Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  13. Der Realismus der Barmherzigkeit
  14. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  15. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan

Planned Parenthood: Verkauf von Organen abgetriebener Babys?

17. Juli 2015 in Chronik, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine verdeckte Ermittlung zeigt, dass Planned Parenthood Organe abgetriebener Babys gegen Geld abgibt. Es besteht der Verdacht auf Organhandel. Alles legal, behauptet Planned Parenthood.


Los Angeles (kath.net/LSN/jg)
Dr. Deborah Nucatola, die Bereichsleiterin für medizinische Dienste der Familienplanungsorganisation „Planned Parenthood Federation of America“ (PPFA) hat zugegeben, dass die Organisation Organe abgetriebener Babys verkauft. Die Lebensschutzgruppe „Center for Medical Progress“ hat drei Jahre zu diesem Thema verdeckt ermittelt. Vor ungefähr einem Jahr, im Juli 2014, haben sich zwei Schauspieler, die sich als potentielle Abnehmer der Organe ausgaben, im Auftrag des Center for Medical Progress mit Dr. Nucatola getroffen und das Gespräch aufgezeichnet. Ein knapp neunminütiger Zusammenschnitt des Videos und eine Abschrift des ganzen Gesprächs wurden jetzt veröffentlicht. (Siehe Links am Ende des Artikels) Mittlerweile ist auch das vollständige Interview auf der Internetseite des Center for Medical Progress veröffentlicht worden.

Die PPFA sei selbstverständlich bereit, Organe abgetriebener Babys anzubieten, sagt Nucatola. Die Preise bewegten sich zwischen 30 und 100 Dollar. Besonders Leber sei gefragt, aber auch intakte Herzen. Erst kürzlich habe jemand wegen Lungen nachgefragt, erzählt sie zwischen Rotwein und Salat.


Am Beginn eines Tages sehe sie sich an, welche Organe die Kunden anfragen würden. Dann stimme sie diese Liste mit den Patientinnen ab, die an diesem Tag eine Abtreibung durchführen lassen würden. Der Eingriff würde dann so durchgeführt, dass die gewünschten Organe nicht beschädigt würden, erklärt Nucatola, die selbst Abtreibungen durchführt.

In den meisten Fällen würden die Abtreibungen unter Ultraschall durchgeführt, damit die Mediziner sehen könnten, wo sie ihre Zange ansetzen sollten, berichtet sie. Als sie von der „Gewinnung“ eines Kopfes spricht, schildert sie eine Prozedur die an eine in den USA verbotene Teilgeburtsabtreibung erinnert. Wie jedes Gesetz unterliege auch diese Bestimmung der Interpretation. Wenn man beim ersten Eingriff feststelle, dass man keine Teilgeburtsabtreibung beabsichtige, spiele keine Rolle was danach passiere, sagt Nucatella.

Der Handel mit Organen ist in den USA illegal. Die PPFA bestreitet die Abgabe von Organen nicht, bestreitet aber ein finanzielles Interesse an den Transaktionen zu haben. Im Gesundheitswesen wären viele Patienten bereit, Körpergewebe für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Das gelte auch für die Patientinnen in den von der PPFA betriebenen Abtreibungskliniken. In einigen Fällen gebe es eine Aufwandsentschädigung für Tätigkeiten der PPFA, beispielsweise für Transporte der Organe, schreibt ein Pressesprecher der Organisation in einer Stellungnahme.

Die PPFA will auf Anraten ihrer Rechtsabteilung nicht als Vermittlerin von Organen in Erscheinung treten. Nucatola verweist die „Interessenten“ daher an die einzelnen Abtreibungskliniken. Diese würden jeden Eindruck vermeiden wollen, an der Transaktion Geld verdienen zu wollen. Aber wenn es möglich sei, mehr als die Kosten hereinzubekommen, würden sie es gerne tun, sagt Nucatola.

John Boehner, der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, und mindestens zwei Bundesstaaten der USA haben angekündigt, aufgrund des vom Center for Medical Progress veröffentlichten Materials Untersuchungen durchführen zu wollen.

Die PPFA ist die größte Abtreibungsorganisation der USA. Sie erhält mehr als 500 Millionen Dollar jährlich an Subventionen aus Steuergeldern. Sie kritisiert, dass die Aufnahmen so geschnitten seien, dass die Organisation in einem schlechten Licht erscheine. Der deutsche Ableger von Planned Parenthood ist "Pro familia".

Link zur Abschrift des vollständigen Gesprächs (englisch):
centerformedicalprogress.org

Das Video 'Planned Parenthood Uses Partial-Birth Abortions to Sell Baby Parts':


Fox News: Planned Parenthood under fire for controversial video



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  2. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  3. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  4. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  5. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  6. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  7. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  8. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  9. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen
  10. Erbprinz Alois von Liechtenstein kündigt Veto gegen mögliche Fristenregelung an






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  5. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  6. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  10. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  11. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  12. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  13. Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?
  14. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  15. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz