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Heinrich Timmerevers wird neuer Bischof von Dresden-Meißen

29. April 2016 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Als Weihbischof in Münster trat Timmerevers für Flüchtlinge, verfolgte Christen und andere religiöse Minderheiten im Nahen Osten ein, spricht sich für Einwanderungsgesetz aus. Von Sabine Kleyboldt und Johannes Schönwälder(KNA) UPDATE: VIDEOS


Münster/Dresden (kath.net/KNA) Heinrich Timmerevers stammt aus dem Oldenburger Münsterland. Dort ist er geboren und seit vielen Jahren im Dienst der Kirche tätig. Münster, wo er zum Priester und zum Bischof geweiht wurde, nennt er seine «zweite Heimat». Nun muss der Weihbischof im Osten Deutschlands neue Wurzeln schlagen. Als Nachfolger für den nach Berlin gewechselten Heiner Koch wird der 63-Jährige neuer Bischof des Bistums Dresden-Meißen.

Mit kirchlichen Führungsaufgaben ist Timmerevers fast schon wie ein Diözesanbischof vertraut. Seit 2001 leitet der hochgewachsene Theologe das Bischöflich Münstersche Offizialat für die Katholische Kirche im Oldenburger Land mit Sitz in Vechta. Dieses in Deutschland einmalige Konstrukt einer Bistums-Exklave zählt zwar zur Diözese Münster, hat aber eine große Eigenständigkeit - samt eigenem Etat. Es umfasst den niedersächsischen Teil der sonst in Nordrhein-Westfalen liegenden Diözese. In 40 Gemeinden von der Nordseeinsel Wangerooge bis Damme an der Grenze zum Osnabrücker Land leben gut 260.000 Katholiken.

Die künftige «Herde» des Oberhirten Timmerevers wird also deutlich kleiner sein. Das Bistum Dresden-Meißen zählt etwa 141.600 Katholiken, nur 3,5 Prozent der Gesamtbevölkerung sind katholisch. Die Protestanten kommen auf rund 20 Prozent. Timmerevers' Erfahrungen in der Ökumene werden somit gefragt sein. Im Offizialat Vechta wurde bereits im Januar 1966, kurz nach Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), Deutschlands erster ökumenischer Arbeitskreis auf der Ebene der Kirchenleitungen gegründet. Seit seinem Amtsantritt als Offizial vor 15 Jahren traf Timmerevers regelmäßig mit dem evangelischen Oldenburger Landesbischof zusammen.


Geboren wurde Timmerevers am 25. August 1952 in Garrel-Nikolausdorf (Kreis Cloppenburg) als ältester Sohn einer Landwirtsfamilie. «Selbstverständlich katholisch» waren sein Zuhause und das ganze Dorf, wie er selbst einmal erzählte. Nach einem Studium der Theologie und Philosophie in Münster und Freiburg im Breisgau weihte Münsters Bischof Reinhard Lettmann (1933-2013) ihn 1980 zum Priester. 1984 berief Lettmann ihn zum stellvertretenden Leiter am Theologenkonvikt Collegium Borromaeum in Münster und zum Domvikar. Von 1989 bis zu seiner Bischofsweihe 2001 war Timmerevers Pfarrer in Visbek.

In der Deutschen Bischofskonferenz ist Timmerevers Beauftragter für die Geistlichen Gemeinschaften und Mitglied der Kommission für geistliche Berufe und Kirchliche Dienste. Wie sein Vorvorgänger in Dresden, Bischof Joachim Reinelt, gehört er der neuen geistlichen Bewegung der «Fokolare» an. Der künftige Dresdner Bischof gilt als offen, freundlich und den Menschen zugewandt. Einen ersten Eindruck von ihm können sich die Katholiken seines neuen Bistums bereits beim 100. Deutschen Katholikentag machen, der Ende Mai in Leipzig stattfindet.

Als Weihbischof trat Timmerevers für Flüchtlinge, verfolgte Christen und andere religiöse Minderheiten im Nahen Osten ein. Er spricht sich für ein Einwanderungsgesetz aus. Das solle «Deutschland als offenes Land zeigen und zugleich den Druck der illegalen Migration mindern». Das Land müsse eine Willkommenskultur schaffen - nicht nur für Menschen, die dem Land und seinem Wohlstand nutzen.

Auch mit dem Projekt «Würdenträger - weil jeder Würde trägt» wurde der Weihbischof bekannt. Auf seine Initiative hin wandten sich dabei verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegen jede Art von Diskriminierung. «Haltungen, die rechtsextremer Ideologie entspringen, haben in der Kirche keinen Platz», so Timmerevers. Mit dieser Haltung dürfte er in seiner künftigen sächsischen Heimat auch bei dem einen oder anderen anecken.

Bistum Münster - Neuer Bischof für Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, im Interview: Nach Lesen der Anfrage ´bin ich erst mal in die Kapelle´


kirchensite-TV - Großer Respekt vor christlichen Glaubenszeugen in bedrängten Zeiten, auch heute - Heinrich Timmerevers Bischof design. Dresden-Meißen


(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto Bischof des. Timmervers (c) Bistum Münster



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Lesermeinungen

 Adson_von_Melk 30. April 2016 

Aber @Doda, von linksextremen Haltungen glaubt doch

gar niemand, dass die in der Kirche Platz haben. Bei rechtsextremen Haltungen ist das leider Gottes mancherorts anders.


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 Chris2 29. April 2016 
 

Gottes Segen,

den Beistand des Heiligen Geistes und urkirchlichen Glaubenseifer dem neuen Bischof. Im Übrigen ist inzwischen vermutlich ganz Deutschland Diaspora (zumindest, wenn ich meine zufälligen Besuche in mir unbekannten Pfarreien ehemals katholischer Hochburgen hochrechne). Was Kirche und Politik angeht, kann ich @doda nur zustimmen. Erstaunlich, was inzwischen alles als 'rechts' verdammt wird (nicht zuletzt wohl auch, um die virtuelle 'Bedrohungslage' - und damit entsprechende Geldflüsse -aufrechtzuerhalten), während man auf dem linken Auge blind ist. Und das dritte Auge für die offensichtlichen weltweiten Folgen des Islamismus muss Gott unseren Meinungsmachern wohl erst noch einpflanzen...


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 doda 29. April 2016 

Hoffnungsvoll!?

"Auf seine Initiative hin wandten sich dabei verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegen jede! Art von Diskriminierung. «Haltungen, die rechtsextremer Ideologie entspringen, haben in der Kirche keinen Platz», so Timmerevers."
Wenn sich auf Initiative von Bischof Timmervers verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegen jede! Art von Diskriminierung wandten und er sogleich sagte, daß Haltungen die rechtsextremer Ideologie entspringen in der Kirche keinen Platz haben, werden wir doch ganz sicher als Nächtes von ihm hören:"Haltungen, die linkssextremer Ideologie entspringen, haben in der Kirche keinen Platz."
Ganz sicher, der Wahrhaftigkeit wegen.


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 br.damianus 29. April 2016 
 

schade

er war uns immer ein guter auxiliarbischof :( ein verlust für uns.


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 H. Camara 29. April 2016 
 

Endlich

Ich wünsche dem neuen Bischof Gottes Segen und viel Kraft für seine neuen Aufgaben!
Nach der kurzen Beschreibung seiner Person klingt es, als habe das Bistum Dresden-Meißen einen passenden und würdigen Nachfolger bekommen.


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