitbekommen?

Am 29. Mai 2001 erkannte der Vatikan die Marienerscheinung in Kibeho offiziell an. Die Geschichte dieser Marienerscheinungen in Ruanda fand ungefähr zur selben Zeit statt, wie jene, die mit Medjugorje, der größten Wallfahrtsstätte in Bosnien-Herzegowina, zusammenhängt.

Kibeho ist echt, sagte Rom bereits 2001, während Papst Franziskus über die Geschehnisse in Medjugorje offenbar anders denkt. Eben erst, vor wenigen Tagen, äußerte er sich – als Privatmann, wie er betonte – eher abfällig: „Mit Blick auf die Vorgänge in Medjugorje wiederholte Franziskus sein ironisches Bild von der Muttergottes als ‚Chefin eines Telegrafenamtes, die täglich eine Nachricht schickt‘. Solche ‚angeblichen Erscheinungen‘ hätten ‚keinen großen Wert‘. Dies sei freilich ‚seine persönliche Meinung‘, so der Papst. (kath.net hat berichtet).


Die Erscheinungen der Muttergottes waren zu Anfang der 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts, also noch vor dem schrecklichen Bürgerkrieg, dem Hunderttausenden, vor allem Katholiken, zum Opfer gefallen sind. Es waren viele Seherkinder, zu denen die Muttergottes gesprochen hat, etwa Marie-Claire, Segatasha und Stephanie, die bei einem der gefürchteten Massaker ihr Leben lassen mussten. Seherinnen, die heute noch am Leben sind, waren Alphonsine, Valentine, Agnes, Vestine und Anathalia. Einige zeitgenössische Farbfotos zeigen die Kinder und bereichern das Buch.

Die erste Seherin, Alphonsine, 1965 geboren, hörte am 28. November 1981 im Speisesaal ihrer Schule nach dem Mittagessen „eine Stimme, wie sie sie noch nie gehört hatte“. „Mein Kind“, hörte sie diese „einladende Stimme, mild wie die Luft und süßer als Musik“, sagen. Alphonsine war, wie bereits mehrmals vorher an diesem Tag, innerlich erregt, zittrig; nun verlor sie die Kontrolle über sich; ihr Gesichtsfeld verengte sich. „‚Mein Kind‘, hörte sie die Stimme erneut. Dann tauchte zu Alphonsines Entzücken die schönste Frau, die sie je gesehen hatte, aus der Wolke auf und schwebte, umgeben von einem schimmernden Lichtkranz, zwischen Fußboden und Decke. Sie trug ein fließendes, nahtloses weißes Gewand mit einem weißen Schleier, der die Haare bedeckte. Ihre Hände hielt sie vor sich zum Gebet gefaltet, ihre schlanken Finger zeigten himmelwärts.“ Diese Beschreibungen gehen weiter. Alphonsine spürt nun die Gegenwart des Göttlichen. Auf ihre Frage an die Erscheinung, wer sie ist, erhält sie die Antwort: „Ich bin die Mutter des Wortes.“

In der folgenden Zeit erschien die Muttergottes immer wieder, nicht nur Alphonsine, sondern auch den anderen jungen Menschen. Dies kündigt am Ende jeder Erscheinung die Muttergottes selbst an; sie bittet sogar darum, man solle dies bekannt machen.

Die Botschaft der Muttergottes lautet: „Ich bitte euch um eines: dass ihr bereut. Wenn ihr den Rosenkranz der Sieben Schmerzen betet und andächtig betrachtet, werdet ihr alle Kraft finden, die ihr braucht, um eure Sünden zu bereuen und eure Herzen zu bekehren.“

Dem Buch mitgegeben wird das Gebet „Der Rosenkranz der Sieben Schmerzen Mariens“, der aus Gebeten, dem Reueakt, Schriftlesungen und dem sieben mal sieben Perlen umfassenden Ave Maria besteht.

Für das Vorwort des Buches konnte Jim Caviezel, der „Jesus-Darsteller“ des Films „Die Passion Christi“, der sich als gläubigen Katholiken bezeichnet, gewonnen werden. Er schreibt: „Wenn man die verschiedenen Aussagen der Seherinnen und Seher liest, wird man […] unweigerlich in die grenzenlose Liebe hineingezogen, die Unsere Liebe Frau für uns alle und für jeden und jede von uns empfindet.“ Mögen sich viele Leser von dieser grenzenlosen Liebe anziehen lassen.

Hans Jakob Bürger

kath.net-Buchtipp
Die Erscheinungen von Kibeho
Maria spricht zur Welt aus dem Herzen Afrikas
Von Immaculée Ilibagiza
Sonstiger Urheber Steve Erwin
Taschenbuch, 256 Seiten; m. 16 Abb.
2017 Media Maria
ISBN 978-3-945401-33-0
Preis Österreich: 19.50 EUR

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