Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  4. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  5. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  6. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  7. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  8. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  11. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  12. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  13. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  14. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  15. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“

Köln – 'Eine Katastrophe für uns Journalisten'

29. Februar 2016 in Kommentar, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dass Medien - auch öffentlich-rechtliche - Nachrichten verschweigen, weil sie nicht in das ideologische Weltbild passen, weiß jeder, der sich an friedlichen Demos gegen Abtreibung oder Gender beteiligt hat. Gastbeitrag von Prof. em. Hubert Gindert


Köln (kath.net/Blog Forum Deutscher Katholiken) Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ) vom 7.1.2016 berichtet in vier(!) Artikeln: „Gewalt in Köln löst scharfe Debatte um Flüchtlinge aus“, „Wer Probleme verharmlost, hilft den rechten Hetzern“, „Wie Augenzeugen die Schreckensnacht erlebten“, „Das lange Schweigen der Polizei“ über die Gewalt an Frauen während der Silvesternacht in Köln. In Hamburg und Stuttgart kam es zu ähnlichen Vorfällen.

Michael Stifter, AZ, schrieb in seinem Artikel: „Wer Probleme verharmlost, hilft den rechten Hetzern“: „… Die Nacht der Gewalt in Köln ist eine Katastrophe. Für die Frauen … die Polizei … und für uns Journalisten, die wir die Ausschreitungen anfangs falsch eingeschätzt haben … die Geschichte dieser Silvesternacht ist vor allem eine Geschichte von bestätigten Vorurteilen … sie verstärkt damit auch das Gefühl vieler Bürger, dass die Verantwortlichen vor lauter politischer Korrektheit Probleme verharmlosen … und der Fall hat noch eine zweite Ebene: Viele Menschen fragen sich, warum die Attacken so spät bekannt wurden. Warum meldet die Polizei noch an Neujahr eine ruhige Silvesternacht? Warum berichten so viele Medien erst Tage später? … Fakt ist, dass Polizei und viele Journalisten die Geschehnisse unterschätzt haben. Daran ergötzen sich jetzt jene, die so gerne über die ‚Lügenpresse‘ herziehen. Sie sehen sich bestätigt, dass die Medien Nachrichten verschweigen … Doch erstens kann sich in Zeiten des Internet keine Zeitung, keine Nachrichtensendung leisten, solche Informationen bewusst zu unterschlagen, wenn sie nicht ihre Glaubwürdigkeit riskieren will. Und zweitens vergessen die Vereinfacher von rechts außen einen entscheidenden Punkt: Anders als Internethetzer verbreiten seriöse Medien nicht jedes Gerücht ungefiltert weiter.“


In dem Bericht über die Kölner „Schreckensnacht“ erscheint vieles widersprüchlich. So hieß es: „Aus einer riesigen Männergruppe – rund 1000 Männer – heraus wurden Frauen vor dem Kölner Hauptbahnhof massenhaft angegangen und die Polizei erscheint macht- und hilflos.“ Noch an Neujahr hatte die Kölner Polizei in ihrem Pressebericht die Einsatzlage als „friedlich“ bezeichnet … Die Polizei bezeichnet den Bericht inzwischen als Fehler („Das lange Schweigen der Polizei“ AZ 5.1.16).

Wie konnte es aufgrund der Vorkommnisse zu einem solchen Polizeibericht kommen? Journalisten machen es sich zu einfach, wenn sie die Kritik an der verspäteten Berichterstattung und die Internetberichte pauschal als „rechte Hetze“ bezeichnen, die Stimmung schüren oder abschätzig von „Vereinfachern“ sprechen. Haben die „rechten Hetzer“ in den neuen Medien vielleicht erheblich dazu beigetragen, dass auch Presse und Öffentlich-Rechtliche Medien schließlich doch über die Kölner „Schreckensnacht“ berichtet und zur Einsicht beigetragen haben, dass Journalisten „die Ausschreitungen“ anfangs falsch – in ihrer Auswirkung – eingeschätzt haben.

Es ist ja bemerkenswert, wenn Birgit Kelle feststellt, dass Zeitschriften emanzipierter Frauenbewegungen die Kölner „Schreckensnacht“ nicht erwähnt haben, obwohl Frauen davon betroffen waren.

Dass Zeitungen und auch von allen Steuerzahlern finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehanstalten, trotz Internet, Nachrichten verschweigen, weil sie nicht in das ideologische Weltbild von Redaktionen passen, weiß jeder, der in den letzten Jahren in Berlin oder Stuttgart sich an friedlichen Demos gegen die Abtreibung oder die Genderideologie beteiligt hat. Da waren 5.000 bis 6.000 Menschen (Berlin) oder 2.000 bis 4.000 Menschen in Stuttgart auf der Straße. Was hat die AZ, trotz Internet, darüber berichtet? Nichts!

Der frühere Bundesinnenminister Hans Peter Friedrich sprach in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Kölner Vorgänge von einem „Schweigekartell“. Gehört er jetzt auch zu den „rechten Hetzern“ und „Vereinfachern“?

Vielleicht sollten unsere Medien in ihrer Berichterstattung über die „eingeschränkte Pressefreiheit“ in Polen oder Ungarn etwas zurückhaltender sein. Man kann sich ja darüber unterhalten was schlimmer ist, das Verschweigen von Nachrichten durch ein „Schweigekartell“ oder eine „eingeschränkte Berichterstattung“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  2. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  3. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  4. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  5. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  6. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  7. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  8. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. "Hassprediger und Hofnarr"






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  3. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  6. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  7. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  8. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  9. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  10. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  11. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  12. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  13. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  14. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  15. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz