Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Die Notwendigkeit des neuen Bundes zwischen Mann und Frau

16. September 2015 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abschluss der Katechesenreihe zur Familie. Die Familie – unersetzbare Grundzelle jeder menschlichen Gemeinschaft. Die Gefahr der Ideologisierungen in der gegenwärtigen Kultur. Die Familie – Grundlage der rettenden Weltkultur. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen. Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater. Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott“ (Gal 4,4-7).

Mit seiner heutigen Katechese zur Generalaudienz beschloss Papst Franziskus seine Reihe zu Ehe und Familie. Der Papst erinnerte daran, dass wir am Vorabend zweier großer und weltweit bedeutender Ereignisse stünden: des Weltfamilientreffens in Philadelphia und der Bischofssynode zur Familie in Rom. Beide Ereignisse werden die Tragweite der Familie „als unersetzbare Grundzelle jeder menschlichen Gemeinschaft verdeutlichen“.

Die gegenwärtigen Übergänge in der Kultur „scheinen gekennzeichnet zu sein von den langfristigen Auswirkungen einer Gesellschaft unter der Herrschaft von Wirtschaft und Technik“. Die Unterordnung der Ethik unter die Logik des Profits werde in diesem System mit enormen Mitteln und dem Rückhalt der Medien betrieben.


Vor diesem Hintergrund werde eine „neuer Bund zwischen Mann und Frau“ auch zur strategischen Frage für die Emanzipation der Völker von der Kolonisierung durch das Geld. Dieser Bund „ist die erzeugende Grammatik, der ‚goldene Knoten“, könnten wir sagen“.

Der Glaube beziehe diesen Bund auf die Weisheit des Schöpfers. Gott habe der Familie nicht so sehr die Sorge um eine sich selbst genügende Gemeinschaft aufgetragen als vielmehr das spannende Projekt, die Welt heimisch zu machen. Die Schöpfung „ist dem Mann und der Frau anvertraut“.

Das, was zwischen ihnen geschehe, gebe allem eine Prägung. Gerade die Familie stehe am Anfang, sie sei die Grundlage dieser Weltkultur, die rette: „sie rettet uns vor den vielen Angriffen, den vielen Zerstörungen, den vielen Kolonisierungen, wie jener des Geldes oder der Ideologien, die die Welt so sehr bedrohen. Die Familie ist die Grundlage, um sich zu verteidigen“.

Die Zurückweisung des göttlichen Segens habe unvermeidlich zu einem Allmachtswahn des Menschen geführt, der alles verderbe: „dies nennen wir die Erbsünde“. Dennoch gebe Gott den Menschen nicht auf. Er habe der Frau einen geheimen und besonderen Segen zum Schutz gegen das Böse geschenkt.

Franziskus wies die oft beleidigenden Allgemeinplätze über die Frau als Versucherin zurück, die das Böse inspiriere. Dagegen gebe es Raum für eine „Theologie der Frau“, die auf der Höhe dieses Segens Gottes für sie und für die Generation stehen solle. Gott erkläre in der Genesis, dass er Feindschaft zwischen die Schlange und die Frau setzen werden, „zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs“ (Gen 3,15). Der Segen für die Frau bringe es mit sich, dass sie wie in der Offenbarung des Johannes laufe, um den Sohn vor dem Drachen zu verbergen: „Und Gott schützt sie!“.

Die erbarmende Güte Gottes verlasse weder Mann noch Frau. Die Verheißung, die Gott am Anfang der Geschichte dem Mann und der Frau gegeben habe, schließe alle Menschen ein. „Wenn wir genügend Glauben haben“ so der Papst, „werden sich die Familien der Völker der Erde in diesem Segen Gottes wiederfinden“. Alle Menschen seien eingeladen, diesen Weg mit uns zu gehen.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger deutscher Sprache, besonders an die Gruppe des Hospitaldienstes der Malteser in Österreich. Beten wir, dass unsere Familien wahre Leuchttürme der Gemeinschaft und der Solidarität in der Gesellschaft sein können. Gott segne euch auf euren Wegen.





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz