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Benedikt XVI. lobt Franziskus' Einsatz für Barmherzigkeit

16. März 2016 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
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Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich erstmals öffentlich über seinen Nachfolger Franziskus geäußert.


Rom (kath.net/KNA) Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich erstmals öffentlich über seinen Nachfolger Franziskus geäußert. In einem jetzt in Italien erschienenen Buch würdigt er dessen Kurs der Barmherzigkeit. Indem er diese in den Mittelpunkt seines Pontifikats stelle, bestätige er dieses zentrale Anliegen der Kirche, so Benedikt XVI. «Seine pastorale Praxis kommt gerade darin zum Ausdruck, dass er ständig von der Barmherzigkeit Gottes spricht.»

Nach seinem Amtsverzicht im Februar 2013 hatte Benedikt XVI. weitgehend auf öffentliche Auftritte und Stellungnahmen verzichtet. Die Äußerungen des emeritierten Papstes finden sich in einem Buch des italienischen Jesuiten Daniele Libanori mit dem Titel «Durch den Glauben» (Per mezzo della fede). Es enthält die Beiträge eines theologischen Kolloquiums von Oktober 2015 zu Fragen der Rechtfertigungslehre in der Verkündigung der Kirche.


Bei dieser Konferenz hatte Erzbischof Georg Gänswein ein Interview von Benedikt XVI. mit einem nicht genannten Fragesteller verlesen. Darin geht der emeritierte Papst auch auf die von Luther und der Reformation gestellte Frage nach der Rechtfertigung ein. Heute spüre der Mensch nicht mehr die Notwendigkeit, dem Zorn Gottes über die eigenen Sünden zu entgehen, vielmehr spüre er die «Notwendigkeit von Gnade und Vergebung», so Benedikt XVI. «Für mich ist es ein Zeichen der Zeit, dass die Idee der Barmherzigkeit Gottes immer zentraler und dominierender wird.» Die Menschen wüssten immer mehr, wie sehr sie die Barmherzigkeit Gottes bräuchten, gerade in der technisierten Welt, in der Gefühle nicht mehr zählten.

Ausdrücklich verweist Benedikt XVI. dabei auf die von Johannes Paul II. heiliggesprochene polnische Mystikerin Faustina Kowalska (1905-38), die die Sehnsucht des Menschen nach der Güte Gottes betont habe. In ihren Visionen äußere sich das Sehnen der Menschen von heute. Auf dieser Linie befinde sich auch Papst Franziskus mit seinem Einsatz für Barmherzigkeit, so Benedikt XVI.

Die Rückenstärkung durch seinen Vorgänger sei für Papst Franziskus eine große Hilfe, der wegen dieses Einsatzes mancher Kritik ausgesetzt sei, schreibt der Vatikanexperte Luigi Accattoli im «Corriere della Sera» (Mittwoch). Nicht wenige Katholiken hielten dem Papst vor, den Aspekt der göttlichen Gerechtigkeit, der Notwendigkeit von Buße und das Risiko der ewigen Verdammnis zu vernachlässigen und durch ein Gutmenschentum eine Schieflage zu schaffen.

Papst emeritus Benedikt XVI. wird von Papst Franziskus begrüßt und durchschreitet als Zweiter die Heilige Pforte


(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Montfort 22. März 2016 

@wandersmann - Die schwerere Sünde?

Sie schreiben: "Einziger Maßstab ist die Frage, welche Auswirkung die Sünde auf die Beziehung zu Gott hat."

Der sonntäglichen Eucharistie kann man entschuldigt (keine Sünde) oder unentschuldigt (Sünde, deren Schwere nochmals von mehreren Faktoren abhängen kann) fernbleiben. Man kann ihr auch unterschiedlich "beiwohnen": leiblich anwesend (fruchtlos) oder leiblich und geistig anwesend (fruchtbringend).

Ob allerdings der Verstoß gegen das Kirchengebot der "Sonntagspflicht" eine schwerere Sünde darstellt, als in mafiösen bzw. korrupten Betätigungen und Verstricktheiten oder in der Zerstörung der Umwelt gegen Gottes Gebote ("Du sollst nicht morden/stehen/begehren deines Nächsten ...") und Gottes Liebe zu allen Geschöpfen zu verstoßen, das wage ich zu verneinen. Mord und Korruption haben ja wohl negativere Auswirkungen auf die Beziehung zu Gott als der Verstoß gegen das Sonntagsgebot - das von vielen Mafiosi "guten Gewissenss" eingehalten wird.


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 Montfort 17. März 2016 

@wandersmann 2

Egal, welche politische Richtung auf bestimmte Sünden hinweist - was ist denn vor GOTT die schwerere Sünde: unentschuldigt der Eucharistie am Sonntag fernzubleiben, oder in der Zugehörigkeit und Mittäterschaft bei Korruption (der kleinen und der großen!) und kriminellen Vereinigungen (etwa der Mafia oder anderen rücksichtlos nur in die eigene Tasche wirtschaftenden Vereinigungen) Menschen auszubeuten, zu missbrauchen, zu verstümmeln, zu ermorden?

Wenn das unentschuldigte Fernbleiben von der Eucharistie eine schwerere Sünde wäre als mafiöse Machenschaften, müßte man ja die zahlreichen Mafiosi fast loben, die jeden Sonntag "brav" in die Kirche gehen - nicht nur in Italien - und spenden, und ihre sonstige Lebensweise "barmherzig übersehen"! ;-)


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 Montfort 17. März 2016 

@wandersmann - Sie haben recht, Papst Franziskus redet mehr von schweren Sünden - und der Vergebung!

Zur Passionszeit passend aus einer Predigt Papst Franziskus vom 8.4.2014:

»Unsere Wunden, die die Sünde in uns hinterlassen hat, heilen nur dank der Wunden des Herrn, dank der Wunden Gottes, der Mensch geworden ist, der erniedrigt, der getötet worden ist. Das ist das Mysterium des Kreuzes …: Das Mysterium der Liebe Gottes, der sich erniedrigt, der sich auslöscht«, um uns von unseren Sünden zu erlösen.
»Wo ist deine Sünde?«, fragte der Heilige Vater an diesem Punkt. »Deine Sünde«, so lautete seine Antwort, »ist da am Kreuz. Geh und suche sie da, in den Wunden des Herrn, und deine Sünde wird geheilt, deine Wunden werden geschlossen, deine Schuld wird dir vergeben. Die Vergebung, die Gott uns schenkt, ist nicht wie ein Schuldenkonto, das wir bei ihm haben und das getilgt wird. Die Vergebung, die Gott uns schenkt, sind die Wunden seines Sohnes, der ans Kreuz gehängt wurde.« Der abschließende Wunsch des Papstes lautete, dass der Herr »uns zu sich zieht und dass wir uns heilen lassen«.


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 Ehrmann 17. März 2016 

Die Gerechtigkeit des hl Josef

Josef wollte Maria in Stille entlassen, weil er sie nicht bloßstellen wollte - DENN ER WAR EIN GERECHTER MANN - also nicht den damaligen Gestzen entsprechend, sondr "gerecht"!! - im Sinn von "auf Gott hin gerichtet" - wie es wohl auch Christus meinte, als er von den 99 Gerechten sprach, die der Umkehr nicht bedürfen. Auch über diese ist Freude im Himmelreich, aber eben nicht so sehr wie über einen einzigen Sünder, der Buße tut (umkehrt).


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 Montfort 17. März 2016 

@ Thomas05 - 3 "Wer suchet, der findet" oder "wer Ohren hat, zu hören, ..."

... aus Misericordiae Vultus:
„Es genügt nur, die Einladung zur Umkehr anzunehmen und sich der Gerechtigkeit zu unterwerfen, während die Kirche die Barmherzigkeit anbietet.“

„Es ist nicht sinnlos, in diesem Zusammenhang auf die Beziehung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit hinzuweisen. Es handelt sich dabei nicht um zwei gegensätzliche Aspekte, sondern um zwei Dimensionen einer einzigen Wirklichkeit, die sich fortschreitend entwickelt, bis sie ihren Höhepunkt in der Fülle der Liebe erreicht hat.“

„Die Barmherzigkeit steht also nicht im Gegensatz zur Gerechtigkeit. Sie drückt vielmehr die Haltung Gottes gegenüber dem Sünder aus, dem Er eine weitere Möglichkeit zur Reue, zur Umkehr und zum Glauben anbietet.“


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 Montfort 17. März 2016 

@ Thomas05 - 2 "Wer suchet, der findet" oder "wer Ohren hat, zu hören, ..."

... aus "Misericordiae Vultus": „Dieselbe Einladung richte ich an die Förderer und Komplizen der Korruption. Diese schwärende Wunde der Gesellschaft ist eine schwere himmelschreiende Sünde, denn sie untergräbt das Fundament des Lebens des Einzelnen und der Gesellschaft. Die Korruption nimmt Menschen die Hoffnung auf die Zukunft, denn in ihrer Rücksichtslosigkeit und Gier zerstört sie die Zukunftspläne der Schwachen und erdrückt die Armen. Es ist ein Übel, das damit beginnt, sich in alltäglichen, kleinen Dingen einzunisten, um sich dann soweit auszubreiten, wie es dann manchmal in den großen Skandalen sichtbar wird. Die Korruption ist ein Verharren in der Sünde, die es darauf anlegt, Gott mit der Illusion der Macht des Geldes zu ersetzten. Sie ist ein Werk der Finsternis, gestützt von Argwohn und Intrige.“


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 Montfort 17. März 2016 

@ Thomas05 - 1 "Wer suchet, der findet" oder "wer Ohren hat, zu hören, ..."

Sie schreiben: "... vermisse ich in den Barmherzigkeitspredigten von Papst Franzikus die Herausarbeitung der Verantwortung des Sünders."

Nun, ich habe noch so manche Predigt von Papst Franziskus im Ohr, wo es deutlich um Umkehr geht. Aber um der Erinnerung nachzuhelfen, nur ein paar Passagen aus der Bulle "Misericordiae Vultus" zur Verkündigung des Jubiläums der Barmherzigkeit:
"Das Wort der Vergebung möge alle erreichen und die Einladung, die Barmherzigkeit an sich wirken zu lassen, lasse niemanden unberührt. Mein Ruf zur Umkehr richtet sich mit noch größerem Nachdruck an alle Menschen, die aufgrund ihrer Lebensführung fern sind von Gott. Ich denke hier besonders an die Männer und Frauen, die einer kriminellen Vereinigung angehören, welche auch immer diese sei. Zu eurem eigenen Wohl bitte ich euch: Ändert euer Leben!"


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 wandersmann 16. März 2016 
 

Faustyna und Franziskus

Wenn ich das, was ich noch von Franziskus mitbekomme mit dem vergleiche, was ich bei Faustyna lese, dann habe ich den Eindruck, dass sie sich sehr stark unterscheiden.

Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass das Wort "Barmherzigkeit" bei beiden sehr oft vorkommt. Meiner Ansicht nach aber mit einer ganz verschiedenen Bedeutung.


@thomas05
"die Barmherzigkeitslehre VON Sr. Faustyna" ... das stimmt so nicht!
In dem Tagebuch stellt Faustyna selber gar keine Lehren auf, sondern sie gibt nur wieder, was Christus ihr sagt.

https://www.faustyna.pl/zmbm/de/das-tagebuch-2/

"weil mir ihre Beschäftigung mit der Möglichkeit der ewigen Verdammnis zu dominant war, als dass ich daraus spirituelle Kraft hätte schöpfen können."

Mir hat das Tagebuch sehr viel gegeben. Natürlich zeigt es, dass das Leben hier auf der Erde kein Leben auf Probe ist, sondern eine ernste Entscheidungssituation in die wir hineingestellt sind.
Und es macht demütig, wenn man sich selber mit Faustyna vergleicht.


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 Stefan Fleischer 16. März 2016 

Ich bin überzeugt:

Für beide Päpste ist klar, was leider für nicht wenige Christen nicht mehr klar ist, weil es viel zu wenig verkündet wird:
Barmherzigkeit ist nie ein Rechtsanspruch, sonst wäre sich keine Barmherzigkeit. Das gilt auch für Gottes Barmherzigkeit.


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 benedetto05 16. März 2016 
 

Ist das nicht dasselbe?

Habe ich da evtl. etwas noch nicht so ganz richtig verstanden?

Wenn ein moderner Mensch die "Notwendigkeit von Gnade und Vergebung" spürt, verspürt er da nicht zugleich oder gar zuvor auch die "Notwendigkeit, dem Zorn Gottes über die eigenen Sünden zu entgehen"?

Meinen diese beiden Formulierungen nicht inhaltlich ein und dasselbe oder sehen die kath.net-Kommentatoren hier doch unterschiedliche Akzentsetzungen?

@Dottrina
Ich bin voll bei Ihnen und füge hinzu: das Manko des modernen Christen ist, daß er die Barmherzigkeit Gottes zwar gerne annimmt und auch ihre Notwendigkeit
einsieht, daß er aber meint, diese stünde ihm auch ohne Einsicht in die Notwendigkeit eigener Reue, Umkehr und Buße zu. Er vertraut tatsächlich auf die billige Gnade. Und die moderne Verkündigung, teilweise inclusive der päpstlichen Verkündigung, bestärkt ihn noch in diesem Irrglauben. Der Papa emeritus steuert in diesem Interview nicht unbedingt dagegen – das finde ich bedenklich und
enttäuschend.


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 Thomas05 16. März 2016 
 

Sr. Faustyna und Papst Franziskus?

Ich habe mich vor einigen Jahren mit der Theologie von Sr. Faustyna beschäftigt.

Und ehrlich gesagt habe ich deshalb wieder davon Abstand genommen, weil mir ihre Beschäftigung mit der Möglichkeit der ewigen Verdammnis zu dominant war, als dass ich daraus spirituelle Kraft hätte schöpfen können. Für mich war es eher bedrückend, um diese Option zu kreisen.

Von daher halte ich es für sehr fragwürdig, ausgerechnet die Barmherzigkeitslehre von Sr. Faustyna, die sehr eng an Reue und Buße gekoppelt ist, mit den Botschaften von Papst Franziskus in Zusammenhang zu bringen.

Denn umgekehrt, als es bei Sr. Faustyna zu beobachten ist, vermisse ich in den Barmherzigkeitspredigten von Papst Franzikus die Herausarbeitung der Verantwortung des Sünders.

Bekanntlich sagte Jesus: "Gehe hin, und sündige fortan nicht mehr."

Von daher sind göttliche Barmherzigkeit und der Wille des Sünders zur Umkehr für mich nur schwerlich voneinander zu trennen.


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 Veritatis Splendor 16. März 2016 

Jesus zu Sr. Faustyna:

"Wie sehr sehne Ich Mich danach, Sünder zu retten! Meine liebste Sekretärin,
schreibe auf, dass Ich Mein göttliches Leben in die Seelen der Menschen gießen und sie heiligen möchte, wenn sie nur Meine Gnaden annehmen wollten!
Die größten Sünder würden zur Heiligkeit gelangen, wollten sie nur Meiner Barmherzigkeit
vertrauen!"

Insofern wäre nicht eine derzeitig außergewöhnliche "Sehnsucht des Menschen nach der Güte Gottes" das Motiv ihres Tagebuchs...
...sondern geradezu umgekehrt: Gottes innerstes Drängen Seine Barmherzigkeit von Sich aus zu betonen, damit wir Menschen erstmal richtig Vertrauen zu IHM fassen und wir uns schlussendlich ernsthaft bekehren können.

M.a.W.: das Tagebuch möchte Sehnen und Vertrauen zu Gottes Güte & Barmherzigkeit erst wecken und spiegelt es nicht bereits wider (nach anthropozentrischer Lesart).


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 Dottrina 16. März 2016 
 

Wie ich mich freue,

wieder etwas von ihm zu hören. Ebenso freut es mich natürlich, wenn auch Papst Franziskus sich durch ihn gestärkt fühlt. Was die Aussagen zur Barmherzigkeit angehen, ist das alles wohl richtig, der Mensch sollte aber auch selber erkennen, dass er sündhaft ist und erst Reue und Umkehr zeigt, bevor er die Barmherzigkeit Gottes erfahren kann.


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 Scotus 16. März 2016 

Eine sehr erfreuliche Nachricht

Zunächst freut es mich immer, wenn ich in seine Gedankengänge eintauchen kann. Die Aussage, dass der Mensch heute nicht mehr die Notwendigkeit spüre, dem Zorn Gottes über die eigenen Sünden zu entgehen, sondern vielmehr die "Notwendigkeit von Gnade und Vergebung" spüre, hat schon Sprengkraft, um nicht zu sagen, ist revolutionär.

Und dann natürlich freut es mich, dass er mit dieser Äußerung öffentlich zum Ausdruck bringt, wie sehr er ganz hinter Papst Franziskus steht. Hinter Klostermauern tut er es in aller Stille ja schon seit drei Jahren. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, für ihn und die Kirche zu beten.


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 hollludo 16. März 2016 
 

Viel wichtiger...

... ist doch seine Aussage, daß das Zweite Vatikanische Konzil die Überzeugung „definitiv“ aufgegeben habe, daß es für Ungetaufte kein Heil gebe, und damit die Kirche und der Glauben in eine „doppelte Krise“ geraten sei.


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