Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

‘Not der Ukrainer ist Appell an unsere Nächstenliebe’

10. April 2016 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Kirche in Not“ begrüßt Aufruf von Papst Franziskus.


München (kath.net/ KiN)
Das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ begrüßt den Aufruf von Papst Franziskus zur Solidarität mit den Christen in der Ukraine. In einer Ansprache am Sonntag nach Ostern sagte er: „Ich denke (…) an das Drama derer, die unter der Gewalt in der Ukraine leiden.“ Er erinnerte an die tausenden Todesopfer und wies auf das Schicksal der Menschen hin, die in dem seit Jahren schwelenden Konflikt Heimat, Hab und Gut verloren haben. „Betroffen sind vor allem die Kinder und alten Menschen. Ich begleite sie ständig mit meinen Gedanken und mit meinem Gebet“, sagte der Papst. Um den Menschen in der Ukraine beizustehen, rief Franziskus am 24. April eine Sonderkollekte in allen katholischen Kirchen Europas aus.

„Wir freuen uns sehr, dass Papst Franziskus das Schicksal unserer Glaubensgeschwister in der Ukraine wieder medial präsent macht“, sagte die Geschäftsführerin der deutschen Sektion von „Kirche in Not“, Karin Maria Fenbert. Das Hilfswerk ist seit vielen Jahren vor Ort aktiv. Es fördert unter anderem den Bau und die Renovierung von Kirchen und Klöstern, die Ausbildung von Priestern und Katecheten sowie die Arbeit der Pfarrgemeinden und leistet Hilfe für Bedürftige. „Die Kirche in der Ukraine gehört zu denen, die wir am meisten unterstützen“, erklärte Fenbert. Dafür gebe es gute Gründe: „Nach Jahrzehnten des Kommunismus sind nach wie vor nicht nur viele Kirchen in einem desolaten Zustand, auch viele Menschen sind geistlich heimatlos. Zum anderen ist die erschreckende Not der Menschen ein lauter Appell an unsere christliche Nächstenliebe“, so Fenbert.


So zum Beispiel auf der Krim, wo es nach wie vor zu Gefechten kommt. Die Lage vieler Familien dort sei dramatisch, so Weihbischof Jacek Pyl aus Odessa-Simferopol: „Die Preise für Lebensmittel sind dramatisch gestiegen. Die Menschen können sich das nicht leisten, denn die wenigsten haben Arbeit.“ Die Wirtschaft sei aufgrund des Konflikts zusammengebrochen, auch die Häfen – einst Arbeitsplatz tausender Krim-Bewohner – seien weitgehend geschlossen. Mit Hilfe von „Kirche in Not“ beschafft das Bistum Medikamente und Lebensmittel, um das Überleben der Ärmsten zu sichern und ihnen eine Perspektive in ihrer Heimat zu geben.

Doch je länger der Konflikt dauert, desto mehr Menschen fliehen. Zum Beispiel nach Lemberg (L´viv) in der Westukraine. Das dortige Erzbistum hat Suppenküchen eingerichtet und verteilt Nahrungsmittel an Flüchtlinge und Bedürftige – ungeachtet ihrer Konfession. Da viele Menschen traumatisiert sind, Familienmitglieder verloren haben oder sich um ihre Angehörigen in der Armee sorgen, sei die pastorale Begleitung genauso wichtig wie die materielle Hilfe, betont der Erzbischof von Lemberg, Mieczyslaw Mokrzycki: „Die Familien von Soldaten versorgen wir nicht nur mit Nahrungsmitteln, sondern betreuen sie auch seelsorglich.“

Dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt, davon zeugen Klöster und Ordensleute. Das geistliche Leben der 20 Benediktinerinnen von Zhytomir in der Ostukraine zieht viele Menschen an, besonders junge Frauen. Sie machen Exerzitien im Kloster oder suchen den geistlichen Rat der Schwestern. Das Kloster leitet auch eine Kunstschule für Kinder. Ebenso gibt es Werkstätten für die Herstellung liturgischer Gewänder oder für Ikonenmalerei sowie eine Hostienbäckerei. Das sichert den Schwestern ein Leben am Existenzminimum. „Kirche in Not“ unterstützt dieses geistliche Zentrum seit fast drei Jahrzehnten.

Menschen Nahrung für den Glauben geben – das steht auch bei einem Projekt der ukrainisch griechisch-katholischen Erzeparchie Kiew im Mittelpunkt. Sie umfasst große Teile der Zentralukraine, rund 24.000 Gläubige werden dort von nur 43 Priestern betreut. Der Rektor des Kiewer Priesterseminars, Petro Zhuk, spricht von einem „Missionsterritorium“, zumal viele Menschen nach den Jahrzehnten des Kommunismus erst langsam in das kirchliche Leben hineinwachsen müssten. „Eine der wichtigsten und erfolgreichsten Früchte unserer Arbeit sind die christlichen Sommerlager für Jugendliche“, erklärt Zhuk. Jahr für Jahr nehmen rund 1300 junge Menschen daran teil. Dabei steht neben der erlebten Gemeinschaft auch die Glaubensunterweisung im Vordergrund. Die Früchte sprächen für sich, freut sich Petro Zhuk: „Die Jugendlichen wurden zu den aktivsten Pfarreimitgliedern, zu überzeugten Christen und bekamen eine solide Grundlage für ein erfülltes Leben nach der christlichen Morallehre. Diese pastorale Arbeit wäre ohne die Wohltäter von ,Kirche in Not‘ nicht möglich.“

Foto: Benediktinerinnen von Zhytomir (Ostukraine) in der Paramentenwerkstatt © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  2. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  3. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  4. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  5. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  6. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  7. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  8. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  9. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  10. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  3. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  4. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  5. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  6. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  7. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  8. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Die Wintersonne der Vernunft
  11. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  12. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  13. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  14. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz