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Köln – 'Eine Katastrophe für uns Journalisten'

29. Februar 2016 in Kommentar, 1 Lesermeinung
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Dass Medien - auch öffentlich-rechtliche - Nachrichten verschweigen, weil sie nicht in das ideologische Weltbild passen, weiß jeder, der sich an friedlichen Demos gegen Abtreibung oder Gender beteiligt hat. Gastbeitrag von Prof. em. Hubert Gindert


Köln (kath.net/Blog Forum Deutscher Katholiken) Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ) vom 7.1.2016 berichtet in vier(!) Artikeln: „Gewalt in Köln löst scharfe Debatte um Flüchtlinge aus“, „Wer Probleme verharmlost, hilft den rechten Hetzern“, „Wie Augenzeugen die Schreckensnacht erlebten“, „Das lange Schweigen der Polizei“ über die Gewalt an Frauen während der Silvesternacht in Köln. In Hamburg und Stuttgart kam es zu ähnlichen Vorfällen.

Michael Stifter, AZ, schrieb in seinem Artikel: „Wer Probleme verharmlost, hilft den rechten Hetzern“: „… Die Nacht der Gewalt in Köln ist eine Katastrophe. Für die Frauen … die Polizei … und für uns Journalisten, die wir die Ausschreitungen anfangs falsch eingeschätzt haben … die Geschichte dieser Silvesternacht ist vor allem eine Geschichte von bestätigten Vorurteilen … sie verstärkt damit auch das Gefühl vieler Bürger, dass die Verantwortlichen vor lauter politischer Korrektheit Probleme verharmlosen … und der Fall hat noch eine zweite Ebene: Viele Menschen fragen sich, warum die Attacken so spät bekannt wurden. Warum meldet die Polizei noch an Neujahr eine ruhige Silvesternacht? Warum berichten so viele Medien erst Tage später? … Fakt ist, dass Polizei und viele Journalisten die Geschehnisse unterschätzt haben. Daran ergötzen sich jetzt jene, die so gerne über die ‚Lügenpresse‘ herziehen. Sie sehen sich bestätigt, dass die Medien Nachrichten verschweigen … Doch erstens kann sich in Zeiten des Internet keine Zeitung, keine Nachrichtensendung leisten, solche Informationen bewusst zu unterschlagen, wenn sie nicht ihre Glaubwürdigkeit riskieren will. Und zweitens vergessen die Vereinfacher von rechts außen einen entscheidenden Punkt: Anders als Internethetzer verbreiten seriöse Medien nicht jedes Gerücht ungefiltert weiter.“


In dem Bericht über die Kölner „Schreckensnacht“ erscheint vieles widersprüchlich. So hieß es: „Aus einer riesigen Männergruppe – rund 1000 Männer – heraus wurden Frauen vor dem Kölner Hauptbahnhof massenhaft angegangen und die Polizei erscheint macht- und hilflos.“ Noch an Neujahr hatte die Kölner Polizei in ihrem Pressebericht die Einsatzlage als „friedlich“ bezeichnet … Die Polizei bezeichnet den Bericht inzwischen als Fehler („Das lange Schweigen der Polizei“ AZ 5.1.16).

Wie konnte es aufgrund der Vorkommnisse zu einem solchen Polizeibericht kommen? Journalisten machen es sich zu einfach, wenn sie die Kritik an der verspäteten Berichterstattung und die Internetberichte pauschal als „rechte Hetze“ bezeichnen, die Stimmung schüren oder abschätzig von „Vereinfachern“ sprechen. Haben die „rechten Hetzer“ in den neuen Medien vielleicht erheblich dazu beigetragen, dass auch Presse und Öffentlich-Rechtliche Medien schließlich doch über die Kölner „Schreckensnacht“ berichtet und zur Einsicht beigetragen haben, dass Journalisten „die Ausschreitungen“ anfangs falsch – in ihrer Auswirkung – eingeschätzt haben.

Es ist ja bemerkenswert, wenn Birgit Kelle feststellt, dass Zeitschriften emanzipierter Frauenbewegungen die Kölner „Schreckensnacht“ nicht erwähnt haben, obwohl Frauen davon betroffen waren.

Dass Zeitungen und auch von allen Steuerzahlern finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehanstalten, trotz Internet, Nachrichten verschweigen, weil sie nicht in das ideologische Weltbild von Redaktionen passen, weiß jeder, der in den letzten Jahren in Berlin oder Stuttgart sich an friedlichen Demos gegen die Abtreibung oder die Genderideologie beteiligt hat. Da waren 5.000 bis 6.000 Menschen (Berlin) oder 2.000 bis 4.000 Menschen in Stuttgart auf der Straße. Was hat die AZ, trotz Internet, darüber berichtet? Nichts!

Der frühere Bundesinnenminister Hans Peter Friedrich sprach in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Kölner Vorgänge von einem „Schweigekartell“. Gehört er jetzt auch zu den „rechten Hetzern“ und „Vereinfachern“?

Vielleicht sollten unsere Medien in ihrer Berichterstattung über die „eingeschränkte Pressefreiheit“ in Polen oder Ungarn etwas zurückhaltender sein. Man kann sich ja darüber unterhalten was schlimmer ist, das Verschweigen von Nachrichten durch ein „Schweigekartell“ oder eine „eingeschränkte Berichterstattung“.


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Lesermeinungen

  29. Februar 2016 
 

Frau Kelle

"Es ist ja bemerkenswert, wenn Birgit Kelle feststellt, dass Zeitschriften emanzipierter Frauenbewegungen die Kölner „Schreckensnacht“ nicht erwähnt haben, obwohl Frauen davon betroffen waren."

Ich hatte bereits damals darauf hingewiesen, dass das nicht stimmt und einen Link zu einem entsetzten Kommentar auf emma.de hinzugefügt. Emma-Redakteurin Chantal Louis später bei Maischberger: "Wir stehen unter Schock ... Wir haben es seit geraumer Zeit in Teilen des migrantischen Milieus mit Frauenfeindlichkeit zu tun. Aber dieses Ausmaß hätten wir uns nicht vorstellen können ... Die größten Menschenrechtsverletzungen an Frauen finden im Namen des Islams statt."


5
 

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