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Kardinal Müller kritisiert Brief der vier Kardinäle

9. Jänner 2017 in Weltkirche, 109 Lesermeinungen
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Präfekt der Glaubenskongregation: Durch Veröffentlichung der Bitte um Klarheit in Frage des Kommunionempfangs für Wiederverheiratete werde Papst unter Druck gesetzt - "Er wird beinahe gezwungen, mit 'Ja' oder 'Nein' zu antworten"


Rom (kath.net/KAP) Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat das Vorgehen der vier Kardinäle kritisiert, die von Papst Franziskus mehr Klarheit über den Umgang der katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen fordern. Jeder habe das Recht, dem Papst einen Brief zu schreiben, vor allem die Kardinäle, sagte der Präfekt der Glaubenskongregation in einem am Sonntagabend veröffentlichten Fernsehinterview. "Mich hat jedoch erstaunt, dass dieser Brief öffentlich wurde und der Papst auf diese Weise beinahe gezwungen ist, mit 'Ja' oder 'Nein' zu antworten. Das gefällt mir nicht", so Müller in dem Gespräch mit dem italienischen Privatsender TGCOM24.

Zugleich erteilte Müller Überlegungen einer etwaigen Korrektur des Papstes durch das Kardinalskollegium eine Absage. Kardinal Raymond Leo Burke, einer der Unterzeichner des Briefs, hatte eine "formale Korrektur" des Papstes ins Spiel gebracht, falls dieser nicht auf den Brief antworte. Eine "brüderliche Korrektur" des Papstes sei derzeit "unmöglich, weil es nicht um eine Gefahr für den Glauben geht", erklärte Müller. Eine solche Gefahr sei laut Thomas von Aquin Voraussetzung für eine Korrektur. Darüber in der Öffentlichkeit zu diskutieren schade zudem der Kirche.


Vier Kardinäle, unter ihnen die deutschen Kardinäle Joachim Meisner und Walter Brandmüller, hatten ihm November einen Brief an Franziskus öffentlich gemacht. Darin fordern sie vom Papst eine klare Aussage darüber, ob wiederverheiratete Geschiedene in Ausnahmefällen zur Kommunion zugelassen werden können. Das päpstliche Schreiben "Amoris laetitia" zu Ehe und Familie von April 2016 hatte eine Debatte über den Umgang mit Katholiken ausgelöst, die nach einer Scheidung auf dem Standesamt erneut geheiratet haben. Nachdem Franziskus auf ihr Schreiben nicht geantwortet hatte, machten die Kardinäle den Vorgang öffentlich. Dies wurde von einigen als illoyal kritisiert, von anderen als legitime Anfrage begrüßt.

Der Präfekt der Glaubenskongregation sagte weiter, die kirchliche Lehre über die Ehe werde durch das päpstliche Schreiben "Amoris laetitia" zu Ehe und Familie nicht verändert. Franziskus fordere eine Unterscheidung der einzelnen Fälle. Er, Müller, sehe keinen Widerspruch zwischen der Klarheit der Lehre und der Verpflichtung der Kirche, sich um Menschen in Schwierigkeiten zu sorgen.

Franziskus hatte in einer Fußnote von "Amoris laetitia" geschrieben, dass wiederverheiratete Geschiedene in bestimmten Fällen auch die Sakramente erhalten könnten; eine Erläuterung dazu gab er trotz wiederholter Nachfrage nicht.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 Herbstlicht 14. Jänner 2017 
 

@Josef Menke

Sie tadeln sich wegen Ihres Zorns.
Doch bedenken Sie, es gibt auch einen gerechten Zorn.
Wenn Sie sich innerlich gegen Unwahres, gegen Lügen, gegen Beleidigungen, die gegen Gott gerichtet sind auflehnen, gibt es daran m.E. nichts einzuwenden.
Auch Jesus war zornig angesichts der Händler im Tempel.


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 Josef Menke 14. Jänner 2017 
 

@christine.mm

Und genau da fängt das Problem an: Je mehr und intensiver ich die Hl. Schrift wie auch den Katechismus lese, bekomme ich immer größere Augen. Ich erkenne immer mehr, wie die Aussagen verdreht und verfälscht wiedergegeben werden.

Es ärgert mich wahnsinnig, was wir unserem Heiland antun, wie wir ihn verleugnen, ihn so gebrauchen wie es uns gerade passt. Ja, ich kann behaupten, ich leide mit ihm. Und ich muss gestehen, es macht mich wütend und manches mal auch zornig. Obwohl genau weiß, dass der Zorn nicht gut ist.


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 Hadrianus Antonius 13. Jänner 2017 
 

@christine .mm "Rauchnebelgardine"

@Josef Menke hat recht:
Unser Herr Jesus Christus hat sehr deutlich, klar und streng gesprochen;
das Licht des Evangeliums soll oben auf dem Scheffel stehen;
dagegen wurde mit dem Wortgeschwurbel von AL ein Rauchnebelvorhang produziert, wo offensichtlich jede Kommentator nach gusto blind etwas herumstöchern und herausholen kann.
Die Rauchschwaden des Satans sind diesmal nicht nur in die Kirche eingedrungen, sondern inzwischen ist das Zimmer gefüllt mit dickem Qualm.


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 christine.mm 13. Jänner 2017 
 

@Josef Menke

Erlauben Sie mir bitte, mit einem Bild zu antworten:
Sie gehen in ein Konzert. Auf dem Programm Musik eines Meisters, aufgeführt von Musikern unter einem Dirigenten. Im schlimmsten Fall erleben Sie eine Bearbeitung, ausgeführt von nicht sehr guten Instrumentalisten auf eher schlecht gestimmten Instrumenten und einem Dirigenten, der nicht das Original vor sich liegen hat und außerdem das Orchester nicht unter Kontrolle hat.
Der Komponist würde sein Werk nicht wiedererkennen. Und Sie ? Kennen Sie schon das Original? Haben Sie versucht Noten lesen zu lernen? Haben Sie schon versucht und sich gemüht eine gegebene Melodie so gut als nur immer möglich zu spielen?
Nehmen Sie die Heilige Schrift zur Hand, ein Leben lang und lesen Sie ehrfürchtig,
Kaufen Sie sich den großen Kathechismus der Katholischen Kirche und betrachten Sie ihn geduldig vom Anfang an bis zum Ende.Und gehen Sie auf beständige geduldige Suche nach einem heiligmäßigen Priester.Bitten Sie Gott um dieses Geschenk.Ohne Unterlass


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 Josef Menke 13. Jänner 2017 
 

Kleine Korrektur

Es soll natürlich heißen: "Mit einfachen, VERBINDLICHEN Worten, welche auch für mich verständlich sind."

Ist mir gar nicht aufgefallen. Der Hinweis kam soeben von meiner Frau.


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 Cat1 12. Jänner 2017 
 

@Guardian

Würde man Ihrer neuesten Interpretation folgen, enthielte Mt 19,9 tatsächlich eine Tautologie. Für die Trennung einer "wilden Ehe" oder ungültigen Partnerschaft hat man auch zur Zeit Jesu keine Scheidung benötigt. Daher wäre der Hinweis, dass die Trennung einer solchen Verbindung keinen Ehebruch bedeutet, sinnfrei. Liest man den Satz jedoch so wie er da steht, ergibt er Sinn: Im Fall von Unzucht des Partners ist Scheidung erlaubt und für den anderen Partner keine Sünde.


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 bernhard_k 12. Jänner 2017 
 

@Paddel

Sehr gut!

Man sieht, dass man mit purer Logik auch auf dem Gebiet der Sexualethik arbeiten kann ... hoffen und beten wir, dass all diese "Knoten" wieder "entknotet" werden mögen.

Der hl. JP2, B16, alle Heiligen des Himmels und die Tradition lagen doch richtig ...

Die 4 mutigen Kardinäle wollen NUR Klarheit und Wahrheit, dagegen kann man vernünftigerweise kein Argument vorbringen. All die Befindlichkeiten, die doch nur vom Thema ablenken, sollten wir beiseite lassen.


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 Paddel 12. Jänner 2017 

@SCHLEGL

"Nicht jeder ist zum Zölibat berufen", da gebe ich Ihnen recht, aber jeder gesunde Mensch ist zum Zölibat fähig.
Sowohl Menschen, die keinen Partner finden, als auch Geschiedene sind zum enthaltsamen Leben aufgerufen und auch dazu fähig. Auch innerhalb einer intakten Ehe ist der Verzicht auf den Geschlechtsakt langfristig oder kurzfristig, meist regelmäßig oder phasenweise notwendig. Wer im Kleinen treu sein kann, im Einzelnen verzichten kann, der kann es auch im Großen. Nur dies befähigt den Menschen zum größeren Glück.
Zum anderen Punkt: In der rk Kirche ist außerehelicher GV nicht erlaubt, und ein Hinderungsgrund für den Empfang der Hl. Kommunion. Warum also erlaubt der Papst in Einzelfällen, die Spendung der Kommunion, nicht aber die Hochzeit?


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 Cat1 11. Jänner 2017 
 

@ Hadrianus Antonius

Gegen Ihre Meinung sprechen mindestens drei Argumente:
Erstens, wenn Jesus etwas gegen explizit blutschänderische Ehen hätte sagen wollen, dann wohl nicht in einem Halbsatz, in dem diese nicht einmal verurteilt, sondern nur vom Scheidungsverbot ausgenommen werden. Zweitens würde die Einschränkung des Begriffs Unzucht auf Inzest bedeutende Änderungen der kirchlichen Lehre implizieren (siehe mein Beitrag weiter unten). Drittens sprechen die erhellenden Ausführungen Msgr. Schlegls gegen Ihre Ansicht.


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 Hadrianus Antonius 11. Jänner 2017 
 

An S.E. Kard. Müller: Nur Mut!

"Es ist nicht weil die Sachen schwierig sind, daß wir sienicht wagen;
viel eher ist es, daß weil wir dieSachen nicht wagen, daß die Sachen schwierig sind." (Seneca)


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 Hadrianus Antonius 11. Jänner 2017 
 

An S.E. Kard. Müller : Nur Mut!


