Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  4. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  5. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  6. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  7. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  8. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  9. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  10. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  12. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  13. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  14. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"
  15. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“

Papst: 'Missbrauch ist eine Krankheit'

9. Februar 2017 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus im Gespräch mit Generaloberen: Mahnung zur sorgfältigen Auswahl von Priesterkandidaten - Selbst der Vatikan sei nicht vor Korruption sicher, so der Papst: "Es gibt Korruption im Vatikan."


Vatikanstadt(kath.net/KAP) Papst Franziskus hat Kindesmissbrauch als "Krankheit" bezeichnet. "Wenn wir nicht davon überzeugt sind, dass er eine Krankheit ist, werden wir das Problem nicht gut lösen können", sagte er bei einem Gespräch mit den Teilnehmern der 88. Generalversammlung der Vereinigung der Generaloberen, das ab Donnerstagmittag im Wortlaut abrufbar ist. Er mahnte zu Vorsicht bei der Ordensaufnahme von Bewerbern, die anderswo abgewiesen wurden, wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" vorab über den Inhalt berichtete.

Sexueller Missbrauch habe häufig eine Vorgeschichte, oft seien spätere Täter früher selbst Opfer sexueller Gewalt geworden, sagte der Papst. "So wird der Missbrauch der Zukunft gesät, das ist verheerend." Wenn Priester oder Ordensleute in Missbrauchsfälle verwickelt seien, habe dies auch mit der Realität eines Zerstörers zu tun. "Es ist klar dass hier der Teufel präsent ist, der das Werk Jesu durch den, der es verkünden soll, zerstört", so Franziskus.


Für die Zulassung zum Priesteramt müsse immer die "affektive Reife" der Kandidaten sichergestellt sein. Bei Abweisungen andernorts sollten dort ausführliche Informationen über die Gründe eingeholt werden, schärfte der Papst den Ordensvertretern ein.

Die dreistündige Unterhaltung hinter verschlossenen Türen, die bereits am 25. November 2016 stattgefunden hatte, war vom Papst-Vertrauten Pater Antonio Spadaro transkribiert worden. Sie erscheint am Donnerstag in der 4.000. Ausgabe der renommierten römischen Jesuitenzeitschrift "Civilta Cattolica" online (www.laciviltacattolica.it) und am Samstag in der Printausgabe. Im "Corriere" waren auf zwei Seiten vorab Auszüge davon veröffentlicht. Themen waren außer dem Missbrauch auch Reformen, die Priesterausbildung, der Nachwuchsmangel, die Rolle von Orden und Probleme des Vatikan.

Das Ordensleben müsse "prophetisch" sein und müsse "das Evangelium ohne Beruhigungsmittel" vermitteln, forderte der Papst in dem Gespräch. Auch die Askese müsse prophetisch sein und den Menschen freier machen, statt auf weltliche Weise nur zur Selbstbestätigung "wie gut und stark ich bin" zu dienen. Ordensleute sollten dazu beitragen, das mitunter in der Kirche vorzufindende "weltliche und fürstliche Klima" zu zerstören. "Und man muss gar nicht Kardinal werden, um sich als Fürst zu fühlen - es reicht schon, klerikal zu sein. Das gehört zum Schlimmsten, was es in der Organisation der Kirche gibt", sagte Franziskus.

Selbst der Vatikan sei nicht vor Korruption sicher, so der Papst weiter. "Es gibt Korruption im Vatikan. Aber ich bin mit mir im Frieden." Er sei seit seiner Wahl innerlich viel ruhiger als zuvor in seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires. Wenn es ein Problem gebe, vertraue er es dem Heiligen Josef an, indem er einen kleinen Zettel unter dessen Statue in seinem Zimmer lege.

Archivfoto Papst Franziskus



Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  8. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  9. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  10. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  11. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  12. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  13. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  14. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  15. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz