Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  10. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  15. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern

Wandernde Heilige Pforte auf den Salomon-Inseln

7. September 2016 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Es gab eine noch nie dagewesene Teilnahme an der Liturgie“, zieht Bischof Capelli Bilanz. Von Mónica Zorita de la Morena und Maria Lozano (Kirche in Not)


Gizo-München (kath.net/KIN) Mit der Heiligen Pforte auf den Schultern, von Insel zu Insel und von Dorf zu Dorf – so wurde das Jahr der Barmherzigkeit in der Diözese Gizo auf den Salomon-Inseln südöstlich von Neuguinea gefeiert. Einige Mitarbeiter in der Diözesanseelsorge in Gizo dachten sich: Wenn die verstreut lebenden Inselbewohner nicht zur Kathedrale kommen können, um die Heilige Pforte zu durchschreiten, dann sollte die Heilige Pforte auf Reise durch die Pfarreien und die Dörfer gehen, um zu den Menschen zu gelangen. „Auf diese Weise brachte die Heilige Pforte zwei Monate lang Vergebung und Versöhnung in 20 Dörfer“, erklärte Bischof Luciano Capelli von Gizo gegenüber der Päpstlichen Stiftung „Kirche in Not“. Es handelt sich um eine schlichte Türe aus hellbraunem Holz, die etwa zwei Meter hoch ist. Von ihren Maßen und dem Material her könnte sie die Haustüre eines Wohnhauses sein.

Mit einem sechs Meter langen Motorboot aus Holz wurde die Pforte von Insel zu Insel transportiert. „Wenn wir mit der Heiligen Pforte auf offener See unterwegs waren, dann waren meine Mitarbeiter und ich ergriffen. Doch waren die Überfahrten oft alles andere als beschaulich. Denn manchmal regnete es, manchmal hatten wir mit hohen Wellen oder starkem Wind zu kämpfen“, berichtet der aus Italien stammende Bischof.


In den Dörfern wurde die Heilige Pforte festlich empfangen: mit Blumen, Trachten und Tänzen. Männer traten als Krieger auf. „Mit weiß bemaltem Gesicht und einem Rock aus getrockneten Blumen führten sie eine bestimmte Choreografie vor, eine folkloristische Begrüßungszeremonie“, erläuterte Bischof Capelli, der dem Orden der Salesianer angehört. In jedem Dorf blieben der Bischof und seine Mitarbeiter zwei oder drei Tage.

An das Begrüßungsfest schloss sich ein Wortgottesdienst an. Im Mittelpunkt stand dabei das Jubiläum der Barmherzigkeit. Darauf folgte eine Gebetsvigil mit der Möglichkeit zur Beichte. Nach der Vigil wurden zerstrittene Menschen und Gruppen eingeladen, sich in Gesprächen zu verständigen und einander zu vergeben. „An diesen abgelegenen Orten gibt es weder Richter noch Rechtsanwälte. Sie kennen aber ‚Wiedergutmachungsfeiern‘“, erklärte der Bischof. In dieser Umgebung sei der Aufruf zu Vergebung und Versöhnung zentral in der Evangelisierungsarbeit der Kirche.

„Es gab eine noch nie dagewesene Teilnahme an der Liturgie“, zieht Bischof Capelli Bilanz. „Besonders bewegend war es, junge Menschen zu sehen, die alten Menschen, die nicht mehr gehen können, dabei halfen, die Barmherzigkeitspforte zu durchschreiten.“

Die Katholiken der Diözese Gizo schrieben an Papst Franziskus einen Dankbrief für das Jahr der Barmherzigkeit und gaben ihn Bischof Capelli mit, der das Schreiben inzwischen dem Papst überbracht hat. In dem Brief ist zu lesen: „Vielen Dank, Heiliger Vater, dass Sie das Heilige Jahr ausgerufen haben, das so sehr dazu beigetragen hat, die katholischen Gemeinden zu stärken. Danke, dass Sie uns die Gemeinschaft mit Rom und mit der Welt haben spüren lassen.“

Für sonstige Reisen greift Bischof Capelli lieber nicht auf Holzschiffe als Transportmittel zurück. Denn seine Diözese Gizo besteht aus mehr als 40 Inseln, die in einem Radius von 300 Kilometern verstreut sind. Um den etwa 11 000 Katholiken nahe sein zu können ist, erwarb er einen Ultraleichtflieger. Damit ist es ihm möglich, zu den entlegensten Orten der Region zu kommen. Die Menschen leben dort hauptsächlich vom Fischfang und der Landwirtschaft.

Das weltweite Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützt die Diözese Gizo seit Jahren mit unterschiedlichen Projekten, etwa mit Mess-Stipendien für Priester oder mit Hilfen für die Ausbildung von Seminaristen.

Um weiter in der Region helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden:

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Fotostrecke:
Ankunft der Heiligen Pforte auf einer Salomon-Insel


Bischof Luciano Capelli beim Öffnen der Heiligen Pforte auf einer
Salomon-Insel


Die Heilige Pforte beim Transport auf einer Salomon-Insel


Die Heilige Pforte wird mit einem folkloristischen Tanz begrüßt


Foto oben © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 AlbinoL 7. September 2016 

es gibt dazu auch ein Video...


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Barmherzigkeit

  1. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  2. Die Philippinen sind das erste Land, das sich der göttlichen Barmherzigkeit geweiht hat
  3. "Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben...?"
  4. Gottes Barmherzigkeit
  5. "Held der Nächstenliebe": Bub starb nach Corona-Pflege der Mutter
  6. Barmherzigkeitssonntag
  7. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  8. Die Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit
  9. Gottes Erbarmen kennt keine Grenzen
  10. Die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes







Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  3. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  4. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  5. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  6. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  7. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  8. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  9. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  12. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  13. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  14. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  15. Tantum ergo Sacramentum

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz