Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Jesus ist lebendige Gegenwart
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

‘Gebt uns unsere Kindheit zurück!’

15. Oktober 2016 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Friedensappell der syrischen Kinder - Hochrangige Geistliche überbringen Botschaften an EU und UN.


Aleppo (kath.net/ KiN)
Anfang Oktober haben über eine Million Kinder aus mehr als 2000 Schulen in ganz Syrien Botschaften an die politisch Verantwortlichen der Weltgemeinschaft geschrieben und Bilder gemalt, mit denen sie um Frieden in ihrer Heimat bitten. Die Aktion geht auf eine Initiative des weltweiten päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ zurück.

In diesen Tagen reisen mehrere hochrangige Geistliche aus Syrien zu Institutionen der Europäischen Union in Brüssel und der Vereinten Nationen in Genf, um als Botschafter der Kinder die Appelle zu überbringen. Zu der Delegation gehören Patriarch Gregorios III., das Oberhaupt der melkitischen griechisch-katholischen Kirche, der griechisch-orthodoxe Metropolit George Abou Zakem aus Homs sowie der syrisch-orthodoxe Bischof Silvanos Petros Al-Nemeh.

Unter dem Motto „Frieden für Kinder“ fanden Anfang Oktober in mehreren syrischen Städten Kundgebungen und Aktionen statt. So zum Beispiel in der Hauptstadt Damaskus, zu der mehrere hundert Kinder aus allen Landesteilen angereist waren. Auch in Aleppo, Homs, Tartus und anderen Städten gab es Veranstaltungen, die von katholischen und orthodoxen Christen gemeinsam durchgeführt wurden. Auch Muslime waren ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen.


Mit Liedern, Tänzen, Theatervorführungen und Gebeten verliehen die Kinder ihrer Sehnsucht nach einem Ende des Krieges Ausdruck. Sie malten Bilder, auf denen sie ihre Kriegserlebnisse und Träume für eine bessere Zukunft darstellten. Auch wurden an manchen Orten Luftballons in den Himmel geschickt, welche die Kinder zuvor beschriftet hatten. Darauf war unter anderem zu lesen „Wir wollen Frieden!“, „Gebt uns unsere Kindheit zurück!“, „Wir wollen keinen Krieg mehr!“

Eine der Organisatorinnen in Aleppo, die Ordensfrau Annie Demerjian, berichtete gegenüber „Kirche in Not“: „Wir hatten auch Kinder, die von ihrem persönlichen Schicksal berichteten. Wenn nun ein Kind davon erzählte, es habe seinen Vater verloren, dann haben wir im Anschluss für alle Kinder in Syrien gebetet, deren Eltern oder Geschwister umgekommen sind.“

Die Aktion „Frieden für Kinder“ hat „Kirche in Not“ zusammen mit der orthodoxen Kirche ins Leben gerufen. Sie ist eine erste Reaktion auf die gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill nach ihrer ersten Begegnung in Havanna im Februar dieses Jahres. Darin hatten sie katholische und orthodoxe Christen aufgefordert, gemeinsam die Stimme zu erheben für den Frieden in Syrien und die Situation der verfolgten Christen.

„Kirche in Not“ arbeitet seit dem Fall des Eisernen Vorhangs mit der russisch-orthodoxen Kirche zusammen. Deshalb entschied sich das Hilfswerk, Möglichkeiten der Zusammenarbeit für die bedrängten syrischen Christen auszuloten. Ein erster Schritt war eine gemeinsame Delegationsreise in den Libanon und nach Syrien. Zum „Internationalen Tag des Kindes“ am 1. Juni organisierten beide Kirchen einen „Gebetstag der Kinder für den Frieden“. An ihr hat sich die jetzige Aktion orientiert. „Je mehr wir Christen vereint sind im Einsatz für den Frieden und besonders für die leidenden Kinder, desto stärker ist unsere Stimme und desto wirkungsvoller unser Einsatz“, erklärte der Nahostreferent von „Kirche in Not“, Andrzej Halemba.

Kinder zählen zu den Hauptleidtragenden des Syrienkriegs. Nach Angaben der Oxford Research Group sind allein in den ersten beiden Kriegsjahren über 11 500 Kinder ums Leben gekommen. Mehr als zwei Millionen Kinder können aufgrund des Krieges keine Schule besuchen.

„Kirche in Not“ ruft seine Wohltäter und Freunde auf, sich dem Gebet um Frieden und eine gute Zukunft für die Kinder anzuschließen. Dazu wurde eine englischsprachige Homepage ins Leben gerufen, auf der Interessenten ihre Bereitschaft zum Gebet bekunden und sich über die Situation der Kinder in Syrien informieren können. Die Webadresse lautet: www.praywithsyrianchildren.org

Um das Überleben der Bevölkerung und vor allem der Kinder zu sichern, hat „Kirche in Not“ seit Beginn des Syrienkriegs Soforthilfe in Höhe von 14,6 Millionen Euro geleistet. Damit werden unter anderem die Bereitstellung von Babynahrung, Windeln, Kleidung und Medikamenten sowie die Anmietung von Wohnraum für kinderreiche Familien finanziert. Außerdem unterstützt das Hilfswerk Stipendienprogramme, um Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

Um weiter der notleidenden Bevölkerung beistehen zu können, bittet das Hilfswerk um Spenden – online unter www.spendenhut.de oder an folgendes Spendenkonto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Syrien

Foto: Kinder in den kriegszerstörten Straßen von Aleppo haben Luftballons mit Friedensbotschaften beschrieben © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  15. Oktober 2016 
 

Hier mal eine unanhängige Meinung eines

Kenners der Region zu dem Konflikt als die der Systemmedien und der Systemparteien. Die deutschen Kirchenfunktionäre aussern sich ja kaum zu dem Thema und wenn, dann einseitig.

http://www.wiwo.de/politik/ausland/syrien-experte-guenter-meyer-amerika-ist-verantwortlich-fuer-diese-katastrophe/14628278.html


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Syrien

  1. Syrien: katholische Melkiten sagen aus Sicherheitsgründen alle Kar- und Osterliturgien ab
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. „Syrien darf nicht islamistisch werden“ – Missio-Nationaldirektor Wallner im Krisenland
  4. Syrien: Evangelikaler Pastor mit gesamter Familie ermordet
  5. Massaker in Syrien: Dramatischer Appell der Kirchenführer
  6. Vatikan fordert wichtige Rolle für Christen in Syrien
  7. Syriens neuer Machthaber äußert Hochachtung für Papst Franziskus
  8. Syrien: Neuer Machthaber macht Christen Zusicherungen
  9. Neuer Bischof von Aleppo ernannt - 2014 von Milizen entführt
  10. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. Schisma auf leisen Sohlen
  9. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  12. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz