Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  2. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  3. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  4. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  5. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  6. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  7. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  8. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  9. Dokumentationsstelle: Islamistischer Einfluss in Österreich nimmt zu
  10. Den tradierten Glauben demütig anbieten
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  12. Weißes Haus: FBI untersucht auf „Inlandsterrorismus und Hasskriminalität gegen Katholiken“
  13. "Ohne ihr heldenhaftes Handeln hätte es deutlich schlimmer kommen können"
  14. Australien wirf Iran Steuerung von antisemitischen Terroranschlägen vor
  15. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"

Imam bedauert Verzicht auf Halbmond-Logo im BR

26. Juni 2015 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Imam Benjamin Idriz kann die ganze Aufregung um den Halbmond nicht verstehen. «Ich glaube kaum, dass etwas Ähnliches passiert wäre, wenn es um Symbole anderer Religionen gehen würde.» - Kritiker hatten heftig protestiert


München (kath.net/KNA) Der Penzberger Imam Benjamin Idriz hat bedauert, dass das Bayerische Fernsehen nach Protesten ein Ramadan-Logo mit Halbmond nicht mehr ausstrahlt. Wichtig sei aber, dass am Programm selbst nichts geändert werde, sagte der 42-Jährige am Donnerstag dem Internportal «süddeutsche.de». Dennoch könne er die ganze Aufregung um den Halbmond nicht verstehen. «Ich glaube kaum, dass etwas Ähnliches passiert wäre, wenn es um Symbole anderer Religionen gehen würde.» - Im Rahmen des Themenschwerpunkts Ramadan war das Logo die ersten Tage auf dem Bildschirm zu sehen. Kritiker liefen jedoch im Internet dagegen Sturm.

Leider gebe es in der Gesellschaft antiislamische Tendenzen und Netzwerke, die diese Form der Menschenfeindlichkeit schürten und steuerten, beklagte Idriz. Der bayerische Verfassungsschutz habe dazu eine eigene Kategorie des islamfeindlichen Extremismus eingeführt, erinnerte der Imam. Über Internetblogs könnten solche Machenschaften dann durchaus Lawinen von Protesten und Hassmails auslösen. Ob das auch in diesem Fall dahinterstehe, wisse er nicht. Idriz hofft jedoch, dass man sich beim Bayerischen Rundfunk (BR) der Problematik voll bewusst sei.


Der Halbmond ist laut dem Imam ein Teil des muslimischen Lebens. Im Koran sei er einfach ein Symbol für die Zeit, den Monat, und erinnere daran, «dass Gott der Herr von Zeit und Ewigkeit ist». Zugleich hält es Idriz für vollkommen in Ordnung, wenn künftig auch bei einem christlichen Gottesdienst etwa ein Kreuz eingeblendet wäre oder bei einer jüdischen Feier ein Davidstern oder ein Leuchter. Er selbst habe das Logo im Rahmen der Berichterstattung über den Ramadan als «sehr gelungen» empfunden.

Weiter plädierte der Imam dafür, dass das Bayerische Fernsehen zwar die bayerische Tradition pflegen solle, aber sich auch für Muslime weiter öffnen möge. «Das Programm zum Ramadan ist ein sehr guter Ansatz - schade, dass jetzt diese Missstimmung hereingebracht wurde.» Vorstellen kann sich Idriz auch ein «Wort zum Freitag» durch einen Imam, weil darin Muslimen und Nichtmuslimen erklärt werden könne, was Islam wirklich sei und was nicht.

Das Bayerische Fernsehen überträgt am 17. Juli aus der Penzberger Moschee von Idriz das Festgebet zum Ende des Ramadan. Seine Gemeinde sehe dies als ein Zeichen der Anerkennung. Für alle Muslime sei dieser Termin der wichtigste Anlass, in die Moschee zu gehen, vergleichbar mit einem Weihnachtsgottesdienst bei Christen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Medien

  1. Aktuelle Daten zeigen: Keine Übersterblichkeit in Europa während der Hitzewelle
  2. NDR-Format ‚Zapp‘ erklärt konservatives Denken mit Gehirnanomalie und geringer Bildung
  3. CDU-Politiker reicht Programmbeschwerde wegen Bericht über christliche Fußballer ein
  4. „Staatsfeind Nummer zwei’ – Schwere Vorwürfe von Elon Musk gegen das Magazin „Spiegel“
  5. Kalifat-Verteidigerin Hübsch ist im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks
  6. 'Nur mehr Elon Musk steht dem Totalitarismus im Weg'
  7. Mitarbeiter von ARD und ZDF wollen mehr Meinungsvielfalt
  8. Open Democracy hackt E-Mails europäischer Lebensschützer und Pro-Familienorganisationen
  9. Die Rolle der Medien für die Kultur der Freiheit
  10. Demokratische Politiker wollen Inhalte von Lebensschützern von sozialen Medien verbannen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  4. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  5. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  6. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  7. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  8. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  9. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  10. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  11. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  12. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  13. Polen: Tschenstochau feiert "Schwarze Madonna" mit Friedensappell
  14. Ökumenische Begegnungen zwischen Rom und Konstantinopel
  15. 'Alles, was künftig geschehen soll, ist für Gott bereits geschehen'

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz