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Papst will Paul VI. auch heilig sprechen

16. Jänner 2017 in Chronik, 30 Lesermeinungen
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Das Verfahren soll beschleunigt werden


Rom (kath.net)
Papst Franziskus möcht seinen Vorgänger Paul VI. auch heilig sprechen. Dies berichtet eine spanische Kirchenzeitung, wie "Radio Vatikan" wiedergibt. Dazu soll das Verfahren des vor drei Jahren selig gesprochenen Montini-Papstes beschleunigt werden und es soll kein neues Wunder mehr notwendig sein.


Ähnlich hatte Franziskus auch mit der Heiligsprechung von Johannes XXIII., Pauls Vorgänger, agiert. Aus dem Vatikan gibt es zum Bericht der spanischen Zeitschrift „Vida Nueva“ bislang aber keine Bestätigung.

Paul VI. (Giovanni Battista Montini) wurde am 26. September 1897 in Concesio bei Brescia geboren, war von 1954/55 bis 1963 Erzbischof von Mailand und von 1963 bis 1978 Papst. Er starb am 6. August 1978 in Castel Gandolfo. Papst Franziskus sprach ihn am 19. Oktober 2014 selig.

Benedikt XVI.: Die Bedeutung von Paul VI.



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Lesermeinungen

 Kostadinov 18. Jänner 2017 

@Schlegl: Hier ist der Link zum Cupich-Interview, sogar mit Video

https://www.lifesitenews.com/news/archbishop-cupich-lays-out-pathway-for-gay-couples-to-receive-communion

halte ich für spalterischer als Lefebvre, aber da werden wir uns wohl nicht einigen können.


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 Kostadinov 18. Jänner 2017 

Eiligsprechung...

ich fand das Wortspiel lustig, weil ich jetzt auch als nicht-Pius-Anhänger mich schon frage, was jetzt ausgerechnet an Paul VI so heilig war, das es jetzt so schnell geht. Und bei Pius XII geht gar nix, obwohl angeblich das nötige Wunder vorläge (ich bleib bewusst im Konjunktiv). War Paul VI soviel eindeutiger heilig als Pius XII? Der Verdacht, dass hier mit leider Heiligsprechungen Politik gemacht werden soll, bleibt auch bei mir als Nicht-Pius. Und das Interview mit Cupich als Presse-Erfindung abzutun ist schon etwas zu billig. Wenn ich Lifesitenews et al. nix mehr glauben kann, wem denn dann noch? Selbst die liberale New York Times hat kommentiert, dass Bischof Elroy in San Diego die kath. Ehe abgeschafft hat. Warum verwenden wir da nicht mal den Ausdruck Spaltertruppe?


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 SCHLEGL 18. Jänner 2017 
 

@Robert S

Darf ich Ihnen auf diesem Weg mitteilen, dass ich aufgrund der Wühlarbeit der Spaltergruppe FSSPX vor vielen, vielen Jahren eine wunderbare katholische Ärztefamilie mit 9 Kindern an diese Gruppe verloren habe. Nur 2 Kinder dieser Familie (eine davon katholische Nonne-Karmelitin) und eine zweite Tochter, sind der katholischen Kirche unter der Leitung des Papstes treu geblieben!
Die griechisch katholische Kirche der Ukraine spendet Anhänger von FSSPX, außer in Todesgefahr, KEINE Sakramente. Diese Spalter haben sogar versucht unsere Kirche zu unterwandern und 3 geltungssüchtige Mönche zu Pseudobischöfen geweiht, von denen dann einer (ein Slowake)als "Patriarch" Papst Benedikt und den Patriarchen von Konstantinopel "exkommuniziert" hat und sich selbst zum Oberhaupt der Kirche gemacht hat. Es folgte die EXKOMMUNIKATION aus Kiew für die 3 Wahnsinnigen und dann jene aus Rom! Hoffentlich verstehen Sie mich jetzt!Msgr. Franz Schlegl


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 Diasporakatholik 18. Jänner 2017 
 

Danke, @myschkin, für Ihren Hinweis

auf die Kanonisierung Hildegards von Bingen durch Benedikt XVI., die wohl ebenfalls ohne die eigentlich nötigen Wunder ablief. Ein Präzedenzfall, den ich schlichtweg vergessen hatte.

Also hat sich schon Benedikt XVI. über das eigentliche Verfahren willkürlich hinwegsetzen - finde ich nicht gut, wenn es dafür nicht eine schlüssige Begründung gibt.

Ich will Sie natürlich zu nichts überreden und respektiere Ihre Auffassung bzgl. Wundern, die letztlich auf die Fürsprache von Kanonisierungskandidaten erfolgen.
Immerhin hat der HERR selbst vorausgesagt, dass in Seinem Namen von denen, die Ihm nachfolgen, derartige Zeichen zur Bekräftigung der Wahrheit Seiner Lehren gewirkt werden: s. Mk 16,17 u. 20 sowie Joh 14,12.

So eben verstehe ich auch den Sinn der Wunder, die die Göttlichkeit Jesu und die Wahrheit Seiner Lehren sichtbar und eindrucksvoll für die Menschen bekräftigen und den Glauben an IHN erleichtern sollen.


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 Robert S 18. Jänner 2017 
 

@Schlegl...Wo ist Ihre christl. Liebe und Barmherzigkeit ggü FSSPX PRiestern und Gläubigen?

@SCHLEGL-Sehr geehrter Msgr Schlegl.Aus vielen Ihrer Postings kann man sehr viel lernen-vor allem wenn es um die Ostkirche geht-und ich lese diese dann gerne.Sie sind aber offenbar mit der FSSPX "bessesen".Hinter jedem konservativen und traditionellen Posting wittern Sie einen Anhänger der FSSPX,was manchmal ehrlich gesagt sehr komisch wirkt vor allem dann wenn es gar nicht um die FSPSX geht.Mit allen Respekt Msgr Schlegl daß Sie für diese Gruppe-die FSSPX-sehr oft abwertende Begriffe verwenden ist manchmal dem Vokabular eines Priester nicht würdig.Vor allem da Sie auf eine Gruppe einschlagen welche den Glauben bewahren will.Ich hoffe bloß dass Sie in Ihrem Herzen auch christl.Liebe für die FSSPX Priester haben,vor allem aber für die einfachen Katholiken die die FSSPX aufsuchen.Außerdem ist zu sagen dass die meisten Gläubigen die die FSSPX aufsuchen ihren Glauben ernst nehmen und dass diese Gläubige die FSSPX aufsuchen da sie in ihren Pfarreien diesen Glauben nicht mehr finden.


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 myschkin 17. Jänner 2017 
 

@Diasporakatholik

Lieber Freund,
ich bekenne freimütig, ich habe zu den Wundern der Heiligen kein Verhältnis. Mir genügen die Wunder Gottes, wie sie in der Bibel stehen, voll und ganz. Was die Heiligen anbelangt, so mögen sie auch Wunder gewirkt haben, das will ich ja gar nicht in Abrede stellen. Mich beeindruckt aber bereits ihr gotterfülltes Leben. Papst Benedikt hat bspw. eine überfällige Heiligsprechung vorgenommen, als er Hildegard von Bingen würdigte und sogar zur Kirchenlehrerin erhob. Von Wundern sah er dabei ab. Das Wunder war ja das Leben, Wirken und Schreiben dieser eindrucksvollen und ungewöhnlichen Frau.


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 Diasporakatholik 17. Jänner 2017 
 

Korrektur in meinem letzten Post an @myschkin

Statt "Notariellen" sollte es richtig "Notfallanliegen" heißen.


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 SCHLEGL 17. Jänner 2017 
 

@Kostadinov

"Müdes Gähnen" ist ein Anzeichen für Sauerstoffmangel. Ich habe in diesen Fällen, besonders in einer 5., Oder 6. Stunde des Gymnasiums ALLE Fenster aufreißen lassen, damit die Jugendlichen Luft gehabt haben. Dann haben sie aufgepasst und mitgemacht, auch nach 4 oder 5 vorangehenden Stunden!
Befinden Sie es nicht störend, wenn JohannBaptist die Kanonisierung von Johannes Paul II "Eiligsprechung" nennt, die römisch-katholische Kirche als "Konzilskirche" abwertet und die alte Suppe vom "Korankuss" wieder aufkocht? Wenn Sie Respekt vor Papst Johannes Paul II und Papst Benedikt XVI haben (er hat mehrfach die beleidigende Bezeichnung "Konzilskirche" durch die Spaltergruppe verurteilt), werden Sie wohl meine Reaktion verstehen. Was diese Bischof von Chicago angeblich gesagt haben soll (ich bin bei Medien durch die Erfahrungen in Österreich äußerst vorsichtig geworden), darum soll sich Rom kümmern. Das gibt aber NIEMAND das Recht Joh.Paul II und die Kirche so herabzusetzen!Msgr. Franz Schlegl


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 Kostadinov 17. Jänner 2017 

@Schlegl: Müdes Gähnen

bzgl. der FSSPX (von der ich kein Anhänger bin). In Chicago wurde ein Bischof installiert, der Kommunionempfang für praktizierende Homosexuelle für möglich hält (Quelle Lifesitenews, OnePeterFive etc.), wenn die das mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Der wird von Rom nicht zurückgepfiffen, sondern zum Kardinal ernannt. Und dann jedes Mal Schnappatmung bei Erwähnung der Piusse? Nochmals, ich weiß um den Ungehorsam von deren Gründer, aber angesichts was derzeit weltkirchlich abläuft (Malta, San Diego, Chicago), ist Aufregung wegen Lefebvre für mich entweder nicht nachvollziehbar oder ein absichtliches Ablenkungsmanöver. Zur evtl. Heiligsprechung von Paul VI hab ich mich ja unten klar ausgedrückt :-)


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 SCHLEGL 17. Jänner 2017 
 

@ JohannBaptist

Ihr Statement charakterisiert Sie mit der Vokabel "Eiligsprechung" und "Konzilskirche" als Sympathisant der Spaltergruppe FSSPX. In den Schriften dieser Gruppe wurde der heilige Johannes Paul II vor vielen Jahren als "SCHAUSPIELER" auf das Übelste beschimpft.Die Überreichung des Koran, war eine Falle und dem Protokoll sicher nicht vorgesehen! Hätte der Papst das Buch auf den Boden werfen sollen? Wie viele Christen wären dann wohl von erregten und aufgehetzten Moslems massakriert worden?Daran muss ein Papst auch denken.
Es steht Ihnen selbstverständlich frei, sich FSSPX anzuschließen, zumal die suspendierten Geistlichen dieser Gruppe durch die GNADE von Papst Franziskus sogar die Beichtjurisdiktion (vorläufig) behalten durften. Natürlich könnten Sie sich auch einem exkommunizierten Bischof, der in Deutschland wegen Verharmlosung des Holocaust rechtskräftig verurteilt wurde, anschließen. Dann herrscht Klarheit! Für Sie und für Gläubige der katholischen Kirche.Msgr. Franz Schlegl


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 Diasporakatholik 17. Jänner 2017 
 

@myschkin

M.W. sind für eine kirchliche Kanonisierung Wunder nur dann NICHT notwendig, wenn es sich bei dem/der Selig- bzw. Heiligsprechungskanditaten/in um eine(n) Glaubensmärtyrer/in handelt.
D.h. dass der/die Betreffende wg. des christlichen Glaubens gelitten hat und dafür gestorben ist.
In allen anderen Fällen sind bisher entspr. Wunder notwendig - außer der Papst Franziskus setzte sich eigenmächtig und willkürlich über diese Regelung hinweg, wie es im Falle der Heiligsprechung Johannes XXIII. geschah.
Hoffentlich bleibt dieses ein einmaliges Ereignis!

Wieso kann man denn nicht mehr warten, bis Gott durch entsprechende Wunder die Heiligkeit eines Menschen bestätigt?

Immerhin bedeutet das ja auch, dass lebende Menschen den betreffenden Kanonisierungskandidaten bis dahin um Fürsprache in ihren Notariellen anrufen.
Das ist doch für die Lebendigkeit der kath. Kirche positiv!
Wieso ausgerechnet eine Sonderbehandlung beiden verstorbenen Konzilspäpste des Vatikanums II? Glaubwürdiger?


