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Ex-Nuntius Wesolowski gestorben

28. August 2015 in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Jozef Wesolowski, wegen sexuellen Missbrauchs angeklagter früherer Vatikanbotschafter in der Dominikanischen Republik, ist am Freitagmorgen im Alter von 67 Jahren im Vatikan gestorben – Update: Autopsie ergab natürliche Todesursache


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Jozef Wesolowski (Foto), wegen sexuellen Missbrauchs angeklagter früherer Vatikanbotschafter in der Dominikanischen Republik, ist am Freitagmorgen im Alter von 67 Jahren im Vatikan gestorben. Wie Radio Vatikan bestätigte, ist eine Autopsie im Gange. Der polnische Geistliche, der bereits in den Laienstand zurückversetzt worden war und wartete derzeit im Vatikan auf seinen Prozess.

Im Juli war Wesolowski aufgrund gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Am 20. Juli war er jedoch wieder entlassen worden. Seither hielt er sich unter ärztlicher Beobachtung im Vatikan auf.


Der Staatsanwalt des Vatikanstaates, Gian Piero Milano, warf Wesolowski unter anderem vor, in der Dominikanischen Republik mehrere Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren sexuell missbraucht zu haben. In mindestens einem Fall soll dies in der Öffentlichkeit geschehen sein. Zudem wurde Wesolowski beschuldigt, eine «enorme Menge» kinderpornografischen Materials besessen zu haben.

Nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe war Wesolowski im August 2013 von seinem Posten als Papstbotschafter in der Dominikanischen Republik abberufen worden. Wesolowski war im Juni 2014 nach einem kirchenrechtlichen Prozess vor der Glaubenskongregation aus dem Priesterstand entlassen worden. Dagegen hatte Wesolowski Berufung eingelegt. Eine Entscheidung über die Berufung stand noch aus.

Update
Dei Autospie ergab als Todesursache einen Herzstillstand. Damit ist Wesolowski eines natürlichen Todes gestorben. Die Totenmesse für Wesolowski wird am Montag in der Kapelle des vatikanischen
Governatoratspalastes gehalten und vom Almosenmeister des Papstes, Erzbischof Konrad
Krajewski, gehalten werden. Beigesetzt wird Wesolowski in Polen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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