22 September 2016, 10:40
An der Hand des Engels
 
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Die Hl. Gemma Galgani und ihre Freundschaft zum Schutzengel. Gastbeitrag von Markus Büning

Linz (kath.net) In den Monaten September und Oktober blickt die Kirche besonders auf die Engel: Der September wird am Ende des Monats am 29. mit dem Erzengelfest, in der außerordentlichen Form der Liturgie mit dem Fest des Erzengels Michael, gekrönt. Am 2. Oktober wird in beiden Kalendern der römischen Liturgie der Schutzengel gedacht. Zu einer Zeit im Jahr, an denen die Tage kürzer werden, erinnert uns die Kirche an die Engel, die uns mit ihrer Gegenwart in das Licht Gottes führen wollen. Ja, die Engel selbst sind wie leuchtende Signale, die Gott in unsere oft so finstere Welt aussendet. So sagt es auch der Hebräerbrief unter Berufung auf den Psalmisten: „Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen.“ (Hebr 1,7). Auch das Bild des Windes passt zu der Zeit des Herbstes, in der wir der Engel besonders gedenken. Die Kirche hat es von Beginn an immer verstanden, den natürlichen Jahreslauf mit den Festmysterien des Kirchenjahres auf symbolische Weise genial zu verbinden.

Leider hat sich in den letzten Jahrzehnten die Verkündigung in den Pfarrkirchen unserer Diözesen nur wenig mit diesem Thema beschäftigt. Die Angelogie spielt in den Dogmatikvorlesungen der theologischen Fakultäten Deutschlands so gut wie keine Rolle mehr. Viele Theologen begegnen diesem Thema eher mit einem Gefühl großer Verlegenheit. Demgegenüber findet sich in fast jeder Buchhandlung unter dem Stichwort „Spiritualität und Esoterik“ eine Fülle dubioser Buchangebote zum Thema. Scheinbar haben wir dieses Feld kirchlicher Verkündigung den Vertretern esoterischer Heilslehren überlassen. Der gute Absatz dieser Literatur zeigt doch an, dass die Menschen sehr wohl etwas mit diesem Thema anfangen können.

Mit ursächlich für die Vermeidung des Themas ist zweifelsohne eine vielfach anzutreffende glaubenslose Exegese, die die Engel pauschal in das Reich ägyptischer oder anderweitiger antiker Mythen als belangloses „Inkulturationüberbleibsel“ im frühen Christentum abtut. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mir von einem Priester in der Hl. Messe zum Erzengelfest in den achtziger Jahren in der Einführung zum Festtag anhören musste, dass es die Engel doch eigentlich gar nicht gebe. Immerhin komme an diesem Fest die Sehnsucht nach Gottes Schutz zum Ausdruck… Was für ein unglaublicher Umgang mit dem klaren biblischen Textbefund und der langen Tradition der Kirche, die selbstverständlich um die Existenz der Engel weiß. Eine Theologie, die die Existenz der geistigen Welt, mithin auch die Existenz der Engel leugnet, unterliegt im Kern einer schöpfungstheologischen Häresie, beten wir doch im Credo, dass Gott in seinem unergründlichen Ratschluss der Schöpfer der „sichtbaren und der unsichtbaren Welt“ (visbilium et invisibilium) ist. Zudem resultiert aus der Leugnung eine Verarmung der Frömmigkeit. Wie schön ist es doch, immer wieder seinen von Gott persönlich an die Seite gestellten Schutzengel anzuflehen, er möge doch bitte im Alltag seine schützende Hand auf einen legen, sagt doch schon der Psalmist: „Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Ps 91,11).

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Vor allem der Blick auf das Leben der Heiligen zeigt uns, wie erfüllt man aus einer lebendigen Beziehung zu seinem Schutzengel den Weg der Christusnachfolge gehen kann. Aus diesem Kontakt erwuchs im Laufe der Jahrhunderte vielen Zeugen gerade in der Versuchung und Bedrängnis eine große Kraft, im Glauben, Hoffen und Lieben standhaft zu bleiben. Auch außerhalb der römischen Kirche kennen wir ganz beeindruckende Berichte einer tiefen Schutzengelfrömmigkeit. Dietrich Bonhoeffer ist hier ein ganz prominentes Beispiel. In seinem Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen…“ kommt sein tiefes Vertrauen in die himmlischen Mächte ganz eindrucksvoll zum Ausdruck. Überlebende Mitgefangene wussten nach dem Krieg von Engelerlebnissen ihres Mithäftlings Pastor Bonhoeffer zu berichten. Auch in Kompositionen Johann Sebastian Bachs wird im Weihnachtsoratorium und in einigen Kantaten das Engelthema in ergreifender Weise musikalisch interpretiert. Die Engel und ihre Verehrung finden sich seit alters her in der ganzen Christenheit! Auch vor diesem Blick in die Ökumene erschient die gegenwärtige Tabuisierung der Engel in der wissenschaftlichen Theologie und Verkündigung als geradezu ignorant.

Angesichts dieser Ignoranz gegenwärtiger Theologen tut es not, sich aufs Neue mit der lebendigen Gegenwart der Schutzengel zu beschäftigen. Hierbei richten wir unseren Blick auf die große Passionsmystikerin Gemma Galagni (1878-1903), die am 02. Mai 1940 von Papst Pius XII., dem pastor angelicus, heiliggesprochen wurde. Gemma hatte ein geradezu freundschaftliches Verhältnis zu ihrem Schutzengel. Von klein auf sah sie ihn und pflegte den Kontakt mit ihm. Sie führte mit dem Schutzengel eine tiefe geistliche Gemeinschaft. Aus dieser Gemeinschaft konnte sie ihre Berufung zum Heil vieler Seelen leben. Besonders in dem Moment, in dem der Herr sie würdigte, durch den Empfang der Wundmale ihm gleichgestaltet zu werden, stand ihr der Schutzengel tröstend und ermutigend zur Seite. Dieses Ereignis wird auf dem großen Altarbild in der Kirche der Passionistinnen zu Lucca dargestellt, in der unsere Heilige begraben ist.

Schauen wir zunächst auf das Leben der Heiligen Gemma: Sie wurde am 12. März 1878 als fünftes von acht Kindern des Apothekers Dr. Enrico Galgani und Aurelia Landi in Borgo Nuovo geboren und am darauf folgenden Tag getauft. Im April zog die Familie Galgani nach Lucca um, um den Kindern eine angemessene Erziehung zu ermöglichen. Gemmas Berufung, in der Schule des Leidens ein Sühneleben zu führen, zeichnete sich bereits in ihrer Kindheit ab. Während der Hl. Messe anlässlich ihrer Firmung am 26. Mai 1885 hörte sie plötzlich eine Stimme im Herzen zu ihr sagen: „Willst du mir deine Mutter geben? Gibst du sie mir gern?“ Sie antwortete: „Ich war gezwungen, mit ja zu antworten.“ Ihre Mutter starb im September des folgenden Jahres. Nun begann für unsere kleine Heilige der Weg der Passion. Ein weiterer großer Schmerz war für das junge Mädchen der Tod ihres Bruders Gino, im Jahre 1894. Während des Jahres 1895 und des darauffolgenden Jahres empfing sie verschiedene Eingebungen, mit größerem Eifer und Entschiedenheit auf dem Weg des Kreuzes zu gehen. In ihrer Autobiographie schrieb sie hierüber wie folgt: „Ich fühlte in mir eine Sehnsucht wachsen, den gekreuzigten Jesus sehr zu lieben, und damit zusammenhängend eine Sehnsucht, zu leiden und Jesus in seinen Schmerzen zur Seite zu stehen.“

Die Vorbereitungszeit auf ihre erste Heilige Kommunion am Herz-Jesu-Hochfest 1887 war geprägt von einer tiefen Auseinandersetzung mit den Passionsberichten der Evangelien. Hiervon wurde sie tief berührt. Es ist interessant, dass das Herz-Jesu-Hochfest auch beim Empfang der Stigmata eine besondere Bedeutung hat. Dieses Festgeheimnis begleitete Gemma fortwährend ihr ganzes Leben auf ganz besondere Weise. Im Blick auf das geöffnete Herz des Erlösers konnte sie bereitwillig mit ihrer Hingabe im Leiden antworten.

Auch das Leiden am eigenen Leib ließ nicht lange auf sich warten: So musste sich Gemma im Jahr 1896 einer schweren Operation am Fuß unterziehen, die aus Not ohne Betäubung in Angriff genommen wurde. Der Mut, den das Mädchen bei dieser Gelegenheit bewies, setzte den Chirurg in Erstaunen. An Weihnachten desselben Jahres legte sie das Gelübde der Keuschheit ab. Am Martinstag 1897 starb mit 57 Jahren ihr Vater, Dr. Enrico Galgani. Nun war Gemma Vollwaise. Die bereits bedenklichen wirtschaftlichen Bedingungen der Familie verschlechterten sich durch den Tod des Vaters erheblich. Die Gläubiger beschlagnahmten alles im Hause Galgani. Später berichtete Gemma hierüber mit folgenden Worten: “Sie griffen mir mit den Händen in die Tasche und nahmen mir die fünf oder sechs Soldi, die ich hatte, weg.“ Mit zwanzig Jahren wird Gemma von verschiedenen jungen Männern gebeten, ihre Braut zu werden. Doch Gemma wies all diese Angebote mit dem Hinweis zurück, dass sie doch ganz Jesus gehören wolle.

Im Winter 1898-99 erkrankte das junge Mädchen an Rückenmarkschwindsucht. Sie empfing die Wegzehrung, aber ihr erschien der hl. Passionistenfrater Gabriel Possenti, der sie liebevoll „Meine Schwester!“ nannte. Fortan war der hl. Gabriel ihr ein wichtiger Begleiter auf ihrem Leidensweg. Es ist geradezu anrührend, wie tief hier eine Freundschaft zwischen Himmel und Erde geschlossen wurde. Zudem vertraute sie sich der großen Herz-Jesu-Mystikerin Margherita Alacoque an und bat diese neben dem Hl. Gabriel um Fürbitte bei Gott um Heilung. Am 2. März 1899 wurde sie dann ganz plötzlich von ihrer schweren Krankheit geheilt.

Nun folgten Monate eines tiefen mystischen Lebens, die ihren Höhepunkt in der außerordentlichen Gabe der Wundmale erreichen. So empfing sie am 8. Juni 1899, der Vigil des Herz-Jesu-Hochfestes, die Stigmata. Dieses Datum ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: An diesem Tag starb während der Todesstunde Jesu die große Herz-Jesu-Mystikerin Schwester Maria Droste zu Vischering vom Göttlichen Herzen in Porto, auf deren Drängen Papst Leo XIII. schließlich die Weltweihe an das Heiligste Herz Jesu vornahm. Es kommt einem in diesem Moment so vor, dass die Hl. Gemma durch den Empfang der Wundmale Christi vom Herrn ausgewählt wurde, das Werk dieser seligen Schwester auf Erden fortzuführen. Beide Mystikerinnen waren ganz vereint im Leiden für das geöffnete Herz des Erlösers zur Sühne für die Sünden der Menschen in Kirche und Welt. Gottes Vorsehung ist groß und wunderbar!

Auch Gemma dachte daran, ihren Weg als Ordensschwester zu gehen. Aber keine Schwesterngemeinschaft war damals bereit, sie aufzunehmen. Sicher spielte hier ihr angeschlagener Gesundheitszustand eine große Rolle. Doch Gemma fand durch den engen Kontakt zu den Passionisten ihre geistliche Heimat. So lernte sie im Juli 1899 während der Volksmission für das Heilige Jahr Patres dieses Ordens kennen, der ihr durch himmlische Kenntnis des Hl. Gabriel ja schon bekannt war. Während der Abschlussmesse der Mission hörte sie im Inneren die Worte: „Du wirst eine Tochter meiner Passion sein, und eine bevorzugte Tochter.“ Schließlich fand sie in dem Passionistenpater Germano vom Hl. Stanislaus ihren geistlichen Begleiter, der sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1903 wie ein Simon von Cyrene hilfreich beim Tragen ihres Kreuzes unterstützte. Allerdings scheiterte sie mit ihrem Ansinnen, selbst eine Passionistin zu werden. Die Skepsis der Schwestern gegenüber den mystischen Phänomenen in Gemmas Leben war hier sicher das größte Hindernis. So musste sie erzwungenermaßen auf ein Leben in der Abgeschiedenheit eines Ordens verzichten. Auch dieser schmerzliche Verzicht und das immer wieder von ihrer Umwelt Falsch-Verstanden-Werden sind auch weitere Aspekte ihres Sühneleidens.

Im September 1902 erkrankte sie wieder schwer. Es folgten Monate unbeschreiblicher körperlicher, seelischer und mystischer Leiden. Sie erfuhr in ihrem Fleisch die Verlassenheit Jesu am Kreuz für das Wohl der Kirche bis sie schließlich am 11. April 1903, einem Karsamstag, heimging zu ihrem himmlischen Bräutigam, mit dem sie auf Erden den Kreuzweg gemeinsam gehen durfte.

Schauen wir nun genauer auf den freundschaftlichen Umgang Gemmas mit den Himmelsboten: Von Kindheit an spricht sie in ihrer Autobiographie, die sie im Auftrag ihres Beichtvaters schreiben sollte, über den ganz vertraulichen Umgang mit ihrem Schutzengel. Hören wir zunächst ein Beispiel, wie alltäglich dieser Kontakt war: „Einmal hatte man mir, ich erinnere mich sehr gut, eine goldene Uhr mit Kette geschenkt; und ich, hochtrabend wie ich bin, hatte nicht bemerkt, dass ich sie beim Ausgehen trug. Damals hatte ich Gefallen an meiner Putzsucht. Als ich zurück war, zu Hause, begann ich mich umzukleiden. In diesem Augenblick sah ich den Engel – jetzt weiß ich, dass es mein Schutzengel war. Mit großem Ernst sagte er zu mir: ‚Erinnere dich, das kostbare Gegenstände, die zur Zier der Braut eines gekreuzigten Königs dienen, nur Dornen und das Kreuz sein dürfen…‘ Diese Worte machten mir Angst, und auch der Engel flößte mir Angst ein. Aber bald darauf überlegte ich diese Worte, ohne etwas zu verstehen; ich fasste aber diesen Entschluss: ich beschloss, aus Liebe zu Jesu und um ihm Freude zu machen, nichts derartiges mehr zu tragen und von diesen Dingen, die nur Eitelkeit sind, nie mehr zu sprechen.“

Diese Episode ist nur ein Beispiel, wie sehr die Pädagogik Gottes durch seine Engel in das Leben eines Menschen eingreift, der bereit ist, die Stimme des Himmels zu hören. Gemmas offenes Wesen für alles Übernatürliche ist die Ursache für dieses gnadenhafte Erleben der Engel. Ganz ähnliches wird auch von der Münsterländer Dulderin Anna Katharina Emmerich berichtet, die von Kindesbeinen an einen ganz vertraulichen Umgang mit ihrem Schutzengel hatte. Beide Seelen wurden durch den Kontakt mit ihren Schutzengeln gerüstet, später ihr Leben ganz dem Sühneleiden aufzuopfern.

Hier noch ein Beispiel, wie selbstverständlich die Heilige die Fürsorge ihres Engels schon in Kindertagen erleben durfte: „Der Engel hat mich stets bewacht, mich unterrichtet und mir gute Ratschläge gegeben. Er zeigte sich mehrere Male am Tag und spricht mit mir. Gestern hat er mir Gesellschaft geleistet, während ich aß, ohne mich aber zum essen zu zwingen wie die andern. Nach dem Essen fühlte ich mich nicht gut; da brachte er mir eine Tasse Kaffee; sie war sehr gut, sie heilte mich augenblicklich. Dann hieß er mich, etwas auszuruhen. Manchmal schicke ich ihn zu Jesus, damit er ihn frage, ob er die ganze Nacht bei mir bleiben dürfe. Er sagte es ihm, kommt zurück und verbringt die Nacht bei mir, bis zum Morgen, wenn Jesus es ihm erlaubt hat.“ Manch einer von uns mag über diese Episode die Nase rümpfen und fragen, ob denn ein Engel sich um solche Kleinigkeiten überhaupt kümmere. Hier ist Vorsicht geboten! Wir sollten die Worte der Mystikerin stehen lassen und ihnen mit großer Ehrfurcht begegnen. Hier spricht eine Frau, die ganz aus dem Vertrauen zu Jesus gelebt hat. So sieht sie im Engel auch ganz klar ein Geschenk des Heilands. Sie erfährt im Schutzengel ganz eindeutig die liebende Zuwendung des Herrn, der ihr auch in den kleinen Dingen des Alltags durch seine Engel zur Seite steht. Statt Skepsis gegenüber Gemma zu hegen, sollten wir wie Sie den Herrn in Demut darum bitten, auch uns die Nähe des Schutzengels erfahrbar werden zu lassen.

Der Engel zeigte sich Gemma aber nicht nur als fürsorgender Helfer im Alltag. Noch wichtiger war für sie die Erfahrung, dass der Engel sich ihr gegenüber auch als Ratgeber in geistlichen Dingen erwies. Hierzu hören wir wieder auf die Worte Gemmas, mit denen sie die Erfahrung einer tiefen Verzweiflung wie folgt beschrieb: „Der gewohnte Abscheu befällt mich; die Angst, meine Seele zu verlieren, überflutet meinen Geist; die Zahl meiner Sünden und ihre Ungeheuerlichkeit, das alles gestehe ich offen ein. Welche Verwirrung! In solchen Augenblicken flüstert der Engel mir ins Ohr: ‚Aber die Barmherzigkeit Gottes ist unendlich!‘ Und ich finde die Ruhe wieder.“ Diese Engelsbotschaft an Gemma geht uns alle etwas an: Gott ist der unendlich barmherzige Vater! Er will nicht, dass wir mit Skrupeln beladen an seiner Güte zweifeln. Hier erweist sich der Engel als Retter aus der Verzweiflung. Ja, Gott befiehlt seinen Engeln, uns zu behüten auf all unseren Wegen, auch auf den Wegen, die wir in scheinbarer Gottverlassenheit in unserem Leben zurücklegen müssen. Der Engel Gottes ist auch in diesen Situationen an unserer Seite. Auch hier können wir wieder von Gemma lernen, auch in der Verlassenheit und im Zweifel auf den Schutz der Engel zu vertrauen.

Beim Empfang der Wundmale war auch der Schutzengel zugegen. Doch gewährte der Herr ihr in diesem Moment noch die Gegenwart der Königin der Engel. Die Gottesmutter stand ihr tröstend und hilfreich in diesem großen Moment der Schmerzen ebenfalls hilfreich zur Seite. Hören wir wieder aus den Erinnerungen Gemmas: „Ich befand mich vor meiner himmlischen Mutter, zu ihrer Rechten stand mein Schutzengel; dieser befahl mir einen Akt der Reue zu beten.“ Daraufhin erfolgte das Wunder der Stigmatisierung. Gemma wurde auch äußerlich ganz christusförmig indem sie gewürdigt wurde, seine Wundmale zu tragen.

Das ganze Leben Gemmas ist ein großes Geheimnis. Wir können nur ganz anfänglich ahnen, welch große Gnaden Gott durch diese Heilige seiner Kirche bis in unsere Tage geschenkt hat. Bei diesem Gnadenhandeln hat Gott sich ganz besonders der Engel bedient. Ohne die liebevolle Erfahrung der Engel ist das Leben der Hl. Gemma gar nicht zu verstehen. Heilige Gemma erbitte uns bei Gott die Gnade, dass auch wir ganz auf die fürsorgende Liebe Gottes vertrauen, die er uns in der Begleitung durch unseren Schutzengel Lebens schenkt.

Der Verfasser dieses Beitrags, Dr. Markus Büning, ist Theologe und Jurist. Er lebt mit seiner Familie im Münsterland.

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Foto oben: Gemma Galagni © Wikipedia/gemeinfrei/







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