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Diskussion der Stellvertreter - Über Leben oder Tod für Ungeborene

5. Oktober 2016 in Chronik, 11 Lesermeinungen
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Vergangene Nacht fand das Rededuell der beiden US-Vizekandidaten Tim Kaine und Mike Pence statt. Clintons Vertreter will Abtreibung bis zur Geburt, Mike Pence, der Vertreter von Donald Trump, bekannte sich zur Heiligkeit des Lebens von Anfang an


Washington D.C. (kath.net/rn)
Vergangene Nacht fand in den USA das Duell der beiden Vizekandidaten Tim Kaine und Mike Pence statt und es zeigte sich, dass beim wichtigen Thema "Tötung von ungeboren Kindern" zwischen beiden Kandidaten Welten liegen. Kaine, der Vizekandidaten von Hillary Clinton, bemühte sich gar nicht, den Eindruck zu ändern, dass er zu 100 Prozent Pro-Abtreibung ist. Er möchte, dass Frauen ihre "eigenen Entscheidungen" treffe und dass das Gesetz des US-Höchstgericht aus dem Jahre 1973, mit der Abtreibungen bis zur Geburt erlaubt wurden, nicht geändert werde.

Ganz anders trat hingegen Mike Pence, der Vizekandidat von Donald Trump auf, der sich dazu bekannte, seit seiner Studienzeit gläubiger Christ zu sein. "Für mich geht die Heiligkeit des Lebens aus den alten Ursprüngen hervor, wo Gott sagt, dass ich dich schon gekannt habe, bevor ich dich im Mutterleib geschaffen habe. Ich trat von Beginn meiner politischen Karriere für die Heiligkeit des Lebens ein." Pence verwies dann auf seinen Staat Indiana, wo er seit 2013 Gouverneur ist und wo er mitgeholfen habe, dass es Alternativen zur Abtreibung gäbe. Er habe dort beispielsweise die Adoptionsmöglichkeiten stark gefördert. "Ich kann nicht verstehen, wie Hillary Clinton [sogar] eine Teilgeburts-Abtreibung unterstützen konnte. Mein Glaube prägt mein Leben. Ich verbringe jeden Tag einen Teil meiner Zeit auf den Knien. Für mich beginnt alles, in dem man den Wert jeden menschlichen Lebens schätzt."


In den USA war jahrelang eine sogenannte Teilgeburtsabtreibung, eine Sonderform von Spätabtreibung, möglich. Dies wird bis zur tatsächlichen Geburt bis einschließlich 9. Schwangerschaftsmonat angewandt. Dabei wird das Kind zunächst im Mutterleib gedreht, sodass es mit den Füßen voran mit einer Zange aus dem geweiteten Gebärmutterhalskanal gezogen werden konnte, bis der Nacken sichtbar wurde. Vor dem Austreten des Kopfes wurde allerdings mit einem chirurgischen Instrument ein Loch in den Hinterkopf des Kindes gestoßen, um durch einen Katheder das Hirn absaugen zu können. Das Kind wird somit während des Geburtsvorgangs gezielt umgebracht und erlebt ohne Narkose seine qualvolle Tötung bewusst mit. Das US-Höchstgericht hat vor einigen Jahren mit dem Partial-Birth Abortion Ban Act die zuvor legale Teilgeburtsabtreibung (partial birth abortion) unter Strafe gestellt. Seitdem ist diese brutale Abtreibungsmethode lediglich bei einer Bedrohung des Lebens oder der Gesundheit der Schwangeren erlaubt.

In den letzten Wochen hatte sich bereits mehrfach US-Bischöfe kritisch zu Kaine, der sich selbst als Katholik bezeichnet, geäußert. Anscheinend sei der katholische Glaube für Kaines öffentliches, politisches Leben nicht zentral, hatte beispielsweise Thomas J. Tobin, der Bischof von Providence (US-Bundesstaat Rhode Island) festgestellt. kath.net hat berichtet.


Debatte zwischen den Bewerbern für das Amt des US-Vizepräsidenten, Mike Pence und Tim Kaine, über Abtreibung und Glauben (englisch)


Abtreibung "während der Geburt" modellhaft erklärt (engl.) - In den USA teilweise bis zum 9. Lebensmonat erlaubt!!



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