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Kardinal Kasper meint: Synode muss über homosexuelle Paare sprechen

28. Mai 2015 in Familie, 30 Lesermeinungen
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Emeritierter Kurienkardinal: Ihre grundsätzliche Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen könne die Kirche allerdings nicht ändern, weil sie dem Evangelium zuwider liefen. Die Ehe zwischen Mann und Frau bleibe einzige Quelle für neues Leben und Zukunft


Rom (kath.net/KAP) Der Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren muss nach den Worten von Kardinal Walter Kasper ein Thema bei der kommenden Weltbischofssynode über die Familie sein. Während der ersten Familiensynode im Oktober 2014, "blieb das ein Randthema, aber jetzt wird es zentral", sagte Kasper der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch. Über dieses Thema habe die Kirche zu lange geschwiegen, so der deutsche emeritierte Kurienkardinal. Er betonte aber, die christliche Identität der Ehe sei mit einer Gleichstellung homosexueller Partnerschaften unvereinbar. Die Synode berät im Oktober im Vatikan drei Wochen lang über Ehe und Familie.

Mit Blick auf das irische Votum für die gleichgeschlechtliche Ehe sagte er, demokratische Staaten hätten die Pflicht, den Willen der Bevölkerung umzusetzen. Die Abstimmung mache es der Kirche allerdings schwerer, ihre Position zu vermitteln. Es sei offensichtlich, dass die Mehrheit der Menschen in den westlichen Ländern die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe befürworte.

Ihre grundsätzliche Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen könne die Kirche jedoch nicht ändern, weil sie dem Evangelium zuwider liefen. Die Ehe zwischen Mann und Frau bleibe einzige Quelle für neues Leben und Zukunft. "Wir müssen eher eine neue Sprache finden", so Kasper. "Wir müssen die Diskriminierung überwinden, die in unserer Kultur eine lange Tradition hat."

Stabile gleichgeschlechtliche Beziehungen von Dauer, die "Elemente des Guten" enthielten, seien zu würdigen, ihre Gleichstellung mit der Ehe jedoch nicht. Die moralischen Auswirkungen eines solchen Schritts bezeichnete Kasper als "enorm". Für die Gesellschaft ergäben sich daraus schwere Konsequenzen. Kasper betonte besonders die Problematik von Adoption, Kindeswohl und Leihmutterschaft.


Theologin Pelletier lobt neue Gesprächskultur in der Kirche

In einem Interview mit dem römischen Internetportal "Vatican Insider" lobte die französische Theologin und Ratzinger-Preisträgerin Anne-Marie Pelletier die vorsynodale offenere Gesprächskultur in der Kirche. Inzwischen gebe es eine "Dynamik des Zuhörens", sagte die Bibelwissenschaftlerin am Dienstag. Das kirchliche Lehramt habe verinnerlicht, dass es seine Aussagen nicht abgekoppelt vom Denken der Gläubigen treffen könne. Glaubwürdig bleibe die Kirche nur mit der Bereitschaft zuzuhören.

Das "Alphabet" der Kirche könne sich zwar nicht verändern, die "Sprache" aber schon, betonte Pelletier. Voraussetzung sei jedoch eine veränderte Haltung zur Welt, die auch das "Risiko des Neuen" nicht scheue, ohne dabei den Glauben an die Botschaft Jesu anzutasten. "Wenn die Kirche am Ende der Synode lediglich bekräftigt, was sie immer gesagt hat, wäre das ein Fehlschlag", so die Trägerin des Ratzinger-Preises 2014.

Pelletier hatte am Montag in Rom an einem Studientag deutscher, französischer und schweizerischer Bischöfe sowie Theologen in Vorbereitung auf die Synode teilgenommen. Im Mittelpunkt des von den Bischofskonferenzen der drei Länder veranstalteten "Studientags zur Bischofssynode" standen theologische Vorträge über Ehe, Familie und Sexualität. Dabei sei laut Pelletier "frei und offen" über die Herausforderungen der Kirche in der heutigen Welt - darunter u.a. rund um wiederverheiratete Geschiedene und homosexuelle Paare - diskutiert worden. Der Studientag mit rund 50 Teilnehmern sollte nach dem Willen der Veranstalter zur Vertiefung der bei der Synode anstehenden Themen beitragen.

Papstpräsenz zeigt Wichtigkeit der Synodenvorbereitung

Im Anschluss beriet im Vatikan der zuständige Bischofsrat zur Synode, dem auch Kardinal Christoph Schönborn angehört, über das Arbeitspapier, das die Grundlage der Beratungen im Oktober bilden soll. Das "Instrumentum laboris" sei nach gründlicher Aussprache samt einigen Ergänzungs- und Verbesserungsvorschlägen dem Synodensekretariat zur Schlussredaktion übergeben worden, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Es werde übersetzt und in wenigen Wochen veröffentlicht. Dem Vernehmen nach könnte das Dokument Mitte Juni erscheinen, vielleicht eher, vermutlich aber erst nach einer erwarteten Enzyklika zur Ökologie.

Dass Papst Franziskus selbst an den Beratungen des Bischofsrates teilnahm zeigte, wie wichtig ihm das Bischofstreffen zu diesem für die Kirche zukunftsentscheidenden Thema ist und dass es Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Pontifikats haben dürfte. Das gilt umso mehr nach dem lebhaften, mitunter turbulenten Verlauf der ersten Familiensynode, dem außerordentlichen Bischofstreffen vom Herbst 2014.

Der Schlussbericht von 2014 war eine Art Kompromiss gewesen, bei dem manche Positionen zurückhaltender formuliert, andere zur vertiefenden Überprüfung an die Theologie verwiesen wurden. Das von Schönborn erläuterte Modell der Gradualität, wonach auch in Partnerschaftsformen, die der katholischen Lehre zuwiderlaufen, familiäre Werte gelebt werden könnten, tauchte nicht mehr auf. Textpassagen zu einigen Streitpunkten - etwa zum Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene oder zur Haltung gegenüber Homosexuellen - erhielten nicht die Zweidrittelmehrheit. Dafür enthielt der Text, der zugleich das erste Vorbereitungspapier für die zweite Familiensynode bildete, eine breitere Darstellung der katholischen Lehre von Ehe und Familie.

Nach der außerordentlichen Synode hatten die Ortskirchen in einer neuen Fragebogenaktion Vorschläge für den weiteren Verlauf der Debatte in Rom eingereicht. Zugleich setzten Kardinäle, Bischöfe, Theologen und engagierte Laien aller Lager auf unterschiedlichsten Ebenen die Debatte um das Verhältnis von Wahrheit und Barmherzigkeit fort. Das Arbeitspapier, das demnächst veröffentlicht wird, dürfte darauf einige Antworten geben.

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 speedy 29. Mai 2015 
 

synode muss über rechte der ungeboren reden, und es gibt Größere Probleme


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 Stephaninus 29. Mai 2015 
 

@Scotus

Danke! Sie haben vollkommen recht, und wir müssen uns wirklich nicht schämen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und mir, dass wir den Mut haben, am rechten Ort mit dem richtigen Wort da zu sein.


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 Suarez 29. Mai 2015 

Eine Trennung von Lehre und Pastoral führt auf Dauer zur Auflösung von Katholizität

Wo die katholische Glaubenslehre nicht mehr in die Wirklichkeit des Glaubenslebens und damit der Kirche hineinwirkt, sondern nur noch archäologisch archiviert wird, trennt sich die Glaubenspraxis von ihrem Glaubensfundament. Dann baut man buchstäblich auf Sand und die Brandung des Zeitgeistes wird das Gebäude recht bald unterspülen.

Es wäre verwunderlich, wenn ein so kluger Kopf, wie Kardinal Kasper, dies nicht wüsste.

Man muss leider annehmen, dass man sich der Auswirkungen einer Trennung von Lehre und Pastoral sehr wohl bewusst ist. Offensichtlich will ein Teil der Bischöfe erreichen, dass die dann gegenstandslos gewordene Lehre irgendwann still entsorgt werden kann, ohne dass das noch bemerkt würde.

Es ist mehr als besorgniserregend, dass wir heute in der Kirche einem solchen Szenario gegenüberstehen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es um ein Verhalten geht, dass die Kirche immer als abwegiges Verhalten verurteilt hat. Hier drohen extreme Verwerfungen im Glauben.


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 dominique 29. Mai 2015 
 

@Frauke G.

Ich glaube, man betrügt den Partner nicht. Das Phänomen kann man eher mit dem Swingertum bei den Heterosexuellen vergleichen. Dahinter steckt die Mentalität, Sexualkontakte zur puren "Lustbarkeit" (Triebbefriedigung) zu degradieren und Sexualität möglichst oft zu konsumieren. Also letztlich sind das Formen sexueller Verblödung und Degenerierung.
Gleichzeitig kultiviert man das "Paar" als eine Art sozialer Maske und Inszenierung. Scheint zu funktionieren, sollte man aber nicht falsch verstehen. Offenbar hat die Kirche da einige Probleme und wohl auch Nachholbedarf in Sachen moderne Formen sexueller Degenereszenz, die das Bewusstsein der Menschen befallen hat.


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 Frauke G. 29. Mai 2015 
 

Je länger Homosexuelle-Beziehungen dauern desto promisker werden sie.

Viele Homosexuelle gaben an je länger und dauerhafter ihre Beziehung war desto häufiger gingen sie ihrem Partner fremd, desto untreuer waren sie. Paradoxerweise werden mit der Stabilität oder Dauer homosexuelle Beziehungen immer promisker. Treue bedeutet also nur, dass man den Partner betrügt ohne ihn total zu wechseln. Das erzählen deutsche Bischöfe, die ihre gesamte Energie darauf konzentrieren obsessiv Lobbyarbeit für Homosexualität zu betreiben, natürlich nicht.
Es ist zutiefst unredlich wie die deutschen Bischöfe versuchen Homosexualität durch die Hintertür kirchlich akzeptabel zu machen.
Außer dass, diese Bischöfe bereits vom Glauben abgefallen sind, kann man sich anders diese eifrige Mission und entschlossener Kampf für die homosexuelle Sache, nicht erklären. Deutsche Bischöfe wollen Sprachrohr für die mächtige Homolobby sein aber nicht für Christus. Damit beweisen diese Bischöfe wem sie wirklich dienen. Homosexuelle Praktiken bleiben Sünde auch in dauerhaften Beziehungen.


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 Ehrmann 28. Mai 2015 

KKK 2357 bezieht sich auf ALLE homosexuellen Praktiken

-nicht nur auf "stabile" Paare (die es kaum gibt, denn Promiskuität ist häufig), daher ist es nicht nötig, speziell homosexuelle Partnerschaften, die sich als Ehen deklarieren möchten, als eigens Problem zu behandeln. Wichtiger wäre es, jenen zu helfen, die aus der Szene ausscheren wollen und durch Verpartnerungen daran gehindert werden. Hilfe und Forschung sind durch die diversen Diskriminierungsverbote massiv behindert und praktisch unmöglich gemacht.


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 Stefan Fleischer 28. Mai 2015 

Wenn ich es mir richtig überlege,

so stimmt es schon, dass die Synode über Homosexualität, über die wiederverheirateten Geschiedenen, aber auch über die ohne Ehesakrament zusammen lebenden Katholiken und verschiedenes andere mehr, sprechen muss. Sie muss allen verantwortlichen Hirten und ihren Helfern wieder klar machen, dass es niemandem nützt, wenn man ihm sagt: "Bleibe ruhig in deinem sündhaften Zustand. Gott ist barmherzig." Im Gegenteil. So etwas ist Gift für die Betreffenden, unter Umständen sogar tödliches Gift. Die Synode muss auch hier eine Neuevangelisation starten. Und sie muss klar und unmissverständlich allen wieder in Erinnerung rufen, dass Seelsorge im christlichen Sinn nicht einfach psychologische und/oder soziale Betreuung bedeutet, sondern die Sorge um das ewige Heil der unsterblichen Seelen.


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 Frauke G. 28. Mai 2015 
 

,mk+9l-


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 Scotus 28. Mai 2015 

Danke für die positiven Rückmeldungen!

@Marienzweig
Ich kenne diese Bande aus früheren Tagen, wo ich noch in Sünde lebte. Meinen Wandel haben diese Leute - zwar mit Häme - aber doch auch mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und begleitet. Und so kommt es, dass ich überhaupt festgenagelt wurde. - Ansonsten versuche ich von dem Satz leiten zu lassen: "Rede nicht über deinen Glauben, wenn Du nicht gefragt wirst. Aber lebe so, dass du gefragt wirst."

@Stephaninus
Sie kennen offenbar auch solche Düsen... Wichtig scheint mir, diese Menschen dennoch zu mögen. Wenn sie das spüren können, sind sie gleich viel weniger aggressiv, Und so etwas wie ein Gespräch kann dann überhaupt erst möglich werden. Ja, und letztlich brauchen wir uns des Evangeliums wirklich nicht zu schämen. (Das ist es nämlich auch, was ich bei der einen oder anderen Stellungnahme kirchlicher Würdenträger so vermute, wenn sie so herumlavieren.)


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 bücherwurm 28. Mai 2015 

Die Moderation bittet einige um Mäßigung im Ton...


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 Christa 28. Mai 2015 

Verschleierungstaktik eines Kardinals und einiger seiner Mitbrüder!

Bei Gegenwind wird dann versucht, wieder anderst zu argumentieren. In sich ein Widerspruch. Hätte man im Deutschland klar und deutlich die römisch-katholische Lehre darüber vertreten und nicht gegengesteuert, hätte man sich die Bischofssynode sparen können.


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 Lilli-Lou 28. Mai 2015 
 

Ich muss nachliefern!

Hier der Link: (http://www.gemeindenetzwerk.org/?p=10720) Der Autor heißt Dennis Prager und der Titel ist: Die Ablehnung der Homosexualität im Judentum.


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 Lilli-Lou 28. Mai 2015 
 

Lassen Sie den Geist bitte in der Flasche, Herr Kardinal!

Der Jude und Experte der Thora, der Prophetenbücher und des religiösen Lebens beschreibt zutreffend, warum das Judentum Homosexualität ablehnt. Der Aufsatz ist m.E. lesenswert. Der Autor warnt vor der Zerstörung der Familie, die geschützt und kultiviert werden müsse.Zitat: "Die Griechen attackierten die Familie im Namen der Schönheit und des Eros. Die Marxisten attackierten sie im Namen des Fortschritts. Und heute attackiert sie die Schwulenbewegung im Namen des Mitgefühls und der Gleichheit.Ich verstehe, warum die Schwulen das tun. Das Leben war für viele von ihnen hart gewesen. Was ich nicht verstanden habe, ist, warum sich Juden oder Christen diesen Angriffen anschließen. Jetzt weiß ich es. Sie wissen nicht, was auf dem Spiel steht. Auf dem Spiel steht unsere Zivilisation."


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 wedlerg 28. Mai 2015 
 

Mal die Lesermeinungen zum FAZ-Kommentar von Deckers lesen

Da findet sich ganz klar Volkes Stimme: von wegen: die Mehrheit ist weiter als die Kirche. Wie konsequent dort gegen Homoehe und andere "Öfnnungen" argumentiert wird, macht Mut.


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 Tadeusz 28. Mai 2015 

Totalangriff

Natürlich hat Suarez recht - es geht um einen Totalangriff gegen das Evangelium.

Übrigens, dieses ständige Pochen auf das Thema der Homosexualität durch die "Würdenträger" der deutschen "katholischen" Kirche muss konkrete Ursachen haben.

Ich bin der Meinung, dass die Reihen der Geistlichen seit der 68er Revolution durch die Homosexuellen soweit durchdrungen sind, dass sie mittlerweile in der deutschen Kirche ganz konkret einen (über)großen Anteil des geistlichen Personals bilden.

In der Atmosphäre des ständigen Angriffs auf alles Katholische, welche jungen "normalen" Menschen möchten noch Priester werden? Wer möchte die Pflichten des Zölibats auf sich nehmen, wo doch der Berufung eines katholischen Priesters
derart durch die Medien verleumdet ist?
Das können nur die Menschen, die einen bequemen Beruf, aber gewiss keine Berufung suchen. Der Zölibat als der Verzicht auf die Gesellschaft einer Ehehfrau war/ist doch für sie nie ein Verzicht.
Jetzt geh es um Coming Out.


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 Marienzweig 28. Mai 2015 

@Scotus

Schön, dass es Ihnen gelungen ist, die homosexuellen Freunde zum Nachdenken gebracht zu haben. Das ist nicht wenig!
Auch wenn es für Sie anstrengend war und es dabei emotional heftig zuging, war Ihr Einsatz wertvoll.
Vielleicht wussten die betreffenden Leute, dass Sie gläubig sind; wollten Sie vielleicht nur provozieren oder aber sie waren tatsächlich an Ihren Argumenten interessiert.
Sie müssen sie nicht ändern, es reicht, wenn Sie den guten Samen ausstreuen. Was Ihre 5 oder mehr homosexuellen Diskutanten damit machen und welche Schlüsse sie aus der Diskussion ziehen, ist allein ihre Sache.
Und auch, ob und wann der Samen überhaupt aufgeht, liegt in den Händen eines Anderen.
Bei Ihrer kurzen Schilderung wurde mir sehr deutlich bewusst: Auch kleine Schritte -von Ihnen gesetzt- sind Schritte, haben ihren Wert und können sogar zum Apostolat werden.
Danke, lieber @Scotus, für Ihren Einsatz und Ihren Mut!


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 wedlerg 28. Mai 2015 
 

Es gibt keine Diskriminierung Homosexueller in der Kirche

Es gibt vollkommen berechtigte Bedenken zu homosexuellen Praktiken. Diese fußen auf biblischer Überlieferung des alten und neuen Testaments. Nicht zuletzt warnt Paulus eindringlich davor. Der Untergang der griechischen und römischen Kultur dürfte ihm eindrucksvoll begegnet sein. Die gleichen Sachverhalte sind auch heute noch modern (so viel zur Lebenswirklichkeit). Nicht zuletzt aus medizinischen Überlegungen heraus, ist gelebte Homosexualität gefährlich. Nur wer sich vor Augen hält, dass diese Gründe hinter der ablehnenden Haltung der Kirche zur Homosexualität stehen, kann klar sehen, dass Homo- und Heterosexualität eben nicht zwei gleichberechtigte Spielarten sind. Wer das behauptet, setzt das Wohl aller, insbesondere der Kinder aufs Spiel. Und obwohl das alles der Kirche immer klar war, hat sie Homosexuelle nicht diskriminiert. Kritik an homosexuellen Handlungen hat m.E: nichts mit Diskriminierung zu tun.


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 Scotus 28. Mai 2015 

Die Kirche muss über Keuschheit sprechen (lernen).

Gestern Abend war ich zu einer Geburtstagsfeier eingeladen, wo mindestens fünf Homosexuelle auf mich losgestürzt sind und ihren Mist vor meinen Füßen abgeladen haben. Ich muss gestehen, es hat mich einige Kraftanstrengung gekostet. Aber immerhin konnte ich die Möglichkeit nützen, um diesen Leuten den Keuschheitsbegriff der Kirche wenigstens ein bisschen näher darzulegen. Auch wenn es streckenweise sehr emotional zuging und ich aufs Äusserste herausgefordert wurde: Letztlich war es gut, und keiner dieser Schwulen hat sich feindselig abgewendet. Im Gegenteil, ich denke, dass es mir ganz gut gelungen ist, diese Menschen zum Nachdenken anzuregen. Vielmehr war für´s Erste nicht drin. Aber immerhin: es war ein Anfang.


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 Tisserant 28. Mai 2015 

Herr Kardinal, wir brauchen keinen abgestandenen alt 68 ziger Kaffee zum zig tausendsmal aufwärmen!
Es ist bereits alles gesagt und verdereht worden!
Wenn man jedoch meint, sich ständig neu anbiedern zu müssen an die ach so liebe Ideologie der Homo- und Genderlobby und glaubt, in einer etwas kindlichen und Art der Vorgehensweise, diese würden einen dann lieb haben, dann tut es mir schrecklich leid, diese Umarmung kennt nur einen Sieger und das ist der Zeitgeist!
Neue Sprachmuster und der andere blabla, ich kann es nicht mehr hören! Seit Jahren wird immer wieder der gleiche zeitgeistige linke deutsch katholische Sondermüll abgesondert! Immer mehr links sein wollen, als die linkesten Linken!
Es ist das typisch deutsch katholisch anbiedern, das Verleugnen der eigenen Tradition und das Verleugnen des heiligen in der Eucharistie!
Im Aberglauben des Diesseits seid ihr gefangen!
Wenn die kath Kirche in Schland so weiter macht, dann braucht sie wirklich keiner mehr!


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 Suarez 28. Mai 2015 

Das ist doch nur Vernebelungstaktik!

Einerseits betont Kardinal Kasper die Kirche könne ihre grundsätzliche(!) Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen nicht ändern, weil sie dem Evangelium zuwider liefen, andererseits müsste die "Diskriminierung" überwunden werden, die in unserer (christlichen) Kultur eine lange Tradition habe. Also ist das Evangelium diskriminierend und der Glaube an die Schöpfungsordnung natürlich auch und daraus resultierend die Missbilligung abwegigen Verhaltens auch! Kardinal Kasper und andere setzen hier zum Generalangriff gegen die katholische Lehre und damit gegen den katholischen Glauben an. Sie wollen die Lehre zwar noch formal als leere, bedeutungslose Hülle zum bloßen Alibi erhalten wissen, um sie so nur noch besser zu beseitigen. Man fragt sich, wie ein Hirte der Kirche guten Gewissens vor Gott zu solchen Relativierungen der Lehre schreiten kann. Ein Teil der deutschen Bischöfe scheint entschlossen, die Lehre der Kirche in die Bedeutungslosigkeit abzudrängen, was ihrer Beseitigung gleichkommt.


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 Devi 28. Mai 2015 
 

Zu Bischof Walter Kasper Devi

Die Synode muß zu den Menschen sprechen.
Jeder erklärt uns wie wir mit der Vielfallt bereichert werden. ein schöner Begriff aber was steckt wirklich dahinter? Jahrelang erfuhr ich als Katholik in der Kirche wie ich als Mensch eines Tages in die Nähe Gottes kommen kann.Dazu gab Gott uns die 10 Gebote.Um uns zu stärken gab Gott uns die -Heiligen Sakramente-Um uns auf Erden zu Führen schenkte Gott die vielen Heiligen auf Erden.Jeder Mensch darf und durfte in diese KIrche eintreten,wenn er nicht fremden Göttern dient.Deshalb verstehe ich heute
meine Kirche nicht mehr.Kleine Kinder werden heute getötet,weil sie sich zu Christus bekennen. Bischof K.und Erz.Bischof Marx dies ,ist für mich die Erinnerung und die Liebe zur Kirche wert.Bitte beten sie kehren sie zurück zu dem Glauben unserer Kath- Kirche für diese kleinen Kinder ihr Leben ließen.


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 Distributist 28. Mai 2015 
 

Arrogant?

Die meisten Menschen verstehen sehr gut, was die kirchliche Lehre zu Homosexualität sagt. Es klingt für mich arrogant, zu behaupten, man müsste ihnen nur zum millionstel Mal erklären, dass die Kirche Homosexualität in jeder gelebten Form ablehnt. Dies impliziert, die Anhänger einer Akzeptanz gleichgeschlechlicher Partnerschaften wären zu beschränkt, die Lehre zu verstehen.

Man muss sich damit abfinden, dass die Kirche in dem Fall mit vielen westlichen Gesellschaften nicht mehr auf einen Nenner kommt.

Wir Katholiken in der Gesellschaft brauchen daher aber auch deutlich mehr Rückendeckung der Kirche.


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 raph 28. Mai 2015 
 

Wer genau trägt den Hirten auf, dass jetzt endlich darüber gesprochen werden muss? Wenn schon, dann muss zu ihnen gesprochen werden, nämlich warum Jesus ihre Umkehr möchte...


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 bernhard_k 28. Mai 2015 
 

Klartext...

Klartext ist gerade heute so wichtig! Also ganz einfach das Evangelium voller Freude verkünden. Die Gläubigen sehnen sich danach ...


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 Stephaninus 28. Mai 2015 
 

Kardinal Kaspar

Ich finde, Kardinal Kaspar, dessen Positionen ich nicht stets teile, hat im Interview absolut nichts gesagt, was nicht korrekt wäre. Das mit der Sprache ist in der Tat eine grosse Schwierigkeit, gerade wenn die Kirche die Gläubigen aber auch "die Menschen draussen" mit dem erreichen möchte, was Lehre der Kirche ist.


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 Stefan Fleischer 28. Mai 2015 

Hören wir endlich mit dem Verwirrspiel auf.

Und werden wir uns wieder bewusst, dass es ein Unterschied ist, ob wir zu Menschen sprechen, die zu uns gehören (oder es wenigstens behaupten). Ihnen können wir zumuten, dass sie die Lehre der Kirche annehmen, und zwar die ganze Lehre und nicht nur einen Auswahlsendung. Jenen, die nicht zu uns gehören, können wir nur in Liebe und Geduld diese Lehre verkünden und erklären, ebenfalls ohne Abstriche und Schönfärberei. Das wäre der falsche Weg, ja, das wäre ein Betrug, denn sie haben Anspruch auf diese ganze Lehre. An Ihnen liegt es, sie anzunehmen oder nicht, und zwar im vollen Bewusstsein, um was es geht, und nicht auf Grund einer werbetechnisch aufbereiteten Reklame.


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 horologius 28. Mai 2015 
 

Liebe Bischöfe,

worüber wollt ihr bzgl. homosexueller Paare sprechen? Mit welchem Ziel? Wenn Kardinal Kasper das zum Thema machen will, macht es nur Sinn, wenn auch etwas dabei herauskommen soll/herauskommt (was auch immer.....). Wenn das nicht der Fall ist, kann man sich die Mühe sparen und sich wichtigeren Themen widmen!


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 dominique 28. Mai 2015 
 

Diskriminierung überwinden:

da gehe ich vollkommen konform. Der Unterwanderung des (christlichen) Ehebegriffs hingegen entgegentreten. Homosexuelle Paarigkeit hat mit der Ehe nichts zu tun - und schon gar nicht mit der christlichen. Es wäre wünschenswert, dass homosexuell orientierte Menschen ihre Formen des Miteinander konsequent und eigenständig bis zu Ende denken, dann brauchen sie auch kein Schielen auf die Mann-Frau-Ehe. Und die Gesellschaft hätte mehr Aufrichtigkeit und weniger Theater und Maskerade.


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 wedlerg 28. Mai 2015 
 

Sprache ist nicht das Problem - sondern Klarheit

Ich kann Kardinal Kasper hier nicht viel widersprechen. Sein Standpunkt ist in diesem Text vernünftig. Ich denke nur, dass eines völlig verkannt wird: 80% der Bevölkerung ist Homosexualität egal - solange die Leute nicht selber betroffen sind. Allerdings sind auch diese 80% der Meinung, dass Homosexualität unnormal ist. Und ich bin mir nicht sicher, ob alle davon zwischen unnormaler Homosexualität und unnormalen Homosexuellen unterscheiden wollen. Aufklärung täte Not: Aufklärung darüber, dass westliche männliche Homosexuelle hunderte Sexualpartner haben und das ist eine bis zwei Größenordnung mehr als bei Heterosexuellen. Die wenigsten Homosexuellen leben in monogamen Beziehungen. Bei Loveparade et al werden nicht nur sexuelle Praktiken in aller Öffentlichkeit ausgelebt, sondern auch Drogen und Antibiotika orgienartig konsumiert. Und viele Homosexuelle kommen aus diesem Suchtkreislauf Sex-Drogen-Medikamente ein Leben lang nicht heraus: das alles muss Sorge bereiten, nicht die Sprache.


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 Frauke G. 28. Mai 2015 
 

Es ist Zeit für die Neuevangelisierung von Bischöfen.


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