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 JohannBaptist 17. Jänner 2017 
 

Die ganze Eiligsprechung

der "Konzilspäpste" hängt mir zum Halse heraus. Es scheint sich um eine allgemeine Heiligsprechung der Konzilskirche zu werden. Und dann das Sahnehäubchen des Korankusses...


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 myschkin 17. Jänner 2017 
 

Die Wunderprüfung

ist m. E. ohnehin nicht notwendig, wenn ein vorbildlicher Christ vom Papst heilig gesprochen wird. Ich finde aber, dass die Heiligsprechung von Päpsten nicht zeitnah erfolgen sollte. Das sollte Päpsten späterer Generationen vorbehalten sein, die nicht im unmittelbaren oder mittelbaren Kontakt zu dem Papst gestanden haben, dessen Heiligsprechung erwogen wird. Mir geht das alles zu fix. Bspw. habe ich Papst Johannes Paul II auch ohne Heiligsprechung als heiligmäßigen und vorbildhaften Menschen verehrt.


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 Der Gärtner 17. Jänner 2017 

Hallo, liebe Mitforisten, 2.

Sofern ein noch erforderliches Wunder aussteht, kann der Papst meinetwegen auch große Prophetie ersatzweise gelten lassen. Man lese seine Schreiben und denke über die Situation heute nach. Hat man auf ihn gehört? Nein! Weder Progressive noch Konservative. Darum ist es wie es ist, so wie er es vorhergesehen hat. Mal ganz hart gesehen: für die Kirche fängt das gleich mit seiner ersten Enzyklika an, für die Welt hört es mit seiner letzten Enzyklika auf. Alles längst nicht mehr, oder noch nie in Mode. Damit meine ich nicht nur Bischöfe und Kardinäle, sondern vor allem auch ...uns.
Wenn ich das so sehe, denke ich:
Mut! Mut! Mut! Papst Franziskus.
Tue es Petrus.
Papst Paul VI. santo subito!


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 Der Gärtner 17. Jänner 2017 

Hallo, liebe Mitforisten, 1.

wenn mein Post erscheint, so kurz nach dem Morgengebet, bitte erst einmal innehalten und zurück erinnern. Als Papst Paul VI. starb, war ich ein noch sehr junger Mann. Er war der Papst meiner Schulzeit und Jugend. Aus unserer innerkirchlichen Sicht war er ein Reformpapst, dass stimmt wohl. Gleichzeitig hatte ich aber auch den Eindruck, dass wohl kaum ein anderer Papst mit soviel Hass, Verachtung und Spott der Welt leben musste. Vielleicht sieht Papst Franziskus diese Heiligsprechung, sofern die Berichte stimmen, ja etwas mehr politisch als kirchenpolitisch. Man stelle sich einmal kurz vor, unser lieber Emeritus B.XVI. hätte diese Heiligsprechung in Angriff genommen. Ja dann wäre aber was los gewesen in Europa und vielen anderen Ländern. Die Medien hätten sich garantiert heute noch nicht beruhigt. So sagt sich Papst Franziskus ja vielleicht auch:"Wenn ich nicht jetzt, wer wann dann?"


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 cooperator veritatis 16. Jänner 2017 
 

Heiligkeit

@Aegidius2
Hier nicht bloß ein Bonmot, sondern eine ganze Anekdote zum Thema Heiliger bzw. Heiligkeit:
Eine der geistlichen Schwestern des päpstlichen Haushalts machte sich in irgend einer Hinsicht Sorgen um Papst Johannes Paul II. und äußerte dies ihm gegenüber mit den Worten: "Ich mache mir Sorgen um Eure Heiligkeit." Darauf JPII schlagfertig: "Auch ich mache mir Sorgen um meine Heiligkeit."
Se non è vero è ben trovato. Und jedenfalls menschlich sympathisch.


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 Diasporakatholik 16. Jänner 2017 
 

@Ischi

Es ist natürlich Ihre Sache, an was Sie glauben oder eben nicht glauben (können).
Bei den für Selig- oder Heiligsprechungen erforderlichen Wundern handelt es sich wohl meist um medizinisch unerklärliche Heilungen nach Anrufung des Selig- bzw. Heiligsprechungskandidaten.
Meines Wissens werden da ähnlich wie z.B. bei den kirchlich anerkannten Heilungen z.B. in Lourdes sehr hohe Anforderungen gestellt unter Hinzuziehung anerkannter medizinischer oder anderer naturwissenschaftlicher Fachleute als Gutachter.
Die setzen bei ihren Gutachten übrigens auch ihre fachliche Kompetenz und Reputation ein, weshalb von einem qualifizierten Urteil auszugehen ist.
Ich als selbst naturwissenschaftlich Ausgebildeter kann im Gegensatz zu Ihnen durchaus an durch Gott bewirkte Phänomene glauben, die wir mit unseren derzeitigen Kenntnissen nicht erklären können - eben Wunder.
Zudem ist das Wunder nur das letzte aber entscheidende I-Tüpfelchen auf dem langen Verfahren der Selig- oder Heiligsprechung.


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 Kostadinov 16. Jänner 2017 

Theorie und Praxis

theoretisch bezieht sich die Heiligsprechung ja auf den persönlichen Lebenswandel, nicht auf die Errungenschaften oder Erfolge eines Pontifikats (lasse mich aber gern korrigieren). Von der Außenwirkung her lässt sich aber der Eindruck nicht vermeiden, dass ein Pontifikat innert weniger Jahre für gut befunden werden soll (schöngefärbt?). Als Paul VI gewählt wurde, gingen in den westlichen Ländern 90% der Katholiken zur Sonntagsmesse - und jetzt? Aber ein Papst heiliger als der andere? Ich weiß, es geht um den persönlichen Lebenswandel, aber nach außen hin soll mit diesen Heiligsprechungen im Eiltempo schon was kaschiert werden... Wenn man bedenkt, was für Aufwand pro und contra z.B. Therese von Konnersreuth betrieben wird. Und für Johannes XXIII und Paul VI wird das Verfahren vereinfacht.


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 Ischi 16. Jänner 2017 
 

carl eugen

Gut, die ganze Schöpfung ist ein Wunder,jedes neue Leben.
Einverstanden.

Aber es ging hier ja wohl um die vermeintlichen Wunder im Zuge der Heiligsprechungen!


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 Florian75 16. Jänner 2017 
 

Wunder

Ischi, schade für sie, dass sie nicht an Wunder glauben!


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 Ischi 16. Jänner 2017 
 

@ Diasporakatholik Nachtrag

Muss mich korrigieren, es gibt schon Wunder, aber nicht solche, die Sie meinen.

Möchte Ihnen hier gerne das sehr ergreifende autobiogr. Büchlein „Gott braucht dich nicht“ von Esther Maria Magnis empfehlen.
Dort geschieht am Ende das Wunder! Aber auf ganz andere Weise.

Für mich ist ein Wort von Albert Schweitzer wichtig:

DAS GEBET VERÄNDERT NICHT DIE WELT.
DAS GEBET VERÄNDERT DEN BETER.
DER BETER VERÄNDERT DIE WELT!


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 carl eugen 16. Jänner 2017 

Liebe/r @Ischi!

"Ich glaube NICHT an Wunder!"

Dann sind Sie ein armer Mensch, der einem aufrichtig leid tun kann. Wunder sind Realität, schauen Sie sich mal mit offenen Augen um, dann erkennen auch Sie, und zwar tagtäglich, was für grosse Wunder Gott vollbringt.


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 Aegidius2 16. Jänner 2017 

Ich persönlich hoffe auch, daß diese Heiligsprechungspolitik einmal ein Ende hat.
Ich erinnere mich an ein Bonmot, das zu Lebzeiten JPII kursierte (ich weiß nicht mehr, woher es stammt), das etwa folgendermaßen ging:
Pius XII war kein Heiliger, aber er wußte es nicht. Johannes XXIII war ein Heiliger, aber er wußte es nicht. Paul VI war kein Heiliger, und er wußte es. War Johannes Paul I ein Heiliger? Wir wissen es nicht. Johannes Paul II aber ist ein Heiliger. Und bei aller Bescheidenheit, er weiß es.


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 Ischi 16. Jänner 2017 
 

Diasporakatholik

Haben Sie einmal darüber nachgedacht, was vor 500 Jahren alles noch als Wunder angesehen wurde, wofür wir heute ganz plausible Erklärungen haben?
Ich glaube NICHT an Wunder !


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 Ischi 16. Jänner 2017 
 

Gambrinus

Sehr richtig!

ABER: Das hätte dann auch für JPII gefordert werden müssen !
Bitte nicht einseitig !!


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 carl eugen 16. Jänner 2017 

Sie haben vollkommen Recht, lieber @Gambrinus!

Ich mag Papst Paul VI. sehr, denn er war wirklich ein sehr frommen Mann und hat sich vollkommen für Christus aufgerieben. Wenn ich an die Bilder und Filme aus seinem letzten Pontifikatsjahr denke, läuft es mir heute noch kalt den Rücken hinunter. Dieser Mann hat sich vollkommen verausgabt.
Dennoch ist eine solch schnelle Heiligsprechung, noch dazu unter Aussetzung der gängigen Regeln, ein klares Zeichen dafür, dass hier nicht ein Diener Gottes gewürdigt werden soll, sondern knallharte Politik betrieben wird, zugunsten einer massiven Aushöhlung der kirchlichen Lehre und des Wortes Gottes. Das ist schändlich! Der sl. Paul VI. hätte so etwas niemals geduldet, und jetzt wird er instrumentalisiert. Arme Kirche, und vor allen Dingen, armer Nachfolger von Papst Franziskus. Dieser Mann hat eine Herculesaufgabe zu bewältigen, die Kirche wieder ins Lot zu bringen, denn jetzt ist sie ausser Rand und Band. Erschütternd!


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 Diasporakatholik 16. Jänner 2017 
 

Einmal mehr Willkür?

Ich fand es schon bei Johannes XXIII. willkürlich von dem amtierenden Papst, auf das zur Heiligsprechung eigentlich notwendige zweite Wunder zu verzichten.
Würde bei Paul VI. analog verfahren, so entsteht der Eindruck, es würden sog. "Reformpäpste" bevorzugt behandelt gegenüber allen anderen Menschen, für die eine Heiligsprechung in Betracht kommt.


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 Gambrinus 16. Jänner 2017 
 

Bitte nicht!

Paul VI. war bestimmt ein sehr frommer Mann - aber die nahezu serienmässige Heiligsprechung von Päpsten, deren Pontifikat noch sehr kurz zurückliegt, hat einen schlechten Beigesmack - noch dazu, wenn sie nach einem beschleunigten Verfahren (d.h. notwendigerweise: mit reduzierter Sorgfalt) erfolgt. Ein wenig Zurückhaltung wäre da angebracht; sonst entsteht der Eindruck, diese Heiligsprechung diene vor allem kirchenpolitischen Interessen des jetzigen Amtsinhabers...

Warten wir lieber einmal ab, was man in 100 Jahren über Paul VI. und sein Pontifikat denkt.


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 Herbstlicht 16. Jänner 2017 
 

Bitte keine weitere Einebnung der Bedingungen für die Heiligsprechungen von Päpsten und dafür auch noch die Zeitspanne verkürzt wird.
Es macht die katholische Kirche mit Sicherheit nicht glaubwürdiger.


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 Sebi1983 16. Jänner 2017 
 

Seltsam!

Ich würde mich freuen, wenn Papst Paul VI. heilig gesprochen würde. Allerdings verstehe ich nicht, wozu man (wie auch bei Johannes XXIII.) ein bewährtes Verfahren außer Kraft gesetzt wird. Und wie sieht es mit der Seligsprechung von Pius XII. aus? Ich hatte irgendwo gelesen, dass dort ein Wunder bereits anerkannt ist und lediglich noch die Unterschrift des Papstes fehlt.

Irgendwie seltsam, wenn so unterschiedlich gehandelt wird. Bei den einen wird das Verfahren außer Kraft gesetzt; bei den anderen gerät das Verfahren ins Stocken, obwohl die Kriterien erfüllt sind.

Da entsteht ein unguter Beigeschmack, als solle mit Selig- und Heiligsprechungen Kirchenpolitik gemacht werden.


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