Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  6. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  7. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  8. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  11. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  12. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  13. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  14. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  15. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"

Papst will zügige Anwendung von neuen Ehenichtigkeitsverfahren

12. März 2016 in Familie, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Seine Reform, deren Eckpunkte die Abschaffung eines obligatorischen zweitinstanzlichen Urteils und die Einführung von Schnellverfahren durch den Bischof sind, habe ein «äußerst wichtiges seelsorgerisches Anliegen».


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Papst Franziskus hat erneut eine zügige Anwendung seiner neuen Vorschriften für die Beschleunigung von Ehenichtigkeitsverfahren gefordert. Es sei wichtig, dass «die neuen Normen sowohl der Sache als auch ihrem Geist nach angenommen und vertieft werden», sagte er am Samstag vor Eherichtern aus aller Welt. Dies gelte vor allem für die Kirchengerichte. Die Kirchenrechtler nahmen an einem Einführungskurs in die neuen Normen für Ehenichtigkeitsprozesse teil, den das vatikanische Ehegericht organisiert hatte, die sogenannte Römische Rota.


Seine Reform, deren Eckpunkte die Abschaffung eines obligatorischen zweitinstanzlichen Urteils und die Einführung von Schnellverfahren durch den Bischof sind, habe ein «äußerst wichtiges seelsorgerisches Anliegen», erklärte Franziskus weiter. Für viele Menschen, die «unglückliche Eheerfahrungen» hinter sich hätten, sei die Klärung der Gültigkeit ihrer Ehe eine «wichtige Möglichkeit», so der Papst. Der Weg dorthin müsse den Betroffenen so «leicht wie möglich» gemacht werden. Auf diese Weise zeige die Kirche ihre Sorge für jene Paare,
die auf eine zügige Klärung ihrer ehelichen Situation warten. Sie hätten ein legitimes Verlangen nach Gerechtigkeit.

Die im September vom Vatikan veröffentlichten neuen Normen für Ehenichtigkeitsverfahren werden von Kirchenrechtlern, auch im deutschsprachigen Raum, teils kritisch gesehen. Nach den neuen Normen soll ein Ehenichtigkeitsprozess im Extremfall nur noch einen Monat dauern.

Ein Einwand von Kirchenrechtlern lautet, dass die Bischöfe mit der Führung der Ehenichtigkeitsverfahren überlastet würden. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Hürden für eine Nichtigkeitserklärung zu stark gesenkt würden. Bemängelt wird zudem eine unzureichende Klarheit der Normen.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ehrmann 13. März 2016 

@Stefan Fleischer: so einfach ist das doch nicht

a) werden Nichtigkeitsverfahren meist - oft Jahre- nach einer zuvilen Scheidung eingereicht und sollen z.T. zum Erreichen kirchlicher Ämter dienen. b) Scheingründe auszuschließen sind im Allgemeinen schon die mit dem Vorgespräch befaßten Richter in der Lage. Berufungsverfahren auzuschließen ist nicht fair, da nicht selten späteres Beweismaterial (Aussagen bezüglich Ausschluß der Nachkommenschaft noch vor der Eheschließung) beigebracht werden können. Allerdings halte ich es für sinnvoll,auf das obligatorische Einschalten der zweiten Instanz zu verzichten, auch die günstigere Regelung der Kostenfrage ist zu begüßen. Zur "Klärung der ehelichen Situation" allerdings sollte bereits der Ortspfarrer fähig sein, der ja auch den Brautunterricht zu halten hat.
Die heute vordergründige Frage der "Wiederverheirateten Geschiedenen" ist nach meiner Erfahrung oft nur Polemik,denn meist wird der Gang zum Gericht als zu mühsam abgelehnt.


0
 
 Stefan Fleischer 12. März 2016 

Und das zweite ist

dass immer darauf geachtet wird, dass dem schwächeren, meist mehr oder weniger unschuldigen Teil, durch die Nichtigkeitserklärung kein Unrecht geschieht.


10
 
 Stefan Fleischer 12. März 2016 

Wichtig scheint mir

dass immer wieder betont und so jedermann klar gemacht wird, dass es nicht um eine Annullierung einer Ehe geht, sondern um eine "zügige Klärung der ehelichen Situation". Das kann, ja muss auch dazu führen, dass Scheingründe und juristische Spitzfindigkeiten rasch als solche erkannt und das Gesuch entsprechend rasch und ohne Rekursmöglichkeit abgewiesen werden.


11
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  2. US-Studie zeigt: Verheiratete junge Erwachsene sind glücklicher als unverheiratete
  3. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  4. Neuer Hit: „Für dich gehe ich das volle Risiko ein“
  5. „Georgia Märtyrer“-Seligsprechung am 1. Oktober – Sie verteidigten die Ehe gegen die Polygamie
  6. „Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“
  7. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  8. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Evangelische Landeskirche in Württemberg: Gleichgeschlechtliche „Ehe“ verfehlt Zweidrittelmehrheit






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  7. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  8. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  9. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  10. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  11. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  12. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  13. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  14. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  15. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz