Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Schneller umgefallen als Dominosteine
  2. Franziskus kritisiert Maskenverweigerer
  3. Katholische Kirche wird zum verlängerten Arm staatlicher Gesundheitspolitik!
  4. Erzbistum Köln lässt Website der Katholische Hochschulgemeinde sperren!
  5. "Liebe Bischöfe, warum muss die Tür bei einer Messe zugesperrt werden?"
  6. Churer Domkapitel lehnte Dreierliste von Papst Franziskus ab
  7. Deutschland: Jeder Sechste glaubt an die Existenz der Hölle
  8. Deutschland: Kirchen als #covid-Impfzentren?
  9. Essener Bischof Overbeck zu Missbrauchsvertuschung: „Ja, ich habe Schuld auf mich geladen“
  10. Belgrader Patriarch Irinej I. an Covid-19 gestorben
  11. Jüngster US-Abgeordneter spricht über Bekehrung von Moslems und Juden
  12. Die Jungfrau Maria – die betende Frau
  13. „Es ist eine glaubensferne Ideologie, wenn das ZdK in eine Pressure-Group umgeformt werden soll“
  14. Allein den Betern kann es noch gelingen
  15. Islamismus hat seine Wurzeln in der islamischen Geschichte und Theologie

Nackt-Protest im Kölner Dom auch in zweiter Instanz verurteilt

3. Juni 2015 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Kölner Landgericht verhängte am Dienstag wegen grober Störung der Religionsausübung in der Weihnachtsmesse 2013 eine Strafe von 600 Euro.


Köln (kath.net/KNA) Polit-Aktivistin Josephine Witt ist wegen ihres Femen-Nackt-Protestes im Kölner Dom auch in zweiter Instanz verurteilt worden. Das Kölner Landgericht verhängte am Dienstag wegen grober Störung der Religionsausübung in der Weihnachtsmesse 2013 eine Strafe von 600 Euro. Damit bestätigte die 6. kleine Strafkammer in der Sache die Entscheidung des Kölner Amtsgerichts, reduzierte aber wegen der derzeit ungesicherten Einkommensverhältnisse der Angeklagten das Strafmaß um die Hälfte.

Das Gericht folgte damit dem Pladoyer von Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn. Zugleich wies es den Antrag der 21-Jährigen und ihrer Anwältin Eva Steiner ab, Witt nach dem Jugendstrafrecht zu verurteilen. Für eine Reifeverzögerung oder eine Jugendverfehlung gebe es keine Anhaltspunkte. Binnen einer Woche kann laut Richterin Elke Mücher Revision beim Oberlandesgericht eingelegt werden. Witt und ihre Anwältin ließen nach der Verhandlung offen, ob sie diesen Schritt gehen.


Die Aktivistin war am Ersten Weihnachtstag 2013 während einer Messfeier mit dem inzwischen emeritierten Kardinal Joachim Meisner an dessen 80. Geburtstag auf den Altar gesprungen. Sie entblößte ihren Oberkörper, auf dem «I am god» (Ich bin Gott) stand. Zudem skandierte sie antireligiöse Parolen.

Das Amtsgericht Köln hatte im Dezember eine Strafe von 60 Tagessätzen zu je 20 Euro (1.200 Euro) verhängt. Das Landgericht reduzierte den Tagessatz jetzt auf 10 Euro. Witt gab an, dass sie ihr Zahnmedizinstudium in Hamburg aufgegeben habe, um in Berlin wieder das Erststudium der Philosophie aufzunehmen. Es sei unklar, ob sie weiterhin BaföG beziehen könne oder einen Job bekomme.

Mitte April sorgte Witt für einen Eklat bei der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frankfurt. Sie sprang kurz nach Beginn der Veranstaltung bekleidet auf den Tisch von EZB-Präsident Mario Draghi, überschüttete ihn mit Konfetti und rief auf Englisch: «Stoppt die EZB-Diktatur». Witt hatte sich mit ihrem richtigen Namen als Journalistin angemeldet, wie sie in einem Interview betonte.

Die Femenstöraktion von Josephine Witt im Kölner Dom 25. Dez. 2013


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 3. Juni 2015 
 

Strafanzeigen der Eltern?

Können nicht die Eltern traumatisierter Kinder (kath.net berichtete uber einen Ministranten) Strafanzeihe stellen (Schmerzensgeld etc.)? Diese Person kann doch mit einer derart eiskalt-rücksichtslosen Aktion nicht so billig davonkommen? Oder ist das inzwischen (nur!) Christen gegenüber ein 'Kavaliersdelikt'? Inzwischen dürfte ihr Konto ohnehin ausgeglichen und auch sonst ihre Zukunft gesichert sein. @ waghäusler: Zusätzlich ein paar Wochen gemeinnützige Arbeit wäre das Mindeste gewesen...


2

0
 
 Diasporakatholik 3. Juni 2015 
 

Vorbestraft?

Wenn ich es richtig sehe, gilt J. Witt nach Rechtskräftigwerden des Urteils in der BR Deutschland dann wohl als vorbestraft.
Die Höhe der Strafe dürfte zwar relativ lächerlich sein, aber früher hätte sie mit einer Vorstrafe u.a. durchaus mit Nachteilen z.B. bei einer späteren Bewerbung rechnen müssen. Zumindest für die Einstellung in den Öffentl. Dienst war früher z.B. ein polizeiliches Führungszeugnis obligatorisch.
Heute werden solche strafbaren Handlungen insbes. von manchen Medien eher verniedlicht, z.T. sogar als ein besonderes Zeichen von Zivilcourage gewertet und sogar lobend hervorgehoben.
Ich erinnere mich an eine kürzliche Vorstellung von Beate Klarsfeld im Fernsehen, bei der ausgerechnet und ausgiebig deren Ohrfeige an den damaligen Bundeskanzler Kiesinger ausgiebig hervorgehoben wurde.


4

0
 
 waghäusler 3. Juni 2015 
 

Lieber @Dismas

Wie hoch die Geldstrafe wäre dürfte keine Rolle spielen,die würden ihre Sympathisanten mit
Sammmelspenden begleichen.
Eine oder zwei Wochen Dauerarrest käme da schon besser an.


5

0
 
 Cremarius 3. Juni 2015 

"Krankes" Kind einer kranken (egozentrischen) Zeit?

Vielleicht wäre es tunlich gewesen, wenn das Gericht auch die beabsichtige Wirkung auf die Öffentlichkeit berücksichtigt hätte. Es kam, wie es zu erwarten war. Die Störung der Messe schlug medial hohe Wellen, nicht wenige solidarisierten sich mit der Täterin. Es folgten Reportagen, Interviews und Auftritte in Talkshows. Einem größeren Kreis von Menschen wurde diese Frau nun bekannt und es wäre unwahrscheinlich, wenn sie aus ihrem "Ruhm" nicht auch Kapital geschlagen hätte. Die Störung des Gottesdienstes mit dem Kardinal war daher vermutlich auch eine "Werbeaktion in eigener Sache". In gewissen Milieus dürfte dieses "Gesellenstück", im Hinblick auf die weitere Karriere, entsprechend "gewürdigt" werden. Das und die möglichen daraus erzielten Einkünfte hätten eventuell strafverschärfend berücksichtigt werden sollen.
Jedes Mittel scheint recht, um sich selbst ins Szene zu setzen. Ich, ich, ich. Ein "krankes" Kind einer kranken Zeit? Rücksichtnahme, Respekt, Ehrfurcht? Wohl Fremdwörter...


6

0
 
 Dismas 3. Juni 2015 

Die Aktionen

dieser Frau, die wohl psychatrische Hilfe braucht sind einfach dumm und albern. Natürlich ist diese Störung der Hl.Messe sehr schwerwiegend und so ist die Strafe doch recht gering. Diese Dame soll sich doch im Carneval oder CSD usw austoben.


4

0
 
 punctum 3. Juni 2015 

Für 600 € darfst Du strippen im Kölner Dom

Ich frage mich, ob das abschrecken soll oder nicht doch eher eine Einladung ist ...!?!


8

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Köln

  1. Kardinal Woelki stellt sich hinter Vatikan-Instruktion zur Kirchengemeindenreform
  2. „Das Bekenntnis zur Wahrheit betrachtete Kardinal Meisner als heilige Pflicht“
  3. Bistum Limburg ließ Vertuschungsstrategien bei Missbrauch rekonstruieren
  4. Erzbistum Köln: Gemeinschaft Sankt Martin kommt nach Neviges
  5. „Bitte von zuhause ein mundgerechtes Stückchen Brot mitbringen“
  6. Gottesdienste in Bayern ab 4. Mai erlaubt!
  7. Kölner Kardinal Woelki lässt Öffnung der Gottesdienste vorbereiten
  8. Schwaderlapp: „Ich feiere Messe noch intensiver für das Volk Gottes“
  9. Köln: Coronavirusgefahr trifft "schmerzlicherweise" Kommunionspendung
  10. Umgang mit Missbrauch: „Ja, es gab einen geheimen Schrank“








Top-15

meist-gelesen

  1. Schneller umgefallen als Dominosteine
  2. Erzbistum Köln lässt Website der Katholische Hochschulgemeinde sperren!
  3. "Liebe Bischöfe, warum muss die Tür bei einer Messe zugesperrt werden?"
  4. Churer Domkapitel lehnte Dreierliste von Papst Franziskus ab
  5. „Es ist eine glaubensferne Ideologie, wenn das ZdK in eine Pressure-Group umgeformt werden soll“
  6. Katholische Kirche wird zum verlängerten Arm staatlicher Gesundheitspolitik!
  7. Münchner Kardinal Marx löst die "Katholische Integrierte Gemeinde" im Erzbistum auf
  8. Kirchenrechtler Stephan Haering überraschend verstorben
  9. Franziskus kritisiert Maskenverweigerer
  10. Das Wertvollste bleibt im Polizeibericht unerwähnt: rund hundert konsekrierte Hostien gestohlen
  11. „Wer sich in Kirchenzeitungen präsentieren darf?“
  12. Dies Gejaule stellt nur einen übergriffigen Klerikalismus dar
  13. Kirchengemeinde zutiefst schockiert: Mann verrichtet Notdurft ins Taufbecken
  14. Deutschland: Kirchen als #covid-Impfzentren?
  15. Essener Bischof Overbeck zu Missbrauchsvertuschung: „Ja, ich habe Schuld auf mich geladen“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz