02 Mai 2016, 12:30
Kuschelkurs mit dem Islam zu fördern ist verantwortungslos
 
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Vor wenigen Tagen hatte ein deutscher Kardinal diejenigen schlechtgemacht, die die Frage stellen wollten, ob der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar sei oder nicht. Ein Klartext von Bischof Andreas Laun

Salzburg (kath.net) Nicht die kalte, oder gar feindselige Trennung, wohl aber die klare Unterscheidung von Kirche und Staat, die Zusammenarbeit und Mitdenken zulassen sind das Ideal. Was das Mitdenken betrifft, ist vor allem zu denken an das, was Papst Benedikt im Berliner Reichstag die Fundamente des freiheitlichen Rechtsstaates genannt und erklärt hat. Daraus ergibt sich auch, wie Christen und alle Menschen angesichts einer Wahl tun sollten: nicht einer für sie „immer schon gewählten“ Partei folgen und auch nicht Vorurteilen der öffentlichen „Mehrheitsmeinung“, sondern sie sollten Parteien und Kandidaten nach den Kriterien ihres Gewissens prüfen – und dementsprechend wählen!

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Was das konkret heißen kann, lässt sich gut anhand einer wahren Geschichte anschaulich machen: Alte Freunde besuchten mich, wir sprachen von gemeinsamen Erinnerungen und, in Zeiten wie diesen, auch von der Wahl des neuen Bundespräsidenten in Österreich. Mein alter Freund, übrigens Altbürgermeister einer österreichischen Kleinstadt, meinte, er habe diesmal anders als sonst gewählt, und zwar Frau Gries. Ich war sprachlos! Ich fragte, ob er denn nicht wisse, dass sie im Vorstand von „Lamda“, der führenden Homosexuellen-Vereinigung Österreichs sei, ebenso wie Van der Bellen, der jetzt in die Stichwahl gekommen ist. Und dass beide auch für Abtreibung einstehen und die dämonische (Papst Franziskus) Gender-Theorie vertreten oder ihre Haltung dazu „wegschweigen“. Schweigen kann Sünde sein, aber auch Nichtwissen.

Die kleine Geschichte erinnert schmerzhaft an Vladimir Palko, der nachgewiesen hat: In vielen, ja fast in allen Ländern, in denen die Abtreibung freigegeben wurde und Homosexualität gefördert wird, haben christliche Politiker an den entsprechenden Gesetzen mitgewirkt! Was folgt: Es ist schuldhaft, sich vor einer Wahl nicht zu informieren, wofür die Kandidaten stehen! Das Wissen darüber zeigt: Bestimmte Parteien und Kandidaten sind nicht wählbar und um das zu erkennen muss man nicht Christ sein, es genügen der Verstand und das Gewissen! Dabei sollte man sich auch nicht von irgendeinem unbewiesenen Keulenargumenten“ bestimmter Kreise irre machen lassen, vor allem nicht, wenn diese ihre eigene ideologische Herkunft aus dem menschenverachtenden Kommunismus nie eingestanden und korrigiert haben! Es wäre ein Segen für Europa und die ganze Welt, wenn die die Wähler sich nach diesen Grundsätzen richteten, um dann ihre Stimmen abzugeben, gegründet auf Verstand und Glauben an Gott, der geduldig ist, aber Seiner auch nicht endlos spotten lässt.

Zur Beziehung Kirche und Politik gehört aber auch das einfache Prinzip: Leute der Kirche sind wie jeder Mensch verpflichtet, nicht moralisierend und ohne nötige Sachkenntnisse Politiker anzugreifen. So kürzlich geschehen, wenn ein deutscher Kardinal jene schlechtmacht, die die Frage stellen, ob der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar sei oder nicht. Zuerst müsste man doch fragen, was man mit „Islam“ meint, was im Islam enthalten ist. Religionsfreiheit ja, da sind wir uns alle einig, aber weiß der Kardinal z.B. nicht, was der Koran z.B. über die Frauen lehrt oder über das Töten von „Ungläubigen“? Auch das heutige Verhalten der Muslime zu den Juden müsste bedacht werden, vor allem auch wenn man sich erinnert, wie einig sich der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin Al-Husseini und Hitler waren! Der Kardinal sollte auch bedenken, dass es „den Islam“ nicht gibt so wenig wie „das Christentum“ und z.B. die „Alewiten“ eine ganz andere Gemeinschaft sind als Schiiten und Sunniten.

Nein, einen angeblich christlichen Kuschelkurs mit dem Islam zu fördern ist verantwortungslos. Wer nicht unterscheidet, der verwechselt, und das kann gefährlich sein. Das Zusammenleben mit Muslimen kann nur gut gehen, wenn sich diese von bestimmten Lehren des Koran und ihres Mohammeds deutlich distanzieren, wie das Juden und Christen mit einigen wenigen Sätzen ihrer gemeinsamen Bibel längst getan haben. Darauf müssen wir mit den Muslimen hinarbeiten, die den Mut dazu aufbringen. Gott sei Dank, es gibt auch solche, sie sind jene Vertreter dieser Religion, mit denen wir leben können! Kritische Vernunft, die sich am Gewissen und an den Geboten Gottes orientiert ist gefragt für richtiges Wahlverhalten und den Umgang mit anderen Religionen.







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