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Irak: Der Marshall-Plan nimmt Gestalt an

1. April 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Gemeinsamer Wiederaufbau durch christliche Kirchen


München-Wien (kath.net/KIN) Bischöfe von drei christlichen Konfessionen haben in der irakischen Stadt Erbil eine Erklärung unterschrieben, um den Wiederaufbau zerstörter Häuser in christlichen Dörfern in der Ninive-Ebene zukünftig gemeinsam zu koordinieren.

Ein neunköpfiges Gremium mit jeweils zwei Vertretern der syrisch-katholischen, der syrisch-orthodoxen und der chaldäisch-katholischen Kirche sowie drei Vertretern, die von der päpstlichen Stiftung und dem internationalen Hilfswerk „Kirche in Not“ vorgeschlagen worden sind, wird zukünftig den Wiederaufbau planen und überwachen.

„Heute sind wir wirklich eine vereinte Kirche“, betonte der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Antiochien und Abt des Klosters vom heiligen Matthäus, Monsignore Timothy Mosa Alshamany, nach der Vertragsunterzeichnung. Gemeinsam werde man die Häuser aufbauen, den Menschen, die in den zerstörten Städten geblieben sind, eine Hoffnung geben und die geflüchteten Christen zu einer Rückkehr in ihre Heimat einladen.

Ein von „Kirche in Not“ durchgeführtes Gutachten hat ergeben, dass mehr als 12 000 Wohnhäuser wiederhergestellt werden müssten, die durch Angriffe der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zerstört wurden. Die Kosten für den Wiederaufbau werden allein für Häuser in Dörfern der Ninive-Ebene im Norden Iraks, wo einst viele Christen lebten, auf mehr als 200 Millionen US-Dollar geschätzt. Die gesammelten Spenden werden jeder Konfession im Verhältnis zur Anzahl der beschädigten Häuser von Angehörigen ihrer Glaubensgemeinschaft zugewiesen.


„Kirche in Not“ werde die Arbeit des Ausschusses in der Anfangszeit begleiten, sich aber später vor allem auf die Suche nach Finanzierungsquellen beschränken, sagte der Nahost-Referent des internationalen Hilfswerks, Andrzej Halemba. „Was wir getan haben, um die Initiative zu unterstützen, haben wir nicht des Geldes wegen getan, sondern um sicherzustellen, dass die Christen im Irak bleiben können“, sagte er.

Der syrisch-orthodoxe Metropolit von Mossul, Kirkuk und Kurdistan, Nicodemus Daoud Matti Sharaf, beschreibt die Kirchen im Irak als „Wurzeln der Christenheit“. „Der Wiederaufbau alle Häuser in den Dörfern, in denen der IS alles zerstört hat, ist wirkliche eine enorme Herausforderung. Vielen Dank im Voraus allen, die uns dabei helfen werden.“
Der Vertrag für einen gemeinsamen Wiederaufbau sei auch eine Antwort auf den Mut der Christen, die sich entschieden haben, im Irak zu bleiben, ergänzte der chaldäisch-katholische Bischof Mikha Pola Maqdassi aus Alqosh.

Der syrisch-katholische Erzbischof Yohanna Petros Mouche aus Mossul lud die geflüchteten Christen ein, in ihre Heimat zurückzukehren und wieder in ihren Dörfern zu leben, um das Christentum zu bezeugen. „Heute schließen wir uns zusammen, um zu zeigen, dass wir in unserem Wunsch vereint sind.“

Gemeinsam dankten die Bischöfe „Kirche in Not“ für die große Hilfe und die Bereitstellung von Lebensmitteln für die vielen Tausend christlichen Flüchtlinge im Irak. „Jetzt spielt das Hilfswerk auch eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau unserer Häuser“, so Erzbischof Alshamany.

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Gruppenbild der Unterzeichner


Foto oben - Gruppenbild der Unterzeichner (von links): Monsignore Timothy Mosa Alshamany, syrisch-orthodoxer Erzbischof von Antiochien und Abt des Klosters vom heiligen Matthäus; Yohanna Petros Mouche, syrisch-katholischer Erzbischof aus Mossul; Andrzej Halemba, Nahost-Referent von „Kirche in Not“, Nicodemus Daoud Matti Sharaf, syrisch-orthodoxer Metropolit von Mossul, Kirkuk und Kurdistan; Mikha Pola Maqdassi chaldäisch-katholischer Bischof aus Alqosh (c) Kirche in Not


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