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In Europa nimmt die Diskriminierung von Christen zu

30. Juni 2016 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Vorfälle auch in Österreich und Deutschland - Deutschland: Vandalismus und Schändungen von Kirchen und Kapellen, Angriffe von Linksradikalen - Österreich: Erzieherin entlassen, weil sie den Kindern Weihnachten erklärte


Wien (kath.net/idea) Die Diskriminierung von Christen aus religiösen und ethischen Gründen hat im vergangenen Jahr in Europa zugenommen. Ein Grund dafür sind die Übergriffe auf christliche Flüchtlinge vor allem durch Muslime in Asylbewerberheimen. Das belegt das Wiener „Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen“ in seinem am 28. Juni veröffentlichten Bericht für das Jahr 2015. Es dokumentiert 180 Fälle (2014: 150), etwa gewalttätige Übergriffe auf Christen, Kirchen und Friedhöfe, antichristliche Beschimpfungen oder Diskriminierungen am Arbeitsplatz. Frankreich steht in der Erhebung mit 63 Vorfällen – vor allem Zerstörungen von Kirchen und Friedhöfen – an der Spitze, gefolgt von Deutschland mit 20, Italien mit 14 und Großbritannien mit 13. Die Direktorin der Beobachtungsstelle, Ellen Kryger Fantini, forderte nationale und regionale Behörden und Entscheidungsträger auf, die christlichen Flüchtlinge besser zu schützen. Sinnvoll könne es sein, die Religionszugehörigkeit in den Unterkünften zu erfassen. Die Mitarbeiter in den Heimen müssten über religiös motivierte Konflikte besser informiert werden. Als letztes Schutzmittel sollten eigene Unterkünfte für Christen dienen, so Fantini.


Deutschland: Demonstranten werden angegriffen

Zu den Übergriffen in Deutschland zählen Vandalismus und Schändungen von Kirchen und Kapellen, Angriffe von Linksradikalen auf Eltern in Hamburg, die gegen die Sexualerziehung an den Schulen protestierten, oder auf christliche Abtreibungsgegner beim „Marsch für das Leben“ in Berlin. Als intolerant wertet das Institut auch einen Vorgang in Bayern: Weil immer mehr muslimische Touristen aus dem Mittleren Osten in das Bundesland kommen, produzierte das Management der Zugspitzbahn ein Werbeprospekt ohne das Kreuz auf der Zugspitze.

Italien: Muslimische Flüchtlinge werfen Christen ins Meer

In Italien wurden 15 muslimische Flüchtlinge festgenommen, weil sie zwölf Christen auf dem Weg von Afrika nach Italien ins Mittelmeer geworfen und damit getötet hatten. Die Angeklagten kommen aus dem Senegal, der Elfenbeinküste, Mali und Guinea. Sie sind auf Sizilien inhaftiert und wegen vorsätzlichen Mordes aus religiösem Hass angeklagt.

Schweden: Abtreibungsgegnerin mit Islamisten verglichen

In Schweden hat die nationale Koordinatorin gegen gewalttätigen Extremismus, Mona Sahlin, in einer Diskussionsrunde eine christliche Hebamme verbal angegriffen. Sie hatte sich geweigert, bei Abtreibungen mitzuhelfen. Sahlin warf ihr vor, ihren Glauben in einer extremen Weise zu praktizieren. Das sei vergleichbar mit den Menschen, die für den „Islamischen Staat“ kämpften.

Großbritannien: Pfarrer zitiert Bibelverse und darf nicht mehr im Gefängnis arbeiten

In Großbritannien hat laut dem Dokumentationsarchiv ein Pfarrer in einem Gefängnis für Sexualstraftäter in einer Predigt Texte aus der Bibel zitiert, die sich mit dem Thema Sünde beschäftigten. Darunter sei auch ein Vers über Homosexualität gewesen. Damit verstieß er gegen Gleichstellungsgesetze und durfte aus diesem Grund nicht mehr dort arbeiten.

Österreich: Erzieherin entlassen, weil sie den Kindern Weihnachten erklärte

In Österreich wurde eine Erzieherin eines staatlichen Kindergartens in Wien entlassen, weil sie die religionsneutrale Haltung der Einrichtung verletzt haben soll. Nach Informationen des Dokumentationsarchivs hatte sie den Kindern erklärt, dass Christen an Weihnachten die Geburt Jesu feierten. Das „Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen“ hat seit 2005 mehr als 1.600 Fälle von Diskriminierungen gegen Christen in Europa dokumentiert.

Christianophobie - Werden Christen in Österreich diskriminiert? Diskussion mit Paul Wuthe, Gudrun Kugler und Andreas Unterberger



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