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Die höhere (?) Ebene mancher Theologen

17. März 2016 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
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Auf der höheren (?) Ebene der Theologen hat es in den letzten 50 Jahren schon öfters „Erklärungen“ und „Memoranden“ im Widerspruch zur Kirche und zu ihrer Lehre gegeben. Erst kürzlich wieder … kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) In einer diözesanen Zeitschrift schreibt, jetzt unmittelbar vor der Endredaktion der Familien-Synode durch den Papst selbst, ein Priester, der fast gleichzeitig von seinem Bischof in ein höheres Amt berufen worden ist, zum Thema „Barmherzigkeit in der Seelsorge“: Eine solche wäre es, indem „Geschiedenen bei ziviler Wiederverheiratung eine nichtsakramentale Segnungsfeier ermöglicht wird. Glauben wir doch an einen Gott, der sich nicht heraushält aus dem Lebensbund zweier Menschen, die ihn einladen und einlassen“. Also Gott soll segnen ausgerechnet den Augenblick, in dem Menschen beschließen, gegen Sein Gebot zu handeln? Ist das die gemeinte „Barmherzigkeit“ oder nicht doch nur Blindheit und Ungehorsam, die nicht besser sind deswegen, weil sie heute weit verbreitet sind? Ist es Barmherzigkeit, die Seelsorge von der Wahrheit zu trennen? Ist Wahrheit unbarmherzig?

Was der hl. Papst Johannes Paul II. dazu geschrieben hat, weiß der Verfasser des Beitrags wohl nicht oder will es gar nicht wissen. In Familiaris consortio Nr. 84 heißt es nämlich: „Die erforderliche Achtung vor dem Sakrament der Ehe, vor den Eheleuten selbst und deren Angehörigen wie auch gegenüber der Gemeinschaft der Gläubigen verbietet es jedem Geistlichen, aus welchem Grund oder Vorwand auch immer, sei er auch pastoraler Natur, für Geschiedene, die sich wiederverheiraten, irgendwelche liturgischen Handlungen vorzunehmen.“ Der Papst begründet: „Sie würden ja den Eindruck einer neuen sakramental gültigen Eheschließung erwecken und daher zu Irrtümern hinsichtlich der Unauflöslichkeit der gültig geschlossenen Ehe führen.“

Auf der nächsten Seite derselben Zeitschrift berichtet eine Frau in neutral-wertfreiem Ton, dass die jungen Menschen heute ihr Frau- oder Mannsein „freier und selbstbestimmter“ leben als ihre Eltern und Großeltern. „Wie schön“, möchte man rufen! Oder kommen nicht böse Ahnungen bezüglich einer tiefgehenden Abweichung von der Lehre der Kirche auf? Und nur einige Zeilen weiter spricht die Verfasserin über Sex und Gender und warnt davor, die Dinge zu vermischen. Was sie damit meint, verrät sie nicht, aber dass Papst Franziskus die Gender-Ideologie „dämonisch“ genannt hat, scheint sie entweder nicht zu wissen oder es ist ihr gleichgültig. Irgendeine kritische Anmerkung gibt sie jedenfalls nicht!


Und immer noch in derselben Zeitschrift wird der Leser belehrt, dass die Liebe im Christentum und die Barmherzigkeit im Islam doch eigentlich dasselbe sind! Oder doch nicht, wenn der Verfasser wüsste, dass die Barmherzigkeit Allahs im Islam nur Muslimen gilt, nicht Andersgläubigen? Oder weiß er es nur deswegen nicht, weil es „so“, Christentum und Islam sind darin gleich, politisch viel korrekter wäre? Dass man bei all dem auch ein gemeinsames christlich-muslimisches Beten organisiert hat, wundert nicht mehr, auch wenn Joseph Ratzinger, noch als Kardinal, diese Möglichkeit ausgeschlossen hat, insofern solches multireligiöses Beten fast „zwangsläufig zur Auflösung wirklichen Glaubens an Jesus Christus führt!

Wenn man das liest, denkt man auch an moderne „Religionsbücher“, in denen nicht nur einmal der Islam zitiert wird, sondern oft und stets wohlwollend, niemals kritisch und schon gar nicht missionarisch.

Dazu passt dann auch dies: Im Rahmen einer Firmvorbereitung lud die „katholische Jugend“ einen in der Gegend beliebten Islam-Lehrer ein, einen Workshop über den Islam zu halten. Begründung: Damit die Firmlinge mit ihren muslimischen Mitschülern über ihre jeweilige Religion reden können. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass in modernen Religionsbüchern ständig auch auf den Islam Bezug genommen wird – nicht kritisch natürlich, ohne den Wunsch, Muslime mit Jesus Christus bekannt zu machen und ohne Gedanken an den eigenen Glauben, den die meisten Jugendlichen ohnehin nicht kennen. Darf man sich nicht „Sorge um die Seelen“ dieser Kinder und der Verantwortlichen machen? „Bewahre uns vor Verwirrung und Sünde“, betet der Priester in der hl. Messe, weil die Verwirrung, auch die gut gemeinte, der Sünde sehr oft vorausgeht und ihr die Türe öffnet. Dass solche Verwirrung zu stiften und zuzulassen selbst Sünde ist, bedarf keiner Erklärung.

Ein Religionslehrer in Tirol lässt die Kinder eine Stunde vor einer Buddha-Statue meditieren! Ein Mädchen betet in dieser Zeit still den Rosenkranz. Wahrscheinlich meldet sich das Kind im Einverständnis mit ihrer Mutter von diesem Religions-Unterricht ab. Ist das kleinlich oder nicht doch richtig, wenn man das Glaubensbekenntnis der Kirche voraussetzt?

Auf der höheren (?) Ebene der Theologen hat es in den letzten 50 Jahren schon öfters „Erklärungen“ und „Memoranden“ im Widerspruch zur Kirche und zu ihrer Lehre gegeben. Erst kürzlich wieder: Unter dem Titel „Das Konzil ‚eröffnen’“ fand von 6. bis 8. Dezember 2015 ein Kongress deutscher Theologen an der Katholischen Akademie Bayern in München statt. Im Schlussdokument wird unter anderem vorgeschlagen, dass die Menschenrechte „innerkirchlich umgesetzt werden“, die nach Meinung der Autoren eben nicht umgesetzt sind, und dann fordern sie ihre Theologie „neben dem Lehramt der Bischöfe als unverzichtbares Lehramt in der Kirche“ zu sehen und dieses durch neue, „synodalen Strukturen“ in der Kirche zu verankern. Was die missachteten Menschenrechte betrifft, nennen sie besonders die Gewissensfreiheit, die sie, allerdings nicht verstanden haben: Das Konzil widersprach nicht früheren lehramtlichen Entscheidungen, sondern setzte diese voraus und ergänzte sie: Verurteilt ist und bleibt die „Gewissensfreiheit“ vom Gewissen und vom Anspruch der Wahrheit, gelehrt hat das Konzil die Freiheit des Gewissens, die Freiheit von äußerem Druck!

Diese und viele andere Wunden der Kirche werden sich mit neuen Arbeitskreisen, Steuerungsgruppen und anderen administrativen Maßnahmen nicht heilen lassen. Es ist zu befürchten, dass es nur mit ganz altmodischen und unpopulären „Methoden“ wie Umkehr, Sühne, Reue gehen wird, mit Hilfe heiliger Menschen in der Hierarchie und unter den Laien, einfach durch Treue zu Jesus Christus und Seiner, nicht unserer Kirche, durch Hören auf die heiligen Zeugen, die der Himmel uns in den letzten 100 Jahren so zahlreich geschickt hat.

kath.net-Buchtipp
Klartext III - Dialog mit dem Zeitgeist
Von Andreas Laun
Taschenbuch, 104 Seiten
2014 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-902686-59-6
Preis 8.90 EUR

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Interview mit Bischof Andreas Laun: Gott wirkt in unserem Leben



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