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Prognose: 2030 ist China das Land mit den meisten Christen

27. Juli 2016 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Missionsgesellschaft OMF: In 14 Jahren sollen es 200 Millionen sein


Washington (kath.net/idea) In 14 Jahren wird China das Land mit den meisten Christen weltweit sein. Davon ist der Direktor für Mitarbeitergewinnung bei der evangelikalen Missionsgesellschaft OMF International (früher: China-Inlandmission), Rodney Pennington (Littleton/US-Bundesstaat Colorado), überzeugt. Er sagte gegenüber der Internetzeitung „Christian Post“ (Washington), dass in dem kommunistischen Land im Jahr 2030 200 Millionen Christen leben werden. In der fast 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik China soll es derzeit Schätzungen zufolge bis zu 130 Millionen Christen geben. Damit übertreffen sie die Zahl der 83 Millionen kommunistischen Parteimitglieder. Die USA sind derzeit das Land mit den meisten Christen (rund 226 Millionen). Die Zahlen sind aber seit Jahren rückläufig: 2010 waren es noch 247 Millionen.
Viele Chinesen glauben der maoistischen Ideologie nicht mehr
Die „Christian Post“ berichtet ferner von einem steigenden. Das hänge mit zwei geschichtlichen Ereignissen zusammen: der am 16. Mai 1966 begonnenen Kulturrevolution Mao Tse-tungs (1893–1976) und dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking im Jahr 1989. Millionen unschuldiger Menschen verloren während der Mao-Herrschaft ihr Leben. Daraufhin hätten viele Bürger nicht mehr der marxistisch-leninistischen und der maoistischen Ideologie geglaubt. Chinesische Christen seien bis heute der Meinung, das bei zunehmender Verfolgung auch die Erweckungen größer werden.
Die Christenverfolgung hat einen neuen Höchststand erreicht
Nach Angaben des China-Experten der Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen), Ulrich Delius, hat die Christenverfolgung aktuell einen neuen Höchststand seit der Kulturrevolution (sie endete 1976) erreicht. Auch tibetische Buddhisten und muslimische Uiguren müssten Einschränkungen ihrer Glaubensfreiheit hinnehmen. Die Kommunistische Partei verfolge die zunehmende Hinwendung der Chinesen zur Religion mit Sorge. Deswegen habe sie im Februar eine Richtlinie erlassen, nach der Mitglieder und ehemalige Funktionäre der Partei keine Religion praktizieren dürfen. Insbesondere in der Provinz Zhejiang (Südostchina), in der besonders viele Bürger Christen seien, stünden sie massiv unter Druck. Seit Januar 2014 seien mehr als 1.800 Kreuze von offiziell anerkannten Kirchen gewaltsam entfernt worden.



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