Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  12. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen
  15. Viel Lärm um nichts?

Voodoo-Priester weihen Haiti erneut dem Teufel

25. August 2003 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident Aristide erhob den aus Westafrika stammenden Kult zur Staatsreligion


Port au Prince (kath.net/idea)
Mit Tieropfern haben Voodoo-Priester in Haiti Mitte August ihr Land erneut Satan geweiht. Anlaß war das Gedenken an einen Aufstand gegen die französische Kolonialmacht. Am 14. August 1791 hatten aus Westafrika stammende Sklaven das Land in der Karibik mit einem Tieropfer-Ritual dem Teufel versprochen, wenn es von der französischen Herrschaft frei werde. Nach einer langanhaltenden Revolte erreichte Haiti am 1. Januar 1804 seine Unabhängigkeit. Im März erhob Staatspräsident Jean-Bertrand Aristide, ein früherer katholischer Priester, den Voodoo-Kult zur zweiten Staatsreligion neben dem Katholizismus. Das bestätigte Barbara Knochel von der “Lebensmission ‚Jesus für Haiti‘” (Landau/Pfalz) auf Anfrage von idea. Vermutlich wollte sich Aristide damit die politische Unterstützung der Voodoo-Anhänger sichern, so Knochel. Deren Bevölkerungsanteil wird auf rund 70 Prozent geschätzt. Darunter sind auch zahlreiche Kirchenmitglieder.

Erste offizielle Voodoo-Hochzeit

Der Voodoo-Kult stammt aus dem westafrikanischen Benin und hat seine Wurzeln in dortigen Stammesreligionen und Hexenkulten. Mit magischen Handlungen soll es beispielsweise möglich sein, Rache zu nehmen und Menschen zu Tode zu bringen. Als Vertreter einer Staatsreligion können Voodoo-Priester jetzt auch Geburts- und Heiratsurkunden ausstellen. Schon im März habe die erste offizielle Trau-Zeremonie in einem Voodoo-Tempel in der Hauptstadt Port-au-Prince stattgefunden, teilte Missionarin Susanne Bärg (Les Cayes) von der Deutschen Missionsgemeinschaft (Sinsheim bei Heidelberg) idea mit. Von den rund 8,2 Millionen Haitianern sind 75 Prozent katholisch. Die katholische Kirche, aber auch Evangelikale, die etwa 22 Prozent der Bevölkerung stellen, lehnen Voodoo als Teufelswerk ab.

Evangelikale Haitianer beten für ihr Land

Parallel zu den jüngsten Tieropfern hielten Protestanten am 14. August einen Gebetstag für ihr Volk ab. Daran beteiligten sich fast alle evangelikalen Gemeinden, so Frau Bärg. Mancherorts sei von frühmorgens bis Mitternacht gebetet worden. Haiti, das neben der Dominikanischen Republik ein Drittel der Karibikinsel Hispaniola einnimmt, ist das ärmste Land der westlichen Welt. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 53 Jahre, die Säuglingssterblichkeit acht und die Kindersterblichkeit 12,5 Prozent. Etwa jeder zweite Haitianer ist Analphabet.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Okkultismus

  1. Heidnischer Kult verwendet Namen und Bilder eines katholischen Seligen
  2. ‚Sie verlieren nicht nur Ihren Verstand, Sie verlieren Ihre Seele’
  3. Züricher Moscheeattentäter war offenbar Okkultismusanhänger
  4. Neues Buch warnt vor Okkultismus
  5. Über die Gefahren des Okkultismus aufklären?
  6. Keine Geschäfte mit dem Teufel!
  7. Okkultismus und geistiger Kampf
  8. Hexen- und Teufelswahn im Harz
  9. Weißmagier Otfried Preußler im 'Bündnis mit dem Teufel'?
  10. Ex-Astrologin: Sterndeuterei ist gefährlich







Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  6. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. "Derselbe Polarstern"
  9. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  10. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  11. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz