Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der entschärfte Gott
  4. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  5. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  6. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  7. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  8. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  9. Panik in Magdeburg
  10. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  11. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  12. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  13. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  14. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  15. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt

Spahn kritisiert 'Samthandschuhe' der CDU gegenüber dem Islam

18. Oktober 2016 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Präsidiumsmitglied im Interview mit dem KStA: „Warum die Samthandschuhe? Wenn wir genau so offen und kritisch mit den muslimischen Gemeinden diskutieren wie mit der katholischen Kirche, dann passt es.“


Berlin (kath.net) CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat seine Partei wegen zu unkritischem Umgang mit dem Thema Islam kritisiert. „Warum die Samthandschuhe? Wenn wir genau so offen und kritisch mit den muslimischen Gemeinden diskutieren wie mit der katholischen Kirche, dann passt es“, sagte der CDU-Spitzenpolitiker im Interview mit dem „Kölner Stadtanzeiger“ (KStA). Es gebe zwar „schöne Fotos“, wenn man das Fastenbrechen zusammen feiere, doch würden „die schwierigen und emotionalen Fragen“ „zu oft nicht gestellt“ Als Beispiel für solche ungestellte Fragen führte er an: „Etwa ob Deutschland Teil des Islam ist“, dies heiße: „Das heißt: Wie hält es der Imam der Gemeinde mit der Meinungsfreiheit, der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Trennung von Staat und Religion?“


Es nerve ihn, erläuterte Spahn weiter, dass „traditionellen Kernthemen“ der CDU/CSU, etwa „Innere Sicherheit, Recht und Ordnung, Leitkultur“, „ jetzt als angebliche AfD-Themen gelten. Dabei sind wir das Original!“ Dann heiße es oft, auch seitens der Journalisten, dass man diese Themen stärker mache, wenn man sie inhaltlich aufgreife. Dieser These widersprach Spahn deutlich: „Wir können aber doch nicht die AfD bestimmen lassen, worüber wir noch reden. Das käme einer Selbstaufgabe gleich“.

Auf die Frage des „Kölner Stadtanzeigers“ nach seinem Verständnis von „Leitkultur“ erläuterte der Christdemokrat, dass es nicht reiche, wenn man sich nur „an Recht und Gesetz“ hielte, denn das müsse ja schon jeder Tourist. „Wer hier leben will, sollte sich als Teil einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft verstehen.“ Er warnte: „Wir haben Parallelgesellschaften in Deutschland, da wollen ganze Straßenzüge und Familienclans eigentlich nichts mit uns zu tun haben.“ Spahn unterstrich auch die CSU-Position nach Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft.

Die Grenze zwischen Schwarz und Braun sehe er dort, wo es um die Würde des Menschen gehe. „Wer bewusst rassistisch oder nationalistisch argumentiert, der kann kein Gesprächspartner sein. Auch der hat die Leitkultur nicht verstanden.“ Doch gleichzeitig müsse man aufpassen, denn „nicht jeder Bürger, der sich nicht politisch korrekt ausdrückt, hat deswegen eine rechte oder rassistische Gesinnung. Oft werden Sorgen unbeholfen formuliert. Wenn man da gleich den Vorschlaghammer rausholt, statt zu argumentieren, sagen die Leute: Tschüss.“

Archivfoto Jens Spahn © Wikipedia/ Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  2. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  3. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  4. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  5. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  6. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  7. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  8. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule
  9. Berlin: Fastenbrechen mit ‚Allahu akbar‘-Rufen vor evangelischer Kirche
  10. Berliner Schule wollte Nicht-Muslime zum Ramada-Fastenbrechen verpflichten






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  7. Der entschärfte Gott
  8. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  9. Panik in Magdeburg
  10. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  11. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  12. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  13. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  14. Eine wundertätige Medaille für Priscilla Presley
  15. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz