Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Ab Montag verpflichtender Mund-Nasenschutz bei Gottesdiensten
  2. Vatikan gegen Mahlgemeinschaft von Katholiken und Protestanten
  3. USA: Zweiter Fall eines ungültig getauften Priesters
  4. 27 deutsche Ärzte ersuchen Bischöfe um Erlaubnis der Mundkommunion
  5. Berlin: „Antisemitismus-Beauftragter“ will Pacelli-Allee umbenennen
  6. 'Kirche, Sex und Sünde' - Fake-News-Alarm durch Kardinal Marx & Friends
  7. 'Synodaler Weg' braucht (fast) kein Mensch
  8. Berliner Christenverfolgung
  9. Linke US-Verfassungsrichterin Ginsburg an Krebs gestorben - Kommt katholische Höchstrichterin?
  10. Bischof Oster kritisiert Unterstützung von „She decides“ durch Maria Flachsbarth/Kath. Frauenbund
  11. Diesen Corona-Irrsinn versteht niemand mehr
  12. Schönstatt-Gründer Pater Kentenich ein Missbrauchstäter?
  13. Kardinal Woelki warnt vor Entstehung einer deutschen Nationalkirche
  14. Ignoriert Kardinal Hollerich die Lehre der Kirche?
  15. Vatikan will Abkommen mit China "ad experimentum" verlängern

Islamwissenschaftler: Imame haben in Deutschland zu viel Einfluss

26. Jänner 2016 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ralph Ghadban: In mehr als der Hälfte aller Moscheen wird ein antiwestlicher, undemokratischer Islam gepredigt - Bisher habe keiner der großen Islamverbände in Deutschland die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet


Berlin (kath.net/idea) Der Islamwissenschaftler und Publizist Ralph Ghadban (Berlin) beklagt, dass islamische Geistliche mit undemokratischer Haltung zu großen Einfluss auf religiöse Muslime haben: „In mehr als der Hälfte aller Moscheen in Deutschland wird ein antiwestlicher Islam gepredigt“, sagte der im Libanon geborene Politologe im Gespräch mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Diese Imame verstärkten bei Muslimen, die um Rat fragten, eine ablehnende Haltung gegenüber westlichen Werten. So werde beispielsweise bei der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland und zumeist auch im Verband der Islamischen Kulturzentren ein politischer Islam vertreten, in dem ausschließlich das islamische Religionsgesetz „Scharia“ maßgeblich sei. Ghadban: „Sie lehnen ganz klar unser Grundgesetz als verbindenden Wert ab. Maßstab für Entscheidungen ist ausschließlich die Scharia.“


Bei der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) hänge die Ausrichtung stark von der jeweiligen türkischen Regierung ab. Zu Zeiten des Gründers der modernen Türkei, Kemal Atatürk (1881–1938), sei eine Trennung von Religion und Staat akzeptiert worden, und Religion habe als Privatsache gegolten.

Der jetzige Präsident Recep Tayyip Erdogan sehe dies aber anders. Die Folge: „Seit Jahren findet in Deutschland eine Islamisierung der Gesellschaft statt.“ Alle vier genannten Verbände versuchten, die „islamische Norm der Geschlechtertrennung“ in der deutschen Öffentlichkeit durchzusetzen. Das zeige sich beispielsweise bei den Forderungen nach separatem Schwimmunterricht für Mädchen und in den Kopftuch-Prozessen.

Islamexperte: Religion der Täter zu verschweigen, ist falsch verstandener Respekt

Ghadban kritisierte ferner die deutschen Politiker. Sie seien seit den 1990er Jahren von einer „Multikulti-Ideologie“ geprägt: „Sie machen den Muslimen immer weitere Zugeständnisse. Aber vonseiten der Muslime gibt es absolut kein Entgegenkommen. Ihnen fehlt der Respekt für den demokratischen Pluralismus.“ So habe keiner der großen Islamverbände bis heute die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet.

Er habe auch kein Verständnis dafür, dass bei Taten wie in der Kölner Silvesternacht die Religion der Täter „verschwiegen“ werde: „Das ist ein falsch verstandener Respekt vor dem Islam.“

Es sei ferner „Schwachsinn“, zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden. Selbst der Kalif der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) beziehe sich wie alle anderen Muslime auf dieselben Stellen im Koran: „Sie unterscheiden sich nur durch die Auslegung.“

Ghadban ist Vorstandsmitglied des 2015 von ihm mitgegründeten „Muslimischen Forums Deutschland”, das sich für die Stärkung eines westlichen Islams auf der Grundlage demokratischer Grundrechte einsetzt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 tünnes 26. Jänner 2016 
 

„Das ist ein falsch verstandener Respekt vor dem Islam.“
Nee. Islam bedeutet Unterwerfung.


9

0
 
 Willigis 26. Jänner 2016 
 

Erklärung der Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist eine Erklärung der UN-Generalversammlung von 1948. Mir ist nicht bekannt, dass diese unterzeichnet werden kann, erst recht nicht von nichtstaatlichen Organisationen.

Man kann sich höchsten zu den Werten bekennen, die dort niedergelegt sind. Vielleicht meinte der Islamwissenschaftler ja etwas derartiges.


3

0
 
 Metscan 26. Jänner 2016 
 

Islamwissenschaftler

Hallo Thomas-Karl. Teil des Menschenrechtes ist Recht auf Abtreibung, es kommen jetzt noch dazu gay marriages, etc. Soll der Vatikan das unterschreiben?


6

0
 
 HX7 26. Jänner 2016 
 

Was ist die Ursache?!

"In mehr als der Hälfte aller Moscheen wird ein antiwestlicher, undemokratischer Islam gepredigt."
Möglicherweise liegt es ja daran, dass der Islam antiwestlich und undemokratisch ist. Oder wie soll man anders die verbalinspirierten und wörtlich diktierten Gewaltaufrufe des Korans, dem ewig überzeitlichen Wort Allahs, verstehen?


8

0
 
 Chris2 26. Jänner 2016 
 

Klartext

Es ist erschreckend, mit wem die Bundesregierung hier kooperiert, ohne zu merke(l)n, wie der Wind aus der TR dreht. Und wieder stellt sich die Frage: Warum ist der Islam für genau dieselben Meinungsmacher sakrosankt, für die maßlose Kritik an Gottes Stiftung erste Bürgerpflicht ist?


10

0
 
 Thomas-Karl 26. Jänner 2016 

Und der Vatikan?

Auch der Vatikan hat die Erklärung der Menschenrechte nicht unterzeichnet.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. 'Der Islam hatte vom ersten Tag an sehr starke antisemitische Aspekte'
  2. Bilder von Frauen in Moschee aufgehängt, um sie zu denunzieren
  3. Umgang mit Säkularismus: "Islam könnte von Kirche viel lernen"
  4. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  5. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  6. Muslimische Theologen gegen Umwidmung der Hagia Sophia
  7. Baden-Württemberg verbietet Gesichtsschleier in der Schule
  8. „Wäre das Kinderkopftuch eine christliche Tradition, wäre es schon lange verboten“
  9. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben
  10. Sudan ahndet das Verlassen des muslimischen Glaubens künftig nicht mehr mit Todesstrafe








Top-15

meist-gelesen

  1. Berliner Christenverfolgung
  2. Schönstatt-Gründer Pater Kentenich ein Missbrauchstäter?
  3. Österreich: Ab Montag verpflichtender Mund-Nasenschutz bei Gottesdiensten
  4. 'Kirche, Sex und Sünde' - Fake-News-Alarm durch Kardinal Marx & Friends
  5. Vatikan gegen Mahlgemeinschaft von Katholiken und Protestanten
  6. Priester in Italien auf offener Straße erstochen
  7. Diesen Corona-Irrsinn versteht niemand mehr
  8. Bischof Oster kritisiert Unterstützung von „She decides“ durch Maria Flachsbarth/Kath. Frauenbund
  9. USA: Zweiter Fall eines ungültig getauften Priesters
  10. Berlin: „Antisemitismus-Beauftragter“ will Pacelli-Allee umbenennen
  11. Linke US-Verfassungsrichterin Ginsburg an Krebs gestorben - Kommt katholische Höchstrichterin?
  12. Die Helden von Berlin - Trotz Corona mehr als 3000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben
  13. 27 deutsche Ärzte ersuchen Bischöfe um Erlaubnis der Mundkommunion
  14. Erzbischof Gänswein aus Krankenhaus in Rom entlassen
  15. US-Bischof Seitz entsetzt über Vandalismus in Kathedrale: Wichtige Herz-Jesu-Statue zerschmettert

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz