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'Er scheint mir wie ein verkappter Protestant'

6. Februar 2017 in Deutschland, 22 Lesermeinungen
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Bizarre Meldung aus dem Protestantismus von der evangelischen Bischöfin Hamburgs


Hamburg (kath.net)
Für Hamburgs evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs ist Papst Franziskus ein "verkappter Protestant". Dies vertrat Fehrs bei der "Langen Nacht der Weltreligionen" im Hamburger Thalia-Theater, wie "evangelisch.de" berichtet.


"Er scheint mir wie ein verkappter Protestant". Anlass für diese kühne Behauptung ist offensichtlich das Schreiben "Amoris laetitia" und die Interpretation von einigen Bischöfen, die meinen, dass wiederverheiratete geschiedene Katholiken sich jetzt nur mehr auf das Gewissen berufen müssten, um die Hl. Eucharistie zu empfangen.


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Lesermeinungen

 SCHLEGL 7. Februar 2017 
 

@Kurti

Man könnte vielleicht besser sagen, Luther habe am Anfang in einer Reihe von Dingen eine durchaus richtige Diagnose gestellt (von den 95 Thesen wurden nur einige Sätze von Leo X verurteilt), mit der Diagnose war er nicht der einzige. Ich denke zum Beispiel an Erasmus von Rotterdam, der sich Luther dann entgegenstellte.
Die Katastrophe bestand in der THERAPIE, welche Luther nach seiner Exkommunikation als angemessene Reaktion auf die Diagnose verstand. Bereits Papst Adrian VI († 1523 nach kurzem Pontifikat), hatte die große Mitschuld Roms (Renaissancepäpste), ebenso der Bischöfe Prälaten und Priester, vor den Deutschen Reichsständen eingestanden. Es war der damalige Zustand der katholischen Kirche, der das Werk Luthers gedeihen ließ.
Auch Papst Johannes XXIII hat die Mitschuld damaliger Päpste und Prälaten klar angesprochen.Msgr. Franz Schlegl


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 Robert S 7. Februar 2017 
 

Den Eindruck hatte ich leider auch des öfteren :(


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 Ulrich Motte 7. Februar 2017 
 

Kurti - Luther

Luther lehnte jeden Lutherkult in seiner sehr deftigen Sprache entschieden ab wie auch die Kirchenbezeichnung "Lutherisch". Luther ist kein verbindlicher Kirchenlehrer im Lutheranismus, sondern die weitgehend von anderen verfassten (auch nicht unfehlbaren) Bekenntnisse (Bibelauslegungen). Der wahre Lutheranismus findet sich heute etwa in der strikt konservativen Evangelisch-Lutherischen Freikirche (ELFK), nicht in der EKD. (Um Mißverständnisse auszuschließen: ich bin kein Lutheraner). Der einzige Bundestagsabgeordnete, der je zur ELFK gehörte, stimmte im Gegensatz zur großen (und großkirchlichen) Mehrheit der CDU-CSU-Fraktion gegen die weitere Freigabe der Tötung ungeborener Mitmenschen unter der Regierung von Dr. Helmut Kohl... Das genügt fast schon, um die ELFK zu charakterisieren...


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 Kurti 6. Februar 2017 
 

Wenn ein Papst im Vatikan eine Lutherbüste aufstellen

lässt und noch vieles andere mehr, waru sollten dann manche Protestanten nicht den Eindruck haben, der Papst sei ein verkappter Protestant? Hat der Papst nicht vor kurzem Luther gelobt? Ja. Warum macht er das? Luther ist doch mit einem Lob längst nicht richtig beschrieben, zumal er auch schlimme Dinge gesagt und geschrieben hat.


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 Ulrich Motte 6. Februar 2017 
 

Protestantisch

ist nach Artikel 7 des Augsburgischen Bekenntnisses von 1530 und allen Bekenntnissen der Reformation das von Gott in der Bibel Gesagte. Das ist die Letztinstanz für die Gewissen. (Äußere Freiheit, nach dem Gewissen zu entscheiden, ändert daran nichts: Gewaltverzicht ist kein Wahrheitsverzicht) Hieran sind alle Aussagen zu Sexualität, Ehe und Scheidung, Abendmahlsempfang zu messen.
Die Hamburger Bischöfin und ihre Kirche sind demnach weder lutherisch noch sonstwie protestantisch. Sicher etwas vereinfachend kann man sagen, daß nach allgemeinen Maßstäben die übliche Verkündigung und die Gemeindezuchtpraxis in den meisten Fragen in wahrhaft protestantischen Gemeinden eher konservativer sind als das, was der Vatikan so duldet...Und man muß sagen, daß die Mehrheit der Protestanten weltweit "evangelikal" ist, besonders unter den aktiven.


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 Martyria 6. Februar 2017 

Der Frau "Bischöfin"

sei die Lektüre von Gaudium et spes 16 oder KKK 1777-1802 empfohlen. Dann könnte sie feststellen, dass "das mit dem Gewissen" nicht so leicht und vor allem nicht protestantisch ist. Auch katholischen Relativierern schadet ein Blick darein nicht.


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 wandersmann 6. Februar 2017 
 

Trotzdem müssen wir die Gebote befolgen wollen, denn dadurch erkennen wir Christus an.


Beten wir denn in der heiligen Messe etwa nicht:

Betet, Brüder und Schwestern, dass mein und euer Opfer Gott, dem allmächtigen Vater, gefalle.

Und das Opfer ist eben ein Leben nach den Geboten. Und wer mehr tun will, der darf das herzlich gerne, wenn er denn kann.

Die Gebote sind der Weg zum Leben. Wir müssen sie nicht immer halten (das schafft ja auch keiner), aber wir müssen sie immer halten wollen.

Und dieses "immer halten wollen", das vermisse ich beim Papst.

Wer die Gebote nicht halten will, der ist wie die Bürger:

Lk 19,14 Seine Bürger aber haßten ihn und schickten ihm eine Gesandtschaft nach und ließen sagen: Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche!

Die Ablehnung der Gebote ist die Ablehnung der Herrschaft von Christus über uns. Daran zeigt sich, aber jdn. lieber Knecht Christi oder lieber Knecht der Sünde sein will.


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 wandersmann 6. Februar 2017 
 

Der Hass auf die Gebote ...

"Der ‚Sklave der Pflicht’ versteckt sich hinter der rigiden Strenge der Gebote."

http://www.kath.net/news/58427

Der Papst mag die Gebote offenbar nicht und er scheint auch nicht verstehen zu, wollen, wozu die Gebote dienen.

Wäre er Christus gewesen, er hätte es sicher "besser" gemacht (Ironie aus).

Das ist doch sehr protestantisch, was denn sonst? Die Protestanten - so wie man sie öffentlich wahrnimmt - passen die Gebote doch ständig dem Zeitgeist an. Ich würde sagen, dass das geradezu deren Charakteristikum ist.

Der Papst geht in die selbe Richtung.

Es ist richtig, dass die Gebote streng sind und dem natürlichen Menschen widerstrebt es, sie zu befolgen. Aber wir sollen ja mit Gottes Hilfe unserem alten Adam sterben, wir sollen neue Menschen werden und dazu sind die Gebote ein Weg und Indikator.
Niemand kann aus eigener Kraft (außer Maria) alle Gebote halten, weil die Erbsünde in uns wirkt.


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 Smaragdos 6. Februar 2017 
 

Insofern Papst Franziskus den Relativismus in die Kirche einführt - wie mit Amoris laetitia geschehen -, ist er in der Tat ein verkappter Protestant! Das ist objektiv.


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 Hadrianus Antonius 6. Februar 2017 
 

@ Gandalf: Ratio constat!

Mit Verlaub, werter @Gandalf, aber diese Aussage ist überhaupt kein Unsinn- im Gegenteil: objektiv festgestellt und in logischem Zusammenhang gesetzt.
Plinius Secundus hat das sehr schön mit einigen Sätzen ("Ratio constat") beschrieben.
Nur das "verkappt" möchte ich bezweifeln- der Rest stimmt schon- traurig genug.


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  6. Februar 2017 
 

Hauptlebensinhalt einer protestantischen Theologin

dürfte die Beschäftigung mit dem Protestantismus sein. Ihre Fähigkeit der Wiedererkennung protestantischer Elemente darf vorausgesetzt werden.

`Verkappter Protestant` ist eher harmlos.
Beunruhigen sollte uns dagegen die Beobachtung von Frau Käßmann:
„Papst Franziskus ein Reformator wie Martin Luther“, der mit seinen `Reformen` die Kirche gespalten hat.


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 novara 6. Februar 2017 
 

Weit....

...sind wir mit diesem Papst gekommen!!

Heiliger Johannes Paul, nimm uns unter Deinen Schutz!


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 Hingerl 6. Februar 2017 

Wirklich?

Ach, finden Sie diese Meldung wirklich bizarr?


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 anjali 6. Februar 2017 
 

Ein unglaubiger Freund von mir meint dass Papst franziskus eine niedrige Kaste im Katholizismus vertritt und propagiert,und dass andere so wie Kardinal Burke zu einer hohen Kaste in der R.K.Kirche gehoeren.


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 Herbstlicht 6. Februar 2017 
 

@Gandalf

So wird Papst Franziskus von evangelischer Seite halt nun einmal wahrgenommen.
Auch viele Katholiken werden diesem Eindruck zustimmen; einige erfreut, andere enttäuscht und frustriert.

Ich erinnere nur an seinen Aufenthalt im schwedischen Lund im vergangenen Jahr, als erst nach vielen Bitten Papst Franziskus bereit war, die dortigen Katholiken zu treffen und eine hl. Messe zu zelebrieren. Dies nur als Beispiel.
Solch ein Verhalten kann also durchaus zu Einschätzungen führen, wie sie die evangelische Bischöfin vorgebracht hat.
So verkehrt liegt sie vielleicht gar nicht.


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 bergkristall 6. Februar 2017 
 

wir brauchen dazu keine evangelische Bischöfin. Bitte lesen: "Die Heiligkeit des Ehebandes" vom Churer Bischof Huonder vom 3.2. und "Es gibt keine Kirche ohne Lehre" von Kardinal Müller. Beide Artikel sind "Klartext"!


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 Florian75 6. Februar 2017 
 

Soweit sind wir nun schon!
Einfach nur traurig!!


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 Stormarn 6. Februar 2017 
 

Gandalf

Ja, wirklich? Unsinn ist etwas anderes. Frau Fehrs sagt nur das, was sie in der Substanz vom Papst hört. Und mir geht's genauso.


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 Chris2 6. Februar 2017 
 

Interessant...

@Thomas05 Sie sagen es...


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 Gandalf 6. Februar 2017 

Die Behauptung der Frau 'Bischöfin' ist ein Unsinn!


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 Uwe Lay 6. Februar 2017 
 

So ganz verkehrt ist das nicht!

Wenn man unter einer protestantischen Moraltheologie versteht, daß die Letztentscheidungsinstanz das individuelle
Gewissen ist, dann liegt diese evangelische Laienbischöfin nicht ganz verkehrt, denn so wird zumindest von der
Deutschen Bischofskonferenz AL interpretiert und das wohl in Übereinstimmnung mit der Intention des
Papstes.
Uwe C. Lay Pro Theol Blogspot


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 Thomas05 6. Februar 2017 
 

Ich denke, das lassen wir mal so stehen ...


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