Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  2. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  3. Erscheint uns wieder der Stern von Bethlehem?
  4. Papst: Messritus aus Zaire mögliches Modell für Amazonas-Liturgie
  5. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  6. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  7. „In Chur steht das Schicksal der Kirche in einem der reichsten Länder auf dem Spiel“
  8. 'Gender-Dreck' - Deutsches Gericht verurteilt Pastor Olaf Latzel
  9. Twitter erlaubt Hashtag #FuegoAlClero, der die lebendige Verbrennung von Priestern fordert!
  10. "Und dann kam der November 2020"
  11. Propagandaexpertin warnt: COVID-Isolierung dient offensichtlich der sozialen Kontrolle
  12. O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf!
  13. Wien: 'Tot den Christen'-Aufruf im Gemeindebau
  14. US-Bischof fordert: Keine Impfung, die mit Hilfe abgetriebener Babys entwickelt wurde
  15. Autoritäre Regime verwenden Corona als Waffe

Beschwerde gegen erneuten Tendenzjournalismus beim BR

30. Juni 2015 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Offener Brief an Bayrischen Rundfunk wegen Beitrag von Veronika Wawatschek. „Mit anderen Meinungen kann ich als Demokrat problemlos leben. Doch wurden die Grundsätze des seriösen Qualitätsjournalismus massiv verletzt.“ Gastbeitrag von Thomas Schührer


München (kath.net/(kath.net/FaireMedien)
Sehr geehrter Herr Wilhelm,
sehr geehrter Herr Dr. Wolf,

der Bayerische Rundfunk (BR) genießt bei mir bisher hohes Ansehen. Gerade auch bei kirchlichen Themen nehme ich die Berichterstattung des BR im Vergleich zu anderen Sendern als überdurchschnittlich kompetent wahr.

Um so mehr haben mich zwei Beiträge von Veronika Wawatschek entsetzt. Nicht etwa weil dort eine mir nicht genehme Meinung vertreten wurde. Mit anderen Meinungen kann ich als Demokrat problemlos leben. Empört hat mich, dass ausgerechnet im BR die Grundsätze des seriösen Qualitätsjournalismus massiv verletzt worden sind. (Siehe Erläuterungen).

Bereits der erste Beitrag von Frau Wawatschek hatte einen Empörungssturm ausgelöst. Daraufhin haben Sie, Herr Dr. Wolf, die journalistischen Mängel des Beitrags bestätigt und bessere Qualitätskontrolle zugesichert.

Daß die selbe Autorin nun erneut einen Beitrag veröffenlicht, der genau die selbe inhaltliche Stoßrichtung hat, der die selben handwerklichen Mängel aufweist, wieder Meinung mit Bericht vermengt und wiederholt Personen namentlich nennt und diese in einen tendenziösen und rufmindernden Kontext stellt, besorgt mich ungemein! Hinzu kommt dieses Mal, daß der Beitrag nicht als „Feature“, also Meinungsbeitrag gekennzeichnet, sondern als eine Analyse zu recherchierten Tatsachen dargeboten wird.

Mir drängt sich die Frage auf: Wie kann es sein, dass im renommierten BR wiederholt der eigene Wertekodex in sehr bedenklicher Weise vernachlässigt und die einschlägigen Gesetze missachtet werden und der Rundfunkrat hierbei nicht in entscheidender Weise seiner Aufsichtspflicht nachzukommen scheint, obwohl Sie ja deutliche Worte hinsichtlich der fachlichen journalistischen Mängel gefunden und entsprechende Zusagen im Hinblick auf Qualitätskontrollen gemacht hatten?


Gerade weil der öffentliche Rundfunk von den verpflichtenden Beiträgen aller Bürger unterhalten wird, ist er zu einer besonders objektiven und umfassenden Berichterstattung verpflichtet.

Sehr geehrter Herr Dr. Wolf, ich bitte Sie, Ihre Aufsichtspflicht wahrzunehmen und sich für den Erhalt von Qualitätsjournalismus, eine faire Debattenkultur einzusetzen und den Ruf des BR zu schützen.

Bitte teilen Sie uns mit, ob bei dem neuen Beitrag wie von Ihnen zugesichert vorher auf Seiten der Programmverantwortlichen eine genaue Prüfung des Beitrages und seines Zustandekommens erfolgte und welche Stelle innerhalb des BR dafür verantwortlich zeichnet, dass der Beitrag in dieser Form erscheinen konnte.

Der Beitrag „Angstmacher vom rechten Rand der Kirche“ beinhaltet mehrere einschlägige Verletzungen der Grundsätze nach Art. 4 BayRG.

- Es handelt sich um eine unausgewogene und nicht objektive Darstellung (Verletzung des Art 4, Abs. 1 BayRG).

- Eine Mitarbeiterin des BR hat in einseitiger, fahrlässiger und damit für andere Menschen rufschädigender Art die Objektivität der Berichterstattung verzerrt (Verletzung des Art 4, Abs. 2, Nr. 7 BayRG).

- Durch die ganze Sendung ziehen sich herabsetzende und ungerechtfertigte Begriffszuordnungen wie „fundamentalistisch“ ultra-konservativ“, „nicht auf dem Boden der demokratischen Grundordnung“, „rechts“, „rechter Rand“, „Scharnier“. Publizisten und Persönlichkeiten wie Jürgen Liminski, Gabriele Kuby, Hedwig von Beverfoerde, Hartmut Steeb und andere werden zusammen mit engagiert christlichen Medien in den Verdacht gestellt, rechts-radikales Gedankengut zu verbreiten und mit ebensolchen Organisationen vernetzt zu sein, nicht auf dem Boden der demokratischen Grundordnung zu stehen, latent gewaltbereit und ein potenzieller Fall für den Verfassungsschutz zu sein. Dabei handelt es sich um Unterstellungen, die jeder Grundlage entbehren und rufschädigend sind, sowohl für die Einzelpersonen als auch für die christlichen Kirchen, denen sie angehören und für die sie sich engagieren (Verletzung des Art 4, Abs. 2, Nr. 10 BayRG).

- Menschen werden wegen ihrer freien Meinungsäußerung zu den Themen „Abtreibung“ oder „Gender“ und wegen ihres Einsatzes für Ehe und Familie und christliche Werte herabgesetzt. Für ihren Einsatz für die freiheitlich demokratische Grundordnung und die Verteidigung derselben gegen Einschränkungen demokratischer Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit und Religionsfreiheit werden sie diffamiert (Verletzung des Art 4, Abs. 2, Nr. 11 BayRG).

Sehr geehrter Herr Wilhelm, was Veronika Wawatschek zum Aufbau eines Feindbildes betrieben hat, darf, auch wenn ein großzügiger Maßstab zur Wahrung der Pressefreiheit angelegt wird, in einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht stattfinden. Fehler können passieren, aber hier wurde wiederholt und anscheinend bewusst Recht und Gesetz missachtet. Und dies halte ich als Demokrat und Gebührenzahler, gerade auch im Hinblick auf den Ruf des BR für nicht tragbar.

Ich bitte Sie deshalb dringend, jetzt sichtbare und spürbare Konsequenzen aus dem Fall zu ziehen! Die durch Qualitätsjournalismus über Jahrzehnte bewiesene Glaubwürdigkeit des BR muss sichtbar wieder hergestellt werden. Nach dieser zweiten schlimmen journalistischen Verfehlung halte ich daher arbeitsrechtliche Konsequenzen für unverzichtbar.

Bitte sorgen Sie für eine öffentliche Richtigstellung und eine angemessene Entschuldigung und Wiedergutmachung bei den erneut geschädigten Personen und Institutionen.

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Schührer, FaireMedien

Hören Sie sich den kritisierten Beitrag des Bayrischen Rundfunks an und bilden Sie sich selbst Ihr Urteil: „Angstmacher vom rechten Rand der Kirche – Eine Gefahr für die Demokratie?“.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Krisi 1. Juli 2015 
 

weil vieles nicht mehr vertretbar scheint...

Momentan werden die Themen gegen Griechenland, gegen den Verfassungsschutz benannt. Entschuldigung ich habe kein Interesse dafür Geld zu bezahlen und solch eine Tendenz zu unterstützen. Ich mit einfach nur Abschalten nicht mehr ansehen zu wenig. Für mich haben solche Berichterstattungen rein Garnichts mit Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit zu tun. Medien tragen auch nach dem Grundgesetz eine Verantwortung in der Öffentlichkeit. Man sollte dies nicht zum Misswesen betreiben.


2

0
 
 Krisi 1. Juli 2015 
 

Danke für diesen Brief.

...hat in einseitiger, fahrlässiger und damit für andere Menschen rufschädigender Art die Objektivität der Berichterstattung verzerrt (Verletzung des Art 4, Abs. 2, Nr. 7 BayRG).Entschuldigen Sie aber mir ergeht es nicht nur als Hörerin des BR so. Diese Beobachtungen nehme ich schon des längeren in den Berichterstattungen des ZDF wahr. Prüft auch ein Amt diese Sender?Wenn dies so wäre, würden viele Menschen die hierfür viel GEZ entrichten, diesen Sender wieder vermehrt anschauen.Solange kein Bürger durch solche Dinge durchdreht oder Panisch wird geht's ja noch.Geld hin oder her was man hier zahlt, die seelische Gesundheit, die Würde und die Ehre eines Einzelnen sowie das Recht auf Privatsphäre ganzer Völker sind wichtiger. Und so finde ich es sehr wichtig, dass die staatliche Prüfstelle für Medien auch die Berichterstattungen zu prüfen. Kann ja nicht sein, dass jeder seine persönlichen Vorlieben als Journalismus darstellt. Ordnung und Sicherheit sollte hier schon herrschen.Finde ich.


7

0
 
 Leandra 30. Juni 2015 
 

Jetzt habe ich den Beitrag gehört...

... Sehr seltsam. Katholiken, die die Lehre der Kirche vertreten (also zum Beispiel gegen Abtreibung sind) sollen aus der Kirche ausgeschlossen werden?
Rechtsextrem wer sich für Lebensschutz und die Mann und Frau Ehe engagiert... Dann müssten ja einige prominente Politiker der CDU jetzt in den Knast als rechtsextreme Gefahr.
Der Beitrag führt sich selbst ad absurdum... Wenn es nicht so traurig wäre konnte man darüber lachen....


9

0
 
 Leandra 30. Juni 2015 
 

Das wird noch schlimmer werden

Den genannten Beitrag habe ich nicht gesehen. Aber schon jetzt ist doch im Fernsehen mindestens ein schwuler Sympathietrager pro Sendung... Einen christlichen Sympathietrager sehe ich im normalen Fernsehen gar nicht....
Wenn man wenigstens aussteigen konnte aus den zwangsfinanzierten Bezahlsystem....


2

0
 
 SpatzInDerHand 30. Juni 2015 

Der Beitrag des Bayrischen Rundfunk ist wirklich heftig.

Man fragt sich, wohin unsere Demokratie steuert, wenn solche Beiträge in öffentlich-rechtlichen Medien unwidersprochen gesendet werden, schlimmer noch: dies ja die immer wieder feststellbare Grundtendenz in den Öffentlich-rechtlichen. Von uns Christen wird zwar Toleranz gefordert und wir sollen sie in überbordendem Maß liefern - auch dann, wenn es unser Selbstverständnis kostet - aber uns selbst wird wiederrum genau NULL Toleranz entgegen gebracht. Auch da nicht, wo wir uns in voller Übereinstimmung mit dem deutschen Recht und seinen Aussagen zur Förderung des Lebensrechtes der ungeborenen Kinder wissen (vgl. StGB § 218-219).
Solche Beiträge sind einer gesunden Demokratie ABSOLUT UNWÜRDIG!


11

0
 
 Dottrina 30. Juni 2015 
 

Habe soeben unterschrieben!


10

0
 
 backinchurch 30. Juni 2015 
 

Beschwerde unterstützen!

Dies kann man leicht hierüber:
http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/
Ich hab schon unterschrieben.


10

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. Google-Manager gibt Manipulation bei Suchanfragen zu
  2. Facebook schränkt Konto einer Pro-Life-Marketingagentur ein
  3. ‚Falschmeldungen’ zu Corona: WHO will ‚Infodemie’ verhindern
  4. Katholischer Schüler Nick Sandmann kritisiert ungerechte Berichterstattung
  5. Erzbischof Warda: BBC hat verfolgte Christen und Jesiden aus irakischer Geschichte „wegretuschiert“
  6. Kanadischer Politiker kritisiert ‚Zensur’ großer Online-Plattformen
  7. Wen der National Catholic Reporter die „Zukunft der katholischen Kirche“ nennt 
  8. Twitter zensuriert christliches Video von Tim Tebow
  9. Die Süddeutsche Zeitung und die Sache mit den Bildern
  10. Vorwurf: Medien verharmlosen Bidens liberale Abtreibungspolitik








Top-15

meist-gelesen

  1. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  2. „In Chur steht das Schicksal der Kirche in einem der reichsten Länder auf dem Spiel“
  3. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  4. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  5. "Und dann kam der November 2020"
  6. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  7. Twitter erlaubt Hashtag #FuegoAlClero, der die lebendige Verbrennung von Priestern fordert!
  8. Eine seltsame Botschaft auf Twitter von Erzbischof Schick
  9. 'Gender-Dreck' - Deutsches Gericht verurteilt Pastor Olaf Latzel
  10. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  11. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  12. Als der Terror begann, verschanzten sich die Jugendlichen in der Kirche
  13. Die 13 neuen Kardinäle im Kurzporträt. Der Weg des Lebens und der Geschichte
  14. Hohe Vertreter der Kirche haben das Kerngeschäft der Seelsorge verlassen
  15. „Beinharter Konflikt“ zwischen Schweizer Bischöfen und ihrem Nachrichtendienst „kath.ch“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz