Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  5. Der stumme Gott unserer Zeit
  6. Vom Elend der Fürbitten
  7. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  11. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  14. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  15. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte

Edith Stein: Auf die Judenverfolgung folgt die Kirchenverfolgung

19. Oktober 2016 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die spätere Heilige war glücklich darüber, dass sie Judenchristin war, weil sie erkannte, dass der christliche Glaube ein junges Reis aus jüdischen Wurzeln ist. Gastbeitrag von Eduard Werner


Köln (kath.net/Forum Deutscher Katholiken) Ein berühmtes Opfer des nationalsozialistischen Rassenhasses und zugleich der nationalsozialistischen Katholikenverfolgung ist Edith Stein. Sie wurde am 12. Oktober 1891 in einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Breslau geboren. Nach der üblichen Schulbildung studierte sie zunächst an der Universität Breslau und anschließend an der Universität Göttingen Philosophie, Psychologie, Geschichte und Germanistik. Noch während des 1. Weltkriegs siedelte sie nach Freiburg im Breisgau über, um eine Assistentenstelle bei Professor Edmund Husserl zu übernehmen. Dort eröffnete sich ihr eine glänzende akademische Laufbahn, zumal ihre Veröffentlichungen alle als hervorragend bewertet wurden. Durch die Lektüre der Schriften der Teresa von Avila überwältigt konvertierte sie 1921 zum katholischen Glauben. Schon 1930 sagte sie ahnungsvoll voraus: „Jetzt kommt eine Judenverfolgung und dann kommt eine Kirchenverfolgung.“


Edith Stein war glücklich darüber, dass sie Judenchristin war, weil sie erkannte, dass der christliche Glaube ein junges Reis aus jüdischen Wurzeln ist. 1933 scheiterte ihre akademische Karriere an den neuen nationalsozialistischen Barrieren.

Am 1. April 1933 schrieb sie ihren bekannten Bittbrief an Papst Pius XI., den Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli umgehend durch den Geheimboten Erzabt Walzer beantwortete. Möglicherweise waren die umfangreichen Hilfsaktionen des Vatikans für die Juden von diesem Brief angeregt.

1935 trat Edith Stein in das Kölner Karmelitinnenkloster ein, wo sie den neuen Namen Teresa Benedicta a Cruce erhielt. Nach der Pogromnacht am 9. November 1938 flüchtete sie mit ihrer Schwester Rosa in das niederländische Kloster Echt.

Am 26. Juli 1942 protestierten die katholischen Bischöfe der Niederlande öffentlich gegen die Judendeportationen nach Polen. Sie ahnten nämlich damals schon, was dort mit den Juden passiert. Die kalvinistischen und protestantischen Geistlichen scheuten im letzten Moment vor diesem öffentlichen Protest zurück. Folglich wurden zur Vergeltung nur die etwa 720 katholischen Juden am 2. August 1942 verhaftet und zur Vergasung nach Auschwitz gebracht. Edith Stein starb, weil sie Jüdin war und weil sie Katholikin war. Ihre Schwester Rosa, die ebenfalls im Kloster Echt lebte, musste das gleiche Schicksal erleben. Schon 1939 hatte Benedicta a Cruce in ihrem Testament darum gebeten, dass Gott ihr Leben und ihr Sterben zu seiner Verherrlichung annehmen möge.

Weil sie ihr Lebensopfer angenommen hat und damit einen heroischen Tugendgrad erlangt hat, konnte sie Papst Johannes Paul II. am 11.10. 1998 heiligsprechen. Damit ist sie für immer im Gedächtnis der Kirche aufgehoben.

Eduard Werner

Ein Text von Edith Stein/Teresa Benedicta a Cruce aus dem Jahr 1939:

Es tritt der Herr die Kelter,
Und rot ist sein Gewand,
Er fegt mit eisernem Besen
Gewaltig über das Land.

Er kündet in Sturmesbrausen
Sein letztes Kommen an.
Wir hören das mächtige Sausen.
Der Vater allein weiß das Wann.

Erinnerungen an Edith Stein - mit dem Zeugnis einer Zeitzeugin, die die Heilige persönlich kannte


Freundinnen: EDITH STEIN. Mit Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heilige

  1. „Von den Möglichkeiten, die wir heute haben, konnten Ansgar und Bonifatius nur träumen“
  2. Episode über Carlo Acutis als TV-Debüt von Scorseses Tochter
  3. Papst Leo XIV.: „Von den Berufungen ist die Ehe eine der edelsten und höchsten“
  4. Wird die PlayStation von Carlo Acutis die erste Gaming-Reliquie in der Kirchengeschichte?
  5. Vatikan: Carlo Acutis ist glaubwürdiges Vorbild für Jugendliche
  6. "Wenn ich keine Hoffnung im Herrn hätte, was würden wir in dieser Welt tun?"
  7. 'Ihr größter Wunsch war es, zu erkennen und zu tun, was Gott gefällt'
  8. Großes Interesse an Heiligsprechung von Carlo Acutis unter jungen US-Katholiken
  9. Papst macht Weg für weitere Selig- und Heiligsprechungen frei
  10. Mutter Teresa erhält weltweiten Gedenktag






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  5. Realitätsverlust im Bistum Chur
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  11. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Der stumme Gott unserer Zeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz