Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  6. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  7. Écône, zum Zweiten
  8. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  9. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  10. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  11. Leo XIV. auf Lampedusa: Zum Nächsten wird man!
  12. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  13. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  14. Busfahrer rollt seinen Gebetsteppich aus, betet Richtung Mekka und unterbricht die Fahrt minutenlang
  15. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft

Bistum leistet Zahlung an Missbrauchsopfer von Peter R.

21. Jänner 2016 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach anhaltender Kritik am Vorgehen des Bistums räumte Bischof Norbert Trelle nachträglich Fehler ein. Zugleich wies er den Vorwurf des Vertuschens zurück – Ex-Pfarrer hat 2015 sexuellen Missbrauch einer 11-Jährigen im TV zugegeben


Hildesheim (kath.net/KNA) Nach Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Pfarrer Peter R. will das Bistum Hildesheim einer betroffenen Frau nun doch eine Zahlung in Anerkennung des Leids zahlen. Damit wolle die Diözese ein Signal geben, dass sie das erlittene Unrecht außerordentlich bedauere und klar verurteilte, teilte sie am Mittwoch in Hildesheim mit.

Bislang hat die Frau, die zum Zeitpunkt des von ihr geschilderten Übergriffs durch den in Berlin lebenden Peter R. ein Kind war, keine Zahlung erhalten. Denn dies geschehe in der Regel nur, wenn der Täter nicht mehr belangt werden könnte, so das Bistum. Zur Zahlung habe es sich entschlossen, nachdem die Berliner Staatsanwaltschaft Anfang Januar entschieden habe, den Fall nicht wieder aufzunehmen.


Eine konkrete Höhe der Zahlung wird vom Bistum nicht genannt. Die Bischofskonferenz hatte 5.000 Euro als durchschnittliche Zahlung vorgegeben.

Der Missbrauchsfall hatte Ende vergangenen Jahres für bundesweites Aufsehen gesorgt. In einem Fernsehbeitrag hatte der Geistliche eingeräumt, im Jahr 2006 in seiner Berliner Wohnung das damals elfjährige Mädchen aus Hildesheim sexuell bedrängt zu haben. Im März 2010 berichtete es dem Bistum Hildesheim den Vorfall. Die Verantwortlichen sahen damals aber keine Hinweise auf einen Missbrauch.

Erst im November 2010 gaben erneute Schilderungen des Mädchens nach Einschätzung der Diözese eindeutige Hinweise auf einen Missbrauch, woraufhin sie die Staatsanwaltschaft einschaltete. Diese stellte 2011 die Ermittlungen gegen die Zahlung einer Geldauflage durch den Täter ein. Die Staatsanwaltschaft warf in der TV-Dokumentation dem Bistum vor, die zentrale Rolle des Priesters bei den Missbrauchs-Fällen in den 70er und 80er Jahren am Berliner Canisius-Kolleg verschwiegen zu haben.

Nach anhaltender Kritik am Vorgehen des Bistums räumte dessen Bischof Norbert Trelle in dem Fall nachträglich Fehler ein. Zugleich wies er den Vorwurf des Vertuschens zurück.

Mit der Anerkennung sei kein Urteil im juristischen Sinne verbunden, so die Diözese. Neben der Zahlung biete sie der Frau an, sie bei der Bewältigung der seelischen Folgen des Missbrauchs zu unterstützen.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  3. Écône, zum Zweiten
  4. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  5. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  6. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  7. Christian Würtz ist neuer Bischof von Eichstätt!
  8. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  9. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  10. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  11. „Die Berufung auf die Tradition gegen die Kirche von Rom ist ein Widerspruch in sich“
  12. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  13. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  14. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  15. Wien: Semesterschluss "nicht nur mit Diplom, sondern mit Mission"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz