05 August 2016, 10:00
Glauben Katholiken an die Realpräsenz Gottes in der Eucharistie?
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Glaube'
Der amerikanische Autor Patrick Madrid erinnert sich an eine Begegnung mit einem Mormonen. Katholiken glauben nicht an die reale Gegenwart Gottes in der Eucharistie. Sie würden sonst viel mehr Ehrfurcht haben, sagte dieser.

Granville (kath.net/jg)
Der fehlende Respekt von Katholiken vor der realen Gegenwart Gottes in der Eucharistie macht die katholische Religion für Außenstehende unglaubwürdig. Diese Erfahrung machte der katholische Autor Patrick Madrid in einem Gespräch mit einem Mormonen. Er hat die Begegnung in seinem Buch „Life Lessons: Fifty Things I Learned in My First Fifty Years“ geschildert.

Werbung
Jesensky


Madrid hielt einen Vortrag über den katholischen Glauben. Am Ende der Veranstaltung kam ein Angehöriger der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen) auf ihn zu. Er könne sich nicht vorstellen, dass Katholiken tatsächlich glauben würden, was Madrid gerade über die Eucharistie gesagt habe, wandte er ein.

Er habe an einigen katholischen Hochzeiten und anderen Messen teilgenommen. „Ich habe Katholiken gesehen, die Kaugummi gekaut haben während sie zum Kommunionempfang gingen“, erzählte er. Andere hätten gelangweilt gewirkt oder anderen gewunken. Auch nach dem Empfang der Kommunion hätten sie desinteressiert und gleichgültig gewirkt, erinnerte sich der junge Mann.

Das sei nicht respektlos gemeint, er könne sich nur nicht vorstellen, dass die Katholiken wirklich glauben würden, was er gerade gehört habe, ergänzte er. Madrid musste sich eingestehen, dass die Beobachtungen des Mormonen in vielen Messen zutreffend seien.

„Würde ich glauben was ihr glaubt, wenn ich wirklich glaube dass das (die Eucharistie, Anm.) Gott selbst ist und nicht nur ein Symbol, würde ich mich auf die Erde werfen und ausgestreckt davor – vor ihm – liegen bleiben“, fuhr der junge Mann fort. Dieses Maß an Respekt habe er bei Katholiken noch nie gesehen. Deshalb nehme er an, dass sie nicht an die reale Gegenwart Gottes in der Eucharistie glauben würden, ergänzte er.

Die Lektion, die er daraus gelernt habe, sei folgende, schreibt Madrid. Aus reiner Bequemlichkeit, Selbstzufriedenheit und Ehrfurchtslosigkeit gegenüber dem Heiligen verwirren und „deevangelisieren“ Katholiken andere, die den Glauben nicht kennen.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Vorarlberg: 6-facher Familienvater wegen Kirchenbeitrag vor Gericht (114)

'Sexualitäten 2020' - Gaypropaganda im Grazer Priesterseminar? (58)

Feministische ‚Vagina-Monologe’ in Wiener Neustädter Kirche (43)

Querida Amazonia: Hoffnungsschimmer inmitten anhaltender Verwirrung (41)

Deutsche Verfassungsrichter erlauben geschäftsmäßige 'Sterbehilfe' (36)

Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer auf Konfrontation mit Rom (34)

Gabriele Kuby setzt sich gegen Deutschlandfunk durch (31)

Arche distanziert sich von ihrem Gründer und kündigt Aufklärung an (25)

„Alles, was Katholiken heilig ist, wird in den Dreck gezogen“ (25)

Papst trauert um Opfer von Anschlag in Hanau (24)

„Die meiste Angst vor islamischem Fundamentalismus haben Muslime“ (24)

Putin: ‚Wir haben Papa und Mama’ – Nein zur ‚Homo-Ehe’ (19)

Deutsche Bischofskonferenz: Auch Langendörfer tritt zurück! (16)

Kroatien: Generalstaatsanwalt tritt wegen Freimaurerei zurück (13)

Corona-Virus – Mailänder Dom vorläufig geschlossen (12)