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 Hadrianus Antonius 11. Jänner 2017 
 

@Guardian hat recht

Das Jüdische Volk, und diie Galiläer im Besonderen, waren auf diesem Gebiet sehr streng.
Unser Herr JesusChristus hat die Ehe als Sakrament besonders hochgeschätzt und sehr rigide und streng geschützt.
Für "porneia" benützt Er übrigens das aramäische Wort "zlimo"= Schmutz; nebst "zalilutho" für Ehebruch.
Diese Ausnahme ist in dem damaligen Kontext auf die blutschänderische Ehe(n) des nasiräischen Königs Herodes bezogen, welche großen Aufruhr bei den jüdischen Untertanen verursachte.
@Guardian hat recht: hier mußte die Pseudo-ehe geschieden werden weil in se pervers und weil hier überhaupt keine echte sakramentale Ehe möglich war.
Die Peschitta ist da ganz eindeutig- und besonders die Herrenworte sind einwandfrei und äusserst eindrücklich übrerliefert (und durch die mündliche Tradition und die älteste Quellen direkt mit dem Herrn verbunden).
@Schlegl: cfr. Bauer (Wö.NT): "...jede Art illegitimer Geschlechtsverkehr..."; "Abfall v. Gott, Abgötterei".


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 SCHLEGL 11. Jänner 2017 
 

@bernhard_k

Wenn es wegen untergegangener Beweise nicht möglich ist, die 1. Ehe zu annullieren, ist eine 2. kirchlich geschlossene Ehe unmöglich!
Die Byzantiner halten auch eine 2. Ehe nach Tod des 1. Partners für NICHT sakramental und gewähren dennoch die Kommunion, gemäß dem Prinzip der Oikonomia (nur Priestern ist es verboten nach Tod der Gattin nochmals zu heiraten! Ausnahme: Armenisch apostolische Kirche, seit Katholikos Karekin III).
Man muss sich der Tatsache stellen, dass nicht alle Menschen zum Zölibat berufen sind. Das Ganze ist eine Gratwanderung, das ist mir sehr bewusst, generelle Lösungen gibt es nicht.Msgr. Franz Schlegl


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 bernhard_k 11. Jänner 2017 
 

@Schlegl

Lieber Monsignore,

"Paddel" hat an anderer Stelle eine hochwichtige Frage gestellt: Dürfen wvG "nochmal" kirchlich heiraten? Bevor sie zur Kommunion dürfen, müssten sie doch eigentlich zuerst (nochmals)kirchlich heiraten dürfen!

Angenommen, eine Annullierung ist nicht mehr möglich (Zeugen verstorben, Dokumente nicht auffindbar etc.), dürfen wvG dann "nochmals" kirchlich heiraten? Und wenn nicht, ist dann in diesem Falle (plötzlich) außerehelicher Sex erlaubt? Wenn es nicht erlaubt ist, würden wvG ja sozusagen mit ihrem neuen Partner in die Unzucht getrieben!

... Fragen über Fragen ...


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 Guardian 11. Jänner 2017 

porneia vs moicheia

Nunja, @Msgr Schlegl, sollten Sie mit den alten Slawen, Luther und Schammaj Recht behalten, dann erklären sie uns mal, warum Mt ausgerechnet im Gegensatz zu den anderen Synoptikern eine quasi-Tautologie einfügt, wenn nicht doch etwas anderes, als Ehebruch einer gültigen Ehe gemeint war?

Natürlich ist die Identifikation von porneia auf Inzest eine Verengung, es sind tatsächlich alle illegitimen Verbindungen gemeint, so übersetzt die offizielle italienische Fassung: "ecetto il caso di concubinato", noch besser die portugiesische: "nao ser por causa de uniao ilegitima".

Also, verbotene, ungültige Verbindungen, auch "wilde Ehen" sind mit der Formulierung Porneia gemeint - also Ehehindernisse oder sowieso ungültige Partnerschaften. Heute könnte man auch noch explizit die modernen "Homoehen" hinzufügen :-)


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 Cat1 11. Jänner 2017 
 

@ Guardian

Wenn man, wie Sie, den Begriff porneia auf Verwandtenehe einschränkte, würde dies eine gewaltige Änderung der kirchlichen Lehre bedeuten. Damit wäre alles andere, was derzeit unter diesem Begriff fällt (Sex vor der Ehe, "wilde Ehe" ohne kirchliche Trauung, "Ehe auf Probe", Prostitution, etc.), nicht mehr als sündhaft zu sehen.


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 SCHLEGL 11. Jänner 2017 
 

@Guardian

Also, da ist einiges zu korrigieren! Porneia = Unzucht mit einer Dirne! Bitte im Griechischwörterbuch und in Rienecker = sprachlicher Schlüssel zum griechischen Neuen Testament NACHSCHAUEN!
Ich habe soeben auch im ALTSLAWISCHEN Text der Byzantiner nachgeschaut, auch dort steht EHEBRUCH.
Die Sache mit der "Verwandtenehe" ist eine Ideologie. Mit Luther hat es gar nichts zu tun, denn der Alt slawischen Text ist lange vor ihm geschrieben worden.
Wenn Sie es mir nicht glauben wollen, fragen Sie bitte einen griechisch orthodoxen Priester, der ordentlich Deutsch kann.
Das trullanische Konzil (680) und die Canones des heiligen Basilius des Großen widersprechen ebenfalls Ihrer Ansicht. Die byzantinische Kirche kannte nämlich schon lange vor dem großen Schisma eine Auflösung der Ehe als Folge von NICHT VERZIEHENEM EHEBRUCH. Kein Papst hat Basilius, oder dem Konzil von 680 in dieser Hinsicht Vorwürfe gemacht.Msgr. Franz Schlegl


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 Guardian 11. Jänner 2017 

porneia ≠ moicheia, @cat1

Matthäus Grund für eine Ausnahme in 5,32 & 19,9 ist genau wie bei Paulus in 1 Kor 5,1: "PORNEIA" (Verwandtenehe = als Ehehindernis).

Es ist also keine bloß stilistische Variation zu "MOICHEIA" (echter Ehebruch), sondern meint daher inhaltlich etwas anderes. Allein der Kontext der Bergpredigt und die Reaktion der Jünger ließe kaum eine andere, logische Deutung zu.

Die deutschen Übersetzungen sind hierin Luther auf dem Leim gegangen, in anderen Sprachen wird da besser differenziert...

M.a.W.: Jesus lässt keine "kasuistischen" Vorwände zur Scheidung zu. Unzucht im Sinne von Blutschande (Verwandtenehe) ist ja ein absolutes Ehehindernis, die Ehe kam daher gar nicht zustande - und die unzüchtige Verbindung (PORNEIA) muss sogar getrennt werden!


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 Cat1 11. Jänner 2017 
 

@ Guardian, @ Divus Iulius

@ Guardian: Ihre Interpretation, dass mit Unzucht ausschließlich Inzest gemeint sei, halte ich für abenteuerlich.

@ Divus Iulius: Sie meinen also, dass Mätressentum, somit fortgesetzter Sex außerhalb der Ehe, keine schwere Sünde sei? Auch nicht der fortgesetzte Bruch des Weihesakraments?


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 Palüm 11. Jänner 2017 
 

@Divus Julius

Ihre Ausführungen stellen das Priestertum allerdings in ein ganz besonderes Licht. Das will ich so nicht befürworten.


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 Chris2 11. Jänner 2017 
 

"Privilegien"

Vielen Dank für die Informationen, ich muss gestehen, die beiden "Privilegien" kannte ich noch nicht. Allerdings geht es bei Ihnen auch um Sonderfälle, bei denen mindestens ein Partner Nichtchrist war. Auch der dritte Fall betrifft Ehen, die eben "nicht vollzogen wurden" und damit quasi "unfertig" waren. Das alles hat jedenfalls nichts mit der jetzt sanktionierten Praxis zu tun. Ich habe jedenfalls immer mehr den Eindruck, dass uns hier eine neue Lehre verkündet werden soll, was im NT mit sehr drastischen Worten belegt wird...


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 Kostadinov 11. Jänner 2017 

Edward Pentin vom National Catholic Register...

...ist sicher kein Pius-Bruder und auch kein Magna-Cappa-Freak (ihm ggü hat Kard. Kasper damals die despektierlichen Äusserungen über Afrikaner gemacht). Er schreibt, dass Kardinal Müller jetzt so ziemlich das Gegenteil von dem sagt, was er bisher immer gesagt hat. Und Pentin hatte den "hatte den Eindruck von jemandem, der nicht für sich selbst sprach, sondern wiederholte, was jemand anderes ihm zu sagen aufgetragen hatte."


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 Elliver 11. Jänner 2017 
 

@Bernhard Joseph @Steve Acker

Sehr geehrter Herr Bernhard Joseph,
zu Anklang und sog. progressiven Katholiken: Diese Aussage bezog sich lediglich auf meinen Ort. Ich bat um Erfahrungsberichte in diesem Bereich von den Mitforisten.
Zu AL wird auf die Fußnote reduziert: Damit war dieses Forum gemeint. Wobei ich erwähnen möchte, dass es auch hier Ausnahmen gibt.

Sehr geehrter Herr Steve Acker,
ich bin bei Ihnen, weise aber nachdrücklich auf die Passagen zur Ehevorbereitung hin. Heiraten weil schön und romantisch, sollte eben dadurch NICHT mehr möglich sein! Das mit dem Hintertürchen, abwarten. Bisher ist es doch so: Wer will, der geht zur heiligen Kommunion. Dann lieber eine „Hintertür“ mit strengsten Auflagen, die den wahren Glauben zum Ziel hat.

LG & Gottes Segen
Elliver


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 Bernhard Joseph 11. Jänner 2017 
 

@Elliver

AL mag ein schöner Text sein, doch daraus rechtfertigt sich keine Relativierung der kirchlichen Lehre, die notwendig auf die Wahrheit der Offenbarung gerichtet sein muss.

Tatsache ist, dass es bislang keine(!) Ausnahme bei der Nichtzulassung von WvG zur Eucharistie gab, sofern sie nicht in einer Josephs-Ehe leben.

Der ehelichen Treue korrespondiert die Treue zu Jesus Christus. Hier ist also das Wesen des Glaubens berührt und nicht bloß soziologische Faktoren.

Sie heben in Ihrem Kommentar einen interessanten Punkt hervor; dass AL im Ganzen kaum tieferen Anklang auch bei progressiven Katholiken gefunden hat. Hier zeigt sich sehr deutlich, dass es progressiven Kreisen nicht um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Text respektive Ehepastoral geht, sondern allein um Emanzipation von der Tradition. Daher fokussiert man sich dort auf die Fußnote und sieht hierin die Legitimation, die Lehre der Kirche auszuhebeln.

Die Fußnote ist eben der neuralgische Punkt.


