30 Dezember 2016, 09:30
Kardinal Rylko neuer Erzpriester von Santa Maria Maggiore
 
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Früherer Präsident des Päpstlichen Laienrates folgt auf Kardinal Abril als Direktor der größten Marienkirche der italienischen Hauptstadt.

Rom (kath.net/ KAP)
Stanislaw Kardinal Rylko (71), früherer Präsident des Päpstlichen Rats für die Laien, ist von Papst Franziskus zum Erzpriester der Papst-Basilika Santa Maria Maggiore in Rom ernannt worden. Das teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Rylko löst den spanischen Kardinal Santos Abril y Castello (81) ab, der die Basilika seit 2011 in Vertretung für den Papst geleitet hatte.

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Der aus Polen stammende Rylko war von 2003 bis vergangenen August Chef des Päpstlichen Rats für die Laien, der unter anderem für die Organisation der Weltjugendtage zuständig ist. Zum vergangenen 1. September gründete Franziskus eine neue Zentralbehörde für Laien, Familie und Leben. Damit endete die Funktion Rylkos als Ratspräsident.

Eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Erzpriesters ist die Leitung der Patroziniums-Feier am 5. August. Die Papst-Basilika gedenkt an diesem Tag ihrer auf das Jahr 358 zurückdatierenden Gründungslegende. Demnach erschien damals die heilige Maria einem römischen Kaufmann und seiner Frau und versprach ihnen, ihr Wunsch nach einem Sohn werde in Erfüllung gehen, wenn ihr zu Ehren eine Kirche an der Stelle, die sie durch Schneefall anzeigen werde, eine Kirche errichtet werde. Denselben Traum hatte auch der damalige Bischof von Rom, Liberius. Am nächsten Tag, dem 5. August, soll die höchste Erhebung des Esquilinhügels mit Schnee bedeckt gewesen sein. Die Kirche wurde gebaut.

Für das Gotteshaus unweit des Hauptbahnhofs Termini hat sich neben der Bezeichnung "Santa Maria della Neve" (dt. Sankt Marien Schnee) auch "Santa Maria Maggiore" durchgesetzt aufgrund der Tatsache, dass sie die größte der über 40 Marienkirchen Roms ist. Sie befindet sich als eine der vier Papstbasiliken der Stadt im exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhls und ist auch eine der sieben Pilgerkirchen Roms. Papst Franziskus pflegt vor seinen Auslandsreisen bei der in der Basilika verehrten Marienikone "Salus populi Romani" zu beten und hier auch nach der Rückkehr ein Andenken niederzulegen.

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