Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  4. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  11. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  12. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  13. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt

Erzbischof Léonard zur Familiensynode: Der Ball liegt beim Papst

20. Jänner 2016 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Abschlusstext der Familiensynode sei in wesentlichen Punkten mehrdeutig formuliert. Papst Franziskus habe nun die Aufgabe, eine klare und der Tradition der Lehre entsprechende Interpretation vorzulegen, vertritt Erzbischof Léonard.


Brüssel (kath.net/LSN/jg)
"Der Ball liegt jetzt beim Papst. Es ist Zeit für ihn seinen päpstlichen Dienst der Einheit und Weitergabe der Tradition zu erfüllen wie er es in seiner Erklärung am Ende der ersten Synode (im Oktober 2014, Anm.) angekündigt hat." Das sagt André Léonard, der emeritierte Erzbischof von Mecheln-Brüssel in einem Interview mit der französischen Zeitung Famille chretienne.

Zum Ergebnis der zweiten Synode zur Familie im Herbst 2015 findet er deutliche Worte. Er sei ein wenig unzufrieden und könne keinen echten Fortschritt von der ersten zur zweiten Synode feststellen. Vielmehr sei das wiederholt worden, was schon bei der ersten Synode gesagt worden sei. Der Abschlusstext enthalte viele gute Passagen, er selbst sei aber angesichts der Zweideutigkeit bei wesentlichen Themen enttäuscht, sagt Léonard.


Von anderen Bischöfen habe er erfahren, dass die Texte bewusst mehrdeutig formuliert worden seien, damit sie auf verschiedene Weise interpretiert werden könnten. Er halte das vor allem bei wesentlichen Fragen für sehr riskant, weil sie den Weg für Praktiken öffnen könnten, die schwer wieder abzustellen seien sobald sie einmal eingeführt seien, befürchtet der Erzbischof.

Er hoffe daher auf einen Zugang, der gegenüber den Gläubigen sowohl nuanciert und milde als auch klar hinsichtlich der Lehre und der Disziplin sei. Auf dem Spiel stünde nichts weniger als die Verbindung von Liebe und Wahrheit in allen Freuden und Leiden der Familien und Paare, erinnert Léonard.

Wenig Freude hat der emeritierte Erzbischof mit dem Vorschlag Bischofskonferenzen mehr Entscheidungsspielraum zu geben. Er sehe keinen Weg wie die Disziplin von Land zu Land oder Kontinent zu Kontinent unterschiedlich ausgestaltet werden könne, sagt er.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Smaragdos 21. Jänner 2016 
 

Nachsynodales Schreiben genau unter die Lupe nehmen

Ich bin äußerst auf das nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus gespannt, und vor allem darauf, ob er - natürlich subtil verklausuliert und in den Mantel der Barmherzigkeit gewickelt, die anscheinend bei allen Vergehen einfach ein Auge zudrückt - das Ende der Unauflöslichkeit der Ehe verkündet oder nicht. Wenn ja, wird es einen Aufstand in der Kirche geben.


8
 
 Paddel 21. Jänner 2016 

Der Papst hat ein Zeichen gesetzt:

Die Krönung der Bischofssynode war die Heiligsprechung von Luis und Zelie Martin aufgrund ihres heiligmäßig gelebten Ehesakraments. Das ist bisher einzigartig und sollte nicht "unter ferner liefen" unter den Tisch fallen.
Zumindest haben die Eheleute jetzt starke Fürsprecher bekommen. Wir sollten diesen Schatz nutzen und zu dem Ehepaar beten, nach Alencon reisen und ihr Leben betrachten.
Auch wir warten gespannt auf den Abchlußbericht von Papst Franziskus, aber der steht unter dem Mantel der Heiligsprechung. Deshalb bin ich zuversichtlich.
Der Papst braucht unser Gebet.

Die Bibel redet auch Klartext und wird unterschiedlich interpretiert...

Trotzdem erhoffen auch wir uns Klartext vom Abschlußbericht.


6
 
 Ehrmann 20. Jänner 2016 

@Herbstlicht : richtig!"die Freiheit vom Amt gibt die Möglichkeit...eigentlich schrecklich!

Ein Zeichen der Unfreiheit in unserer Kirche - was geschähe wohl, wenn er sich äußerte und dabei noch im Amt wäre???Ich denke viel an das Schicksal des hl Athanasius - wo sind unsere Hirten und Lehrer, die den Mut haben, ihr Amt (und mehr?) zu rikieren?


11
 
 Smaragdos 20. Jänner 2016 
 

"Von anderen Bischöfen habe er erfahren, dass die Texte bewusst (!) mehrdeutig formuliert worden seien, damit sie auf verschiedene Weise interpretiert werden könnten."

Das ist ein Skandal. Euer Ja sein ein Ja, euer Nein sei ein Nein! Alles andere kommt vom Bösen.


17
 
  20. Jänner 2016 
 

der emeritierte Erzbischof sagt klar

Es liegt alleine am Papst was er daraus macht


11
 
 anjali 20. Jänner 2016 
 

ERzbischof Leonard

Schade dass er weg ist!


11
 
 tünnes 20. Jänner 2016 
 

Das ist doch wohl klar.
Man bringe viel mehrdeutig formuliertes herein, in der Hoffnung das es nicht klargestellt wird. Wenn der Schrieb dann raus ist, interpretiert jeder munter rein was im gefällt und tut dann ganz erstaunt, wenn irgendjemand aus Rom sich aufregt oder ignoriert es einfach. Einige deutsche Bischöfe sind Meister dieses Faches.
"Wir sind schließlich keine Filiale von Rom!!"


17
 
 Karlmaria 20. Jänner 2016 

bewusst mehrdeutig formuliert

Diese Meinung habe ich auch schon gehört. Wir dürfen den Bischöfen natürlich nichts unterstellen. Aber etwas mehr Klarheit wäre schon gut. Und jetzt kommt das große Schweigen. Weder die Kardinäle noch Seine Heiligkeit sagen etwas. Bei den Kardinälen die in der deutschen Gruppe waren kann ich das ja noch einigermaßen verstehen. Da hat man sich jetzt auf diesen Text geeinigt. Besonders höflich ist es nicht jetzt noch etwas dazu zu sagen. Aber wie das jeder gemeint hat wenn so viele verschiedene Deutungsmöglichkeiten da sind dürfen wir schon erfahren. Schweigen ist eine der schlimmsten Irrlehren!


5
 
 Herbstlicht 20. Jänner 2016 
 

stichhaltig

Die Freiheit vom Amt gibt Erzbischof Léonard die Möglichkeit, seine Einschätzung über die Synode frei heraus zu äußern.
Ich hoffe, dass seine Worte Gehör finden, denn die Argumente sind stichhaltig.


16
 
 bernhard_k 20. Jänner 2016 
 

Vergelt's Gott vielmals!


13
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  2. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  3. Synodenrat gibt Auftrag für allgemeine Kirchenversammlung 2028
  4. Das Schweigen der Synode zum Alten Ritus
  5. Bischof Barron in ‚offenem Widerspruch’ zum Abschlussbericht der Synode über die Synodalität
  6. Erzbischof Fisher/Sydney: Nicht alles dem Heiligen Geist zuschreiben
  7. ‚Verwirrt und verwirrend’ – Kardinal Zen äußert Bedenken zur laufenden Bischofssynode
  8. Mexikanischer ‚Dubia’-Kardinal: Synode hat keine lehramtliche Autorität
  9. Kardinal Zen befürchtet Manipulation der Synode über die Synodalität
  10. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  7. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  8. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  9. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  10. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  13. Karoline Preisler: Islamismus ist die größte Gefahr für Deutschland
  14. Die neue Weltjugendtag-Hymne wurde in Seoul vorgestellt
  15. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz