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| ![]() Ein neuer Weihbischof für Wien - Erinnerung an Kurt Krenn, 198726. April 2017 in Buchtipp, 7 Lesermeinungen Anlässlich des 30. Jahrestages der Weihe von Bischof Kurt Krenn am 26. April 1987 im Wiener Stephansdom erinnern sich Zeitzeugen in einem Buch an die damaligen Ereignisse. Ein Buch von Rudolf Födermayr Linz (kath.net) War es schon bei der Bischofsweihe von Dr. Alfred Kostelecky (Militärbischof) im Dezember 1986 zu Demonstrationen vor dem Stephansdom gekommen, konstatiert der Verfasser jetzt unliebsame Ereignisse, verletzende Vorkommnisse, krasse mediale Fehlleistungen, Unmutsäußerungen und die Erkennbarkeit einer aggressiven Verteidigungsbereitschaft! Er stellt eine Radikalisierung der Sprache fest; ja, man ist befremdet, fassungslos, bestürzt und vor allem betroffen von der Art der Ernennung, man fühlt sich entmündigt und ist empört über den römischen Zentralismus! Man vermisst Freiraum, Dialog, Geschwisterlichkeit und nachkonziliare Offenheit - und dies alles aus Sorge um die Einheit und aus Liebe zur Kirche! Dieses Betroffenheitsvokabular kann hier nicht vollständig wieder gegeben werde. Heftige Angriffe richten sich nun gegen Rom; Papst Johannes Paul II. wird vom Oberen der Cursillobewegung in Österreich, P. Josef G. Cascales, mit Stalin verglichen, auch greift jener den Nuntius an und verdächtigt ihn des Verrates! Cascales schreibt auch einen persönlichen Brief an Krenn (23.3.1987) und fordert ihn auf, auf die Ehre, Bischof zu sein, zu verzichten und er fügt die Drohung an: Seien Sie vorsichtig! Viele von uns wissen genug über Sie, über Ihre Vergangenheit, über Ihre Familie, um hinreichenden Grund zu haben, Sie als Bischof abzulehnen. Andere Stimmen nennen Krenn Aufpasser, österreichischen Ratzinger, er habe keine wissenschaftliche Befähigung und vorkonziliares, fundamentalistisches Denken. Ein Wiener Priester, der selbst nie über den Wienerwald hinausgekommen war, stellte fest, Krenn komme aus dem Wald. Zwei andere Mitbrüder im Priesteramt fanden es weder zu blöd, noch zu kindisch, öffentlich über Würstel mit Kren zu reden und zu schreiben. Auch die Diözesanleitung der Katholischen Jungschar als Vertretung 10- bis 14jähriger Kinder (!) bekundete ihren Protest. Ursachen für diesen vielstimmigen Aufschrei lassen sich viele benennen. Krenn war konservativ und befähigt, sein Glaubens- und Kirchenverständnis nachdrücklich zu vertreten. Kardinal König bezeichnete ihn einmal in einem privaten Gespräch als den Intelligentesten in der österreichischen Bischofskonferenz. Er wich weder aus Angst, noch aus Harmoniebedürfnis von der ganzen Wahrheit ab, betonte immer, diese liege nicht in der Mitte und verurteilte Toleranz mit verschwommenen Standpunkten und ein angepasstes und bekenntnisschwaches Christentum. Er hat oft ganz bewusst den Dogmen des Zeitgeistes widersprochen, dem Druck standgehalten und die Last des Widerspruchs getragen. Bischof Krenn wurde von einfachen Gläubigen geliebt, hatte erstaunlich viel Sympathie bei Fernstehenden und stieß auf Wertschätzung bei intellektuellen Kontrahenten. Vom zeitgeistigen innerkirchlichen Establishment wurde er gehasst. (Steinwender, Festschrift) Krenn sprach nie vom Geist des Konzils, aber er konnte viele Passagen der Texte des Konzils auswendig, lag doch das Kleine Konzilskompendium von Rahner/Vorgrimler immer griffbereit auf seinem Schreibtisch. Und er war nie feige oder auch nur ängstlich. Nach der Liturgie der Bischofsweihe von Wolfgang Haas in Chur, als längst alle Würdenträger bei der Agape waren, stand Krenn noch lange am Kirchenvorplatz, umringt von einer großen Anzahl junger Männer, die zum Teil schwarze Mundbinden trugen. Geduldig reagierte er auf ihre Angriffe und Fragen und bat zuletzt um eine Mundbinde als Erinnerung, wie er sagte an diese interessante Begegnung. Seine Sprachgewandtheit und Intelligenz machten seinen Gegnern oft schwer zu schaffen, manchen blieb nur zornige Gehässigkeit. Er erhielt aber auch viele zustimmende Anrufe und Schreiben, in denen ihm versichert wurde, man stehe ganz hinter ihm. Das entlockte ihm, der nie wehleidig jammerte, einmal die Bemerkung, er würde sich manchmal wünschen, dass sich jemand vor ihn stellt. Zentrale Glaubensinhalte, wie Gottheit Christi, Jungfrauengeburt, Transsubstantiation und Realpräsenz in der Eucharistie und Unsterblichkeit der Seele werden offen durch viele Theologen geleugnet mit verheerenden Folgen und immer unterstützt von antikirchlichen Medien und deren Drahtziehern. kath.net Buchtipp Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern: Ihnen hat der Artikel gefallen? 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