Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  9. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Neuer ZdK-Chef Sternberg will sich für Donum Vitae einsetzen

24. November 2015 in Kommentar, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Thomas Sternberg stellt sich damit auf die Seite der Kultur des Todes, vor der Johannes Paul II. so sehr warnte. Gastkommentar von Mathias von Gersdorff


Bonn (kath.net/Mathias-von-Gersdorff-Blogspot) Gleich nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“ hat Prof. Thomas Sternberg (Archivfoto) gegenüber „Domradio“ erklärt, das Streitthema „Donum Vitae“ müsse vom Tisch: „Ich habe es bereits bei meiner Antrittsrede gesagt, dass in der nächsten Zeit der Einsatz von katholischen Männern und Frauen für das ungeborene Leben, das sie bei "Donum vitae" leisten, kein Streitpunkt in der Kirche mehr sein wird. Solche unnötigen Streitthemen müssen relativ rasch ausgeräumt werden.“

Der Verein "Donum Vitae" erteilt Beratungsscheine, die zu einer straffreien Abtreibung berechtigen.

Zur Erinnerung: Donum Vitae wurde von katholischen Laien gegründet, nachdem die deutschen Bischöfe beschlossen hatten, aus der staatlichen Schwangerschaftskonfliktberatung auszutreten. Laut § 218 StGB wird eine Abtreibung nicht bestraft, wenn man zuvor eine Beratungsstelle aufgesucht und dort einen sogenannten „Beratungsschein“ erhalten hat. Weist man diesen vor, kann man bis zum dritten Monat der Schwangerschaft straffrei abtreiben.


Der einzige Sinn und Zweck dieses Beratungsscheines ist die straffreie Abtreibung. Aus diesem Grund nannte Erzbischof Johannes Dyba diese Scheine „Tötungsscheine“.

Papst Johannes Paul II. forderte von den deutschen Bischöfen deshalb einen Ausstieg aus dem staatlichen Beratungssystem. Die katholischen Einrichtungen sollten schwangere Frauen beraten, doch nicht den Beratungsschein erteilen. Zunächst wehrten sich die Deutschen, doch schließlich beendeten sie die Ausstellung der „Beratungsscheine“.

Einige katholische Laien (etliche von ihnen aus dem ZdK-Dunstkreis) revoltierten allerdings gegen diesen Schritt und gründeten ihren eigenen Verein: Donum Vitae. Erzbischof Johannes Dyba meinte, der richtige Name sollte „Donum Mortis“ heißen, denn der einzige Sinn und Zweck der dort erteilten Beratungsscheine ist die Ermöglichung einer straffreien Abtreibung.

Das ZdK hat offensichtlich niemals die Entscheidung des Papstes und der deutschen Bischöfe akzeptiert. Die Weisung aus Rom wurde als ein Akt der Willkür und Ausdruck einer kurialen Präpotenz empfunden. Nun, in Zeiten, in denen sich immer weniger Bischöfe in Deutschland für die Lehre der katholischen Kirche interessieren, erhöht Thomas Sternberg wieder den Druck und stellt sich damit auf die Seite der Kultur des Todes, vor der Johannes Paul II. so sehr warnte.

Die Anerkennung von Donum Vitae wäre im Grunde dann ein Ausstieg aus dem Ausstieg.

Auf in anderen Themen ist Sternberg klar links bzw. progressistisch verortet. Laut Informationen von „Domradio“ gehörte Sternberg 2011 mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und den früheren Ministerpräsidenten Bernhard Vogel, Erwin Teufel und Dieter Althaus (alle CDU) zu den Verfassern eines Aufrufs an die Bischöfe, sich für eine Lockerung des Zölibats und die Zulassung „erprobter verheirateter Männer“ zum Priesteramt einzusetzen.

Peter Esser: ZdK Aktion Gänsefüßchen - Uns soll nicht das ´ZdK´ vertreten!


Archivfoto Prof. Sternberg © Landtag Nordrhein-Westfalen


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  2. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  3. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  4. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  5. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  6. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  7. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  8. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  9. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  10. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf







Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz