Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Irak: Der Marshall-Plan nimmt Gestalt an

1. April 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gemeinsamer Wiederaufbau durch christliche Kirchen


München-Wien (kath.net/KIN) Bischöfe von drei christlichen Konfessionen haben in der irakischen Stadt Erbil eine Erklärung unterschrieben, um den Wiederaufbau zerstörter Häuser in christlichen Dörfern in der Ninive-Ebene zukünftig gemeinsam zu koordinieren.

Ein neunköpfiges Gremium mit jeweils zwei Vertretern der syrisch-katholischen, der syrisch-orthodoxen und der chaldäisch-katholischen Kirche sowie drei Vertretern, die von der päpstlichen Stiftung und dem internationalen Hilfswerk „Kirche in Not“ vorgeschlagen worden sind, wird zukünftig den Wiederaufbau planen und überwachen.

„Heute sind wir wirklich eine vereinte Kirche“, betonte der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Antiochien und Abt des Klosters vom heiligen Matthäus, Monsignore Timothy Mosa Alshamany, nach der Vertragsunterzeichnung. Gemeinsam werde man die Häuser aufbauen, den Menschen, die in den zerstörten Städten geblieben sind, eine Hoffnung geben und die geflüchteten Christen zu einer Rückkehr in ihre Heimat einladen.

Ein von „Kirche in Not“ durchgeführtes Gutachten hat ergeben, dass mehr als 12 000 Wohnhäuser wiederhergestellt werden müssten, die durch Angriffe der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zerstört wurden. Die Kosten für den Wiederaufbau werden allein für Häuser in Dörfern der Ninive-Ebene im Norden Iraks, wo einst viele Christen lebten, auf mehr als 200 Millionen US-Dollar geschätzt. Die gesammelten Spenden werden jeder Konfession im Verhältnis zur Anzahl der beschädigten Häuser von Angehörigen ihrer Glaubensgemeinschaft zugewiesen.


„Kirche in Not“ werde die Arbeit des Ausschusses in der Anfangszeit begleiten, sich aber später vor allem auf die Suche nach Finanzierungsquellen beschränken, sagte der Nahost-Referent des internationalen Hilfswerks, Andrzej Halemba. „Was wir getan haben, um die Initiative zu unterstützen, haben wir nicht des Geldes wegen getan, sondern um sicherzustellen, dass die Christen im Irak bleiben können“, sagte er.

Der syrisch-orthodoxe Metropolit von Mossul, Kirkuk und Kurdistan, Nicodemus Daoud Matti Sharaf, beschreibt die Kirchen im Irak als „Wurzeln der Christenheit“. „Der Wiederaufbau alle Häuser in den Dörfern, in denen der IS alles zerstört hat, ist wirkliche eine enorme Herausforderung. Vielen Dank im Voraus allen, die uns dabei helfen werden.“
Der Vertrag für einen gemeinsamen Wiederaufbau sei auch eine Antwort auf den Mut der Christen, die sich entschieden haben, im Irak zu bleiben, ergänzte der chaldäisch-katholische Bischof Mikha Pola Maqdassi aus Alqosh.

Der syrisch-katholische Erzbischof Yohanna Petros Mouche aus Mossul lud die geflüchteten Christen ein, in ihre Heimat zurückzukehren und wieder in ihren Dörfern zu leben, um das Christentum zu bezeugen. „Heute schließen wir uns zusammen, um zu zeigen, dass wir in unserem Wunsch vereint sind.“

Gemeinsam dankten die Bischöfe „Kirche in Not“ für die große Hilfe und die Bereitstellung von Lebensmitteln für die vielen Tausend christlichen Flüchtlinge im Irak. „Jetzt spielt das Hilfswerk auch eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau unserer Häuser“, so Erzbischof Alshamany.

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Gruppenbild der Unterzeichner


Foto oben - Gruppenbild der Unterzeichner (von links): Monsignore Timothy Mosa Alshamany, syrisch-orthodoxer Erzbischof von Antiochien und Abt des Klosters vom heiligen Matthäus; Yohanna Petros Mouche, syrisch-katholischer Erzbischof aus Mossul; Andrzej Halemba, Nahost-Referent von „Kirche in Not“, Nicodemus Daoud Matti Sharaf, syrisch-orthodoxer Metropolit von Mossul, Kirkuk und Kurdistan; Mikha Pola Maqdassi chaldäisch-katholischer Bischof aus Alqosh (c) Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Adamo 1. April 2017 
 

Gemeinsamer Wiederaufbau durch christliche Kirchen

und dann kommen die IS-Bestien und zerstören alles wieder. Wer eigentlich hält sie denn bei ihrer Zerstörungswut auf und bietet ihnen Einhalt?


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche in Not

  1. Kardinal Kurt Koch zum Präsidenten von "Kirche in Not“ ernannt
  2. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  3. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  4. Tragisches Schicksal der verfolgten Christen
  5. «Ich komme nicht, um zu weinen!»
  6. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“
  7. Weltweite Aktion lädt Kinder zum Rosenkranzgebet für den Frieden
  8. "Kirche in Not": Mord an Priestern auch in "katholischen Ländern"
  9. Kirchliche Schule in Karakosch (Nordirak) wiedereröffnet
  10. Größte katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel wird geweiht






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz