Login




oder neu registrieren?
Aktuelles Chronik Deutschland Österreich Schweiz Kommentar Interview Weltkirche
Prolife Familie Jugend Spirituelles Kultur Buchtipp Reise English

Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. Kommt Corona-Impfpflicht?
  2. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  3. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  4. Der grosse Betrug
  5. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  6. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  7. Papst Franziskus in Geldnot!
  8. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Corona-Ausbruch in Frankfurter Baptistengemeinde

In Israel nimmt der Hass auf Christen zu

6. August 2015 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Spuckattacken auf Priester sind an der Tagesordnung


Jerusalem (kath.net/idea.de)
In Israel sind christenfeindliche Handlungen durch jüdische Nationalisten und Extremisten weit verbreitet. Gelegentlich werden Anschläge auf Kirchen verübt, öfter aber Christen als Ausdruck der Verachtung angespuckt. Nach Angaben des deutschen
Benediktinermönchs Nikodemus Claudius Schnabel, der seit zwölf Jahren in Israel lebt, wächst der Christenhass seit rund fünf Jahren. Etwa jeden zweiten Tag werde hinter oder vor ihm ausgespuckt, und einmal im Monat werde er direkt angespuckt. Der 36-Jährige ist Sprecher der Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg, auf die am 25. Mai 2014 – kurz nach einem Besuch von Papst Franziskus im Heiligen Land – ein Brandanschlag verübt worden war.

Wie Schnabel dem Informationsdienst „Catholic News Service“ sagte, werden auch immer wieder Graffiti mit Hassparolen an kirchlichen Gebäuden entdeckt und christliche Grabsteine zerstört.
Gleichzeitig betonte der Priester, dass Christen auch viel Solidarität von israelischen Freunden erführen. Er bedauerte aber, dass es der Polizei und den Strafverfolgungsbehörden an Eifer
mangele, solche Vorfälle aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Das beklagt
auch der höchste Vertreter der römisch-katholischen Kirche im Heiligen Land, der Lateinische
Patriarch Fouad Twal (Jerusalem).
Zwei junge Männer wegen Brandstiftung angeklagt

Unterdessen hat jedoch der Brandanschlag vom 18. Juni auf die katholische Brotvermehrungskirche im nordisraelischen Tabgha am See Genezareth zu Festnahmen von
Tatverdächtigen und ersten Anklagen geführt. Durch das mit Benzin angefachte Feuer erlitten zwei deutsche Mitarbeiter leichte Rauchvergiftungen. Die Kirche wurde schwer beschädigt. An
die Mauern sprühten die Täter die Botschaft „Die falschen Götter werden ausgerottet“. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fünf junge Männer, die einer Gruppe jüdisch-nationalistischer Siedler, der sogenannten „Hügeljugend“, nahestehen sollen. Der 20-jährige Yinon R. und der ein Jahr jüngere Yehoda A. werden unter anderem wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung angeklagt.

Beschuldigt sind ferner zwei 18- bzw. 24-jährige Männer und ein Minderjähriger. Die israelische Regierung hatte den Brandanschlag scharf verurteilt; Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, eine solche Attacke richte sich „gegen uns alle“. Unterdessen hat eine Gruppe Rabbiner eine Kampagne zur Instandsetzung der Kirche ins Leben gerufen. Sie wollen damit ein Zeichen für die jüdisch-christliche Freundschaft setzen.

Nach den Worten des Direktors des Interreligiösen Zentrums „Eliah“, Alon Goshen-Gottstein, soll mit dem Wiederaufbau auch die Empfindsamkeit gegenüber heiligen Stätten jeglicher Religion erhöht werden. Auf einem Stein unter dem Altar der Brotvermehrungskirche soll Jesus Christus der Überlieferung nach fünf Brote und zwei Fische so vermehrt haben, dass 5.000 Menschen davon satt wurden (Matthäus 14,19).

Anfeindungen auch von Arabern

Christliche Einrichtungen in Israel werden aber nicht nur von jüdischer Seite angefeindet, sondern auch von Muslimen. So wurde die Ost-Jerusalemer Gemeinde der protestantischen „Living Bread International Church“ (Internationale Gemeinde „Lebendiges Brot“) im vorigen Jahr monatelang von Arabern eingeschüchtert. Es gab auch gewalttätige Übergriffe auf das Anwesen. Dort sind 45 Angestellte tätig; unter anderem werden zwei jüdische Waisenkinder mit Down Syndrom betreut. Wie die Zeitung Jerusalem Post berichtete, erheben die arabischen Nachbarn Anspruch auf das Grundstück, das die Gemeinde noch für weitere 20 Jahre gepachtet hat.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Priester

  1. St. Pölten: Gesundeter Pfarrer spendet Covid-19-Blutplasma
  2. „Jesus ist es, der ruft und erwählt“
  3. Kanadischer Priester meldet sich freiwillig zur „Inhaftierung“
  4. Zeitung: Mehr als 100 Priester in Italien an Covid-19 gestorben
  5. Priester überlässt Corona-Mitpatient Beatmungsgerät - und stirbt
  6. Italien: Sechs Priester in Bergamo an Corona-Virus verstorben
  7. Kuba: „Die Familien brechen auseinander“
  8. Kardinal Sarah: Zölibat ist Zeichen für radikale Christusnachfolge
  9. Österreichs Kirche hat knapp 150 Priesteramtskandidaten
  10. „Kein Papst kann über die Wahrheit, die Christus ist, verfügen“!








Top-10

meist-gelesen

  1. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  2. Kardinal Müller warnt vor Unterdrückung der katholischen Kirche
  3. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  4. Papst Franziskus in Geldnot!
  5. Vom Lehramt längst beantwortet
  6. Gegen Anordnung des Bistums: Kommunion in Metalldose zum Mitnehmen
  7. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  8. Corona-Krise ist für George Soros die Krise seines Lebens
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Der grosse Betrug

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz | US