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Die 'Amoris Laetitia'-Verwirrung geht weiter

16. Jänner 2017 in Weltkirche, 55 Lesermeinungen
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Die Bischöfe von Malta haben die Diskussion rund um das strittige Papstschreiben "Amoris laetita" angefeuert und ein Schreiben veröffentlicht, in dem wiederverheirateten Geschiedenen de facto der Zugang zur Hl. Eucharistie ermöglicht wird.


Malta (kath.net)
Die Bischöfe von Malta haben am Wochenende die Diskussion rund um das strittige Papstschreiben "Amoris laetita" angefeuert und ein Schreiben veröffentlicht, in dem wiederverheirateten Geschiedenen de facto ohne große Probleme der Zugang zur Hl. Eucharistie ermöglicht wird. In dem Dokument "Kriterien für die Anwendung des 8. Kapitels von Amoris Laetitia" wird von den Bischöfen behauptet, dass diese Richtlinien in Übereinstimmung mit dem stehen, was Papst Franziskus möchte. Im Schreiben heißt, dass Katholiken zur Kommunion gehen können oder auch beichten können, wenn man "im Frieden mit Gott" lebe. Die Rede ist von einer "Gewissensprüfung".


Die Bischöfe meinen auch, dass es "menschlich unmöglich" sei, die Lehre der Kirche zu befolgen und enthaltsam in einer Zivilehe zu leben, eine Anforderung, die bis jetzt von der katholischen Kirche verlangt und zuletzt auch von den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. vertreten wurde.

Kritik an der Verwirrung durch "Amoris Laetita" gab es zuletzt sogar in der New York Times, wo der Kolumnist Ross Douthat feststellte, dass, wenn diese Interpretation von "Amoris Laetitia" universal werde, die Lehre der Kirche von der Ehe zu Ende sein wird.


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Lesermeinungen

 Montfort 19. Jänner 2017 

Die „verräterische“ Einleitung von AL - Fortsetzung:

AL 6: "Danach [also in Kap. 8] geht es mir darum, zur Barmherzigkeit und zur pastoralen Unterscheidung einzuladen angesichts von Situationen, die nicht gänzlich dem entsprechen, was der Herr uns aufträgt, ..."

"nicht gänzlich entsprechen" ist verharmlosend, relativierend und missachtet die Gebote Gottes ("was der Herr uns aufträgt")!

Die Aussage in AL 3, "verschiedene Interpretationen einiger Aspekte der Lehre oder einiger Schlussfolgerungen, die aus ihr gezogen werden", könnten "weiterbestehen", da die in der Kirche notwendige "Einheit der Lehre und der Praxis" für diese Verschiedenheit "kein Hindernis" sei, dreht die Tatsachen um - in Wirklichkeit ist die fortdauernde, gewollte Verschiedenheit ein Hindernis für die Einheit!

Was aus AL 3 und AL 6 leider KLAR wird: Das Fortbestehen gegensätzlicher Interpretationen, Schlussfolgerungen und pastoraler "Lösungen" ist VON PAPST FRANZISKUS GEWOLLT - damit hat er die "Verwirrung der Liebe" - "amoris perturbatio" - voll zu verantworten!


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 Montfort 19. Jänner 2017 

Die „verräterische“ Einleitung von AL: "3. Indem ich daran erinnere, dass die Zeit …

... mehr wert ist als der Raum, möchte ich erneut darauf hinweisen, dass nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden müssen. Selbstverständlich ist in der Kirche eine Einheit der Lehre und der Praxis notwendig; das ist aber kein Hindernis dafür, dass verschiedene Interpretationen einiger Aspekte der Lehre oder einiger Schlussfolgerungen, die aus ihr gezogen werden, weiterbestehen. Dies wird so lange geschehen, bis der Geist uns in die ganze Wahrheit führt (vgl. Joh 16,13), das heißt bis er uns vollkommen in das Geheimnis Christi einführt und wir alles mit seinem Blick sehen können. Außerdem können in jedem Land oder jeder Region besser inkulturierte Lösungen gesucht werden, welche die örtlichen Traditionen und Herausforderungen berücksichtigen. Denn »die Kulturen [sind] untereinander sehr verschieden, und jeder allgemeine Grundsatz […] muss inkulturiert werden, wenn er beachtet und angewendet werden soll«."


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 Elliver 18. Jänner 2017 
 

@bertone / @scheinfrager

@bertone
Es ist mir ziemlich egal, welche Beschaffenheit ein Maulbeerfeigenbaum hat, oder ob das Senfkorn tatsächlich das kleinste aller Samenkörner ist. Es geht doch um die dahinterliegenden fundamentalen Dinge.
@Scheinfrager – s. Joh Kap. 8 (Ehebrecherin), Stephanus wurde ebenfalls gesteinigt, bereits zu Zeiten Moses war die Steinigung vorhanden.

LG & Gottes Segen
Elliver


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 bertone 18. Jänner 2017 
 

Michmas

besonders natürlich die Jugendlichen. Diese sehen die Sexualität nicht mehr als den Dreh- und Angelpunkt für die Beurteilung von Ehe. Begriffe wie "vorehelicher Geschlechtsverkehr" oder "Vollzug der Ehe" erzeugen dort nur ungläubiges Staunen bis Kopfschütteln. Das ist auch gut so !
Mehr zu diesem Thema? Dann empfehle ich mit etwas Zeit und Ausdauer (ca. 90min) diesen Vortrag: http://worthaus.org/mediathek/christliche-sexualethik-der-unterschied-in-den-paarbeziehungen-zwischen-antiken-und-modernen-gesellschaften/


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 bertone 18. Jänner 2017 
 

Montfort

Vielen Dank für den Link.
Werde mir das mit Ruhe mal genau ansehen.


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 scheinfrager 18. Jänner 2017 
 

@paddel

Ich fragte, da ich bisher dachte, Steinigung sei damals von den Juden nur noch formal als Strafe für den Ehebruch angesehen worden, wurde aber praktisch nicht mehr umgesetzt (eventuell unter anderem weil die Römer nunmal die Macht hatten).

Dann wäre auch die Situation von Jesus mit der Ehebrecherin so gewesen, dass Jesus damit auch in die Zwickmühle geführt werden sollte, dass wenn er sozusagen die Steinigung dem Gesetz nach befohlen hätte, die Römer das eventuell "zur Kenntnis" genommen hätten.

Aber genau weiß ich es nicht, deshalb die Frage.


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 Konrad Georg 17. Jänner 2017 
 

Eine Fußnote in Amoris Laetitia

steht für das, was unser Papst Franziskus von Anfang an wollte.
Die wichtigste Forderung am Anfang seines Pontifikats von der Loggia des Petersdomes lautete: "Beten wir für einander!" Aber das erscheint nicht wichtig genug. Auch der Sonntag der Barmherzigkeit ist nicht wichtig genug. Er fristet auch unter Franziskus ein Schattendasein.
Hat unser Papst einen Barmherzigkeitsfimmel? Ist er darauf fixiert? Es sieht so aus,als ob unser Papst die zwei Familiensynoden zu dem Zweck einberufen hat, um eine breite Zustimmung für seine barmherzige Lösung eines Problems der Kirche zu lösen. Die erste war eine Pleite und die zweite nicht viel besser im Ergebnis. Trotzdem die Fußnote!
Die oberrheinischen Bischöfe Lehmann, Kaspar sind sicher zufrieden, Burger auch? Wenn nicht, dann hat er sein Ordinariat und seine Priester gegen sich. Natürlich nicht alle. Aber alle Lautsprecher aus PGR, ZdK, BdkJ, Frauenverbänden usw. [Hans Apel hats beschrieben]
Autobahn zur engen Himmelspforte?
Gottes Gerechtigk


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 Paddel 17. Jänner 2017 

@scheinfrager

Ich war nie ein Geschichtsfreak, aber könnte es sein dass es ein Gesetz der Juden war, das die Römer ausgeführt haben? So wie bei der Kreuzigung auch?


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 Michmas 17. Jänner 2017 
 

und die Pforten der Hölle....

Es gibt allso eine Entscheidung.
BERTONE:welche jungen Leute und worüber sind diese schon lägst hinweg?
Stefan Fleischer:Gewissensentscheidung: der selige Kard.Newmann war es doch der über die Gewissensentscheidung etwas sehr wichtiges gesagt hat.


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 Montfort 17. Jänner 2017 

@bertone - Mit dem Fall Galilei zu argumentieren, ...

... wenn Sie offensichtlich gar nicht mit der sehr differenzierten Problematik der damaligen Situation vertraut sind, ist höchst unklug!

Vielleicht hilft Ihnen z.B. die Lektüre dieses Artikels ein wenig weiter: https://www.welt.de/kultur/history/article1564612/Warum-die-Inquisition-im-Fall-Galilei-Recht-hatte.html


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 BBM 17. Jänner 2017 
 

@Bertone

Jesus hat Gott geoffenbart; naturwissenschaftliche Erkenntnisse müssen wir selber gewinnen.


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 bertone 17. Jänner 2017 
 

BBM

Warum nur hat Jesus denn damals nicht schon gesagt, dass die Erde KEINE Scheibe ist, was er als Gott ja hätte wissen müssen, sondern hat seine Kirch in die Falle laufen lassen, dass sie Galileo verurteilte obwohl er Recht hatte???


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 Paddel 17. Jänner 2017 

"Menschlich unmöglich"?

1. Mit Gott ist nichts! Unmöglich und ich habe immer gedacht, die katholische Kirche hätte etwas mit Gott zu tun. Offensichtlich glauben manche nicht mehr so recht daran
2. Wir sind keine Viecher, wir können unseren Geschlechtstrieb also steuern.
3. Wie halten es diese Menschen dann mit der Fruchtbarkeit? NER geht nur mit der Bereitschaft zur Enthaltsamkeit. Also, wenn sie verhüten ist die HL. Kommunion sowieso ausgeschlossen
4. Was ist das für ein Bild über die Sexualität "nicht enthaltsam leben zu können"? "Ich brauch das." Nein, mit so jemand ist eine Ehe nicht möglich.


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 Paddel 17. Jänner 2017 

@bertone

Damals gab es noch überhaupt keine Sakramente, Johannes hat auch nur "mit Wasser" getauft. Mit Jesus haben wir den "Neuen Bund" . Jesus hat die Ehe "so wie sie am Anfang gedacht war" wiederhergestellt. Der Hl. Paulus wurde nicht müde und hat sich bis aufs Äußerste dafür hingegeben, dass die Hl. Ehe vor jeglicher Art von Unzucht geschützt wird. In Korinth hat er diejenigen aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, die sich nicht daran halten konnten. Und wer waren die Christen in Korinth? Matrosen!, Hafenarbeiter bis hinauf zu Finanzverwalter. Die Botschaft Paulus galt für Alle. Abgesehen davon sind es gar nicht mal so viele Generationen bis zu Jesu Geburt. Was die Sexualität betrifft hat sich nichts geändert, auch damals gab es "vorehelichen Geschlechtsverkehr" und "Polygamie". Warum sonst wäre Maria gesteinigt worden, wenn Josef sie hängen gelassen hätte? Außereheliche Kinder gab es damals also auch schon, sonst hätte es das Gesetz der Steinigung nicht gegeben.


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 bertone 17. Jänner 2017 
 

Chris2 Nachschlag

Die Praxis in unserer Kirche war ja auch nicht immer gleich, es hat auch da immer wieder Entwicklungen gegeben.
So wurde die sakramentale Ehe erst im frühen Mittelalter eingeführt.
Das Verständnis von Ehe war immer einem bedeutsamen Wandel unterlegen.

Desweiteren darf nochmals auf die Aussagen von Augustinus und Papst Gregor II hingewiesen werden.


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 bertone 17. Jänner 2017 
 

chris2

Was mich persönlich dabei aber immer stört, ist, dass die Aussagen Jesu so wörtlich und unreflektiert als Gesetz betrachtet werden.
Jesus hat vor 2000 Jahren vor dem Hintergrund der jüdischen Gesetze und der damaligen Kultur gesprochen.
-Zu dieser Zeit gab es keine sakramentale Ehe.
-Die Ehe war kein freiwilliger Vorgang zwischen den Betroffenen.
-Die Mädchen WURDEN im Alter von ca. 12 Jahren verheiratet. Die Jungen waren etwa 2 Jahre älter. (Schon allein dadurch gab es keinen Vorehelichen Geschlechtsverkehr).
-In dem Alter, in dem heute im Durchschnitt geheiratet wird, waren die Eheleute damals oft schon Großeltern.
-Die jungen Eheleute wohnten damals nicht wie heute für sich, sondern wurden in die Hausgemeinschaft des Hausherrn, des Vaters des jungen Mannes aufgenommen.

Es sollte also genau geschaut werden, was wollte Jesus damals den Menschen in deren Situation mit seinen Worten sagen, und was müssen wir in unserer Zeit heute daraus ableiten.


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 bertone 17. Jänner 2017 
 

Stefan Fleischer

Sehr geehrter Herr Fleischer, es tut mir leid, wenn ich Ihre so intensiven Bemühungen um den rechten Weg geringgeschätzt habe. Das sah in Ihrem volretzten Post etwas sehr schwarz-weis- haft aus und konnte wohl etwas mißverstanden werden. Ich wünsche Ihnen immer einen ehrlichen und gewissenhaften geistlichen Begleiter.


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 Chris2 17. Jänner 2017 
 

@bertone

Selbstverständlich habe ich den verlassenen Partner nicht vergessen. Ich möchte nur nicht jedes Mal durch Wiederholungen nerven und habe mich auf die wehrlosesten Opfer beschränkt, deren Leben mancherorts durch einen weggegangenen Elternteil sogar bedroht ist. Und glauben Sie mir, das Problem, den Kindern eine "vollständige" Familie bieten zu möchten, ist mir bewusst. Mir ist nur nicht klar, unter welchen Umständen dies möglich ist. Lt. den klaren Worten Jesu, bricht jeder die Ehe, der seine Frau "entlässt" - durch den bei den Juden damals gängige Entlasschein -, "außer bei Ehebruch" (einzige Ausnahme). Und wer eine Entlassene Heiratet, begeht Ehebruch (keine Ausnahme definiert!). Ich sehe da (mit der Kirche bis Papst Benedikt) wenig Spielraum, abgesehen von einer "Josephsehe", wie sie die Mutter und der (leider allzu oft vergessene) Ziehvater Jesu lebten...


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 Stefan Fleischer 16. Jänner 2017 

@ bertone

Ja, es ist sehr schwer - nicht nur in dieser Frage - so zu schreiben, dass niemand es falsch versteht, bzw. falsch verstehen kann wenn er will. Ich bin nie "fein" raus. Ich muss jeden meiner Entscheide vor Gott verantworten, auch der Entscheid, wem ich glaube und wem nicht, und nicht zuletzt auch in wie weit ich mich durch eine ständige Schulung des Gewissens mich fähig gemacht habe, eine sichere Wahl meines Seelenführers treffen zu können. Und auf keinen Fall ist es mir gestattet mir den Seelenführer auszuwählen, der zu allem Ja und Amen sagt. Einem solchen wäre ich in meinem Gewissen verpflichtet nicht weiter zu vertrauen.


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 Christa Dr.ILLERA 16. Jänner 2017 
 

Auch ich

lebe seit mehr als 30 Jahren getrennt. Zugegeben: es hat mich etwas gekostet, mich durchzuringen, denn um alles in der Welt wollte ich auf die Hl.Eucharstie nicht verzichten. Habe viel gebetet, damit der Herr mir klar zeigt, WAS ich und WARUM und mit EINSICHT tun soll. Heute bin ich überglücklich, dass ich IHN nicht verlassen habe, und ER mich täglich in der Hl.Eucharistie begleiten kann. Die Entscheidung ehelos leben zu können, da haben mir SEINE Hilfen und Gnaden großzügigst und überreich geholfen. Gott ist keine kleinlicher Geber, er verschenkt und gibt mehr als man zu erwarten gedenkt, und weitet den Blick in ungeahnte Höhen, Tiefen und Weiten. Und . . . ich bin kein seltsames Pflänzchen geworden, im Gegenteil: NORMAL!!!


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 Johann Martin 16. Jänner 2017 
 

Zur Heiligkeit berufen!

Ich habe gläubige wiederverheiratet-geschiedene Ehepaare erlebt, die auf sexuelle Gemeinschaft verzichtet haben, um weiterhin die hl. Kommunion empfangen zu können. Der Verzicht ist also möglich.

Im übrigen betont Vaticanum 2 in einem eigenen Kapitel, dass wir alle zur Heiligkeit berufen sind. Der Heilige Geist ist der Geist der Heiligkeit und führt uns auf diesem Weg. Wenn Mann und Frau diesen Weg gehen, hat der Versucher keine Chance, sie auseinander zuz kriegen.


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 schdrach 16. Jänner 2017 
 

more uxorio

@bertone
Danke, sie sprechen mir voll aus der Seele. Es wird ständig die Ehe und die moralische Korrektheit bzw. Unkorrektheit über den Sex definiert.
Da frage ich mich immer, wie das bei einem älteren WvG- Paar ist. Solange sie Sex haben können, leben sie in einer irregulären Situation. Ist im Alter dann ein Sexualleben ob gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr möglich, leben sie nicht mehr "more uxorio" und dürfen plötzlich zur Kommunion. Das ist doch absurd. Zu einer Ehe gehört selbstverständlich das Sexualleben, aber das ist doch nicht alles.


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 frajo 16. Jänner 2017 

@SCHLEGL

Ihre Aussage ist sehr klar; würde man doch in der Diözese bei einem klaren Tatbestand doch etwas schneller zu Potte kommen. Aber leider ist man da sehr oft sehr langsam. Wenn aber beispielsweise nach einem halben Jahr Wartezeit noch kein einziger Akt in einer Causa gesetzt worden ist, und Verfahrensdauern von 3-5 Jahren nicht unüblich sind - d.h. daß eine ungültige Ehe einfach nicht und nicht als solche erklärt wird - dann bleibt hier ein ganz schaler Nachgeschmack zurück. Was sollen die Menschen in der Zwischenzeit tun? Macht sich die Diözese/die Verantwortlichen da nicht selber der Begünstigung des Ehebruchs schuldig?


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 lakota 16. Jänner 2017 
 

@bertone

Was Sie hier an Stefan Fleischer posten passt ja dann perfekt auf Papst Franziskus. Er fabriziert AL und die Priester sollen entscheiden, bei welchem Ehebruch man zur Kommunion gehen darf oder auch nicht. D.h. die Priester sollen an Stelle von Papst Franziskus die Verantwortung für die Fußnote in AL übernehmen.


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 lakota 16. Jänner 2017 
 

@Kostadinov

Das ist keine ketzerische Frage, sondern eine sehr gute Frage! Sollte man mal gewissen Bischöfen vorlegen.


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 theophila 16. Jänner 2017 

Lieber @sttn

das sagt vor allem aus, daß es heute im Allgemeinen nicht mehr bekannt ist, daß die "eheliche Umarmung", d.h. die geschlechtliche Intimität, eben ehelich ist, d.h. nur in der Ehe stattfinden sollte. Alle die nicht verheiratet sind, ob bewusst zölibatär lebend oder Unverheiratete oder auch Getrennt-Lebende sollten, so die kirchliche Lehre, enthaltsam leben. Was allerdings nicht bedeutet, daß man ohne Zuneigung, ohne Sympathien oder enge Freundschaften leben sollte, was ja nur gut ist. Der Geschlechtsakt sollte das i-Töpfelchen einer Beziehung sein, dem ein echter Aufbau der Beziehung vorangeht - d.h. Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, Auseinandersetzung mit den Ecken- und Kanten des Anderen, durch schwierige und fröhliche Situationen hindurch gehen und sich dadurch eben echt kennen lernen, sich gegenseitig "erkennen" wie die Bibel so schön formuliert. Dann erst kommt der Geschlechtsakt zu seiner Fülle,sonst ist er nur ein Abklatsch - die Kirche verweist auf das Schönere.


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 Kostadinov 16. Jänner 2017 

Ketzerische Frage

Im Schreiben heißt es, dass Katholiken zur Kommunion gehen können oder auch beichten können, wenn man "im Frieden mit Gott" lebe. Die Rede ist von einer "Gewissensprüfung".
Auch wenn man es vor seinem Gewissen nicht verantworten kann, mit seiner Kirchensteuer anti-katholische Umtriebe zu finanzieren?


