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Genderismus in keiner Sprache so heftig betrieben wie im Deutschen

21. Juli 2016 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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Experten kritisieren sprachliche Auswüchse dieser Ideologie


Erlangen/Köthen (kath.net/idea) Scharfe Kritik an Auswüchsen des Genderismus in der deutschen Sprache haben Experten geübt. Sie äußerten sich auf dem „Köthener Sprachtag“, wie die Zeitung „Deutsche Sprachwelt“ (Erlangen) berichtet. Der Genderismus behauptet, dass es nicht nur Mann und Frau gebe, sondern zahlreiche geschlechtliche Orientierungen. Hinter dem sogenannten Gender-Deutsch steht der Versuch, Diskriminierungen der Geschlechter in der Sprache zu verhindern. Die Sprachwissenschaftlerin Annelies Glander (Wien) sagte, der Genderismus werde in keiner Sprache so heftig betrieben wie im Deutschen – „und dies militant von Frauen“. Es gebe keine Universität mehr ohne einen Lehrstuhl für Gender-Studien.


Der Autor des Buches „Werden alle Menschen Schwestern?“, Norbert Dörner (Hannover), nannte Beispiele für den „Irrsinn des Genderns“. Dazu gehöre die politisch-korrekte Straßenverkehrsordnung, in der die Fußgänger den „zu Fuß Gehenden“ weichen mussten. Statt von Studentenfutter spreche man jetzt von „Studierendenfutter“. Auffallend sei jedoch, dass negativ besetzte Ausdrücke wie „Taschendieb“ und „Terrrorist“ nicht gegendert würden. Laut Dörmer steht hinter der Gender-Ideologie der Versuch, den geschlechtslosen, austauschbaren, manipulierbaren Menschen zu formen.

Hinter der Gendersprache steht eine „Gleichheitsreligion“

Der Vorsitzende des Bürgerrechtsvereins AGENS, Eckhard Kuhla (Syke bei Bremen), vertrat die Ansicht, dass hinter der Gendersprache eine „Gleichheitsreligion“ stehe. Deren Ziel sei „eine Gesellschaft ohne Individualitäten, ohne Differenzen in einer spannungsfreien Harmonie“.

Zu den Interessengruppen, die die Gendersprache für ihre Zwecke nutzen wollten, gehöre die Homosexuellen-Lobby. Kuhla rief dazu auf, sich gegen das Gender-Deutsch zu wehren.

Der Sprachtag findet jedes Jahr im anhaltischen Köthen statt. Ausrichter ist die „Neue Fruchtbringende Gesellschaft“. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die deutsche Sprache als Amts-, Kultur-, Landes- und Wissenschaftssprache zu pflegen, zu schützen und weiterzuentwickeln.


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