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Zahl der Gottesdienstbesucher steigt in Polen auf fast 40 Prozent9. Jänner 2017 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
In Polen betreuen 20.800 Priester mehr als 32,7 Millionen Katholiken
Polen (kath.net) Die Zahl der Sonntagsgottesdienstbesucher im Jahr 2015 ist laut einer in ganz Polen durchgeführten Untersuchung des Instituts für Statistik der Katholischen Kirche im Vergleich zum vorherigen Jahr von 39,1 Prozent auf 39,8 Prozent gestiegen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur "Zenit". Laut dem Bericht ist auch die Zahl der Gläubigen, die Kommunion empfangen, von 16,3 Prozent auf 17 Prozent gestiegen. In Polen gibt es ein sehr gut ausgeprägtes Pfarrgemeindenetzwerk. 2015 gab es die rekordverdächtige Zahl von 20.800 Priestern, die 32,7 Millionen Katholiken in Polen betreuen. Die Sakramentenspendung in den Pfarrgemeinden hat laut "Zenit" einen Massencharakter: Im Jahr 2015 wurden 369.000 Sakramente der Taufe, 360.000 Sakramente der Firmungen, 270.000 Sakramente der Erstkommunion und 134.000 Sakramente der Ehe gespendet. Ein wichtiges Element des polnischen Katholizismus ist die marianische Spiritualität. Dazu gehören unter anderem der Rosenkranz, die Maiandacht und die Fatima-Andacht. 
Damit entwickelt sich die katholische Kirche in Polen gegenläufig zu den Schrumpfungsprozessen in anderen europäischen Ländern. Die Entwicklung beispielsweise in Deutschland beschrieb die Deutsche Bischofskonferenz in Katholische Kirche in Deutschland - Zahlen und Fakten 2015/2016. Bonn, 2016 (siehe Link) folgendermaßen: Der Gottesdienstbesuch am Sonntag und die Feier der Heiligen Messe sind zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens und werden von durchschnittlich 10,4 Prozent der Katholiken wahrgenommen. Bei den beiden jährlichen in allen Pfarreien und Seelsorgestellen stattfindenden Zählungen werden für 2015 rund 2,5 Millionen Teilnehmer ermittelt. Gezählt wird jeweils am zweiten Fastensonntag und am zweiten Sonntag im November, also an möglichst »normalen« Sonntagen des Kirchenjahres. Auch wenn sich in 2015 eine Reduktion der Gottesdienstbesucher gegenüber 2014 ergab, setzt sich immer noch eine große Zahl von Menschen Sonntag für Sonntag in Bewegung; eine Zahl, die sich neben Teilnehmerzahlen sonstiger Veranstaltungen wie Sport oder Museumsbesuch sehen lassen kann. 2015: Wie der designierte polnische Präsident Andrzej Duda reagiert, als eine geweihte Hostie - der Leib Christi - auf ihn zukullerte!

Krakauer Gedenkstätte für den seligen Papst Johannes Paul II. - Polnisches Video mit interessantem Bildmaterial

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Lesermeinungen| | nicodemus 10. Jänner 2017 | | | | Ich hatte das Glück, und konnte die kath. Kirche in Polen kennenlernen.Sicher - der Wohlstand - vernebelt auch den Menschen in Polen das Hirn! Aber dennoch haben die meisten Praktizierenden einen g e s u n d e n Glauben - nicht so wie in unserem Lande.
Für mich ist die polnische Kirche Taktgeber für Europa!
Mehr als bei uns,gibt es dort noch intakte Ehen - und aus dieser Quelle kommen auch "bessere" Priester - als bei uns! |  2
| | | | | maska 9. Jänner 2017 | | | | Postkommunisten verehrter, Tadeusz, sitzen in der Regierungspartei und in der Opposition. Hier, wie überall, gilt es nicht pauschal zu urteilen.
Richtig ist, dass nach sehr großer Abnahme der Kichbesucherzahl, sie nun wieder leicht angestiegen ist. Vielleicht hat hier der Weltjugendtag Einfluss, vielleicht.... Aber was sagt denn überhaupt die Zahl von Menschen, die die Kirche besuchen? |  0
| | | | | Tadeusz 9. Jänner 2017 | |  | Nicht ganz... "Der jetzige Anstieg kann auch durchaus mit der verworrenen politischen Situation in Polen in Zusammenhang gebracht werden. In schwierigen politischen Zeiten suchten die Polen immer schon die Stabilität in der Kirche...|
Erstens ist die Situation keineswegs "verworren", da die Postkommunisten in der Opposition in der Gesellschaft keinen Rückhalt haben. Allerdings haben die Postkommunisten erstaunlich gute Kontakte zu diversen Presseimperien, die dann die politische Situation gerne als "verworren" darstellen.
Zweitens gibt es, kirchlich gesehen, in Polen jetzt die stabilste Zeit seit Kriegsende. ..
Trotzdem ist de Entwicklung auch für mich erstaunlich, weil es ja bei den "neuen Kirchgängern" um die jungen Leute geht. Ich tippe viel mehr auf den letzten Weltjugendtag... |  7
| | | | | chriseeb74 9. Jänner 2017 | | | | Nun, diese Zahl... ist natürlich im Vergleich zu Deutschland und andere westeuropäische Länder außerordentlich ermutigend, allerdings hat auch Polen einen Schrumpfungsprozess hinter sich. Noch vor 25 Jahren sind ca. 75-80% regelmässiger Kirchenbesucher erfasst bzw. geschätzt worden.
Der jetzige Anstieg kann auch durchaus mit der verworrenen politischen Situation in Polen in Zusammenhang gebracht werden. In schwierigen politischen Zeiten suchten die Polen immer schon die Stabilität in der Kirche...
Von daher sollte man diese positive Entwicklung erst einmal ein paar Jahre abwarten. |  3
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