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 Tonia 16. Jänner 2017 
 

Eheschwierigkeiten hat mich, Gott sei Dank,ein Satz aus dem Religionsunterricht durchstehen und überwinden lassen, der so lautete: "Gott verlangt nichts Unmögliches, wenn Gott etwas verlangt gibt er auch die Kraft dazu." Ich glaube, dass nach AL und sowieso mangelnder Katechese man viel eher geneigt sein wird, in der Ehe, das Handtuch zu werfen.


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 Stefan Fleischer 16. Jänner 2017 

@ bertone - Nachtrag

Wenn sich mein Seelenführer irrt, und ich nicht merkte oder hätte merken müssen, dass da etwas nicht stimmt, da trägt er vor Gott die Verantwortung, nicht ich. Allerdings, wenn ich merke, dass etwas nicht stimmt und keine Möglichkeit habe, eine sichere Quelle zu finden, dann muss mein - hoffentlich richtig geschultes - Gewissen die Rolle der letzten Instanz übernehmen.


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 Bentheim 16. Jänner 2017 
 

@ sttn

Aegidius2 hat in einer sehr feinen Weise mit wohlüberlegten Worten zu Ihrer Situaton Stellung genommen. Dass Sie nicht einmal ein Einzelfall sind, sondern viele wenigstens so denken und urteilen (wenn sie nicht schon danach handeln), das ist bekannt. Aber von einer Lösung dieses Problems hat noch kein einziges vergleichbares Paar berichtet. AL wäre dann doch gar kein Interpretationsproblem und erst gar nicht entstanden.
Es ist eine Teillösung, wenn die Kinder nun gut untergebracht sind und der neue Partner ein ganz anderer in seiner Art ist. Zur Gesamtlösung gehört aber, dass die kirchlich geschlossene Ehe bisher trotzdem fortbesteht.


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 SCHLEGL 16. Jänner 2017 
 

@Grantler

Die von Ihnen geschilderte Ehe ist absolut UNGÜLTIG! GRUND: AUSSCHLUSS der UNAUFLÖSLICHKEIT der Ehe durch einen positiven Willensakt. Wenn der Zeuge das vor dem Ehegericht aussagt, ist die Sache erledigt, die Annullierung erfolgt.Msgr.Franz Schlegl


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 Stephaninus 16. Jänner 2017 
 

@sttn

Vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Zeugnis. Eine Stimme aus dem Leben. Ich denke, dass es sehr, sehr viele solche Situationen wie die Ihre gibt. Danke für Ihr Zeugnis. Ich kann Ihnen auch menschlich gut nachempfinden. Könnte ich denn, wäre meine Ehe gescheitert, ehelos leben, hätte ich wirklich die Kraft und auch die Berufung dazu?

Wie ist in einer zweiten Beziehung der mögliche eigene Umgang (wenn einem selber ein solches Schicksal trifft, das ja fast jeden treffen kann) mit den Sakramenten, und wie geht die Kirche mit mir in dieser Not um. Mich dünkt, dass weder der heutige Laxismus (alles ist schon okay, solange es niemandem (mehr) weh tut) noch der hier im Forum zuweilen deutlich vertretene Rigorismus (es darf einfach nicht sein resp. schwarz - weiss) Wege weist. In diesem Sinne, meine ich, will der Papst mit AL wohl neue Türen öffnen. Das dadurch die Sakramente in Gefahr seien, überzeugt mich nicht.
Lieber sttn, ich wünsche Ihnen persönlich Gottes Beistand und Liebe.


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 Waldi 16. Jänner 2017 
 

Diese AL...

scheint sich immer deutlicher zu einem Geschwür zu entwickeln, das unablässig Metastasen verschleudert und alle innerkirchlichen Organe befällt!
Gibt es nur ein einziges Beispiel, dass erklärte Kirchenfeinde von außen der Kirche so viel Schaden zugefügt haben wie der Klerus selbst dieser Kirche in der Gegenwart? Die kath. Kirche beklagt den massenhaften Glaubensverlust ihrer eigenen Gläubigen, die ihr immer zahlreicher davon laufen und der Menschen allgemein - und scheint nicht zu merken, dass sie selbst diesen Exodus maßgeblich verursacht hat, weil sie wegen ihrer Vertreter unglaubwürdig geworden ist! Man kann von den Menschen nicht erwarten an das zu glauben, was der Papst, die Kardinäle, die Bischöfe und die Priester heute verkünden, wenn sie selber nicht mehr an das glauben, was sie bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil als verpflichtende Glaubenswahrheiten verkündet haben! Seit sie alle ihre Traditionen über Bord geworfen hat, verkümmern ihr Wurzeln - und sterben ab!


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  16. Jänner 2017 
 

Schreiben an die Bischöfe über den Kommunioempfang von WvG Gläubigen

7. Die irrige Überzeugung von wiederverheirateten Geschiedenen, zum eucharistischen Tisch hinzutreten zu dürfen, setzt normalerweise voraus, daß dem persönlichen Gewissen die Macht zugeschrieben wird, in letzter Instanz auf der Grundlage der eigenen Überzeugung(15) über das Bestehen oder Nichtbestehen der vorausgehenden Ehe und über den Wert der neuen Verbindung zu entscheiden. Eine solche Auffassung ist jedoch unzulässig(16). Die Ehe stellt nämlich wesentlich eine öffentliche Wirklichkeit dar, weil sie das Abbild der bräutlichen Vereinigung zwischen Christus und seiner Kirche ist und die Urzelle und einen wichtigen Faktor im Leben der staatlichen Gesellschaft bildet.
http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_14091994_rec-holy-comm-by-divorced_ge.html


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 frajo 16. Jänner 2017 

Wer ist wichtiger

für unser Leben: Jesus oder der Partner?

Auf diese einfache Frage läßt sich das Problem zumeist reduzieren. Bzw. ist uns beiden Jesus wirklich wichtig? Wenn ja, dann läßt sich sehr oft ein gemeinsamer Weg trotz sonstiger Widerstände finden. Dann tritt auch der sexuelle Aspekt - ich meine nicht Zärtlichkeit - zurück. Das betriff die Priester ebenso. In diesem Fall gibt Jesus auch die Kraft dazu. Dafür ist aber ein entschiedener Weg des Glaubens mit Beichte, regelmäßige Exerzitien an der richtigen Stelle, etc. notwendig. Hier ist aber ein jeder für sich selbst zuständig. Eine Bekannt von mir hatte sich auf die Frage ihres Beichtvaters: Jesus oder Dein Mann für Jesus entschieden. Ihr Mann wollte da nicht mitgehen, und so war sie nach rund 25 Ehejahren allein. Seither lebt sie für die Familien ihrer Kinden (beide als praktizierende Katholiken).

Die traurig Rolle der Diözesen in dieser Frage entbindet uns dennoch nicht von der Antwort auf die Frage: Jesus oder der Partner/die Partnerin.


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 Grantler 16. Jänner 2017 

@ sttn & Kommentatoren / Richter

Ich kann Ihre Probleme aus eigenem Erfahren zutiefst verstehen. Was mich interessiert - und da ich Theologie nicht studiert habe auch nicht "sauber" beantworten kann - : was ist, wenn die (sakramentale) Ehe von Beginn an ungültig war? Wie verhält es sich dann? Unverheiratetes Paar: ein Partner möchte Kinder, der andere nicht. Ist nach einiger Zeit dazu bereit, wird schwanger, Heirat standesamtlich, Trauung mit Taufe wobei Partner vor Trauzeuge im privaten Gespräch sagt: das mit "bis dass der Tod uns scheidet" sage ich nicht, definitiv nicht. Wenn es nicht mehr geht, dann geht es nicht mehr und ich lasse mich scheiden. Was dann? Das Leben ist nicht einfach!


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 carl eugen 16. Jänner 2017 

Was Papst Franziskus hier angerichtet hat,...

...daß geht unter keine Kuhhaut! Dieser Papst hat die Kirche in ein existentielles Chaos gestürtzt, und er will nicht mal dazu stehen, sondern versteckt sich hinter willfähigen Vasallen. Es ist empörend!


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 Stefan Fleischer 16. Jänner 2017 

Die Rede ist von einer "Gewissensprüfung".

Das ist wohl der Knackpunkt des ganzen Streites um AL. Ist das eigene Gewissen die letzte Instanz, JA oder NEIN. Für mich ist das Gewissen dann die letzte Instanz, wenn ich mich entscheiden muss und keine Möglichkeit habe, den Fall von einer vertrauenswürdigen und kompetenten Instanz beurteilen zu lassen, bzw. wenn unüberwindbare Bedenken gegen das Urteil einer solchen Instanz bestehen. Im Normalfall gilt, dass mein Gewissen irren kann, und dass ich früher oder später für einen solchen Irrtum zur Rechenschaft gezogen werde, insbesondere auch dafür, wie und dass es zu einem solchen Irrtum kommen konnte. Blosse Besserwisserei – so glaube ich – gilt vor Gott nicht als Entschuldigung. Wenn jedoch jemand – und sei es ein Bischof oder Kardinal - z.B. durch diese unglückliche Fussnote zu einem Fehlurteil geführt wurde, dann vertraue ich auf die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes für alle direkt oder indirekt Betroffenen und Verantwortlichen.


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  16. Jänner 2017 
 

Erklärung der Bischöfe von Malta bereits vom Vatikan gebilligt

Der Osservatore Romano hat die „Anwendungskriterien für Amoris laetitia“ acht Tage nach Veröffentlichung am 14. Januar vollinhaltlich abgedruckt.
Die Tageszeitung des Heiligen Stuhls tat dies unter dem Titel „Licht für unsere Familien“.

Warum sollten diese auch auf Ablehnung stoßen, wenn bereits die Bischöfe der Buenos Aires Provinz für ihre Freizügigkeit in der Zulassung von Ehebrechern zur Kommunion vom amtierenden Papst schriftlich ausdrücklich gelobt wurden.

Es sollte jedem klar sein wohin die Reise geht.

Eine Korrektur durch die der Kirche getreuen Bischöfe und Kardinäle ist zeitlich überfällig.


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 Bernhard Joseph 16. Jänner 2017 
 

@sttn - 2

... die Oberflächlichkeit, auch in der Ehe, die dann lediglich zu einer Abschnittspartnerschaft wird.

Damit geht dann aber ein tieferer Sinnverlust einher, denn ein Leben, das keine wirkliche Bindung mehr kennt, in dem alles unter Vorbehalt steht, ist ein Leben, das man durchaus als "unerträgliche Leichtigkeit des Seins" empfinden muss.

Wo man sich die Option der Scheidung offen hält, wird sie schnell zur Realität, schon weil der Ehe dann etwas Unernstes anhaftet.

Darum sagt ja auch Jesus:
Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so.(Mt 19,8)

Und was sagen da die Jünger?

Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. (Mt 19,10)

Sagen Sie nicht in Ihrem Kommentar das gleiche?

Jesus verweist immer auf die Tiefe des Seins, nicht auf die Oberflächlichkeit, in der am Ende immer aufs Neue das Scheitern steht.


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 Aegidius2 16. Jänner 2017 

Sttn, ich kenne weder Sie noch Ihre vielleicht tragische Situation. Ich bin nur wegen Ihres Beitrags etwas verwirrt, da es so scheint, als glaubten Sie, von der Kommunion ausschließender Ehebruch setzte eine Scheidung voraus. Das kann ich Ihnen aber auch als Laie mit Gewißheit attestieren, daß ein Fall, in dem die Ehepartner ohne zivile Scheidung und Wiederverheiratung dauerhaft und öffentlich mit außerehelichen Partnern nach Art der Eheleute leben, einen noch höheren Grad an "Irregularität" aufweist als die vom Hl. Vater quasi als (allerdings nur scheinbar) mildernde Umstände angenommenen wvG-Umstände. Die Frage ist nicht so sehr, was das über diese Diskussion aussagt (Sie meinen wohl: heuchlerisch), sondern vielmehr, was dies über Ihr Verständnis des Problems ("haben wir kein Problem"), Ihr Gewissen (so frei bin ich mal) und die kirchliche Katechese aussagt.


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 bertone 16. Jänner 2017 
 

@ sttn

Lieber sttn, wenn Sie Ihren Frieden mit Gott haben, ist das gut so. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Glück (ehrlich!).
Sprechen wir es doch aus: Es geht ausschließlich um den "Verdammten Sex" (Es darf hier vielleicht auf das gleichnamige Buch der amerikanischen Nonne Margaret A. Farley hingewiesen werden!)
Solange dieser das Zentrum der ganzen Beurteilung von Ehe und Moral ist , wird sich leider nichts ändern.
Zum Glück sind unsere jungen Leute inzwischen darüber hinweg. Die betrachten diese Diskussion nur mit absolutem Unverständnis.


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 Magdalena77 16. Jänner 2017 

@sttn

Mit Verlaub, aber Sie sind ein gutes Beispiel dafür, dass es verheerend sein kann, wenn Menschen ohne objektive Kriterien ihrem eigenen Gewissen überlassen werden. Dies soll keine irgendwie geartete Verurteilung darstellen, da mir dies in keinster Weise zusteht. Es soll nur aus meiner Sicht auf die letzte Frage Ihres vorangegangenen Kommentars antworten.


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 Bernhard Joseph 16. Jänner 2017 
 

@sttn

Erst einmal sagt Ihr Kommentar das aus, was auch viele Jünger Jesu dachten.

(Joh 6,60)
Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?

Wer kennt nicht auch Streit und Frustration in einer Ehe? Wie das Leben auch, hat eine Ehe nicht nur Sonnen-, sondern auch Schattenseiten.

Es fällt auf, dass heute die Bereitschaft zur schnellen Trennung immer mehr zunimmt, weil das in der Tat auf den ersten(!) Blick der einfachere Weg ist. Die Bewältigung der Probleme in der Ehe würde ja bedeuten, dass man sich grundlegend mit seinem Leben, Erwartungshaltungen und grundsätzlichen Lebensansichten auseinander setzen muss. Aufschlussreich ist, dass auch die Lebenspartnerschaften nach der gescheiterten Ehe zunehmend wieder scheitern, denn das Grundproblem ist ja nicht durch den Partnerwechsel behoben, es scheint nur für eine Zeit so, weil die "neue" Partnerschaft noch keinen tieferen Konflikten ausgesetzt ist. Unsere Zeit fördert lediglich ...


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 bertone 16. Jänner 2017 
 

@ Chris2

Könnten Sie das bitte der Vollständigkeit halber jetzt auch noch für den mit den kleinen Kindern zurückgelassenen Partner, der diesen zum weiteren gesunden Heranwachsen wieder eine vollständige Familie schaffen möchte, erläutern ?


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 Lucia123 16. Jänner 2017 
 

Ist es möglich, dass jemand Richter über die eigene Situation ist? Ist der Ehebruch nun eine in sich schwere Sünde oder gibt es einen sündhaften und einen nicht sündhaften Ehebruch? Fragen über Fragen - und keine Antwort (des Papstes)


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 sttn 16. Jänner 2017 
 

Mal was als unbetroffener Betroffener

Ich habe auch einen Lebensbruch hinter mir. Es ging nicht mehr weiter und gerade wegen unserem Kind haben wir uns getrennt. Immer nur Streit und Verletzungen, das musste ein Ende haben und es hat keine Eheberatung oder sonst etwas geholfen.
So, was nun? Soll ich bis zum Ende meines Lebens alleine leben und in Einsamkeit dahinwelken?
Jetzt muss ich beichten das sowohl meine Frau als auch ich einen neuen Partner haben. Meine Partnerin tut mir gut und der neue Freund meiner "Frau" ist ein netter Kerl und er tut ihr auch gut. Ja, so ist es.
Naja, was bedeutet das. So lange ich mich nicht scheiden lasse und wir nicht erneut heiraten wollen, haben wir kein Problem, sind nicht einmal teil dieser Diskussion. Ehrlich, ist so.

Nicht das es mich jetzt stört, als tiefgläubiger Katholik habe ich meinen Frieden mit Gott gemacht.
Aber es wundert mich ... denn "mein" Fall ist der häufigere und unterscheidet sich nicht wirklich von den Wiederverheirateten. Was sagt uns das über diese Diskussion aus?


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 Bernhard Joseph 16. Jänner 2017 
 

@Veritasvincit

Vielleicht glauben ja auch die Bischöfe von Malta, dass die Enthaltsamkeit im Zölibat unmöglich ist.

Wie war das noch mit der Bemerkung des Papstes zur Homo-Lobby im Vatikan und andernorts?


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 Bernhard Joseph 16. Jänner 2017 
 

Ich frage mich, ob Kardinal Müller seine letzte Aussage nun wiederholen würde

In der Tat, es qualmt mittlerweile derart in der Kirche, dass man kaum noch klar sehen kann.

Nun wird auch immer deutlicher, dass AL sehr wohl eine Auslegung befördert, die im klaren Widerspruch zum Wort Gottes steht. Man muss leider sagen, dass lehrfremde Inhalte schon seit Jahrzehnten tief in den Jesuitenorden eingedrungen sind, insbesondere bei denen, die der Befreiungstheologie nahe stehen.

Bei der Verbissenheit, mit der diese Auseinandersetzung um die Lehre geführt wird, handelt es sich um einen zentralen Dissens darüber, inwieweit das Wort Gottes noch Geltung hat. Man scheint entschlossen, sich vom Wort emanzipieren zu wollen.

Das Fernziel ist wohl die Aufhebung des Glaubens an die Schöpfungsordnung und damit die Destruktion der Ehe als Bund von Mann und Frau. Das Projekt progressiver Kardinäle ist natürlich langfristig angelegt. Doch bleibe ich dabei, dass es scheitern wird, denn Gott kann man nicht austricksen, weil die Wahrheit nun mal unveränderbar ist.


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 Veritasvincit 16. Jänner 2017 

Enthaltsame Zivilehe menschlich unmöglich?

Vielleicht, wenn man fröhlich weiter im gleichen Bett schläft. Hier zeigt sich der gute oder schlechte Wille.


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 Chris2 16. Jänner 2017 
 

Besonders entlarvend ist dabei,

dass bei all dem Fort-schritt (wohin eigentlich?) nie die Rede von der Schuldfrage ist. Also, wenn jemand beispielsweise kleine Kinder zurücklässt und sich was anderes sucht, muss er/sie sich offenbar nur "gut dabei fühlen" und der liebe Gott klatscht schon mit? Mein Gott, warum ist man gerade als Katholik in Deutschland nur so "multipel" bestraft? A propos Malta: Ich nehme an, die haben genau 2 Bischöfe, da ist Konsens natürlich wahrscheinlicher...


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  16. Jänner 2017 
 

Die Bischöfe von Malta sind Apostaten und sind durch ihre Erklärung mit einem Anathem belegt

Das Konzil von Trient lehrt verbindlich für j e d e n Katholiken im
Dekret über die Rechtfertigung
Kan. 18. Wer sagt, die Gebote Gottes seien auch für einen gerechtfertigten und unter der Gnade stehenden Menschen unmöglich zu beobachten: der sei mit dem Anathema belegt [vgl. DH 1536].

Die Liste der abtrünnigen Würdenträger im Bischofsamt wird täglich länger.


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 Ottaviani90 16. Jänner 2017 
 

Verabsolutierung des Gewissens - Weg in das praktisch Absurde

"Das irrende Gewissen hat die Tendenz, den Menschen allmählich immer weiter von dem, was die praktische Vernunft gebietet, wegzuführen. (...) Der Mensch lernt, den eigenen Gewissenirrtum als sittlichen Defekt, also als Hindernis auf dem Weg der Personwerdung, zu endecken. Zu dieser Gewissenhaftigkeit gehört auch die Bereitschaft zur Prüfung der eigenen Überzeugung im Gespräch mit anderen, und zwar mit solchen, die dem Menschen nicht schmeicheln, also nicht mit Komplizen, sondern mit erprobten Freunden."
(Robert Spaemann, Personen, 188)


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 Herbstlicht 16. Jänner 2017 
 

Das Schicksal nimmt seinen Lauf, AL wird umgesetzt und gerade so, wie es den Progressiven schon lange vorschwebte.

Für wie naiv und gutgläubig, ja dumm, müssen sich nun jene halten, die sich an die kirchliche Lehre gebunden fühlten und Verzicht geleistet hatten?

Johannes, der Täufer, John Fisher und Thomus Morus hätten sich viel Leid ersparen können, hätten sie sich beiezeiten flexibler und stromlinienförmiger gezeigt.


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 martin fohl 16. Jänner 2017 
 

So eindeutig

scheint Al doch nicht zu sein. Die Dubia war völlig berechtigt. Um eine Hermeneutik der Kontinuität sicherzustellen, bleibt eine fachliche Deutung des Dokuments unbedingt notwendig.


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