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'Standard' gegen christliche Wienwahl-Kandidatin Gudrun Kugler

2. Oktober 2015 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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ÖVP-Kandidatin Gudrun Kugler wurde vom „Standard“ zum Interview gebeten, doch Kurzform in Printausgabe ist tendenziös, online-Langform strotzt von rechtlichen Fehlern und negativen Assoziationen - KATH.NET dokumentiert das zugrundeliegende Interview


Wien (kath.net/rn) Qualitätszeitungen informieren. Sollte man meinen. Aber Papier ist geduldig und Journalisten wollen gesellschaftspolitisch mitgestalten. Hier ein Lehrbeispiel: Die in christlichen Kreisen bekannte Juristin und Theologin Dr. Gudrun Kugler kandidiert für die ÖVP in den Wiener Wahlen am 11. Oktober. Ihr erklärtes Ziel: in der ÖVP für christliche Werte eine Lanze zu brechen. Als Initiatorin zahlreicher Kampagnen, wie z.B. die Bürgerinitiativen – „An der Hand“ gegen Euthanasie und „One of Us“ für den Schutz der Embryonen – für altersgerechte Sexualerziehung oder gegen Menschenhandel – hat sie bereits einiges erreicht.

Das blieb dem Standard nicht verborgen. Fabian Schmid bat Gudrun Kugler zum Interview, welches wir im Folgenden zur Verfügung stellen. Was er daraus gemacht hat, erstaunt: Die Kurzform in der Printausgabe vom 2.10. ist tendenziös. Die online-Langform strotzt von rechtlichen Fehlern, negativen Assoziationen von IS bis Nazis – und entrüstet sich natürlich über die alarmierenden Freundschaften von Gudrun Kugler mit Birgit Kelle und Weihbischof Andreas Laun.

Qualitätsjournalismus ist das nicht. Erschreckend, weil man davon ausgehen kann, dass dies kein Einzelfall ist. Was soll man heute noch glauben?

Gudrun Kugler sagt dazu: „Die Toleranzwächter tun sich schwer, christliche Positionen zu tolerieren. Wenn man argumentativ nicht mehr weiter weiß, wird man untergriffig. Schade, denn politischer Dialog sollte anders aussehen. Nun stimmen die Wiener Wähler darüber ab: Jede Vorzugsstimme für mich ist eine Stimme für eine klare wert-orientierte christliche Haltung.“

Kath.net dokumentiert das Interview mit Fabian Schmid vom Standard, 1.10. 2015 im Originalton:

1.) Ihr offizieller Slogan lautet "Trotz allem ist die ÖVP die beste Wahl für Christen". Können Sie vielleicht kurz ausführen, was die zwei Worte "Trotz allem" signalisieren sollen?

Kugler: Christlich engagierte Menschen sind die größte „Interessensgruppe“ Österreichs. Vielen von ihnen fühlen sich politisch von der ÖVP zuwenig repräsentiert und dadurch politisch heimatlos. Ich bin davon überzeugt, dass die ÖVP trotzdem die beste Partei für jene ist, die das christliche Menschenbild, christliche Werte und die katholische Soziallehre wichtig finden.

2.) Sie engagieren sich sehr, Flüchtlingen zu helfen. Was ist aus Ihrer Sicht eine christliche Lösung in der derzeitigen Flüchtlingsproblematik?

Kugler: Nicht träumen, nicht hetzen. Vernünftige Wege finden statt Angst machen. Allen Menschen, insbesondere Hilfesuchenden, mit Liebe begegnen. Die Kirche tut hier bereits sehr viel - unabhängig von der Religionszugehörigkeit der Flüchtlinge.

3.) Sie haben in einer Diskussion auf Facebook über Kim Davis geschrieben, dass in der Geschichte Christen bereits mehrfach vor einem Patt "Gewissen gegen Gesetz" stehen - auf welche Situationen spielen Sie hier an? Können Sie Beispiele nennen?

Kugler: Die intellektuelle Offenheit, das Problem "Gewissen gegen Gesetz" überhaupt verstehen zu wollen, vermisse ich bei vielen Linken, obwohl es historisch so leicht wäre. Wer heute erschöpfte Flüchtlinge über die Grenze bringt, verstößt formell betrachtet auch gegen das Gesetz.

4.) Sie schreiben außerdem in einer andere Diskussion vom 4. September, "Nein das tut der IS gewiss nicht (Anm. : Religions-, Gewissens- und Meinungsfreiheit spielen). Im Gegenteil, wer nicht zustimmt, muss weg. Wie in diesem Fall die arme Kim Davis." Wie begründen Sie diese von Ihnen gewählte Analogie zwischen IS-Opfern und Kim Davis?

Kugler: Sie schreiben „diese von Ihnen gewählte Analogie“ - das ist falsch! Die Analogie wurde vom Vor-Posting (Frau Bogner) gewählt, die meinte, dass Kim Davis wie der IS ihre Religion anderen aufdrängen würde. Ich würde so einen Vergleich nie bringen, sondern habe lediglich geantwortet! Ein Befürworterin der Gefängnisstrafe für Davis postete, dass der IS auf Basis der Religionsfreiheit handle! Das ist zutiefst abzulehnen. Der IS verstößt auf schlimmste Art gegen alle Menschenrechte. Europa ist weltweit Vorbild für die Einhaltung der Menschenrechte. Und das soll so bleiben, auch im Bereich Gewissensrechte.

5.) Würden Sie Standesbeamte mit christlichen Überzeugungen auffordern, die Begründung eingetragener Partnerschaften nicht durchzuführen?

Kugler: Gewissensentscheidungen sind zutiefst persönlich, dazu braucht es keine Aufforderung. Der Papst traf vor ein paar Tagen die Standesbeamte Kim Davis, ermutigte sie und sagte, jeder Mensch habe das Recht, etwas aus Gewissensgründen abzulehnen. Ich bin überzeugt: Niemand darf für Unterlassungen aus Gewissensgründen ins Gefängnis kommen. Das sollten wir im 3. Jahrtausend wissen. Als Lösung schlage ich vor, eine Gewissensklausel wie z.B. bei der Abtreibung zu überlegen; alternativ eine „accomodation“, die es in einigen Länder gibt: wenn jemand anderer gefunden wird, ist der einzelne zur Durchführung nicht verpflichtet; oder zumindest eine Übergangsregelung für jene, die bei der Änderung des Eherechts bereits Standesbeamte waren.

6.) Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen ein, durch Vorzugsstimmen in den Gemeinderat zu gelangen? Fühlen Sie bei Ihren Begegnungen einen starken Rückhalt in der Bevölkerung bzw. einen dringenden Wunsch nach mehr christlichen Werten in der Politik?

Kugler: Der Zuspruch aus der Bevölkerung ist überwältigend. Familienfreundlichkeit, Schutz der Menschenwürde und aller Freiheitsrechte, inkl. Gewissensfreiheit, finden fast alle wichtiger als Ampelpärchen. Bei der letzten Wahl haben 1143 Bürgerinnen und Bürger „Kugler“ in die Spalte „Vorzugsstimme Stadt“ geschrieben - jetzt brauche ich zwischen 1100 und 1200. Es ist knapp, aber kann sich ausgehen - und zwar deshalb, weil die ÖVP als einzige Partei den Vorzugsstimmen ein entscheidendes Gewicht verliehen hat.

Link: Gudrun Kugler auf Facebook


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Lesermeinungen

 Einsiedlerin 5. Oktober 2015 
 

Zeitungsberichte

Auch die Kleine Zeitung berichtet IMMER sehr tendenziös modernistisch, wenn es um die RKK geht!


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 hortensius 2. Oktober 2015 
 

Ein Musterbeispiel linker Medienpolitik

Das Ziel linker Medien ist, Verwirrung zu stiften. Glücklicherweise erreichen sie ihr Ziel nicht immer.


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 Theodor69 2. Oktober 2015 
 

Wen wundert's - Der "Standard" ist "SubStandard"


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