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  11. Jänner 2017 
 

Sichtbarer Kontrast

Wer sich das letzte Interview von Kardinal Burke anschaut (remnantnewspaper.com), den die volle Breitseite der Bergoglianer trifft und die ruhige Ausstrahlung und innere Sicherheit sieht mit der er in seiner sachlichen Art seine Argument vorbringt kann ahnen welche Misere Kardinal Müller durchlebt.

Es ist schließlich seit einigen Monaten bekannt, daß die Glaubenskongregation seitenweise Hinweise und Fragen bezüglich von Unklarheiten und Mängeln vor der Veröffentlichung von AL dem
Papst hat zu kommen lassen, welche komplett ignoriert wurden. Der Kardinal hat sich in wichtigen Reden, wie in Oviedo in Verteidigung der Lehre der Kirche und geäußert und wurde öffentlich befeindet.
Die weitere persönliche Demütigung durch den Papst in der Angelegenheit der unbegründeten Entlassung seiner wichtigen Mitarbeitern war ein sicher niederschmetternder Schlag.
Seine jetzigen Äußerungen erwecken den Eindruck, dass er schwer unter Druck gesetzt, gar bedroht wird.
Christus Treu bleiben!


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 Steve Acker 11. Jänner 2017 
 

Elliver. die Unauflöslichkeit der Ehe ist ein Schutz

für bestehende Ehen. Es bedeutet für einen Katholiken der es ernst meint:"Es gibt kein Hintertürchen trennung und wiederheirat. Ich muss schauen das ich mit meinem Ehepartner zurecht komme".
Der Mensch braucht nun mal solche leitplanken. Wenn man in die Ehe geht mit dem Hintergedanken: Wenn es nicht klappt, suche ich mir einen neuen, dann ist der erste schritt zum Scheitern schon gemacht.
Und ich sehe grad dass unter dem Motto Barmherzigkeit dieses Hintertürchen geöffnet wird.
Das wird aber dann weitere Konsequenzen haben.Es werden noch unbedachter Ehen geschlossen werden, denn bei Bedarf kann man ja anullieren lassen.
ebenso wird sich für katholische Eheleute die scheinbar verlockende Möglichkeit auftun, mit dem Segen der Kirche sich einen neuen partner zu suchen.
Jede zerbrochene Ehe erzeugt unendlich viel leid.


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 Divus Iulius 10. Jänner 2017 

@ Palüm

Die Aufregung um Papst Alexander VI. kann ich nicht nachvollziehen.
Man sollte nicht Mätresse mit Eheweib zu verwechseln, allein eine Verbindung zwischen beiden Postitionen herstellen zu wollen entfremdet den Kern der Sache,erniedrigt das Eheweib in seinem Stand und ist alchemistisch betrachtet Aussatz. Mätressentum zu verbieten wollen setzt voraus den Geschlechtsakt als ein "Heiligen Akt", eine "Art Sakrament", behandeln zu wollen, dann wären wir allerdings wieder im Heidentum angelangt weil dort der "Akt" öfter mal rituell auf sakramentale Weise begangen wurde, zum Glück waren die franzöischen Monarchen mit ihren Mätressen nicht so "kurzsichtig", und der Adel ist es heute bestimmt auch nicht, Tradition verpflichtet halt ;) Das Papst Alexander VI. kein Narr war zeigt alleine das er seinen Sohn nach dem Herrn benannte und auf seinem Namen taufen ließ.


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 Guardian 10. Jänner 2017 

Ehe zwischen Getauften ist Sakrament,

weil es die Einheit von Christus und Seinem Leib, der Kirche widerspiegelt (Eph 5). Die Unzuchtsklausel richtet sich gegen Inzest (nahe Blutsverwandschaft), wo sowieso keine Ehe zustande kommt (Ehehindernis).

Eine vollzogene + gültig geschlossene + sakramentale Ehe hingegen, kann bis zum Tod unter keinerlei Umständen & Vorwänden aufgelöst werden. Das hat nichts mit *unbarmherziger* Kasuistik zu tun, sondern schlicht und einfach mit der Treue Christi zu seiner Kirche, die ja auch absolut unverbrüchlich ist.

"Paradigmenwechsel" ist ein Lieblingswort moderner Theologen, wenn ein offensichtlichen Bruch dialektisch schön bemäntelt werden soll...

Die Wurzel ist Christus und ER ist derart eindeutig in der Frage der Unauflöslichkeit, dass es sogar die Jünger erstaunte.

Es reicht schon, auf charaktervolle Heilige zu schauen, wie bspw. Thomas Morus, welcher heldenhaft dem WVG-Ansinnen Heinrichs VIII widerstand und das Martyrium bestand.

Die Ewigkeit spielt heute überhaupt keine Rolle mehr.


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 Galilei 10. Jänner 2017 
 

Eheauflösung

Ich möchte darauf hinweisen, dass in der katholischen Kirche nicht nur Ehen annulliert werden, sondern kirchenrechtlich gültige Ehen auch aufgelöst werden können. Das heißt, das bestehende Eheband wird gelöst. Es gibt dafür 3 Fälle: das Paulinische Privilig, das Petrinische Provileg und die Auflösung einer gültig geschlossenenen Ehe wegen Nichtvollzugs. Also - so unbedingt ist die Unauflösligkeit des Ehebandes nicht! AL macht den Versuch, sich von der Kasuistik zu lösen und die Ehe nicht nur unter legalistischen Gesichtspunkten zu betrachten, sondern aus einer personalen Sicht. Das ist tatsächlich ein Paradigmenwechsel, der allerdings zu den Wurzeln führt. Die Apostel haben sich offensichtlich berechtigt gefühlt, Ausnahmen zuzulassen: Matthäus mit dem Unzuchtszusatz und Paulus mit dem Paulinischen Privileg. Daraus ist zu schließen, dass auch Jesus ein ähnliches personal orientes Verständnis von Ehe hatte. Er geht ja vor allem zum Schutz der Frauen gegen den Scheidebrief vor.


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

@Vergil

Da ich Sie offensichtlich missverstanden habe, möchte ich mich entschuldigen. Ich wollte Ihnen keine falschen Worte in den Mund/auf die Tastatur legen.

LG & Gottes Segen
Elliver


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  10. Jänner 2017 
 

vor der Synode

Zu Beginn der Synode hat der Papst aufgerufen, jeder solle seine Meinung frei sagen. Er habe Kardinal Müller angewiesen, daß er "keinen Maulkorb verpaßt". Jetzt ist´s damit vorbei. So mancher ist ins offene Messer gelaufen und die Maulkörbe werden verhängt.


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 Elija-Paul 10. Jänner 2017 
 

Die Sache ist nicht getroffen! (2)

Jetzt wird durch eine menschliche Barmherzigkeit oder besser: eine Vorstellung von Barmherzigkeit hier angewendet! So wird eine irreguäre Situation geschaffen, um einer anderen irregeuläre Situationen zu helfen!! Hier sitzt der entscheidene Punkt(Frau Elliver), der dann leicht Türen zu weiteren Mißbräuchen öffnen kann, die sicher nicht intendiert sind, aber mit großer Wahrscheinlichhkeit kommen können! Ich wiederhole mich: Die ganze Problematik wurde schon längst von Kardinal Ratzinger durchdacht und theologisch zurückgewiesen. M.W. gibt es kein irgendwie neues überzeugendes Argument, sondern es handelt sich um eine irrige Ansicht! Sollte eine solche vom Papst vertreten und gefördert werden, dann muß man sowohl sachlich als auch geistlich widerstehen. Das kann man tun, ohne die Person des Papstes abzulehnen,sondern ihn nach wie vor als Papst zu achten. Allerdings
braucht es an diesem Punkt eine Correctio fraterna, es kann aber u.U. auch eine direkte Intervention des Herrn geschehen!


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

PS

Mich interessiert es wirklich, inwiefern und ob AL das Leben in Ihren Gemeinden verändert hat. Ob es Ihr Glaubensleben verändert hat. Das sind meinerseits keine rhetorischen Fragen. Über Antworten werde ich mich freuen.

LG & Gottes Segen
Elliver


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 Elija-Paul 10. Jänner 2017 
 

Die Sache ist nicht getroffen!

Ich halte es auch für verkehrt über die Motive von Kardinal Müller zu spekulieren. Doch leider bin auch ichverwundert, denn manche statements von ihm haben sich vorher anders angehört! Auch geht es nicht darum, daß der "konservative Müller" seinen Anhang enttäuscht hat (Palüm). Das sind politische Kriterien und keine geistlichen Kriterien. Es geht auch nicht um Opposition gegen den Papst! Es geht um die Wahrheit! Wenn man jemand zur hl. Kommnuion zuläßt, dann kann er nicht gleichzeitig eine intime Verbindung mit einem anderen Menschen haben, wenn er im Sakrament gebunden ist, falls er sich nicht zur Enthaltsamkeit verpflichtet: Dies wurde von der Kirche bisher immer als eine göttliche Weisung betrachtet und von ihr her auch die Pastoral ausgerichtet. Jetzt kommt duch AL ein stärker personalistisches-subjektives Element und öffnet die Türe - wie wir deutlich sehen - für eine andere Praxis. Diese bleibt aber im Widerspruch zur objektiven Situation und daran ändert sich auch nichts!


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

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Nachdem AL erschienen ist, habe ich gewartet, dass es in einer Predigt aufgenommen wird. Dazu kam es nicht. AL wurde selbst vom liberalsten aller Pfarrer meiner Stadt „totgeschwiegen“, selbst in meiner Gebetsgruppe war das Dokument kein Thema. Aus meiner Sicht gibt es keinen Ansturm auf die Eucharistie von WvG.
Unabhängig von Bischöfen und Kardinälen: Wie verstehen Sie AL?
LG & Gottes Segen
Elliver


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

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Mein Anliegen in meinen Posts ist es, auch mal das Gute in AL zu sehen und die synodale Arbeit und die des Papstes lobend zu erwähnen. Mir ist bewusst, dass einige Gläubige in eine Art Glaubenskrise durch die Fußnote gerutscht sind, das ist schade. Allerdings, was ändert sich für sie? Verliert der Leib des Herrn dadurch an Heiligkeit? Nein! Wenn eine Beichte einen Sünder bekehren kann, und dieser wirklich umkehrt, wer bin ich, dass ich mich dagegen ausspreche? Der Bruder des verlorenen Sohnes beschwerte sich bei seinem Vater. Bei einigen Posts hier habe ich persönlich das Gefühl, als ob der daheimgebliebene Sohn seinem Bruder auflauert und ihn „kidnappen“ möchte. Hier wird teilweise gerichtet, was das Zeugs hält. Aber, woher wollen wir denn wissen, wer errettet wird? Wer das bessere Herz hat? Woher wollen wir wissen, ob das was jetzt geschieht, nicht doch Gottes Plan ist?


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

2

Aus AL ergeben sich auch Aufgaben für uns als Christen. Wo werden hier unsere Aufgaben thematisiert? Stehen wir tatsächlich für die Lehre Jesu ein, oder nur hier im Forum? AL selbst lese ich aus meiner kirchlichen Sozialisation heraus. Die Ehe ist für mich unauflöslich, allerdings kann ich persönlich mit den sog. Einzelfällen leben, vorausgesetzt, dass eine intensive Prüfung und Begleitung erfolgt ist. Ich nenne mal ein Beispiel: Ein Mann verschwindet spurlos, Jahre später wird er für Tod erklärt, die Frau heiratet erneut und der 1. Mann taucht wieder auf. Die Frau möchte bei Mann Nr. 2 bleiben, weil sie mit ihm 2 kleine Kinder hat. Was dann? Ich beneide keinen Priester darum in dem Falle eine Entscheidung zu treffen/treffen zu müssen. Aber ich vertraue darauf, dass der Heilige Geist die Priester leiten wird. Ich vertraue darauf, dass der Heilige Geist über Papst Franziskus wacht und ihn leitet. Dafür bete ich jeden Tag.


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

Sehr geehrter Herr Kostadinov, 1

ich habe meine Meinung zur Dubia nicht kund getan. Ich schreibe diese Posts, weil Papst Franziskus, heftigst in anderen Artikeln kritisiert und beschimpft worden ist. Teilweise sind diese nicht mehr mit den Kommentaren vorhanden. Meines Erachtens sollte Kritik immer konstruktiv sein und wenn Menschen in AL sogar eine Förderung der Hurerei in Deutschland hineinlesen, schweige ich nicht mehr. Zu meiner Person kann ich nur sagen, dass ich versuche mein Leben nach dem Evangelium auszurichten. Ich persönlich finde den Text von AL wunderschön, damit meine ich das ganze Werk. Für völlig verfehlt halte ich es, dass AL auf eine Textstelle samt Fußnote reduziert wird. Wir diskutieren aber fast ausschließlich nur darüber. Die Ehevorbereitung, die Erziehung der Kinder, die Ehe an sich fällt aus meiner Sicht vornüber. Ferner kann ich „gewisse“ Priester nicht dem Papst anlasten.


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 Herbstlicht 10. Jänner 2017 
 

@Palüm

Eine Opposition an sich ist nicht peinlich.
Sie kann notwendig sein oder auch nicht, je nach individueller Einschätzung des Einzelnen.
Deshalb würde mich Ihr Gegenargument auf den Kommentar von @Kostadinov auf jenen von @Elliver interessieren.

Es ist ja nicht zu bestreiten, dass AL bisher kontrovers interpretiert wurde, unabhängig des Schreibens der vier Kardinäle.
Auch wenn es nach aussen so aussieht, als wäre ein Schlusspunkt gesetzt und alles sei nun entschieden, wird man dennoch abwarten müssen, ob dem so ist.


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 Vergil 10. Jänner 2017 

@Elliver. – Wer kommuniziert darf auch heiraten!

Ich habe nicht gesagt, die Kirche erlaube irgendwo außerehelichen Beischlaf; ich habe nur gefragt, mit welchem Argument sie einen solchen erlauben könnte, aber nicht auch eine Eheschließung.
Amoris Laetitia und sämtliche offiziellen kirchlichen Nachfolge-Statements haben die bisherige Lehre, dass wiederverheiratete Geschiedene nur dann kommunizieren dürfen, wenn sie enthaltsam leben, nicht explizit bestätigt. Dieses Problem wischt man irgendwie beiseite.
Genau darum geht es aber, denn der Beischlaf konstituiert sowohl die Ehe als auch den Ehebruch. Er ist (ehelich) sakramental, bzw. (vor- oder außerehelich) die Zerstörung des Sakramentalen.
Ich kann menschlich verstehen, dass man das nicht verlangt oder erwähnt; aber wenn man dann Menschen in un- oder außerehelichen Beziehungen trotzdem den Zugang zu Kommunion gewährt, dann sollte man ihnen auch eine kirchliche Ehe ermöglichen. Nur – da wird plötzlich klar, dass das ganze nicht geht.


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 Palüm 10. Jänner 2017 
 

Wo verläuft die Bruchstelle?

Interessant finde ich, dass einige der Foristen meinen, Kardinal Müller dahingehend verteidigen zu müssen, weil er a) Angst um seinen Posten haben könnte und sich deshalb unterordnet, b) er Angst vor einem Schisma hat, c) er quasi Kreide frisst, um dem Papst weiter auf die Finger schauen zu können, und er deshalb nicht das sagt, was er eigentlich meint, sondern..., ja was eigentlich? Mit falschen Karten spielt? Oder gar...die Unwahrheit verkündet?

Man könnte auch meinen, dass der konservative Müller seinen Anhang enttäuscht hat, indem er die vier Kardinäle kritisiert und in die Schranken weist.

Ist es nicht so, dass die Bruchstelle nicht zwischen dem Papst auf der einen und Müller und den vier Kardinälen auf der anderen Seite verläuft, sondern sich Müller eindeutig auf die Seite des Papstes gestellt hat?

Ist es nicht endlich Zeit, die peinliche Opposition gegen den Papst aufzugeben, wenn sich sogar der Präfekt der Glaubenskongregation so eindeutig positioniert?


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 GiovanniFrancesco 10. Jänner 2017 
 

Da capo

@Palüm: Bravo


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 Kostadinov 10. Jänner 2017 

@Elliver

wir lesen hier teilweise aneinander vorbei. Ich lese in ernsthaften angelsächsischen Medien, was der Bischof von San Diego aus AL herausliest, ebenso der aus CHicago. Und der aus Philadelphia liest was anderes raus. Und Buenos Aires klingt wieder anders, die Diskrepanz zwischen Polen und Dtl will ich gar nicht erwähnen. Und ich würde gerne von Kard. Müller, oder noch lieber vom Papst wissen (und zwar nicht via privaten Schriftverkehr oder Twitter-Sprachrohre), welcher dieser Bischöfe nicht lesen kann. Deswegen finde ich die Dubia berechtigt.


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

Einzelfälle - Betonung auf "Einzel"

Im Kap. 8 geht es um einige wenige Fälle, deswegen auch Einzelfälle genannt. Es geht eben nicht um die Eucharistie für alle. Alle sollen integriert werden, alle sollen jedoch nicht kommunizieren. Wer vom Gegenteil Kenntnis hat, falls ich etwas überlesen haben sollte, möge mich doch erhellen. Wenn AL komplett greift, wie viel der WvG erhielten dann noch den heiligen Leib Christi? Es geht doch wohl darum, dass alle Fälle geprüft werden, und am Ende stehen nicht notwendigerweise die Sakramente von Beichte und Eucharistie.
@Alle: Zweifeln Sie am Papst oder an „gewissen“ Priestern vor Ort?
Und noch eine Frage, die mich brennend interessiert: Merken Sie in ihrer Gemeinde einen Zuwachs an kommunizierenden WvG?
LG & Gottes Segen
Elliver


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

@Einige

Warum wird denn nun an Kardinal Müller gezweifelt? Wieso unterstellt man ihm Opportunismus und dergleichen?
AL muss mit den Augen des Glaubens gelesen werden, heißt: selbstverständlich ist die Ehe unauflöslich. Dies findet sich ebenfalls in AL. Ansonsten möge man mir doch bitte schreiben, an welcher Stelle im Text von „auf-löslich“ gesprochen wird.
Liebe Mitforisten, wo lesen Sie in AL, dass alle WvG einfach so zur Eucharistie dürfen? Wo genau steht explizit, dass WvG bei fortgesetztem Ehebruch die heilige Kommunion empfangen dürfen? Welchen Zweck hat die geistliche Begleitung? Wo steht, dass die Ehe auflöslich ist? Was heißt das die Familie berufen ist, das tägliche Gebet, die Lektüre des Wortes Gottes und die eucharistische Kommunion zu teilen? Warum wird die Gefahr des Individualismus derart hervor gehoben?


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

@Cat1 - 2

Und: wenn der eine Ehepartner den anderen in die Unzucht treibt, weil er trinkt, schlägt, komplett lieblos ist, oder, oder, oder? Hat immer nur einer Schuld?

LG & Gottes Segen
Elliver


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 Elliver 10. Jänner 2017 
 

@Virgil/@Cat1

@Virgil
Wo erlaubt denn die Kirche explizit den außerehelichen Geschlechtsverkehr? Falls Sie dies mit einer Quelle belegen können, bitte ich darum.

@Cat1: Wie gewichten Sie dann den Weheruf, der ebenfalls bei Mt zu lesen ist?
5, 27 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. 28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. 29 Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. 30 Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.


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 Palüm 10. Jänner 2017 
 

@niclaas

Papst Alexander VI mag zwar keine Häresien verkündet haben. Dafür hat er die Häresien intensiv gelebt.

Er hatte mehrere Mätressen, die bekanntesten davon waren Giulia Farnese, die Schwester von Papst Paul III, die 43 Jahre jünger war als er - und Vanozza de'Cattanei, mit der er schon als Kardinal zugange war.

Alexander hat mindestens neun Kinder gezeugt - mit unterschiedlichen Mätressen. Drei der Kinder hat er als die seinigen anerkannt.

Angesichts seines Lebenswandels hätte ihm eigentlich nach jeder Feier des heiligen Messopfers die konsekrierte Hostie aus der Hand fallen müssen. Sicher ist, dass er heute in unserer Kirche trotzdem mit dem Kommunionsempfang weniger Probleme haben würde, als ein/e wiederverheiratet Geschiedene/r. Und das, obwohl er Priester war und Keuschheit gelobt hat.

Dass er der Legende nach das Ave Maria vervollständigt hat, dürfte seine massiven Verfehlungen nur sehr unwesenntlich lindern.


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 Cat1 10. Jänner 2017 
 

@ lesa

Ich akzeptiere, dass die von Ihnen skizzierte Interpretation die herrschende Lehre repräsentiert. Einleuchtend erscheint sie mir aber leider nicht. Die Evangelien werden üblicherweise nicht als Schnittmenge ihrer Texte gelesen, sondern als Vereinigungsmenge. Wenn man dieses Prinzip auch bzgl. Gottes Äußerungen über die Ehe beibehält, müsste man die in Mt 19,9 enthaltene Differenzierung beherzigen.


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 Chris2 10. Jänner 2017 
 

@Bernhard Joseph @carl eugen

Beten, beten, beten. Gerade auch für den Papst. Und sich ansonsten an das Bewährte halten. Beiboote des Schiffleins Petri aus Metall mögen vermeintlich "moderner" sein. In Seenot geratene Boote aus Holz haben aber einen Vorteil: Holz kann auch in loser Form im Wasser schwimmen...


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 leibniz 10. Jänner 2017 
 

Sehr schwer zu beurteilen

Ich kenne Kardinal Müller persönlich. Aus Opportunismus würde er nie handeln. Er steht aber offensichtlich unter starkem Druck. Ich denke, er will schlimmeres verhindern, dass heißt, dass er entlassen und ein reiner Ja-sager an seiner Stelle eingesetzt wird. Vielleicht befürchtet er auch ein Schisma. Beides ist jedoch m. E. nicht mehr zu verhindern.


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 gebsy 10. Jänner 2017 

JEDE STUNDE

die vergeht, ohne dass Klarheit in der Lehre geschaffen wird, hat EWIGE Folgen.
Wie ist das zu verstehen?
Jeden Augenblick treten unzählige Seelen vor Gottes Angesicht, um Rechenschaft über ihr Leben zu geben. Auch unschuldig Verführte können nicht zur Anschauung Gottes gelangen, weil sie in der Liebe unvollkommen sind.
Welche Verantwortung Verführer zu tragen haben, geht aus Jesu Worten hervor, wenn der vom Mühlstein um den Hals spricht ...


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 niclaas 10. Jänner 2017 
 

@Guardian

Papst Alexander VI. hat sich zwar im weltlichen Bereich wie ein seinerzeit üblicher Renaissanceherrscher hervorgetan, allerdings hat er im geistlichen Bereich keine Häresien verkündet. Und die 2. Hälfte des Ave Maria wurde auf seine Anordnung hin zugefügt …


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 Chris2 10. Jänner 2017 
 

@Vergil

Mit keinem. Ich weiß aber von einem Fall vor ca. 25 J., als eine kirchliche und kirchlich verheiratete Mitarbeiterin, die mit einem anderen zusammenlebte, von einer Ordensfrau gewarnt wurde, ihn nur ja nicht standesamtlich zu heiraten, da sie sonst entlassen würde. Sieht man von einer möglichen platonischen Beziehung ("Josephsehe") ab, natürlich ein Unding. Allerdings ist eine standesamtliche Ehe natürlich auch ein öffentliches Zeichen: "Seht her, wir gehören jetzt zusammen". Einen substantiellen Unterschied zu WvG, die erklärtermaßen auch auf sexueller Basis zusammenleben, sehe ich aber nicht...


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 Stephaninus 10. Jänner 2017 
 

Kardinal Müller wird hier unterstellt

er habe aus Angst oder gar aus Opportunismus sich so geäussert. Solche Urteile stehen uns absolut nicht zu.


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 Bernhard Joseph 10. Jänner 2017 
 

Lieber carl eugen!

"Wenn wir ihn auch mitunter kräftig kritisieren, er ist und bleibt unser Papst"

Der uns leider sehr ratlos im Glauben zurücklässt und bei dem zwischen Stil des Amtes und Verkündigung doch deutliche Diskrepanzen zu bemerken sind, die man auch als der Kirche treuer Katholik einfach nicht übersehen kann, selbst wenn man es wollte.

Mir scheint, dass der epidemischen Zerrüttung der westlichen, ehemals christlichen Gesellschaften nunmehr eine Zerrüttung weiter Teile der katholischen Kirche folgt. Nicht unbedingt etwas, was man aus der Geschichte nicht kennen sollte, schaut man z.B. auf Nordafrika, in dem früher das Christentum blühte - siehe Augustinus. Auch Konstantinopel war ja mal christlich und ist es heute nicht mehr. D.h. nicht, dass die Kirche und mit ihr der katholische Glaube restlos verschwindet. Die Krise des Papstamtes, die mittlerweile kaum zu bestreiten ist, wird nicht ohne Rückwirkungen auf den konkreten Glauben bleiben. Wohin die Reise geht, wer kann das genau sagen?


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 Bernhard Joseph 10. Jänner 2017 
 

@Thomas05

Ich denke, Kardinal Müller fürchtet am allermeisten ein Schisma. Würde der Papst auf die Dubia antworten und zwar so, dass sich daraus eine Änderung der Lehre ergibt, wäre ein Schisma unausweichlich. Der Papst scheint es darauf ankommen zu lassen, wenn man ihn zwingt, daher die Reaktion des Präfekten der Glaubenkongregation, der ja für die Einheit der katholischen Lehre verantwortlich ist.

Es müssen für Kardinal Müller schlimme Zeiten sein, die ihn zwingen, einer Praxis zuzustimmen, die er auf Grund der Lehre eigentlich ablehnen muss.

Die Gefahr eines Schismas ist in der Tat eine sehr ernstzunehmende Gefahr. Auf dieses Pontifikat kann ja wieder ein Pontifikat folgen, das entstandene Ungenauigkeiten der Lehre wieder entschieden korrigiert. Hier ist also reale Hoffnung.

Was mich wirklich erschüttert, ist, dass der Papst diese Situation für seine Auffassung von Theologie in Kauf nimmt. Hier vollzieht sich eine Emanzipation vom Amt, die kirchengeschichtlich einmalig ist.


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 lesa 10. Jänner 2017 

Cat 1 Ausnahmen

Zu Ihrer Antwort auf meine Ausführungen "Den Gesamtzusammenhang der Schrift" beachten: Es handelt sich um einen Theologen, der den Urtext der Bibel durch und durch kannte und der durch seine Arbeit Wesentliches geleistet hat für die Kirche. Ich wollte auf seine Auslegung aufmerksam machen, da sie einleuchtend scheint.Es ist allerdings eine Frage, ob jemand überhaupt seine eigene Interpretation auf sachlicher Grundlage überdenken WILL.


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 Thomas05 10. Jänner 2017 
 

Zu meinem großen Bedauern kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren,

dass Kardinal Müller von Angst geleitet ist. Bereits im April 2016 hatte ein Vertrauter des Papstes, der Erzbischof von Madrid, dem Präfekten der Glaubenskongregation für dessen Buchvorstellung Hausverbot in der Universität erteilt. Ein singulärer Affront!
Anschließend ließ Kardinal Müller nichts unversucht, um einen Dissens zwischen ihm und dem Papst mit allerlei Wortakrobatik wegzuerklären.
Vor einigen Tagen nun erfolgte die Entfernung verdienter Mitarbeiter aus dem Dikasterium Müllers, was nicht wenige als allerletzte Warnung des Papstes aufgefasst haben. Und prompt erfolgt die beabsichtigte Reaktion.

Meine Meinung ist: für den Seelenfrieden des Kardinals wäre es besser, der Realität ins Gesicht zu schauen. Ja, der Papst kann ihn entfernen, und vielleicht wird er es tun.
Aber dieser Schritt nötigt den Papst, Farbe zu bekennen vor der Welt und den Gläubigen.
Und Kardinal Müller könnte mit Paulus sprechen: "Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt."


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 carl eugen 10. Jänner 2017 

Lieber @Guardian!

Ich danke Ihnen für Ihr Antwortschreiben. Ja, Sie haben vollkommen Recht. Sie haben die richtige Einstellung, von der ich versuchen werde, etwas zu übernehmen. Die Kirche hat so manchen Papst überstanden. Ab und zu gab's ne kleine Schlagseite, aber bis jetzt hat die Kirche sämtliche Unruhen gut überstanden.
Gottvertrauen ist das Gebot der Stunde. Zugegeben, es fällt mir manchmal schwer, weil man nie weiss, welchen Vorschlaghammer Franziskus jetzt auspackt, welche "Baustelle" er jetzt eröffnet. Aber wir sollten wirklich Gott ein wenig mehr vertrauen. ER lässt Seine Kirche nicht im Stich. Und vergessen wir nie, unsere Sorgen auch der Heiligen Jungfrau Maria anzuvertrauen. Wenn sie für uns bei ihrem Sohn Fürsprache hält, so wird Christus sicher Seine Mutter erhören. Beten wir täglich den Rosenkranz, auch und gerade für Papst Franziskus. Wenn wir ihn auch mitunter kräftig kritisieren, er ist und bleibt unser Papst. Das sollten wir nie vergessen.
Ich danke Ihnen!


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 Vergil 9. Jänner 2017 

Hauptfrage: Sex erlauben, aber nicht die Ehe?

Mit welchem Argument könnte die Kirche einem Mann und einer Frau Sex erlauben, ihnen aber die Eheschließung verbieten?


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 bernhard_k 9. Jänner 2017 
 

Frage an Msgr. Schlegl

Lieber Monsignore,

Paddel hat an anderer Stelle eine hochwichtige Frage gestellt: Dürfen wvG "nochmal" kirchlich heiraten? Bevor sie zur Kommunion dürfen, müssten sie doch eigentlich zuerst kirchlich heiraten!!!

Angenommen, eine Annullierung ist nicht mehr möglich (Zeugen verstorben, Dokumente nicht auffindbar etc.), dürfen wvG dann "nochmals" kirchlich heiraten? Und wenn nicht, ist dann in diesem Falle (plötzlich) außerehelicher Sex erlaubt?

Fragen über Fragen ...


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 JohannBaptist 9. Jänner 2017 
 

Die Frage ist

wird Card.Müller gleich gefeuert oder erst in einem Jahr.
Er kann einem leid tun. Von diesem Pontifikat erwarte ich nichts mehr.


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 mirjamvonabelin 9. Jänner 2017 
 

Beten, beten, beten,

und wenn wir gebetet haben,
beten, beten, beten....usw.


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 Guardian 9. Jänner 2017 

Danke, @Carl Eugen,

dass Sie mich in einem entscheidenden Punkt korrigieren und damit zugleich eine Lösung für die richtige Einstellung zum Nachfolger Petri aufzeigen.

Wer dieses Pontifikat heil und geistig gesund überstehen will, darf nicht von der Amtsheiligkeit absehen und muss zuweilen heroisch darauf vertrauen, dass Gott am Ende alles zum Guten führen kann und wird.

Die Kirche hat weitaus schlechtere Renaissance-Päpste überlebt: auch einem Alexander VI. hat man seinerzeit die kath. Treue halten müssen, (was mir persönlich zugegebenermaßen viel schwerer gefallen wäre, als zum gutwilligen Franziskus :-)).

Ich hoffe einfach, dass sein Nachfolger (oder Jesus selbst :-)) alles wieder in Lot rücken wird, was Pp. Franziskus & seine Freunde z.Zt. alles verändern wollen. Nach diesem extremen Links-Drift, wird das Pendel gewöhlich wieder zum Rechten Glauben zurückkehren.


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 Wiederkunft 9. Jänner 2017 
 

Festgefahren

Die Situation ist festgefahren! Es wäre das Gebot der Stunde, dass sich der Papst mit den vier Kardinälen endlich ausspricht. Wenn es zu keiner Einigung kommt dann sollte man auch den Mut haben, diese verschiedenen Ansichten zu akzeptieren und sie nicht unter den Teppich zu kehren, und jetzt könnt ihr damit machen was ihr wollt. Ich bin kein Theologe, aber die Aussagen von Jesus sind für mich eindeutig:" Wer eine andere Frau auch nur lüstern ansieht, hat schon Ehebruch mit ihr begangen!


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 Cat1 9. Jänner 2017 
 

Ausnahmen

@ lesa:
Ich kenne solche Interpretationen, sie geben das Wort Christi aber MMN nicht richtig wieder. Der Satz in Mt 19,9 ist eindeutig zu lesen und definiert eine Ausnahme. Dass dies in anderen Evangelien nicht vorkommt, hängt einerseits damit zusammen, dass bspw. in Mk manches nur verkürzt enthalten ist. Andererseits war es wohl so klar, dass das "Opfer" eines Ehebruchs keine Sünde begeht im Fall einer Scheidung+Wiederverheiratung, dass dies nicht extra erwähnt werden musste.
Nur so zum Nachdenken.

@ Chris2:
Ich sehe keine Heräsie. Der Papst gibt die Lehre vor - warum sollte er auf den einen Brief antworten, auf andere aber nicht?

@ Bonifaz2010:
Glaubensnöte hätte ich nur, wenn ich auf Grund eines päpstlichen Schreibens mein Leben ändern müsste. Das ist nicht der Fall. Es gab in der Geschichte schon öfters Änderungen in kirchlichen Positionen, zuletzt bspw. der Verzicht auf die Lehre vom limbus puerorum unter Benedikt XVI.


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 Tonika 9. Jänner 2017 
 

Nicht der PapstKardinal Müller steht unter Druck. Er hat nicht den Mut das Rchtige zu tun, Schade!!!


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 Stefan Fleischer 9. Jänner 2017 

Wenn ich die Entwicklung sehe,

welche die Frage inzwischen genommen hat, so finde ich es sehr schade, dass unser Heiliger Vater, als er nicht selber auf die dubia antworten wollte, nicht Kardinal Müller gerufen und ihm den Auftrag erteilt hat: "Sie sind der Cheftheologe. Erklären Sie diesen Kardinälen und allen Gläubigen, wie das alles genau gemeint ist und wie es mit der unveränderlichen Lehre der Kirche vereinbar ist. Falls Sie Fragen haben, so melden Sie sich." Ich glaube, schon ein solcher Auftrag hätte die Situation wesentlich beruhigt. Ob es dafür wirklich schon zu spät ist?


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 Elliver 9. Jänner 2017 
 

Einzelfälle

Zur Unterscheidung der Einzelfälle verweist der Papst auf FC 84. Dort äußerte sich JPII ganz klar auch zu WvG und der Eucharistie. Wenn ich aber auf etwas verweise, dann hat es auch in gewisser Weise Gültigkeit. Allerdings und dessen bin ich mir bewusst, hat Papst Franziskus Ausnahmen in Einzelfällen gewährt. Auch hat er geäußert, dass gesagt werden muss „, dass genau aus diesem Grund, das was Teil einer praktischen Unterscheidung angesichts einer Sondersituation ist, nicht in den Rang einer Norm erhoben werden kann“ (AL 304, S. 256)

@Bonifaz2010
AL ist mehr als das Kap. 8.


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 Elliver 9. Jänner 2017 
 

Umsetzung

Der springende Punkt ist, inwiefern AL KOMPLETT (!!!) in den Gemeinden umgesetzt wird/werden soll. Denn nimmt man AL wirklich ernst, dann muss sich zwangsläufig etwas ändern. Dann sollte es eben nicht mehr möglich sein, dass es Priester gibt, die alle 5 grade sein lassen und alle zum Mahl des Herrn lassen.
LG & Gottes Segen
Elliver


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 Ottaviani 9. Jänner 2017 

Em Müller

hat völlig recht der Glaube ist nicht gefährdet und es ist eine katastrophale Aktion der 4 Kardinäle das Schreiben zu veröffentlichen kein Chef reagiert auf so etwas


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 lesa 9. Jänner 2017 

cat 1 Mt 19, 9 keine Ausnahme!

Die Heilige Schrift im Zusammenhang lesen! Ein renommierter Theologe argumentiert so: Es fällt auf, dass weder Markus noch Lukas eine solche Ausnahme einräumen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Evangelisten eine so schwerwiegende Frage unterschiedlich beurteilen. Mt 5, 32 lautet etwas anders als Mt 19, 9. Der Akzent liegt hier auf der Warnung, andere dem Ehebruch auszuliefern.: "Jeder, der seine Frau entlässt, außer im Fallvon Unzucht, liefert sie dem Ehebruch aus und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch;
"Ein Mann, der seine Frau entlässt, eil sie Unzucht getrieben hat, macht sich in dem Sinn nicht des Ehebruchs schuldig, dass der Ehebruch bereits begangen ist. Er darf sie entlassen. Allerdings begeht der Mann in dem Moment, in dem er eine andere Frau heiratet, auch seinerseits Ehebruch. Die Wendung "außer im Fall von Unzucht" bringt keine Ausnahmeregelung zum Ausdruck, sondern beschreibt lediglich den Umstand, dass ja in diesem Fall der Ehebruch schon begangen ist.


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 DamianBLogos 9. Jänner 2017 
 

@kathleser: Richtig, wie ein gebrochener Mann

wirkt auch auf mich Kardinal Müller in dem Interview.
http://stanzevaticane.tgcom24.it/2017/01/08/non-ci-sara-alcuna-correzione-al-papa-sui-divorziati-risposati-intervista-al-card-muller/
Die berichteten Aussagen fallen ab Minute 11:25


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 DamianBLogos 9. Jänner 2017 
 

@nurmut: Nichts dergleichen

kann ich im Vademecum finden: http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/family/documents/rc_pc_family_doc_12021997_vademecum_ge.html
Jedenfalls nichts, was eine Ausnahme von der klaren und ausdrücklichen Weisung in Familiaris Consortio begründen könnte.


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 Kurti 9. Jänner 2017 
 

Der Papst hat als Kardinal in Argentinien auch einmal

eine Messe für Prostituierte gelesen und deren, so sie einen hatten, Rosenkranz gesegnet. Einer dieser Frauen, die ihm sagte, sie lebe in Sünde, hat er geantwortet, wir alle sind Sünder.
Da muss man doch fragen, was der damalige Kardinal damit sagen wollte. Jedenfalls hört sich das so an, wie wenn er den Zustand der Todsünde als das sehen würde, was man von jedem Menschen, auch einem begnadigten Sünder sagen kann. Freilich sind wir alle Sünder wie auch schon Paulus schreibt, aber es gibt unter den Sündern welche, die die Gnade Gottes erfahren haben und denen Gott ihre Sünden vergeben hat und es gibt welche, denen Gott sie nicht vergeben hat, weil sie nicht um Vergebung baten und weiterhin in der Sünde leben. Auch die begnadigten Sünder sündigen noch, aber es ist ein Unterschied ob jemand im Stande der Gnade ist oder nicht. Das muss doch ein Bischof wissen und die Menschen in dem Falle die Prostituierten darauf ansprechen.


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 BBM 9. Jänner 2017 
 

Zu nurmut

Das unter JPII veröffentlichte Schreiben des Päpstl. Rates für die Familie (1997) thematisiert ausdrücklich Verfehlungen bezüglich der verantwortlichen Elternschaft in einer gültigen Ehe. Anders als in http://www.kath.net/news/5808 dargestellt, geht es eben nicht um die Problematik eheähnlichen Zusammenlebens außerhalb einer gültig geschlossenen sakramentalen Ehe. Kapitel 3, Absch. 8 des »Vademecum für Beichtväter« ist hier aus seinem eigentlichen Zusammenhang gerissen. Man kann daher nicht nahe legen, JPII habe es auf die in Rede stehende Problematik beziehen und damit seine Enzyklika »Familiaris consortio« (FC) relativieren wollen. AL zitiert wörtlich aus dieser Enzyklika, bricht aber gerade da ab, wo gemäß der bisher gültigen Lehre aller Päpste vor Franziskus der einzig mögliche Zugang zur Eucharistie bei eheähnlichem Zusammenleben nach einer Trennung u.U. eröffnet wird. AL ist insgesamt ein wunderbarer Text, aber die berühmte Fußnote ist es, die den Widerspruch zu FC darstellt.


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 lesa 9. Jänner 2017 

cat 1 Schrift im Zusammenhang lesen!

Mt 19, 9 Keine Ausnahme
Ein renommierter Theologe argumentiert so: Es fällt auf, dass weder Markus noch Lukas eine solche Ausnahme einräumen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Evangelisten eine so schwerwiegende Frage unterschiedlich beurteilen. Mt 5, 32 lautet etwas anders als Mt 19, 9. Der Akzent liegt hier auf der Warnung, andere dem Ehebruch auszuliefern.: "Jeder, der seine Frau entlässt, außer im Fall von Unzucht, liefert sie dem Ehebruch aus und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch;
"Ein Mann, der seine Frau entlässt, weil sie Unzucht getrieben hat, macht sich in dem Sinn nicht des Ehebruchs schuldig, dass der Ehebruch bereits begangen ist. Er darf sie entlassen. Allerdings begeht der Mann in dem Moment, in dem er eine andere Frau heiratet, auch seinerseits Ehebruch. Die Wendung "außer im Fall von Unzucht" bringt also keine Ausnahmeregelung zum Ausdruck, sondern beschreibt lediglich den Umstand,dass ja in diesem Fall der Ehebruch schon begangen ist.


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 Laus Deo 9. Jänner 2017 

Liebe Freunde...

Der Chef der Glaubenskongregation hat gesprochen, wir sollen es annehmen und fertig! Viele Leute hier, glauben nicht mehr wirklich an die Gottesfügung oder? meine das ist der Untergang der Kirche, der Papst zerstört die Kirche. Liebe Freunde, mit Petrus durch Maria zu Jesus, vertraut auf den Herrn, es ist und bleibt seine Kirche die nicht zerstörbar ist!


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 gebsy 9. Jänner 2017 

AL kann auch den Eindruck

erwecken, dass mit diesem päpstlichen Schreiben etwas zu rechtfertigen versucht wird, was doch schon über JAHRZEHTE praktiziert wird.
Welche Gewissensnot da offensichtlich zutage tritt, ist von unermesslichem Ausmaß ...
http://www.kathtube.com/player.php?id=38975


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  9. Jänner 2017 
 

Es reicht nicht nur zu sagen, die Lehre ändere sich nicht

Die Idee eines Forum internum wurde von der Glaubenskongregation 1994 klar zurückgewiesen.
Vom Präfekten der Glaubenskongregation erstaunlicherweise wiederholt ins Spiel gebracht. Siehe Interview vom 16.12 in den Passauer Nachrichten und jetzt wieder.

Wie steht Kardinal Müller eigentlich zu den faktisch stattgefundenen Folgen von Amoris Laetitia?
Es gibt mehrere bischöfliche Feststellungen, wie in Rom, Buenos Aires und auch Deutschland, die bezüglich des Kommunionempfangs von hartnäckigen Ehebrechern permissiv gezeigt haben.

Ohne Änderung der Lehre, durch Veränderung der Praxis, die jedoch alles verändert ist das Motto der Kasperriege.

Nachdem jetzt die Fragesteller der sehr gerechtfertigten Dubia diskreditiert werden sollen, heißt es sich eindeutig zur Kirche unseres Herrn Jesus Christus zu bekennen.

Drücken Sie sich nicht, Herr Kardinal.

http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_14091994_rec-holy-comm-by-divorced_en.html


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 Philip 9. Jänner 2017 
 

...

Ich äußere mich eig. nicht zum Thema, weil ich inhaltlich nicht genug davon weiß und mir die Aussage Jesu eig. klar genug ist.

Aber eines denke ich schon, nämlich dass Kardinal Müller genügend Rückgrat hat, um hier zu widersprechen. Auch Papst em. Benedikt XVI. würde sich sicherlich nicht "würdig zurückhalten", würde er eine tatsächliche Gefahr für den Glauben sehen.

Und schließlich glaubt man als Katholik doch, dass der Heilige Geist eine gewisse Rolle bei der Papstwahl gespielt hat. Deswegen ist das für mich auch eine Frage des persönlichen Vertrauens in den genannten, was lasse ich mehr wiegen: Meine Zweifel oder mein Vertrauen?


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 Michmas 9. Jänner 2017 
 

Dieser Zusatz in AL

FALLS es ein pastorales Anliegen des Papstes ist, zeigt es das die "Pastoral" fast auf der ganzen Linie versagt hat in Ehevorbereitung und Beistand und das vielleicht auch gewollt und deshalb viele Geschiedene einen Sündenbock haben und hier Barmherzigkeit einfordern können.


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 Bonifaz2010 9. Jänner 2017 
 

@cat1

Es freut mich für Sie, wenn eine so wesentliche Änderung der Lehre, die vier verdiente Kardinäle zu einer derartigen Maßnahme zwingt, nicht beunruhigt. Wenn Sie die Kommentare hier lesen, werden Sie aber bei vielen Glaubensnöte feststellen, weil sie sich fragen müssen, wie denn plötzlich Papst gegen Papst stehen kann. Hatte denn der hl. Johannes Paul II. unrecht, als er den Ausschluß der wiederverheirateten Geschiedenen vom Kommunionempfang bekräftigte? War die Kirche bis zu Franziskus denn unbarmherzig?

Ich wünschte mir, der Papst würde bei dieser ganzen Diskussion auch einmal die Nöte der Millionen von glaubens- und papsttreuen Katholiken berücksichtigen und nicht immer nur an die Wiederheirateten denken.


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 Guardian 9. Jänner 2017 

Als "Servus servorum Dei" (Diener der Diener Gottes)...

...würde sich der "Heilige" Vater nun wirklich keinen Stein aus seiner plakativ *demütigen* Brückenbauer-Krone brechen, wenn er uns dummen Ignoranten hilft, die wir immer noch nicht von der nötigen Widerspruchsfreiheit überzeugt sind.

Trotz einer "fifty shades of grey"-Pastoral kommt man nicht umhin, einmal klar zu sagen, was Ehebruch ist und was nicht.

Wenn aber unter Umständen Ehebruch als Dauerzustand akzeptiert und zementiert wird, warum dann bald nicht auch jegliche andere schwere Sünde (praktizierte HS)? Wir kommen mit dieser Sichtweise zunehmend in Teufels Küche, im wahrsten Sinne des Wortes...

Es ist nicht recht, das Sündenbewusstsein an demokratisch-gesellschaftlicher Akzeptanz auszurichten: vor Gottes hl. Angesicht ist und bleibt gelebte HS oder Ehebruch schwer sündhaft und verletzt die Einheit seines mystischen Leibes.


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 nurmut 9. Jänner 2017 
 

Liebe Kritiker vpon AL

Die wohl wichtigste Frage - ob WvG in Einzelfällen die Kommunion empfangen dürfen, hat, der Heilige Papst Johannes Paul II 1997 beantwortet:
Zum pastoralen Umgang (mit Wiederverheiratet Geschiedenen), findet sich im »Vademecum für Beichtväter«, einem offiziellem Schreiben des Päpstlichen Rates für die Familie von 1997 – also noch unter Papst Johannes Paul II. (in Kapitel 3, Abschnitt 8)

Was steht dort drinnen?

JA, in Einzelfällen kann der WvG Pönitent auch die Hl. Eucharistie empfangen!
Frage: Wieso gab es 1997 keine dubia an JPII?
Liebe zweifelnde Kardinäle und Bischöfe: Lesen Sie doch das Schreiben von JPII von 1997!


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 Selene 9. Jänner 2017 
 

Der Präfekt der Glaubenskongregation

hat gesprochen und zwar sehr vernünftig!Liebe Mitchristen, nun lasst es doch endlich mal gut sein mit eurer Kritik.

Wer seid ihr, um den Papst und seinen Glaubenspräfekt derart anzugehen? Glaubt ihr nicht, dass ein Theologe vom Format des Kardinal Müller die Dinge besser beurteilen kann als wir hier?

Hat das gesamte Christentum in diesen schweren Zeiten nicht genug Probleme als dass wir Katholiken uns auseinander dividieren?


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 Kurti 9. Jänner 2017 
 

Theater

kann man dazu nur sagen. Warum antwortet der Papst den Kardinälen nicht, wo er doch sonst Hinz und Kunz schreibt. Hätte er rechtzeitige geantwortet und diese aus seiner Sicht unverständigen Kardinäle aufgeklärt, hätten sie ihr Schreiben auch nicht öffentlich gemacht.
Der Papst ist seber schuld, wenn es so viel Verwirrung gibt und nicht nur auf dem Gebiet. Er spricht oft genug nicht klar und deutlich und nimmt dahingehend auch keinen Rat an, den er sicher schon des öfteren erhalten hat, auch einmal vor rund 3 Jahren schon vor Kardinal Meisner.


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 bernhard_k 9. Jänner 2017 
 

Das Einfachste wäre, die 5 Fragen zu beantworten ...

... "Zwang" hin oder her.

Und wenn sich die Lehre (tatsächlich) nicht geändert haben soll, dann kann die Beantwortung der Fragen doch wirklich keine Schwierigkeiten bereiten. Oder?


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 Magdalena77 9. Jänner 2017 

@Msgr. Regensburg

Meine vollste Zustimmung zu Ihrem gesamten Statement!

Im Übrigen sehe ich nicht, was die beiden "Familiensynoden" den real existierenden Familien aus Vater, Mutter, Kindern, zumindest hier in D konkret gebracht hätten. Weder hat man die Ehevorbereitung endlich in Angriff genommen, noch hat die Kirchenhierarchie Partei für die Eltern ergriffen, die keine sog. "Sexualerziehung" ihrer Kinder durch den Staat wünschen, noch ist sonst irgendetwas unternommen worden, um bei den Familien die katholische Erziehung ihrer Kinder und das gemeinsame Wachsen im Glauben zu fördern. Also welchen Zweck verfolgten diese Synoden eigentlich?


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 Cat1 9. Jänner 2017 
 

Hmmm ....

@ Bonifaz2010: In welche Glaubensnöte werden Sie denn gestürzt? Wenn Sie katholisch verheiratet sind und Ihre Ehe Bestand hat, leben Sie doch jedenfalls im Sinne der entsprechenden Gebote Gottes.

@ Veritasvincit: Gott selbst hat in Mt 5,32 und 19,9 in der hier diskutierten Sache eine Differenzierung vorgenommen.


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 Msgr.Regensburg 9. Jänner 2017 
 

Bei allem Respekt, Kardinal Müller, aber

wenn AL die Lehre nicht gefährdet, weil AL sie nicht verändert, wäre es doch für uns begriffsstutzigen Querulanten gut gewesen, wenn die Synode sich auf die Bergpredigt eindeutig bezogen und zweifelsfrei gesagt hätte: "die Lehre Christi ist wie sie ist, denn Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer sind wir, diese Lehre zu verändern und an den Zeitgeist anzupassen - gegen den Willen Chrisi?" Es gibt dbzgl in der Bibel kein Verständnisproblem. Und so geht es bei den Dubia nicht um eine Forderung nach einem beliebigen Ja oder Nein, sondern um die klare Bestätigung der Lehre Christi durch Papst und Synode. Daß man sich um geschiedene Wiederverheiratete kümmern soll und ihnen zum Beispiel die geistige Kommunion, den Rosenkranz und Andachten anempfehlen und sie begleiten soll durch seelsorgliche Gespräche (keine Beichte),ist selbstverständlich. Dazu brauche ich aber keine Synode abzuhalten, denn die Lehre Christi ist und bleibt unveränderbar, weil Gott selbst sich nicht ändert.


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 wedlerg 9. Jänner 2017 
 

Papst unter Druck

Der Papst ist unter Druck. Er merkt, dass die Büchse der Pandora geöffnet wurde. Jetzt versucht er die Probleme auszusitzen. Kardinal Müller agiert m.E: klug. Denn falls er auch noch durch einen liberalen Bergolio-Anhänger ersetzt wird, dürften noch ganz andere Probleme auf uns zukommen. Ob er allerdings vom Papst in seiner Position bestätigt wird, scheint mir höchst zweifelhaft.

Ich denke dennoch, dass die liberalen und Befreiungstheologischen Kräfte den Gegenwind innerhalb der Weltkirche immer mehr zu spüren bekommen. Dazu tragen nicht nur die Entwicklungen in USA (Aufdecken der versuchten Unterwanderung der kath. Kirche durch Homo-Lobbyisten und demokratische Politker im Wahlkampf) und Europa (Abflauen der liberalen Kräfte und Aufkommen junger konservativer Bewegungen) bei, sondern auch die vernichtende Außenwirkungen der liberalen Vordenker. Kasper (Äußerungen zu Afrika) und Marx (Ablegen des Kreuzes) sind hier besonders negativ auffällig geworden.


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 Chris2 9. Jänner 2017 
 

Zurückhaltung des Papstes bei Lehränderungen?

@Cat1 Es ist gut, wenn sich ein Papst nicht in (tages)politische Flügelkämpfe verstricken lässt. Eine da-facto-Änderung der Lehre, die er selbst mit angestoßen hat, sollte er aber schon "kommentieren". Im Übrigen werden wir und notgedrungen nun auch noch mit der Frage beschäftigen müssen, wie man als Katholik auf ein immer häretischeres Rom reagieren soll. Oder wie meine Mutter immer wieder fragte: "Ist der Heilige Geist denn nach 2000 Jahren plötzlich verrücktgeworden?"


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 Bonifaz2010 9. Jänner 2017 
 

@veritasvincit

Ich bin zwar kein Theologe, aber m.E. berührt es schon eine Glaubensfrage, wenn die sakramentale Eheschließung letztlich überflüssig wird, weil man auch als Ehebrecher, der in einer zweiten - bürgerlichen - Ehe und damit offen in Sünde lebt, keinerlei Einbußen in der Kirche erleiden muss. Welche Revolution hier stattfindet, wird klar, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Papst Clemens VII. eher den Abfall Englands von der Kirche in Kauf genommen hatte als die Ehe von König Heinrich VIII. zu scheiden.


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 agnese 9. Jänner 2017 
 

@ Carl Eugen, Sie haben vollkommen Recht. Immerhin hat Kardinal Müller lange auf seinem Antwort warten lassen, da aber schon drei seine Mitarbeiter entlassen wurden, wurde von ihm, von seinem Vorgesetzten erwartet, eine Positive Antwort zu geben.Wäre es besser, wenn nur Kaspers in Rom sitzen würden? Jeder kennt ihn,und weiß um seine Einstellung.
Er wird für die Kirche alles tun, was er noch kann. Sonst kann er seinen Hut nehmen, bei diesem Meinungsterror.


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 bergkristall 9. Jänner 2017 
 

ich stehe zu den vier Kardinälen mit den Dubia und zu Weihbischof Athanasius Schneider und Weihbischof Laun


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 Veritasvincit 9. Jänner 2017 

Papst unter Druck?

Der Papst sei durch die Dubia unter Druck gesetzt worden, mit ja oder nein zu antworten. Wenn auch der Brief der Dubia so formuliert war, dass man auf die Fragen mit ja oder nein antworten konnte, so hätte der Papst doch freundlich in anderer Form antworten können. Dass er überhaupt nicht reagiert hat, führte zur Veröffentlichung des Briefes. Das hat der Papst selber verursacht.

Vielleicht geht es hier nicht um eine Glaubensfrage, aber um das Sittengesetz, ein Gebot Gottes. Dieses abzuändern steht dem Papst nicht zu. Er hätte in AL, oder spätestens in einer Antwort auf die Dubia, wenigstens angeben können, in welchem Fall die bekannte Fussnote nicht angewendet werden kann.


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 carl eugen 9. Jänner 2017 

@bertone

Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Es ist gut, wenn man ein Feedback bekommt. Jetzt weiss ich, dass ich mit meiner Meinung richtig liege. Gott bewahre, dass wir Beide mal einer Meinung sind. Dann würde ich mir grosse Sorgen machen.


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 Bonifaz2010 9. Jänner 2017 
 

Das kann ich mir vorstellen, dass es manchen nicht passt, mit "Ja" oder "Nein" auf eine Glaubensfrage antworten zu müssen; die Lieblingsfarbe vieler moderner Kirchenmänner ist nämlich grau.

@HerzMariens: Die Einheit der Kirche wird nicht gestärkt, wenn der Papst Neuerungen an der Lehre vornimmt, die viele Katholiken in schwere Glaubensnöte stürzt, weil sie sich fragen müssen, ob denn seit dem Konzil nichts mehr Bestand hat.


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 nurmut 9. Jänner 2017 
 

Lieber Carl Eugen

ich verweise Sie auf den Artikel von Pfr. Peter van Briel hier in diesem Forum.
Die dubia-Fragen hätte man in ähnlicher Form schon 1997 an den Heiligen Papst Johannes Paul II stellen können.
Herzlichen Dank noch an Pfr. Peter van Briel für seinen Artikel.


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 bertone 9. Jänner 2017 
 

carl eugen

Das ist schon ein sehr starkes Stück , was Sie sich erlauben, indem Sie Kardinal Müller, ich bin absolut kein Anhänger von ihm, einen solchen Opportunismus unterstellen. Müller hat mit Sicherheit Rückgrad genug, um seine Meinung insbesondere, wenn es um seine Auffassung von "Wahrheit" geht, zu vertreten.
Wir wissen doch auch, dass er zumindest einem Befreilungstheologen nahe steht, und um die große materielle und menschliche Not vieler Menschen weiß, und, dass dieser nicht immer nur mit Ge- und Verboten zu begegnen ist.


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 Cat1 9. Jänner 2017 
 

Ich halte es für gut, ...

... dass der Papst sich bzgl. der Antwort auf das Schreiben der vier Kardinäle nicht unter Druck setzen lässt. Damit ist er durchaus in der Tradition seiner Vorgänger, die mit Anfragen diverser Initiativen oder von Seiten einzelner Bischöfe ebenfalls sehr zurückhaltend umgegangen sind.

Wenn sich der Heilige Vater hier zu einer raschen Reaktion hinreißen ließe, würde das regelmäßig Dubia zu päpstlichen Schreiben provozieren, und der Papst müsste wäre ständig in Diskussionen mit anderen Geistlichen verwickelt. Dies wäre wohl nicht im Sinne der Kirche.


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 HerzMariens 9. Jänner 2017 
 

Klares Wort der Kirche

Danke, Herr Kardinal Müller, für dieses statement, das jetzt hoffentlich die aufgeregten Gemüter um die Auslegung von AL beschwichtigt und die Einheit der Kirche stärkt. Ja, es ist gut, nicht gleich an die Öffentlichkeit zu gehen, sondern Dinge im Herzen zu tragen oder sie zumindest in einem persönlichen Raum anzugehen. Ich wünsche allen einen echten Gebetseifer für unsere geliebte Kirche. Zu Carl Eugen: ich wünsche Ihnen etwas mehr Zurückhaltung mit Ihren persönlichen Mutmaßungen, Motive anderer zu beurteilen. Wir sind nur Geschöpfe und wissen nie mit absoluter Sicherheit, aus welcher Absicht ein Mensch agiert. Aber wir dürfen vertrauen, dass die Leitung unserer Kirche ihr Bestes tut. Wie gesagt: Gebet ist ein angemessenes Reagieren und die eigene Nachfolge gewissenhaft zu leben, im Bewußtsein der eigenen Unzulänglichkeit.


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 la gioia 9. Jänner 2017 
 

Armer Kardinal Müller...


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 Aegidius2 9. Jänner 2017 

Wie ist dies denn nun wieder zu verstehen? Nach all den Demütigungen, die Kardinal Müller öffentlich erdulden mußte, als AL an ihm vorbei von Kardinal Schönborn interpretiert wurde, Müllers Interpretation in einer Hermeneutik der Kontinuität indirekt als obsolet weggewischt wurde, der offensichtliche Entzug der Zuständigkeit für die Behandlung der Dubia, die brüske Entlassung von drei treuen Mitarbeitern Müllers durch den Hl. Vater ...
kann ich mir den fortgesetzten (zumindest formalen) Vorsitz der ehemals wichtigsten Kongregation durch Kardinal Müller eigentlich nur noch als demütigen, Gesicht opfernden, selbstverleugnenden Versuch werten, das Schlimmste noch zu verhüten. Ob das so gelingen kann?

Ich glaubt vertrauen zu können, daß Kardinal Müller um den Heilsauftrag der Kirche und das, was sie von einer weltlichen Organisation unterscheidet, weiß. Herr, wohin sollen wir uns nun wenden?


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 Stanley 9. Jänner 2017 
 

Eure Rede aber sei: Ja! Ja! Nein! Nein! Was darüber ist, das ist vom Übel

"Er wird beinahe gezwungen, mit 'Ja' oder 'Nein' zu antworten"

Was soll die Kritik von Kardinal Müller?
Es ist Aufgabe der Päpste, in strittigen Fragen mit einem klarem 'Ja' oder 'Nein' zu antworten.
Auch dazu hat Christus das Papsttum eingesetzt.

Nach kirchlicher Lehre können wiederverheiratete Geschiedene nicht zu den Sakramenten zugelassen werden.

Weshalb erklärt der Papst das nicht?


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 Smaragdos 9. Jänner 2017 
 

"Eine "brüderliche Korrektur" des Papstes sei derzeit "unmöglich, weil es nicht um eine Gefahr für den Glauben geht", erklärte Müller."

Naja, immerhin geht es um drei von sieben Sakramenten: Eucharistie, Beichte und Ehe! Und die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens laut Lumen Gentium!


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 carl eugen 9. Jänner 2017 

Jetzt haben wir auch von der Glaubenskongregation die Bestätigung.

Kardinal Müller bleibt ja auch nichts anderes übrig als sich unterzuordnen. Der Kardinal muss auch schauen, wo er bleibt. Seine 5-jährige Amtszeit endet 2017 und sicher möchte er wieder im Amt bestätigt werden, was soll er denn sonst machen? Wenn er sich gegen den Papst stellt, dann fliegt er so schnell, so schnell kann er garnichts schauen. Er hat es ja mit den 3 Priestern seines Dikasteriums erlebt, wie Franziskus mit Kritikern verfährt. Absolutismus in Reinkultur!


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