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Einsiedelei in Saalfelden bekommt neuen Eremiten

20. April 2017 in Österreich, 1 Lesermeinung
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Belgischer Diakon Stan Vanuytrecht bezieht Ende April die mehr als 350 Jahre alte Klause


Salzburg (kath.net/KAP) Die mehr als 350 Jahre alte Einsiedelei am Palfen bei Saalfelden im Bundesland Salzburg bekommt einen neuen Bewohner. Ein 58-jähriger Belgier wird Ende April die Klause am Fuße des Steinernen Meeres beziehen. Der pensionierte Vermessungstechniker und geweihte Diakon Stan Vanuytrecht aus der Nähe von Brüssel hat sich nach einem langen Auswahlverfahren gegen mehr als 50 Bewerber aus aller Welt durchgesetzt, berichtete die Austria Presse Agentur (APA) am Mittwoch.

Vanuytrecht soll die in den Fels gebaute Klause auf rund 1.000 Meter oberhalb von Saalfelden jeweils von April bis November bewohnen und für die zahlreich erwarteten Pilger da sein. Die Einsiedelei ist eine der letzten bewohnten Eremitagen in Europa. Seit dem 16. Jahrhundert wird dort das Bildnis des Heiligen Georgs, des Schutzpatrons der Tiere, verehrt. Die natürliche Felshöhle wurde ab 1664 zu einer Kapelle und Klause ausgebaut.

Die "Stellenausschreibung" der Stadt und der Pfarre Saalfelden war Gegenstand weltweiter Medienberichterstattung. Für Stan Vanuytrecht habe seine Persönlichkeit gesprochen, "er strahlt Ruhe aus und wirkt gefestigt. Und er hat uns gleich wissen lassen, dass er für längere Zeit als Einsiedler in Saalfelden leben möchte", erklärte Bürgermeister Erich Rohrmoser die Entscheidung.


Vanuytrecht erklärte dem Saalfeldener Pfarrer Alois Moser, er habe sich schon lange nach einem Leben als Einsiedler gesehnt. "Als ich von der Eremitage in Saalfelden gelesen habe, dachte ich mir: Das ist mein Platz. Hier will ich sein." Die Stille in der Früh und am Abend und der intensive Kontakt mit den Besuchern tagsüber seien für ihn die ideale Kombination.

Sozial und kirchlich engagiert

Wie das Stadtamt der APA mitteilte, blickt der neue Einsiedler auf ein bewegtes Leben zurück. Nach einem abgebrochenen Studium trat Vanuytrecht 1977 den Wehrdienst bei der belgischen Luftwaffe an. Im Anschluss absolvierte er die Ausbildung zum Artillerieoffizier und war zwei Jahre lang in Deutschland stationiert. Aus dieser Zeit stammen auch seine guten Deutschkenntnisse. 1982 kehrte er an die Uni zurück und studierte Vermessungswesen. Als Vermessungstechniker war er dann bei privaten und öffentlichen Energieversorgern in Belgien tätig. Seit Oktober 2014 ist Vanuytrecht in Pension.

Nebenberuflich engagierte sich der bekennende Katholik im Sozialbereich und in der Kirche. Er absolvierte die Ausbildung zum freiwilligen Sanitäter und versah elf Jahre lang regelmäßig Nachtdienste in der Notaufnahme eines Krankenhauses. 2005 begann er mit der Ausbildung zum ständigen Diakon. Im Rahmen seines Praktikums betreute er Obdachlose, Alkoholiker und Drogenabhängige. 2015 wurde er zum ständigen Diakon geweiht. In dieser Funktion unterstützt er seither den Pfarrer einer Dekanatskirche, besucht Häftlinge in einem Gefängnis und Patienten in einer Psychiatrie.

Er habe schon vielen Menschen in schwierigen Lebenssituationen geholfen, so Vanuytrecht. Auch sein eigenes Leben sei nicht immer einfach gewesen. "Diese Erfahrungen sind meiner Meinung nach für einen Einsiedler von Vorteil. Es ist wichtig, zuzuhören ohne selbst zu sprechen und ohne zu urteilen."

Das Leben in der Einsiedelei ist einfach und karg. Es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser. Der vorangegangene Eremit, der Wiener Psychotherapeut und ehemalige Priester Thomas Fieglmüller, blieb einen Sommer, dessen Vorgänger, Bruder Raimund von der Thannen vom Benediktinerstift St. Lambrecht, bewohnte die Klause zwölf Jahre lang. Bezahlung gibt es keine, der Eremit muss für seinen Unterhalt selbst aufkommen. Die Klause wird von sehr vielen Einheimischen, Gästen und Pilgern besucht - sei es um zu beten und darüber zu reden, was sie bewegt und bedrückt, aber auch um nur die Aussicht zu genießen.

Der neue Eremit Stan Vanuytrecht wird am 29. April 2017 bei einem Pressegespräch mit Pfarrer Alois Moser und Bürgermeister Erich Rohrmoser vorgestellt. Der Bevölkerung offiziell präsentiert wird er tags darauf im Rahmen der Georgimesse um 9.30 Uhr in der Einsiedelei.

Deutsche Welle - Einsiedler gesucht in Österreich


ORF - Raimund von der Thannen ist für einige Jahre der Einsiedler Saalfeldens, inzwischen hat er aufgehört


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