Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Ab Montag verpflichtender Mund-Nasenschutz bei Gottesdiensten
  2. Hamburger Erzbischof Heße meint: 'Christus ist nicht Mann geworden'
  3. Vatikan gegen Mahlgemeinschaft von Katholiken und Protestanten
  4. 27 deutsche Ärzte ersuchen Bischöfe um Erlaubnis der Mundkommunion
  5. Bätzing: „Es gibt keine Tendenzen in irgendeiner Weise, uns als Nationalkirche abzuspalten“
  6. 'Synodaler Weg' braucht (fast) kein Mensch
  7. Diese Ablehnung aus Rom war deutlich genug
  8. Linke US-Verfassungsrichterin Ginsburg an Krebs gestorben - Kommt katholische Höchstrichterin?
  9. "Aus dem Star, der Himmel und Erde gemacht hat, wird also ein Sternchen. Kyrie eleison!"
  10. Kardinal Koch: Papst hat seine Sorge über Deutschland geäußert
  11. Bischof Oster kritisiert Unterstützung von „She decides“ durch Maria Flachsbarth/Kath. Frauenbund
  12. Diesen Corona-Irrsinn versteht niemand mehr
  13. DBK: Flachsbarths „She decides“-Engagement geht auf ihre Verantwortung als Staatssekretärin zurück
  14. Oster: „Irritierend, dass Sie nicht auf Problematik des ungeschützten jungen Lebens eingehen“!
  15. Bätzing/ DBK-Vollversammlung: „Wenn wir Bischöfe in diesen Tagen auch Kontroversen nicht verbergen“

Domspatzen: Anwalt dementiert Bericht über höhere Opferzahlen

3. Juni 2015 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Anwalt der Regensburger Domspatzen wies Berichte zurück, wonach die Zahl der Misshandlungsfälle höher liege als bisher angenommen: «Ich kann keine abweichenden Zahlen nennen». Es sei falsch, von einem Anstieg zu sprechen.


Regensburg (kath.net/KNA) Der Regensburger Anwalt Ulrich Weber hat Berichte zurückgewiesen, wonach die Zahl der Misshandlungsfälle bei den Regensburger Domspatzen höher liege als bisher angenommen. «Ich kann keine abweichenden Zahlen nennen», sagte er am Dienstag in Regensburg der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Es sei falsch, von einem Anstieg zu sprechen. Weber untersucht zurzeit im Auftrag des Bistums Regensburg Fälle von Misshandlung und sexuellem Missbrauch bei dem Chor in den zurückliegenden Jahrzehnten. Bisher ging man von mindestens 72 Geschädigten aus.

Der Bayerische Rundfunk hatte am Montag unter Berufung auf Weber von einem Anstieg der Opferzahlen berichtet. Mit Blick auf die ersten Gespräche mit Opfern hatte der Rechtsanwalt dabei unter anderem von einem «Domino-Effekt» gesprochen. Dies habe sich aber nicht auf Zahlen bezogen, sondern auf die Auskunftsbereitschaft der Betroffenen, sagte Weber der KNA. Die Betroffenen fassten nach und nach Vertrauen zu ihm. Sein Abschlussbericht werde voraussichtlich nicht, wie ursprünglich geplant, bereits nach einem Jahr vorliegen, erläuterte der Jurist. «Ich gehe davon aus, dass es länger dauert.»


Die Untersuchung durch den Juristen, der vom Opferhilfeverein Weißer Ring benannt wurde, läuft seit Ende April. Die Diözese hatte sich bewusst für eine unabhängige Prüfung entschieden. Zuvor hatte sie sich selbst seit 2010 intensiv mit der Aufarbeitung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs sowie der Körperverletzung in kirchlichen Einrichtungen beschäftigt. Unter anderem kam es in der Vorschule der Domspatzen in Etterzhausen und Pielenhofen wiederholt zu schweren körperlichen Züchtigungen. Als «symbolische Anerkennung des Leids» sollten die Opfer je 2.500 Euro bekommen. Zudem werden die Kosten für Therapien übernommen.

Weber, der ehrenamtlicher Mitarbeiter des Weißen Rings ist, präzisierte zudem seine Pläne für ein Beratungskuratorium. Dieses soll im Rahmen seiner Untersuchung über die einzelnen Fälle sprechen und im Herbst zusammentreten. Der Jurist will Vertreter des Bistums Regensburg, der Geschädigten sowie gegebenenfalls auch von Opfervereinigungen in das Gremium berufen, das etwa aus sechs bis acht Personen bestehen soll. Frühere Prügel- und Missbrauchsopfer bei den Domspatzen hatten sich unter der Internetadresse www.intern-at.de zu einer Gruppe zusammengeschlossen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 nostra aetate 6. Juni 2015 
 

"Anwalt der Domspatzen" ist irreführend

Der Begriff "Anwalt der Domspatzen" ist irreführend. Der Anwalt hat ein Mandat, aber nicht von den Domspatzen.


0

0
 
 Charlene 4. Juni 2015 

Genau den Rechtsgrundsatz, dass jeder Beschuldigte bis zu seiner Verurteilung als unschuldig zu gelten habe, den hält niemand ein, wenn es um Missbrauchsbeschuldigungen kirchlicher Mitarbeiter geht. In diesem Fall können Journalisten auch nicht mehr zwischen Misshandlungen und sexuellem Missbrauch unterscheiden. Da die Taten 50 Jahre zurückliegen, sind sie verjährt und können nicht mehr gerichtlich geklärt werden.
Die Medien - allen voran die Öffentlich-Rechtlichen - zwingen die Kirche durch öffentlichen Druck die Kohle rauszurücken und die Beschuldigungen als erwiesen zu behandeln. Weigert sich die Kirche, werden entsprechende "Dokumentationen" inszeniert. Die SWR-Produktion über die Domspatzen ist ein gutes Beispiel. Dass dabei die journalistischen Grundregeln nicht gelten, zeigt einmal mehr die Falschmeldung des BR. Es war übrigens die MZ, die als erste die Falschmeldung des BR aufdeckte.


1

0
 
 Kardiologe 3. Juni 2015 
 

Lobby

Der Lobby der Geschädigten und solcher, die Schädigungen vorgeben, was auch einmal gesagt werden muss, ist nicht ohne Grund nachzugeben. Da hat der Anwalt völlig Recht. Die Pädophilie wäre doch auch schon längst auf der Abschussliste, wenn man sie nicht gegen die Kirche verwenden könnte. Jeder, der Behauptungen aufstellt, muss auch dafür gerade stehen. Den Rechtsstaatsgrundsatz wollen wir doch wahren.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. „Standpunkt der US-Bischöfe zur Kommunion/Pro-Abtreibungs-Politiker kam von Ex-Kardinal McCarrick“
  2. "Was soll ein ‚gesunder Generalverdacht gegen Priester‘?"
  3. BDKJ richtet Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ein
  4. USA: Gegen Ex-Kardinal McCarrick werden neue ungeheuerliche Vorwürfe erhoben
  5. Experte: Vatikan drängt stärker auf Anzeige von Missbrauch
  6. BILD berichtet über Viganòs schwere Vorwürfe gegen einen deutschen Prälaten
  7. Verbot von Kinder-Sexpuppen!
  8. Bistum Limburg ließ Vertuschungsstrategien bei Missbrauch rekonstruieren
  9. Argentinischer Nacktselfie-Bischof arbeitet wieder im Vatikan
  10. Pentin: „Keine Vatikan-Antwort auf Nachfragen nach McCarrick-Report“








Top-15

meist-gelesen

  1. Österreich: Ab Montag verpflichtender Mund-Nasenschutz bei Gottesdiensten
  2. Hamburger Erzbischof Heße meint: 'Christus ist nicht Mann geworden'
  3. Vatikan gegen Mahlgemeinschaft von Katholiken und Protestanten
  4. Kardinal Koch: Papst hat seine Sorge über Deutschland geäußert
  5. Diesen Corona-Irrsinn versteht niemand mehr
  6. Bischof Oster kritisiert Unterstützung von „She decides“ durch Maria Flachsbarth/Kath. Frauenbund
  7. Weinendes Marienbildnis sorgt in Griechenland für Aufsehen
  8. Linke US-Verfassungsrichterin Ginsburg an Krebs gestorben - Kommt katholische Höchstrichterin?
  9. Bätzing: „Es gibt keine Tendenzen in irgendeiner Weise, uns als Nationalkirche abzuspalten“
  10. 27 deutsche Ärzte ersuchen Bischöfe um Erlaubnis der Mundkommunion
  11. Diese Ablehnung aus Rom war deutlich genug
  12. "Aus dem Star, der Himmel und Erde gemacht hat, wird also ein Sternchen. Kyrie eleison!"
  13. Die Helden von Berlin - Trotz Corona mehr als 3000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben
  14. 'Synodaler Weg' braucht (fast) kein Mensch
  15. Erzbischof Gänswein aus Krankenhaus in Rom entlassen

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz