Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  4. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  5. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  6. Die Welt heilen
  7. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  8. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  9. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  10. Ich glaube an … Engel?
  11. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  12. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  13. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  14. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  15. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche

Vatikan passt Ehegesetze der Westkirche an Ostkirchen an

16. September 2016 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei "Mischehen" gilt fortan Kirchenrecht der katholischen Ostkirchen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Als Reaktion auf die wachsende Migration von Katholiken aus dem Nahen Osten hat der Vatikan das Kirchenrecht der römischen-katholischen Kirche an das Gesetzbuch der katholischen Ostkirchen angepasst. Ein am Donnerstag veröffentlichter Erlass vereinheitlicht die Normen etwa für Eheschließungen von Paaren der unterschiedlichen katholischen Riten und die Taufe von Kindern solcher Paare.

Mit diesem Schritt trage man der zunehmenden Migration in Ländern Rechnung, in denen das römisch-katholische Kirchenrecht vorherrschend sei, erklärte der spanische Bischof Juan Ignacio Arrieta Ochoa, Sekretär des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte. "Dieser Prozess menschlicher Mobilität hat in der täglichen Seelsorge fast überall das Problem der Ungleichheiten in den beiden Codices aufgeworfen", schreibt er in einem Artikel für die vatikanische Tageszeitung "Osservatore Romano".


Die 23 sogenannten katholischen Ostkirchen sind ursprünglich im Nahen Osten und Osteuropa beheimatet. Durch Migration sind jedoch große Diaspora-Gemeinden in anderen Regionen entstanden, vor allem in Westeuropa und Lateinamerika. Die katholischen Ostkirchen sind eigenständige Teilkirchen, die mehrheitlich dem byzantinischen Ritus folgen, und den Primat des Papstes voll anerkennen.

Das sogenannte "Motu proprio" mit dem lateinischen Titel "De concordia inter Codices" (Über den Einklang zwischen den Gesetzbüchern) ist demnach keine unmittelbare Reaktion auf die aktuellen Flüchtlingsbewegungen. Die Vorarbeiten begannen bereits im Pontifikat von Benedikt XVI. (2005-2013).

Bislang konnte nach römisch-katholischem Recht etwa auch ein Diakon eine Eheschließung zwischen Katholiken des lateinischen und eines ostkirchlichen Ritus vornehmen. Nach ostkirchlichem Recht durfte dies jedoch nur ein Priester. Das führte zu Unklarheiten. Fortan darf in solchen Fällen auch nach römisch-katholischem Recht nur ein Priester die Trauungszeremonie leiten.

Das Gesetzbuch der römisch-katholischen Kirche ist der "Codex Iuris Canonici" (CIC), der 1983 veröffentlicht wurde. Das Gesetzesbuch der katholischen Ostkirchen, der "Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium" stammt aus dem Jahr 1990. Ein Teil der Vorschriften ist identisch. Viele Normen weichen allerdings auch voneinander ab und spiegeln die unterschiedlichen Rechtstraditionen wieder.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 16. September 2016 
 

@ Magnus Maxentius

Gratias ago! :)


2

0
 
 Magnus Maxentius 16. September 2016 

@Schlegl

Monsignore, ich empfinde zwar weder Pope noch Pfaffe als despektierlich, aber darum geht es nicht. Darum willfahre ich Ihnen gern. Ich möchte ich überdies bedanken, dass Sie hier schon seit Jahren einen ruhigen und sachlichen Ton haben, obwohl Sie in letzter Zeit für ihren rechten, katholischen und apostolischen Glauben auch schon übel angefeindet worden sind.


