Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  4. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  10. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  11. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  12. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  13. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt

Spahn kritisiert 'Samthandschuhe' der CDU gegenüber dem Islam

18. Oktober 2016 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Präsidiumsmitglied im Interview mit dem KStA: „Warum die Samthandschuhe? Wenn wir genau so offen und kritisch mit den muslimischen Gemeinden diskutieren wie mit der katholischen Kirche, dann passt es.“


Berlin (kath.net) CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat seine Partei wegen zu unkritischem Umgang mit dem Thema Islam kritisiert. „Warum die Samthandschuhe? Wenn wir genau so offen und kritisch mit den muslimischen Gemeinden diskutieren wie mit der katholischen Kirche, dann passt es“, sagte der CDU-Spitzenpolitiker im Interview mit dem „Kölner Stadtanzeiger“ (KStA). Es gebe zwar „schöne Fotos“, wenn man das Fastenbrechen zusammen feiere, doch würden „die schwierigen und emotionalen Fragen“ „zu oft nicht gestellt“ Als Beispiel für solche ungestellte Fragen führte er an: „Etwa ob Deutschland Teil des Islam ist“, dies heiße: „Das heißt: Wie hält es der Imam der Gemeinde mit der Meinungsfreiheit, der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Trennung von Staat und Religion?“


Es nerve ihn, erläuterte Spahn weiter, dass „traditionellen Kernthemen“ der CDU/CSU, etwa „Innere Sicherheit, Recht und Ordnung, Leitkultur“, „ jetzt als angebliche AfD-Themen gelten. Dabei sind wir das Original!“ Dann heiße es oft, auch seitens der Journalisten, dass man diese Themen stärker mache, wenn man sie inhaltlich aufgreife. Dieser These widersprach Spahn deutlich: „Wir können aber doch nicht die AfD bestimmen lassen, worüber wir noch reden. Das käme einer Selbstaufgabe gleich“.

Auf die Frage des „Kölner Stadtanzeigers“ nach seinem Verständnis von „Leitkultur“ erläuterte der Christdemokrat, dass es nicht reiche, wenn man sich nur „an Recht und Gesetz“ hielte, denn das müsse ja schon jeder Tourist. „Wer hier leben will, sollte sich als Teil einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft verstehen.“ Er warnte: „Wir haben Parallelgesellschaften in Deutschland, da wollen ganze Straßenzüge und Familienclans eigentlich nichts mit uns zu tun haben.“ Spahn unterstrich auch die CSU-Position nach Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft.

Die Grenze zwischen Schwarz und Braun sehe er dort, wo es um die Würde des Menschen gehe. „Wer bewusst rassistisch oder nationalistisch argumentiert, der kann kein Gesprächspartner sein. Auch der hat die Leitkultur nicht verstanden.“ Doch gleichzeitig müsse man aufpassen, denn „nicht jeder Bürger, der sich nicht politisch korrekt ausdrückt, hat deswegen eine rechte oder rassistische Gesinnung. Oft werden Sorgen unbeholfen formuliert. Wenn man da gleich den Vorschlaghammer rausholt, statt zu argumentieren, sagen die Leute: Tschüss.“

Archivfoto Jens Spahn © Wikipedia/ Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  2. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  3. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  4. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  5. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  6. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  7. Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze
  8. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  9. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  10. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  7. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  8. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  9. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  10. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  13. Karoline Preisler: Islamismus ist die größte Gefahr für Deutschland
  14. Die neue Weltjugendtag-Hymne wurde in Seoul vorgestellt
  15. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz