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Erzbischof Schick betont gemeinsamen Auftrag der Kirche

19. April 2016 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Bamberger Erzbischof kritisiert bei evangelisch-lutherischer Landessynode gravierende Unterschiede in der Ethik hinsichtlich des vorgeburtlichen Lebens, pränataler Untersuchungen, Sterbehilfe, Menschen mit Behinderung


Bamberg/Ansbach (kath.net/bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat vor der Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche zu mehr Anstrengung für die Einheit der Christen aufgerufen. Christen könnten das Wort Gottes viel überzeugender verkünden und sich noch erfolgreicher für eine humanere Gesellschaft in Deutschland und weltweit einsetzen, „wenn die Christenheit in Einheit sprechen und handeln könnte“, sagte Schick am Montag in Ansbach bei seinem Grußwort (im Foto mit Landesbischof Bedford-Strohm).

Die globalisierte Welt drifte trotz der Kommunikations-, Informations- und Reisemöglichkeiten in den geistigen und geistlichen, ethischen und moralischen Dimensionen auseinander. Auch die Religionen Islam, Judentum, Christentum, aber auch Buddhismus und Hinduismus entfernten sich eher als dass sie sich annäherten. Auch in der Ethik herrschten gravierende Unterschiede hinsichtlich des vorgeburtlichen Lebens, der Gentechnik und der pränatalen Untersuchungen und ihrer Konsequenzen, ebenso bei den Fragen der Sterbehilfe oder dem Umgang mit Menschen mit Behinderung. Besonders in den gesellschaftsrelevanten Aufgaben sei die Einheit der Kirchen erforderlich. „Das Evangelium ist ein Ferment der Einheit für unsere Menschheit und ihre Zukunft.“


Schick rief die Synodalinnen und Synodalen auf: „Bei allem, was Sie in diesen Tagen tun, reden und beten, nehmen Sie auch die Einheit der Christen in den Blick.“ Der gemeinsame Auftrag Jesu, allen Menschen die Frohe Botschaft zu verkünden und das Reich der Gerechtigkeit und des Friedens auszubreiten, müsse katholische, evangelische und orthodoxe Kirchen gleichermaßen bewegen. „Die Herausforderung unserer Zeit erfordern die Einheit der Christen“, sagte Schick und fügte hinzu: „Möge die Synode dazu beitragen, dass die Einheit der Christen voranschreitet.“

Die Kirche werde nur lebendig bleiben, wenn bei abnehmenden Hauptamtlichen sich immer mehr getaufte Christen für das kirchliche Leben engagieren.

Für die Teilnehmer der Synode erbat der Erzbischof den Segen Gottes, „damit Sie vom Geist Jesu Christi geleitet erkennen und beschließen, was der Geist heute seiner Kirchen sagen will“.

Foto EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm und Erzbischof Schick (c) Erzbistum Bamberg


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