2

0
 
 SCHLEGL 16. September 2016 
 

@ Veritasvincit

Eine römisch-katholische Trauung OHNE den Priester ist nur dann gültig, wenn ein Priester 6 Monate physisch, oder moralisch unerreichbar ist(Missionsgebiete) und die Brautleute vor 2 Zeugen bekennen, dass sie nach katholischem Verständnis eine UNAUFLÖSLICHE Ehe eingehen.Msgr. Franz Schlegl


5

0
 
 SCHLEGL 16. September 2016 
 

@Magnus Maxentius

Darf ich Sie ersuchen, im Zusammenhang mit einem Priester des byzantinischen Ritus (ganz gleich, ob griechisch katholisch, oder orthodox) den Ausdruck "POPE" zu vermeiden. In den meisten orthodoxen Ländern gilt das nämlich alles ARGES SCHIMPFWORT, etwa dem Wort "PFAFFE" zu vergleichen! In Wien gab es einmal einen handfesten Skandal, als bei einem ökumenische Wortgottesdienst ein evangelischer Pastor die "POPEN" der Orthodoxen Kirche begrüßte. Damit war der Gottesdienst geschmissen.Msgr.Erzpr. Franz Schlegl


5

0
 
 Magnus Maxentius 16. September 2016 

@Veritasvincit

Es im lateinischen Ritus nicht um den Priester als solchen, sondern um den ordentlichen Stellvertreter des Bischofs, der in dessen Auftrag in einem Seelsorgsgebiet die Eheassistenz (man beachte den Ausdruck: es wird nicht gespendet - das tun die Brautleute selber -, sondern "beigestanden") vorgenommen wird. In der Regel ist der ordentliche Stellvertreter des Bischofs der Ortspfarrer der Braut oder des Bräutigams. Dieser kann die Assistenz örtlich (in eine andere Pfarre) oder personell (an einen anderen vom Bischof Beauftragten, d.h. auch möglicherweise an eineN LaieIn oder Diakon) delegieren.
Das Ehesakrament spenden sich nach wie vor die Brautleute selber, im Notfall auch ohne Assistenz (z.B. wenn die Brautleute auf einem untergehenden Schiff sind und sich aus Liebe noch das Jawort geben wollen). Die Verpflichtung auf die kirchliche Eheassistenz (durch die Entgegennahme des Jahrwort durch einen kirchl. Beauftragten) gibt es ohnehin erst seit dem Trienter Konzil.


1

0
 
 Veritasvincit 16. September 2016 

Gültigkeit der Ehe?

Wie steht es jetzt bei uns mit der Gültigkeit der Ehe, wenn bei der Trauung kein Priester mitwirkt?


2

0
 
 SCHLEGL 16. September 2016 
 

Katholische Ostkirchen

Es war bereits der heilige Papst Johannes Paul II,der die "praestantia ritus latini = Vorrang des lateinischen Ritus" in der Missionsarbeit abgeschafft hat. In Indien etwa (Bundesstaat Kerala) sind die Syro-Malabaren wesentlich stärker als die Lateiner und viel erfolgreicher in der Missionsarbeit, weil die Würde und Ehrfurcht des westsyrischen Ritus der Haltung der Inder entgegenkommt.
Für Katholische Orientalen ist der Priester in gewisser Weise der Spender des Ehesakramentes, ohne dessen Segen, begleitet mit den Worten "Was Gott zusammengefügt, soll der Mensch nicht trennen", ist im byzantinischen Ritus die Trauung ungültig!Msgr. Franz Schlegl


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Marx bleibt Koordinator des Vatikanischen Wirtschaftsrats
  2. China: Wie es der regimetreuen und der Untergrund-Kirche zwei Jahre nach dem Abkommen ergeht
  3. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  4. Medien: Früherer Nuntius in Paris soll vor Gericht
  5. Kurienerzbischof Paglia retweetet Foto mit mehreren nackten Erwachsenen und Kindern
  6. Vatikan lässt Mobilgeräte von Banker beschlagnahmen
  7. Kardinal Zen: Keine Antwort auf ‚dubia’ zu China
  8. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung
  9. Sarah: „Ich freue mich, meine Aufgabe fortführen zu können“
  10. Vatikan entlässt Investmentbanker aus Untersuchungshaft








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  6. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  7. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  10. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  11. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  12. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  13. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  14. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  15. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz