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Bürgermeister und Christ Hollemann klagt gegen Süddeutsche Zeitung

9. Dezember 2015 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
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Hollemann: Verleumdung verhinderte Wahl zum Dezernenten in München


Denzlingen (kath.net/idea) Der Bürgermeister der südbadischen Gemeinde Denzlingen, Markus Hollemann (Ökologisch-Demokratische Partei/ÖDP), hat die Süddeutsche Zeitung auf 30.000 Euro Schadensersatz verklagt und fordert eine Unterlassungserklärung wegen Verleumdung. Die Zeitung hatte Ende Januar am Tag vor seiner geplanten Wahl zum Leiter des Referates für Gesundheit und Umwelt in der Münchner Stadtverwaltung gemeldet, dass Hollemann mit „radikalen Abtreibungsgegnern und christlichen Rechtsradikalen“ sympathisiere. Dabei bezog sie sich auf seine Mitgliedschaft bei der christlichen „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA). Die Opposition im Münchner Stadtrat sowie Teile der SPD-Fraktion und zahlreiche Medien forderten die CSU auf, den von ihr nominierten Kandidaten zurückzuziehen. Daraufhin nahm der 43-Jährige seine Bewerbung zurück.


Mit seiner Klage kämpfe er für das Recht auf Meinungsfreiheit, erklärte Hollemann. Jemanden als „rechtsradikal“ zu bezeichnen, ist seiner Ansicht nach eine unzulässige „Schmähkritik“, besonders wenn es keine Tatsachengrundlage dafür gebe. Er habe sich nie rechtsradikal betätigt oder geäußert. Er sei vielmehr Christ und privat passives Mitglied bei einer gemeinnützigen und anerkannten Organisation, die sich für den Lebensschutz einsetze. Hollemann ist seit 2009 direkt gewählter Bürgermeister der 14.000-Einwohner-Stadt Denzlingen und Mitglied des Kreistages Emmendingen.

Vlg. dazu auch kath.net-Kommentar zum Thema "Hollemann": "Ist alles in Ordnung mit unserer Demokratie?".

Pressefoto (c) Markus Hollemann


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