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US-Mormone muss wegen Vielehe für fünf Jahre ins Gefängnis
 
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Ein amerikanischer Mormone muss wegen Vielehe für fünf Jahre ins Gefängnis.

Salt Lake City (kath.net/Kipa)
Ein Gericht im US- Bundesstaat Utah verurteilte den 53-jährigen Tom Green am Freitag gleichzeitig dazu, umgerechnet 120.000 Franken an Sozialhilfe zurückzuzahlen.

Green, der sich als fundamentalistischer Mormone bezeichnet und sich auf die Bibel beruft, hat fünf Ehefrauen und 29 Kinder. Die zwischen 24 und 31 Jahre alten Frauen hatten zuvor an den Richter appelliert, ihrem Mann eine Gefängnisstrafe zu ersparen, da vor allem die Kinder ihn brauchten.

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Es handelte sich um den ersten Polygamieprozess in den USA seit rund 50 Jahren. Green lebt mit seiner Familie auf einem Campingplatz in der Nähe von Salt Lake City. Er hatte in Interviews und Fernsehshows seine Lebensweise öffentlich propagiert und sich auf die verfassungsmässig garantierte Religionsfreiheit berufen. Green muss sich in naher Zukunft noch einmal vor Gericht verantworten. Weil seine vierte Frau bei der Hochzeit 1986 erst 13 Jahre alt war, hat er sich auch wegen sexueller Beziehungen mit einer Minderjährigen zu verantworten.

Seit 1896 verboten

In Utah, wo die Polygamie seit 1896 verboten ist, gibt es dem Vernehmen nach rund 30.000 Mormonen, die Polygamisten sind. Seit rund 50 Jahren wurde die Vielehe allerdings nicht mehr juristisch verfolgt, wenn die Anhänger dieser Lebensweise kein öffentliches Aufheben machten. In Utah gehören rund 70 Prozent der Bevölkerung den Mormonen an. Die Anhänger der Vielehe leben oftmals in abgelegenen Dörfern oder Siedlungen. Sie sind in der Regel Selbstversorger und haben kaum Kontakt zur Aussenwelt. Die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage", wie die Glaubensgemeinschaft der Mormonen auch genannt wird, hatte die Vielweiberei 1890 abgeschafft. Fundamentalistische Mitglieder der Glaubensgemeinschaft berufen sich aber weiterhin auf das Alte Testament und das Beispiel der Propheten, um diese Lebensform zu rechtfertigen.

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