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Bayerischer Finanzminister: Der Gottesdienst ist alternativlos

29. Februar 2016 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Finanzminister Söder (CSU): Christen sollten ansteckend und selbstbewusst von ihrem Glauben erzählen.


Hof (kath.net/idea) Christen sollten ansteckend und selbstbewusst von ihrem Glauben erzählen. Dazu hat der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) aufgerufen. Er sprach in Hof bei der evangelisch-lutherischen Veranstaltungsreihe „Meine Kirche und ich“. „Wir dürfen sagen, dass wir den Glauben gut finden. Für ihn müssen wir uns nicht schämen“, so der Politiker.

Wie er weiter sagte, würde er sich „manchmal sehr allein fühlen ohne Glauben“. Er sei für ihn Kompass und Orientierung und helfe ihm, sich nicht zu überschätzen und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.


Der 49-Jährige, der seit 2014 der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern angehört, rief dazu auf, wieder Volkskirche zu werden. Sie müsse Menschen für die frohe Botschaft begeistern: „Leidenschaft und Auseinandersetzungen im Glauben sind wichtig.“ Söder zufolge hat die Kirche den Gottesdienst zu lange vernachlässigt. Es gebe zwar viele Gruppen und soziale Aktivitäten der Gemeinden, aber der Gottesdienst sei alternativlos. Für ihn gehörten dazu eine gute Predigt und Lieder, „die man versteht und kennt“.

Für Flüchtlingspolitik mit Herz und Verstand

Hinsichtlich der Flüchtlingskrise räumte der CSU-Politiker ein, dass zwei Herzen in seiner Brust schlagen: Das eine signalisiere ihm, dass man unbegrenzt helfen müsse. Das andere zeige an, dass es wichtig sei, das Land nicht zu überfordern. Herz und Verstand stünden sich hier gegenüber. Kämen immer mehr Menschen nach Deutschland, wäre Integration nicht mehr möglich, sagte Söder. Die Balance zwischen Vernunft und Menschlichkeit müsse immer wieder hergestellt werden.

In der Veranstaltungsreihe „Meine Kirche und ich“ waren bereits bayerische Landespolitiker der Grünen, Freien Wähler und der SPD zu Gast, die ebenfalls Synodenmitglieder sind. Dazu eingeladen hatte die Evangelische Erwachsenenbildung Hof-Naila auf Anregung des Dekans und Landessynodalen Günter Saalfrank (Hof).

Foto Bayrischer Finanzminister Söder © CSU-Fraktion im Bayrischen Landtag


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Lesermeinungen

 Aileen 29. Februar 2016 
 

Glaubhaft

Ist derjenige ein guter Christ, der jeden Sonntag in die Kirche geht? Ja, das gehört dazu! Im Gottesdienst eine Stunde oder länger unseren Herrn zu danken für seine unendliche Liebe die er uns entgegen bringt, ist nicht zu viel. Aber das darf nicht alles sein, man muss auch jeden Tag christlich leben, in Gedanken, Worten und Werken. Wir müssen unseren Glauben leben. Gott liebt alle Menschen, besonders die Armen. Unser Gott ist ein gerechter Gott und mag keine Ungerechtigkeit.
So oft haben Politiker in Kath.net geschrieben,vom Christlichen Glauben und wie Fromm sie sind. Ihre Politik spricht aber eine andere Sprache.
"Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben. Wenn jemand Vermögen hat und sein Herz vor dem Bruder verschließt, den er in Not sieht, wie kann die Gottesliebe in ihm bleiben? Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit." (1Joh. 3:16-18)


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 Reformaufkatholisch 29. Februar 2016 

Realistisch

Ein Politiker, der die Crux auf den Punkt bringt und eben nicht naiv argumentiert. Zwei Seelen schlagen auch in meiner Brust und wenn unsere Bischöfe realistisch wären, dann müssten sie auch so argumentieren.
Im Übrigen bin ich es leid, dass die Bischöfe nicht auf die Syrischen Bischöfe hören. Assad ist ein Freund der Christen und eine weitere Abwanderung dieser Gruppe würde ein Ausbluten bedeuten in diesem wichtigen Land.


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