Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  4. Der Tod der Theologie in Deutschland
  5. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  6. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  7. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  8. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  9. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Kirche im Verfall
  13. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  14. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  15. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'

Haben die sexuellen Übergriffe mit der Religion zu tun?

13. Jänner 2016 in Kommentar, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pro und Kontra: Exmuslimin Sabatina James und Prof. Mouhanad Khorchide reagieren auf die sexuellen Übergriffe in Köln und anderswo. Als Täter wurden von der Polizei Männer nordafrikanischer oder arabischer Herkunft benannt.


Köln (kath.net/idea) In Köln und neun weiteren deutschen Städten hatten in der Silvesternacht Männergruppen Frauen massiv sexuell belästigt und bestohlen. Opfer und Zeugen sprachen von Tätern nordafrikanischer oder arabischer Herkunft. Polizisten bestätigten diese Aussagen. Aus einigen islamischen Ländern sind solche Übergriffe längst bekannt. Hängen die Taten mit der Religion zusammen?

PRO
Tausend meist muslimische Männer haben in der Silvesternacht in Köln Frauen sexuell belästigt. Sogar von Vergewaltigung ist die Rede. Am Hauptbahnhof war die Lage so dramatisch, dass die Polizei nicht mehr in der Lage war, die Opfer zu schützen. Auffällig dabei war, dass die Täter kein Unrechtsbewusstsein hatten. Doch das ist normal in der Kultur, aus der sie stammen. Denn es gibt genug Islamlehrer, die das Vergewaltigen von nichtmuslimischen und unmoralischen Frauen predigen. Nach dieser Lehre ist jede Frau, die nicht muslimisch ist und sich nicht islamkonform kleidet, eine Frau ohne Ehre – da sie ungläubig ist.

Das Schlimme ist, dass in Deutschland die Täter letztlich geschützt werden, weil es als islamfeindlich empfunden wird, die Vergewaltiger in die Herkunftsländer zurückzuschicken.


Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfahl nach den Vorfällen Frauen, „eine Armlänge Abstand“ zu Fremden zu halten, um so einer Vergewaltigung zu entgehen.

Anstatt die Täter zu bestrafen, müssen wir Frauen uns auch noch „Verhaltensregeln“ anhören.

Ich meine, wir sollten vielmehr alle islamischen Vergewaltiger und Vergewaltigungslehrer in ihre Länder zurückschicken. Wir müssen begreifen, dass eine Veränderung ohne Maßnahmen nicht möglich ist. Wir müssen kritisieren, wenn Frauen belästigt werden. Wir müssen kritisieren, wenn Christen angegriffen werden, weil sie scheinbar den falschen Glauben haben. Wir müssen kritisieren, wenn „Juden ins Gas“ gerufen wird.

Wer nach Deutschland kommt, muss sich zu den Menschenrechten bekennen, sonst wird er wieder zurückgeschickt. Solange wir das nicht tun, werden alle unsere Integrationsbemühungen nichts nutzen.

Die Autorin, Sabatina James, ist Menschenrechtlerin und Buchautorin. Die Ex-Muslima wuchs in Pakistan auf und wanderte mit ihren Eltern nach Österreich aus. Als sie zwangsverheiratet werden sollte, flüchtete sie und wurde katholische Christin.

KONTRA
Wer als Muslim betrunken junge Frauen belästigt oder bestiehlt, handelt mit Sicherheit gegen seine Religion, die ihm dies alles unmissverständlich verbietet und als Sünde erachtet. Daher darf man die Vorfälle am Silvesterabend nicht dem Islam zuschieben. Wir dürfen nicht den Fehler machen, die Debatte als eine rein religiöse zu führen. Die religiöse Kategorie alleine hilft nicht weiter, um bestimmte geprägte Männerbilder zu verstehen, denn unter den Muslimen finden wir patriarchalische wie nicht patriarchalische Männerbilder. Dies gilt genauso für die Araber.

Auch im selben arabischen Land stößt man auf solche und auf solche Vorstellungen. Auf der anderen Seite stehen in vielen islamischen Ländern – vor allem in denjenigen, in denen eine restriktive Sexualmoral stark vorherrschend ist – solche Übergriffe auf der Tagesordnung.

In solchen Ländern und Gemeinschaften beobachtet man eine starke Sexualisierung der Geschlechterverhältnisse, und dies oft im Namen des Islams. Man trennt die Mädchen und die Jungen in den Schulklassen oder Lerngruppen, ja sogar in den Moscheen. Man verbietet in manchen Milieus das Handgeben zum Grüßen und verschließt jegliche Räume, in denen beide Geschlechter lernen können, unverkrampft, aber anständig miteinander umzugehen, und dies alles aus Angst vor sexueller Annäherung.

Diese Übersexualisierung der Geschlechterbeziehungen und die (unabsichtliche) Reduzierung einerseits der Frau auf ein sexuelles Objekt und andererseits des Mannes auf ein sexuelles Tier, vor dem die Frauen geschützt werden müssen, trägt stark zur Reproduzierung patriarchalischer Strukturen bei. Dies alles verhindert eine Begegnung der Geschlechter als Menschen, ohne dass eine gewisse Sexualisierung dieser Begegnung in der Luft mitschwingt.

Der Autor, Prof. Mouhanad Khorchide, ist seit 2010 am Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Münster für islamische Religionspädagogik zuständig. 2012 erschien sein Buch „Islam ist Barmherzigkeit“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  2. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  3. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  4. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  5. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  6. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen
  7. Bistum Hildesheim: Kein Verständnis für Kritik an Auftritt eines Imams bei Abschlussfeier
  8. Imam mit Verbindung zur IGMG predigt bei Abschlussfeier einer katholischen Schule
  9. Berlin: Fastenbrechen mit ‚Allahu akbar‘-Rufen vor evangelischer Kirche
  10. Berliner Schule wollte Nicht-Muslime zum Ramada-Fastenbrechen verpflichten







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  4. Der Tod der Theologie in Deutschland
  5. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  6. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  7. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  8. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  9. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  10. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  13. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!
  14. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  15. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz