Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Jürgen Moltmann: Angst ist eine Vorwegnahme des Terrors

5. April 2016 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der evangelische Theologieprofessor sieht in der Hoffnung eine große Kraft


Tübingen (kath.net/idea) Der evangelische Tübinger Theologieprofessor Jürgen Moltmann hat dazu aufgerufen, trotz der aktuellen Kriege und Ungerechtigkeiten hoffnungsvoll zu bleiben. Er sagte im Interview mit der Stuttgarter Zeitung: „Angst ist eine Vorwegnahme des Terrors. Hoffnung ist eine Vorwegnahme der Freude.“ Die Furcht vor einem „wie auch immer gearteten Weltuntergang“ lähme: „Nichts befördert einen Weltuntergang so sehr wie die Angst vor ihm.“ Man überwinde die Furcht, indem man Enttäuschungen akzeptiere und das Leben liebe: „Nichts zu hoffen bedeutet nicht zu leben.“ Moltmann rief auf, die bereits geschehenen politischen Wunder nicht zu vergessen. „Niemand hatte die deutsche Einheit erwartet, und plötzlich war sie da.“ Die halbe Welt sei einst vom Kommunismus beherrscht gewesen und sei daran nicht zugrunde gegangen. Auch die Überwindung der Apartheid in Südafrika zeige, dass auf dieser Welt „überraschend Positives“ passiere.


Evangelische Kirche könnte an ihrer eigenen Harmlosigkeit sterben

Eine Beteiligung der Bundeswehr an der Bekämpfung der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) lehnte Moltmann ab. Der Einsatz in Afghanistan habe gezeigt, dass mit militärischen Mitteln nichts erreicht werden könne: „Warum versuchen wir es nicht mal mit Friedensdiensten und Versöhnungsdiensten?“ Der IS sei in den Köpfen und Herzen von Menschen entstanden und könne auch nur dort bekämpft werden. Dass die meisten nach Deutschland kommenden Flüchtlinge Muslime sind, bereite ihm keine Sorgen: „Christus ist nicht gegen die Muslime, sondern für sie gestorben. Das muss die Haltung von gläubigen Christen gegenüber den Muslimen prägen.“ Moltmann kritisierte ferner die evangelische Kirche. Sie laufe Gefahr, an ihrer eigenen Harmlosigkeit zu sterben: „Wir sagen zu allem Ja, zeigen für alles Verständnis. Wir müssen wieder deutlich Nein sagen, etwa zu Pegida und anderen fremdenfeindlichen Gruppierungen.“

Jesus ist auferstanden

Auf die Frage, wie er sich die Zeit nach dem Tod vorstelle, sagte Moltmann: „Ich bin neugierig, was ich sehen werde.“ Es werde kein „Nichts“ eintreten: „Jesus ist auferstanden. Wir werden ihm folgen, ob wir an ihn glauben oder nicht.“ Moltmann feiert am 8. April seinen 90. Geburtstag. Er gehört zu den bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen unter anderen „Theologie der Hoffnung“ (1964), „Der gekreuzigte Gott“ (1972) und „Kirche in der Kraft des Geistes“ (1975).


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz